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Olympia 2014 - Tag 9 in Sotschi: Kaum Medaillenchancen für deutschen Zweierbob

Was ist passiert in Sotschi? Wer hat Gold geholt, wer nur Blech? Die Ereignisse des aktuellen olympischen Wettkampftages im Überblick - der neunte Tag verläuft fürs deutsche Team bislang enttäuschend.

+++ 19.30 Uhr: Kaum Medaillenchancen für deutschen Zweierbob +++

Das Erbe der Bob-Olympiasieger Langen & Lange ist in großer Gefahr. Die deutschen Piloten haben zum Auftakt der olympischen Zweierbob-Rennen von Sotschi enttäuscht und schon zur Halbzeit einen deutlichen Rückstand auf die Medaillenplätze eingefahren. Weltmeister Francesco Friedrich fiel am Sonntag mit Anschieber Jannis Bäcker im zweiten von vier Durchgängen vom fünften auf den siebten Platz zurück und hat zwei Zehntelsekunden Rückstand auf den Bronzerang. Thomas Florschütz und Kevin Kuske kamen nur auf Rang zehn.

+++ 16:25 Uhr: zu starker Nebel - Massenstart der Herren abgesagt +++

Die letzte Einzelentscheidung der Biathlon-Herren bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi ist verschoben worden. Wegen schlechter Sicht am Schießstand in Krasnaja Poljana wurde das Massenstartrennen über 15 Kilometer auf Montag verlegt. Startzeit ist um 7.00 Uhr MEZ. Am frühen Sonntagabend Ortszeit lag der Biathlon- und Skikomplex "Laura" im dichten Nebel.

+++ 16.25 Uhr: Dreifach-Triumph für die Niederlande im Eisschnelllauf +++

Shorttrack-Spezialistin Jorien ter Mors hat bei den Winterspielen in Sotschi überraschend Eisschnelllauf-Gold über 1500 Meter gewonnen. Die 24 Jahre alte Niederländerin siegte am Sonntag mit dem olympischen Rekord von 1:53,51 Minuten und verwies damit sogar ihre Teamkollegin und Topfavoritin Ireen Wüst (1:54,09) auf Platz zwei. Lotte van Beek machte als Dritte in 1:54,54 den Dreifach-Triumph des Oranje-Teams perfekt. Die 41 Jahre alte Claudia Pechstein belegte in 1:59,47 Platz 19.

+++ 12.32 Uhr: Deutsche Langläufer Staffel-Neunte +++

Die "alten Herren" wollten den Damen nacheifern, aber daraus wurde nichts: Deutschlands Langläufer haben beim olympischen Staffelrennen über 4 x 10 Kilometer eine Medaille klar verfehlt. Jens Filbrich, Axel Teichmann, Tobias Angerer und Hannes Dotzler belegten in Krasnaja Poljana den neunten Platz. Die Goldmedaille sicherte sich das Quartett aus Schweden, das damit den Olympiasieg von 2010 in Vancouver wiederholte. Silber ging an die Staffel aus Russland vor Frankreich.

+++ 11:22 Uhr: Samkova gewinnt Snowboardcross +++

Eva Samkova zeigte den Arrivierten, wie es richtig geht: Souverän fuhr die 20-jährige Tschechin zum Olympiasieg im Snowboardcross. Die Zweite der X-Games zeigte am Sonntag sowohl in der Qualifikation als auch bei den drei K.o.-Läufen im Extreme Park von Rosa Chutor keine Schwächen. "Ich habe mir das nie träumen lassen", sagte Samkova, die sich einen Schnurrbart in den tschechischen Nationalfarben aufs Gesicht gemalt hatte. Im Ziel feierte sie gemeinsam mit Silbermedaillengewinnerin Dominique Maltais aus Kanada und der drittplatzierten Französin Chloe Trespeuch.

+++ 11.21 Uhr: Eishockey-Frauen müssen um Klassenverbleib bangen +++

Die deutschen Eishockey-Frauen müssen nach einer Niederlage gegen Finnland um den Klassenverbleib bangen. Die Mannschaft verlor am Sonntag ihr erstes Platzierungsmatch gegen die Nordeuropäerinnen mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0) und spielt nun am Dienstag um Rang sieben. Sollten die Frauen von Bundestrainer Peter Kathan erneut verlieren und Turnier-Letzte werden, müssten sie im Herbst in die Relegation um den Verbleib in der A-Gruppe. Bettina Evers gelang in der 29. Minute das einzige deutsche Tor, für Finnland trafen zuvor Jenni Hiirikoski (2.) und Michelle Karvinen (9.).

Am Dienstag geht es gegen Gastgeber Russland oder Japan darum, nicht Turnier-Letzter zu werden. Der olympische Pressedienst hatte berichtet, dass den Eishockey-Frauen der Verlust von Geldern drohe, wenn sie nicht Sechste würden. Manuela Anwander habe gesagt, sie müsse zum Geldverdienen babysitten, wenn die Förderung ausbleibe. Sie stellte ebenso wie Franziska Busch klar, dass das Olympia-Abschneiden keine direkte Auswirkung auf die Förderung durch die Bundeswehr hat. "Das ist meine unabhängige Entscheidung. Ich werde die Bundeswehr verlassen und eine Ausbildung zur Erzieherin machen. Und in dem Rahmen werde ich auch babysitten", sagte Anwander.

+++ 10.37 Uhr: Bobpilotinnen nicht auf Medaillenkurs +++

Die deutschen Bobpilotinnen haben beim Abschlusstraining auf der Olympia-Bahn im Sliding Center Sanki keine Topplätze belegt. Sandra Kiriasis kam am Sonntag im letzten Lauf auf Rang vier, davor landete sie auf Rang acht. Cathleen Martini belegte die Plätze fünf und neun, während Anja Schneiderheinze auf den Rängen neun und elf einkam. Die Bestzeiten fuhren die Amerikanerinnen Elana Meyers, die am ersten Tag noch gestürzt war, und Jamie Greubel. Die Bobrennen der Frauen starten am Dienstag.

+++ 8.37 Uhr: Schwere Stürze bei den Skicrosserinnen +++

Die Norwegerin Helene Olafsen und Jacqueline Hernandez aus den USA haben sich zum Auftakt im Snowboardcross verletzt. Die 23-jährige Olafsen stürzte am Sonntag mit der Startnummer 1 im Vorkampf nach einer halben Minute Fahrzeit in den Wellen, ihre ersten Reaktionen deuteten auf eine Knieblessur hin.

Die zwei Jahre jüngere Hernandez konnte einen Sprung im unteren Bereich der Strecke nicht stehen, sie schlug hart mit dem Hinterkopf auf die Piste. Dem Augenschein nach war sie für kurze Zeit bewusstlos. Beide Athletinnen wurden mit dem Akja ins Ziel gebracht. Im Training der Skicrosser hatte sich am Samstag die Russin Maria Komissarowa einen Brustwirbel gebrochen und war operiert worden. Wie Olafsen war sie alleine unterwegs.

+++ 8.21 Uhr: Norweger Jansrud gewinnt Super-G

Der olympische Super-G bleibt eine Domäne norwegischer Skirennfahrer. Kjetil Jansrud gewann sorgte für den vierten norwegischen Olympiasieg nacheinander in dieser Disziplin. Der Olympia-Dritte in der Abfahrt lag in 1:18,14 Minuten drei Zehntelsekunden vor Andrew Weibrecht aus den USA. Mit der späten Startnummer 29 schockte der Amerikaner mit Zwischenbestzeiten die Führenden des spannenden Rennens.

"Am Start war ich ganz ruhig, aber als Andrew gefahren ist, war ich sehr nervös", sagte Sieger Jansrud. "Ich hatte viele Operationen, es ist die beste Zeit zurückzukehren", erklärte Weibrecht. Der Olympia-Dritte im Super-G von 2010 vergab das mögliche Gold erst durch eine nicht optimale Zieleinfahrt. Jan Hudec aus Kanada und US-Skistar Bode Miller wurden zeitgleich Dritte. Das Duo lag jeweils 0,53 Sekunden hinter Jansrud.

Die Österreicher Otmar Striedinger und Max Franz verpassten ebenso wie Norwegens Mitfavorit Aksel Lund Svindal eine Medaille nur um wenige Hundertstelsekunden. Deutsche Speed-Fahrer hatten sich nicht für diese Winterspiele qualifiziert.

+++ 7 Uhr: Start des Super-G vorverlegt +++

Unter bewölktem Himmel starten die Skirennfahrer beim Super-G in den neunten Wettkampftag der Olympischen Winterspiele von Sotschi. Die Temperaturen im "Rosa Chutor"-Alpinzentrum bei der ersten Entscheidung am Sonntag sollen erneut deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, wie der olympische Nachrichtendienst mitteilte. Deutsche sind nicht am Start.

Kurz vor dem Medaillenrennen der Herren-Langlaufstaffeln wird Schneeregen erwartet. Im Olympiapark von Sotschi soll das Thermometer im Tagesverlauf auf frühlingshafte 12 Grad steigen.

Im letzten Einzelrennen der Biathlon-Herren rechnen sich Silbermedaillen-Gewinner Erik Lesser, Simon Schempp und Arnd Peiffer etwas aus. Die Top-Favoriten im Massenstart über 15 Kilometer sind der Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade aus Frankreich und sein norwegischer Rivale Emil Hegle Svendsen.

In den anderen drei Entscheidungen des neunten Wettkampftages spielen deutsche Sportler allerdings keine Rolle. Eisschnellläuferin Claudia Pechstein will über die von ihr ungeliebten 1500 Meter nur besser als ihre Teamkolleginnen Monique Angermüller und Gabriele Hirschbichler abschneiden. Gold-Kandidatin ist die Niederländerin Ireen Wüst.

swd/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters

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