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Tauwetter in Sotschi Winterolympia in T-Shirts und kurzen Hosen


Die Temperaturen in Sotschi sind auf T-Shirt-Niveau gestiegen. Die ersten Russen reisen zum Baden an. Was für die Zuschauer schön ist, bringt die Athleten auf den Pisten in Bedrängnis.
Von Daniel Bakir

Zum Sonnenbaden ist Sotschi gerade ein echter Reisetipp. Bis zu 19 Grad werden am Donnerstag in der Stadt erwartet. Bestes T-Shirt-Wetter. Erste Ausflügler aus St. Petersburg und Moskau sind sogar schon mit Badesachen angereist, um ins Schwarze Meer zu springen. Blöd nur, dass hier gerade olympische Winterspiele ausgetragen werden.

Athleten und Zuschauer genießen zwar den strahlenden Sonnenschein, der ja auch irgendwie gut fürs Gemüt ist. Doch insbesondere für die alpinen Wettbewerbe ist es eigentlich zu warm. Denn auch in der Bergegion Krasnaja Poljana steigen die Temperaturen auf zwölf Grad. Das macht den Untergrund weich und schlüpfrig. Beim Finale des Langlauf-Sprints der Herren stürzten drei der sechs Teilnehmer. Die Langlauf-Damen waren im Klassikwettbewerb mit kurzen Ärmeln oder sogar ärmellos unterwegs. Bei der Abfahrt der Frauen streuten Helfer Salz auf der Strecke, der die Flüssigkeit aus dem Schnee ziehen und diesen härter machen soll. Deutsche Fernsehmoderatoren nehmen einen zunehmend roten Hautton an.

Die Organisatoren betonen, sie hätten alles unter Kontrolle "Wir sind entspannt, aber wir beobachten die Lage", sagte eine Sprecherin. Bisher finde jeder Wettbewerb pünktlich statt. Für den Notfall haben die Russen aber jede Menge Schneekanonen in Bereitschaft. In Depots lagern 700.000 Kubikmeter Schnee.




Biathlet Simon Schempp fühlt sich nicht so recht nach Winter auf der Terrasse seiner Unterkunft.




Bobfahrer Kevin Kuske freut sich über den Sonnenschein. Und posiert mit seinen Teamkollegen vor den olympischen Ringen.




Diese Variante des Wasserski ist allerdings nicht kurzfristig ins Programm aufgenommen worden.




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