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Handball-EM: Kapitän ohne Kurs: Gensheimer gibt Rätsel auf

Es steht außer Frage, dass Uwe Gensheimer zu Weltklasse-Leistungen fähig ist. Das zeigt der Kapitän der deutschen Handballer bei der EM aber bislang nicht. Stattdessen scheint er zu sehr mit sich selbst beschäftigt - obwohl er nun besonders gefordert ist.

Uwe Gensheimer

Außer Form: Uwe Gensheimer. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Aus Uwe Gensheimers Gesicht ließ sich kaum etwas ablesen. Kein Ärger, keine Wut, am ehesten vielleicht noch Enttäuschung, aber eigentlich war da nur Leere.

Der Kapitän der deutschen Handballer wirkte nach dem desolaten EM-Auftritt gegen Titelverteidiger Spanien (26:33) emotionslos. Seine ausdruckslose Miene stand sinnbildlich für die über weite Strecken erschreckend schwache Leistung der DHB-Auswahl. Sie erzählte aber auch viel über den bisherigen Turnierverlauf für den 33-Jährigen selbst.

«Ich glaube nicht, dass er überfordert ist mit seiner Rolle. Aber ich gebe Ihnen recht, dass er momentan von seiner Chancenverwertung her nicht optimal spielt», sagte Bundestrainer Christian Prokop nach der Partie in Trondheim. Zudem mache sich Gensheimer persönlich «sehr viel Druck, weil er natürlich erfolgreich für die Mannschaft vorne weggehen möchte.» Mit genau diesem Druck kann der Linksaußen offenbar nicht umgehen. Eine Stütze der ohnehin verunsicherten Mannschaft ist er in dieser Verfassung nicht.

Das hat auch der Bundestrainer erkannt. Gegen die Spanier ließ er seinen Anführer im kompletten zweiten Durchgang draußen. Stattdessen vertraute er dem 26 Jahre alten EM-Neuling Patrick Zieker. Gensheimer verfolgte das Spiel auch von der Bank mit oft wie versteinert wirkendem Gesicht. Es wird sich nun auch ihm selbst die Frage stellen, ob er in dieser Verfassung seine Teamkollegen vor dem entscheidenden Gruppenspiel am Montag (18.15 Uhr/ZDF) gegen Lettland wieder aufrichten kann. Oder ob der Profi von den Rhein-Neckar Löwen zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist?

Gegen den klaren Außenseiter benötigt die DHB-Auswahl einen Sieg, um in die Hauptrunde einzuziehen. Sie benötigt aber auch einen Gensheimer in Top-Form, um die angepeilte Medaille bei dem Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden nicht frühzeitig abzuhaken. Auch Prokop weiß das, weshalb er seinen Kapitän verteidigte. «Das ist ein Weltklassespieler», sagte der 41-Jährige. «Es wird abgehakt, der kann super Handball spielen, da wird das nächste Spiel genommen und nicht lange nachgekartet.» Gensheimer selbst redete nicht viel, sondern unter anderem davon, dass Spanien die bessere Mannschaft gewesen sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass der nicht nur wegen seines außergewöhnlichen Handgelenks zu Weltklasse-Leistungen fähige Gensheimer bei einem großen Event Rätsel aufgibt. Auch bei der enttäuschenden EM 2018 in Kroatien schien er mit seiner Führungsrolle spätestens ab der Hauptrunde überfordert. Prokop hatte damals zunächst nur Gensheimer als Linksaußen nominiert, korrigierte das aber im Laufe des Turniers, indem er den Kieler Rune Dahmke als Backup nachnominierte. Allein hatte der erfahrene Gensheimer die Rolle auf Außen nicht zu Prokops Zufriedenheit ausfüllen können.

Dabei hat er während seiner Karriere schon oft bewiesen, wozu er in der Lage ist. Zudem ist die Europameisterschaft noch jung. Gensheimer ist bei weitem nicht der einzige deutsche Spieler, der gegen die Spanier enttäuschte, aber als Kapitän wird er nun ganz besonders gefordert sein. Vielleicht klappt es dann doch noch mit dem Erreichen des Ziels, das ihn schon lange antreibt: Mit der Nationalmannschaft nach Olympia-Bronze 2016 mal etwas noch Größeres zu gewinnen.

dpa

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