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Pyeongchang 2018: Eishockey-Drama: Deutsches Team verpasst Gold in der Verlängerung - Gold und Silber für Viererbobs

Russland bleibt wegen Dopings gesperrt +++ Christian Ehrhoff trägt deutsche Fahne +++ Ivanka Trump beim Snowboard-Finale +++ Kür von Savchenko und Massot ist Internet-Hit +++  Aktuelle News rund um Olympia 2018 im stern-Ticker.

Olympia 2018: Eishockey-Finale Deutsche Spieler enttäuscht nach Tor zum 3:4

Enttäuschung bei den deutschen Eishockey-Spielern: Nach großem Kampf und dramatischem Verlauf beendet das Tor zum 4:3 für die russische Mannschaft den Traum vom Olympia-Gold.

DPA

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden im südkoreanischen Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele statt. Rund 3000 Athleten werden dann in 15 Sportarten um die Medaillen kämpfen. Fans dürfen sich auf insgesamt 102 Entscheidungen freuen - hierzulande allerdings mit einem Haken: Aufgrund der achtstündigen Zeitverschiebung zu Deutschland geht es meist am frühen Morgen oder gegen Mittag um Gold, Silber und Bronze. Wer also hoffte, Olympia 2018 abends entspannt von der heimischen Couch aus verfolgen zu können, wird diesmal enttäuscht.

Der stern hält Sie ab sofort über die aktuellsten News und Informationen rund um die auf dem Laufenden.

+++ Pyeongchang 2018: Hier geht's zum Medaillenspiegel +++

Sonntag, 25. Februar

+++ 8.45 Uhr: Norwegerin Marit Björgen holt ihr achtes Gold - erfolgreichste Olympionikin +++

Die norwegische Skilangläuferin Marit Björgen hat ihre achte olympische Goldmedaille gewonnen und ist damit die erfolgreichste Winterolympionikin. Die 35-Jährige, die somit gleichzeitig die älteste Olympiasiegerin der Geschichte ist, gewann in Pyeongchang über 30 Kilometer im klassischen Stil, dem letzten Wettbewerb der Spiele in Südkorea. Zweite wurde die Finnin Krista Pärmäkoski, Dritte die Schwedin Stina Nilsson.

+++ 7.57 Uhr: Drama auf dem Eis - Deutsches Eishockey-Team verpasst Gold im "Sudden Death" +++

Dieses Silber fühlt sich wie Gold an. Auch wenn das deutsche Eishockey-Sensationsteam das Wunder im Olympia-Finale dann doch knapp verpasste, verneigt sich Deutschland vor dieser Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm. Nach dem hoch dramatischen 3:4 (0:1, 1:0, 2:2) nach Verlängerung gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) in Pyeongchang bleibt es bei der zuvor bereits perfekten Silbermedaille. Allein dies ist der größte Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB).

Dank unglaublicher Leidenschaft stand das deutsche Team kurz davor, sogar Gold aus Südkorea mitzunehmen. Jonas Müller (57.) traf in der Schlussphase zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung, doch die Russen retteten sich mit einem Treffer 55,5 Sekunden vor Schluss noch in die Overtime. Die wundersame Siegesserie der DEB-Cracks, die unter anderem mit den völlig unerwarteten Erfolgen gegen Weltmeister Schweden und Sotschi-Olympiasieger Kanada die Sportprominenz weltweit und die Fans in Deutschland verzückt hatten, fand im Finale erst spät ein Ende. Kirill Kaprisow traf 10:19 Minuten vor dem Ende zum Sieg der Russen.


Gegen die russischen Stars um Pawel Dazjuk und Ilja Kowaltschuk kämpfte das deutsche Team, warf sich in Schüsse, checkte die Gegner, doch am Ende reichten die Kräfte nach dem emotionalen Olympia-Highlight gegen den nicht mehr alleinigen Rekord-Olympiasieger Kanada nicht mehr.

Wjatscheslaw Wojnow (20. Minute), Nikita Gussew (54./60.) mit einem späten Doppelschlag und Kaprisow schossen die Russen zum nun ebenfalls neunten Olympiasieg. Für das OAR-Team war es das erste Olympia-Gold seit 26 Jahren. Damals hatte die Sbornaja nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) triumphiert. Felix Schütz erzielte im zweiten Abschnitt das zwischenzeitliche 1:1 (30.), bis zum Ende blieb das Endspiel tatsächlich ausgeglichen. Dominik Kahun (54.) traf in einem wahren Thriller nur zehn Sekunden nach der neuerlichen Führung des Favoriten erneut zum verdienten Ausgleich, ehe Müller sogar die erstmalige Führung erzielte.


Von Beginn an war Deutschlands erneut bravourös haltender Torhüter Danny aus den Birken enormem Druck ausgesetzt. "Besonders am Anfang wollen die Russen mit Macht die Führung erzielen. Ich bin gespannt, wie sich unsere Mannschaft in das Spiel hineinarbeiten kann", hatte DEB-Präsident Franz Reindl vor dem Spiel dem ZDF gesagt.

Und die DEB-Auswahl arbeitete sich hervorragend rein. Wie immer in diesem Turnier hielt sie mit Kampf und Leidenschaft gegen den Rekord-Weltmeister dagegen, hatte vor dem Tor aber kein Glück. Eine halbe Sekunde vor dem Ende des ersten Drittels schlug es dann doch noch im deutschen Tor ein. Gegen Wojnows Schlagschuss war aus den Birken machtlos. Im zweiten Drittel steigerte sich der krasse Turnier-Außenseiter. Stürmer Schütz, der viele Russen aus seiner Zeit in der KHL kennt, überwand den russischen Goalie Wassili Koschetschkin.

Nach dem Jahrhundertspiel gegen Kanada, in dem sich die deutsche Mannschaft teilweise in einen Rausch gespielt hatte, versuchten die Spieler um Deutschlands Fahnenträger bei der Schlussfeier, Christian Ehrhoff, im Schlussdrittel noch einmal alles. Im stärksten Abschnitt waren sie sogar spielbestimmend und es kam zu einem dramatischen Endspurt mit mehreren Führungswechseln. Russland rettete sich gerade noch so in die Verlängerung.


Daheim fieberten Fans sowie Polit- und Sportprominenz gleichermaßen mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hattedas Wunder-Team am Samstag angerufen und Glück gewünscht. "Ich wünsche, dass alle gesund ins Spiel gehen und mit derselben Spielfreude, mit demselben Ehrgeiz das Spiel gestaltet wird, wie das Halbfinale", sagte Steinmeier. Er werde "wie ein paar Millionen anderer Deutscher, die zur frühen Stunde am Fernseher sitzen, ganz doll die Daumen" drücken.

Beim Team und Reindl gingen zudem etliche Glückwünsche, Ermunterungen und viel Lob ein. "Ich hoffe, dass die Jungs morgen gewinnen", sagte auch FC-Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Der 72-Jährige lobte insgesamt die "außergewöhnliche Leistungen" bei den Winterspielen. Und Alois Schloder und Erich Kühnhackl, 1976 zusammen mit Reindl Bronze-Medaillengewinner, hatten dem Team sogar den ganz großen Coup zugetraut. Die deutsche Auswahl gewann zwar nicht mehr. Das "Wunder von Innsbruck" vor 42 Jahren ist aber dennoch endgültig Geschichte. 


+++ 4.03 Uhr: Friedrich und Walther sichern deutschen Doppelsieg im Viererbob raus +++

Erstmals seit 34 Jahren haben die deutschen Bob-Teams wieder einen Doppel-Erfolg im Viererbob geschafft. Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich holte sich mit einer eindrucksvollen Leistung das begehrte olympische Gold-Double und gewann vor seinem Vereinskollegen Nico Walther, der sich zusammen mit den zeitgleichen Südkoreanern Silber sicherte.

Friedrich, der Viererbob-Weltmeister aus Oberbärenburg, hatte nach vier Läufen 0,53 Sekunden Vorsprung vor Walther und den zeitgleichen Olympia-Gastgeber Südkorea mit Fahnenträger Won Yunjong am Steuer.

Der WM-Dritte aus dem Vorjahr verbesserte sich im letzten Lauf um eine Position und machte damit seinen Anschieber Kevin Kuske zum erfolgreichsten Bobsportler der Welt. Letztmals hatten 1984 in Sarajevo Wolfgang Hoppe und Bernhard Lehmann für die damalige DDR einen Doppel-Erfolg im Viererbob geschafft. Für Deutschland war es das 14. Gold in Pyeongchang.

"Das waren echt anstrengende Wochen. Jetzt bin ich wirklich fertig, aber überglücklich, dass wir es geschafft haben", sagte Friedrich. "Wir haben wahnsinnig hart gearbeitet, wir haben alles getan für diesen Moment. Die Arbeit hat sich 100 Prozent ausgezahlt", meinte der Doppel-Olympiasieger.

Damit ist der Sachse erst der siebte Bobpilot, der in der 94-jährige Bob-Historie das goldene Double perfekt gemacht hat. In Andreas Ostler (1952), Meinhard Nehmer (1976), Wolfgang Hoppe (1984) und Andre Lange (2006) schafften das bislang nur vier Deutsche. "Willkommen im Club, damit ist Franz in der Gilde der Großen angekommen", sagte der viermalige Olympiasieger Lange der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem goldenen Abschluss in der Königsklasse und Silber durch Walther haben die Bobpiloten um Cheftrainer René Spies die Schmach von Sotschi mehr als vergessen lassen. "Dass wir mit einem Doppelsieg hier rausgehen, das ist einfach fantastisch", sagte Spies. "Ich weiß, dass wir wieder ganz, ganz hart arbeiten müssen, um sowas in vier Jahren wieder zu wiederholen."

Obwohl Friedrich im Wallner-Viererbob nicht einen Weltcupsieg in diesem Winter einfuhr, zauberte er im kniffligen Olympic Sliding Centre eindrucksvolle Ideallinien ins Eis. "Ich habe ihn so stark erwartet, dass es natürlich so aufgeht, ist Wahnsinn", sagte sein Heimtrainer Gerd Leopold. "Er lebt nicht nur vom starken Start, sondern überzeugte in der Bahn."

Happy über seine erste Olympia-Medaille war auch Friedrichs Vereinskollege Nico Walther. Dem WM-Dritten aus dem Vorjahr, der als einziger deutscher Pilot im Vierer einen FES-Schlitten fuhr, gelang die Aufholjagd. Mit an Bord hatte er den nun erfolgreichsten Bobfahrer der Welt. Denn nach vier Olympiasiegen und einmal Silber mit Pilot André Lange holte Anschieber Kevin Kuske mit 39 Jahren bei seiner fünften Olympia-Teilnahme zum Abschluss seiner Karriere noch eine Medaille. "Ich freu mich auch für Kevin, der nach Sotschi gesagt hat, ich häng' noch mal vier Jahre dran, um in Südkorea eine Medaille zu gewinnen", meinte Walther.

Weltmeister und Weltcupgesamtsieger Lochner wartete dagegen in den Finalläufen vergeblich auf ein Wunder. Er wurde schließlich Achter. 

+++ 3.56 Uhr: Schweden verderben Südkoreanern die Curling-Gold-Party +++

Die schwedische Curling-Mannschaft der Frauen hat zum dritten Mal die Goldmedaille bei Olymischen Winterspielen gewonnen. Im Finale in Pyeongchang besiegten die Schwedinnen um Skip Anna Hasselborg am letzten Wettkampftag das Team aus Südkorea mit 8:3. Die Curling-Spezialistinnen aus dem Gastgeberland galten als Überraschungsmannschaft des Turniers. Noch nie hatte ein südkoreanisches Team in dieser Disziplin das Halbfinale oder Finale bei Winterspielen erreicht. Bei den Männern hatten die USA am Samstag erstmals Gold im Curling geholt.

+++ 3.11 Uhr: Russland bleibt wegen Dopings suspendiert - keine russische Flagge bei Abschlussfeier +++

Russland bleibt wegen des Doping-Skandals über das Ende der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hinaus suspendiert. Damit können die Athleten aus Russland bei der Schlussfeier um 12 Uhr MEZ nicht mit der eigenen Landesfahne ins Olympiastadion einlaufen, hat das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees entschieden.

Samstag, 24. Februar

+++ 13.47 Uhr: Russische Olympia-Delegation entschuldigt sich für Doping-Fälle +++

 Die russische Delegation bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea hat sich beim IOC für die zwei Dopingfälle im Team entschuldigt. Das sagte Delegationsleiter Stanislaw Posdnjakow am Samstag in Pyeongchang nach einer Anhörung vor der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees. Vor IOC-Präsident Thomas Bach warb auch die Zweite im Eiskunstlauf, Jewgenija Medwedjewa, dafür, Russland nach der Sperre wieder zuzulassen.

Wegen des systematischen Dopings bei den Spielen 2014 in Sotschi hatte das IOC aus Russland nur handverlesene Sportler nach Südkorea eingeladen. Am Sonntag wird entschieden, ob Russland nach Erfüllung aller Auflagen wieder Mitglied der olympischen Familie wird. Zuletzt hatten zwei Dopingfälle im Curling und Bob dies wieder in Frage gestellt.

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Eigentlich verboten: Der russische Langläufer Alexander Bolshunov mit russischer Fahne


+++ 13.34 Uhr: Claudia Pechstein läuft im Massenstart-Finale hinterher +++

Claudia Pechstein ist im Massenstart-Finale auf den 13. Rang gefahren. Freudentränen gab es bei Gewinnerin Nana Takagi aus Japan, die sich zur ersten Olympiasiegerin im Massenstart der Eisschnellläuferinnen kürte. Bo-Reum Kim hole mit Silber das nächste Edelmetall für Gastgeber Südkorea. Irene Schouten (NED) landete letztlich auf dem Bronze-Rang. Die Weltcup-Führende Francesca Lollobrigida (ITA) verschlief den letzten Sprint völlig - am Ende springt nur ein enttäuschender siebter Platz für sie heraus.

+++ 13.30 Uhr: Russische Sborjana nimmt Überraschungsgegner Deutschland ernst +++

Die favorisierte russische Eishockey-Auswahl nimmt das Olympia-Finale (Sonntag, 05.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen den Überraschungsgegner Deutschland sehr ernst. "Das ist eine physisch starke Mannschaft", sagte der russische Co-Trainer Harijs Vitolins am Samstag der Agentur R-Sport zufolge. Die deutsche Auswahl sei nicht zufällig ins Finale gekommen, sondern spiele strukturiert und zuverlässig. "Wir müssen konzentriert sein, unser Spiel spielen, und Disziplin wird dabei einer der entscheidenden Faktoren sein", erklärte Vitolins.

Von einem ernstzunehmenden Gegner sprach auch Verteidiger Bogdan Kiselewitsch: "Das ist eine Mannschaft, die dank ihrer starken Seiten gewonnen hat." Ab dem Viertelfinale gebe es keine leichten Gegner mehr. Nun stehe ein hartes Match bevor, sagte er. Das russische Tor soll im Finale erneut Wassili Koschetschkin hüten.

+++ 11.27: Kanadischer Athlet wegen Autodiebstahls festgenommen +++

Die südkoreanische Polizei hat nach Medienberichten einen Athleten und einen Manager des kanadischen Olympia-Teams bei den Winterspielen in Pyeongchang wegen des Vorwurfs des Autodiebstahls vorübergehend festgenommen. Die zwei hätten unter dem Einfluss von Alkohol gestanden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Polizei in der östlichen Provinz Gangwon. Auch die Frau des Sportlers sei dabei gewesen. Wer das gestohlene Auto gefahren hat, war zunächst unklar. Die Namen wurden nicht genannt. Gegen die drei werde wegen Autodiebstahls ermittelt, hieß es. 

Nach Berichten des kanadischen Senders CBC Sports handelte es sich bei dem Athleten um den Skicross-Spezialisten David Duncan. Das Nationale Olympische Komitee Kanadas bestätigte demnach lediglich, dass gegen "Personen in unserem Team" Untersuchungen liefen. Der Vorfall trug sich den Berichten zufolge in der Nacht zum Samstag zu. Das gestohlene Auto war demnach ein Geländewagen. Die Kanadier sollen das Fahrzeug bei laufendem Motor gestohlen haben.

+++ 9.49 Uhr: Eishockey-Star Ehrhoff trägt die deutsche Fahne bei Abschlussfeier +++

Eishockey-Aushängeschild Christian Ehrhoff wird die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier bei den Olympischen Winterspielen am Sonntag in Pyeongchang tragen. Dem 35 Jahre alten Profi ist diese Ehre stellvertretend für die deutsche Nationalmannschaft übertragen worden. Diese war sensationell ins Finale eingezogen und kämpft wenige Stunden vor der Schlusszeremonie gegen die Olympischen Athleten aus Russland um den Olympiasieg.
Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier war Eric Frenzel, der anschließend Olympiasieger in der Nordischen Kombination wurde. "Es ist für mich persönlich eine große Ehre, aber ich denke, dass es eher stellvertretend für das Team ist, nicht nur für die Eishockey-Nationalmannschaft, sondern für das Team D", sagte Ehrhoff.

+++ 7.18 Uhr: Ivanka Trump ist Ski-Fan +++

Die amerikanische Präsidententochter Ivanka Trump steht vor allem auf Skifahren, ist aber auch ein Fan von Bob und Frauen-Eishockey. Nach einem Besuch beim Snowboard-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang zusammen mit Südkoreas Präsidentengattin Kim Jung Suk und Außenministerin Kang Kyung Wha besuchte die Tochter von US-Präsident Donald Trump am Samstag auch das USA-Haus, den Stützpunkt von Team USA.

"Ich bin eher Skifahrerin", sagte die 36-Jährige auf Fragen, was ihre Lieblingssportart sei. "Also, Skifahren dürfte Nummer Eins sein, aber ich setze Bobfahren auf Platz zwei." Auch Eishockey der Frauen finde sie klasse, sagte die Trump-Tochter im Gespräch mit US-Athleten. Die Eishockey-Frauen der USA hatten in Pyeongchang Gold geholt. 

 Mit ihren Kindern habe sie schon viel von den Winterspielen am Fernsehen verfolgt. Ihre Tochter ist sechs und ihr Sohn vier Jahre alt. Auch hat das Ehepaar Trump noch einen ein Jahr alten Sohn. Die Älteren seien jetzt alt genug für Olympia. "Sie begeistern sich richtig dafür", sagte sie. "Sie würden Bobfahren sagen."

Beim Snowboard sah die "First Daughter", die mit einer blau-roten Team-USA-Pudelmütze im roten Skianzug auf der Tribüne saß, wie der Amerikaner Kyle Mack die Silbermedaille im Big-Air-Wettbewerb gewann. Am Vortag war die Sonderabgesandte ihres Vaters, die am Sonntag an der Schlussfeier teilnimmt, von Südkoreas Präsident Moon Jae In zum Abendessen empfangen worden.


+++ 7.17 Uhr: Kür von Savchenko und Massot ist Internet-Hit +++

Der Deutsche Olympische Sportbund feierte auch mit seinen digitalen Aktivitäten bei den Winterspielen in Pyeongchang Erfolge. "Wenn der sportliche Erfolg da ist, läuft es natürlich auch in der digitalen Kommunikation sehr gut", sagte Jens Behler, Leiter der Social-Media-Abteilung des DOSB, am Samstag der dpa. Als digitaler Hit erwies sich die Paarlauf-Kür von den Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko und Bruno Massot, für die sich 3 Millionen User interessierten, die zudem den Videoclip von dem Glanzauftritt 1,2 Millionen Mal abriefen.  


+++ 6.54 Uhr: Snowboarderinnen feiern Silber und Bronze im Parallel-Riesenslalom +++

Snowboarderin Selina Jörg aus Sonthofen hat bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang die Silbermedaille gewonnen. Die 30-Jährige unterlag im Finale des Parallel-Riesenslaloms der tschechischen Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka, Bronze sicherte sich Ramona Hofmeister aus Bischofswiesen.

+++ 5.51 Uhr: Nach Check gegen Kopf: Training vor Olympia-Finale ohne Wolf +++

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat das Abschlusstraining vor dem Olympia-Finale gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) am Sonntag ohne David Wolf absolviert.
Der Stürmer der Adler Mannheim werde geschont, hieß es vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) zunächst. Wolf hatte am Freitag beim Halbfinalsieg gegen Kanada einen heftigen Check gegen den Kopf kassiert, war aber wieder zurück aufs Eis gekommen. Nach dem Spiel hatte Wolf gesagt: "Alles okay. Mich haut so schnell nichts um."

+++ 3.29 Uhr: Russische Bobpilotin verzichtet auf B-Probe und reist ab +++

Die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa ist einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass zufolge bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang des Dopings überführt. Die 30-Jährige habe auf die Öffnung ihrer B-Probe verzichtet, ihre Akkreditierung zurückgegeben und das olympische Dorf verlassen, sagte Anna Makarow, Sprecherin des russischen Bobverbands, laut Tass. In der A-Probe der Zwölftplatzierten des Zweierbob-Rennens war nach Angaben der Delegation der Olympischen Athleten aus Russland die verbotene Substanz Trimetazidin gefunden worden.

Freitag, 23. Februar

+++ 15.31 Uhr: Finale! Deutsches Eishockeyteam schafft gegen Kanada das Wunder +++

Unfassbar, unbeschreiblich, einfach sensationell: Deutschlands Eishockey-Wunderteam greift tatsächlich nach Olympia-Gold. Mit einem nie für möglich gehaltenen Coup beim 4:3 (1:0, 3:1, 0:2) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada hat das Team von Bundestrainer Marco Sturm bereits Silber sicher und den größten Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) perfekt gemacht. Das "Wunder von Innsbruck" beim Bronze-Gewinn 1976 ist bereits getoppt, jetzt kann der vor dem Turnier große Außenseiter am Sonntag (05.10 Uhr MEZ/ZDF und Eurosport) gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) endgültig deutsche Sportgeschichte schreiben.

Den historischen Erfolg von Pyeongchang gegen den 26-maligen Weltmeister schossen in einem mitreißenden Match Brooks Macek (15. Minute), Matthias Plachta (24.), Frank Mauer (27.) und Patrick Hager (33.) heraus. Nie zuvor hatte Deutschland gegen das Mutterland des Eishockeys bei Winterspielen gewonnen - und zitterte nach einer zwischenzeitlich klaren 4:1-Führung bis zum Schluss. "Das ist alles unwirklich, damit haben wir nie gerechnet", sagte ein überglücklicher Frank Mauer vom EHC München nach Spielschluss.


Der neunmalige Olympiasieger kam gegen ein leidenschaftliches deutsches Team zu Toren durch Gilbert Brule (29.), Mat Robinson (43.) und Derek Roy (50.) und sorgte im Schlussdrittel für Spannung. Kanada spielt nun am Samstag gegen Tschechien lediglich um Bronze. 

Zudem erwiesen sich die Kanadier als schlechte Verlierer. Mit einem üblen Check gegen den Kopf von David Wolf leistete sich Brule eine ganz hässliche Szene und musste nur vier Minuten nach seinem Tor zu Recht vom Eis. Mannheims Stürmer Wolf blieb minutenlang regungslos auf dem Eis liegen, rappelte sich dann immerhin auf, um gestützt in die Kabine zu fahren. Im Schlussdrittel kam der Mannheimer sogar zurück aufs Eis.

+++ 13.32 Uhr: Biathlon-Herren gewinnen Bronze +++

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Staffel haben die deutschen Biathleten für einen versöhnlichen Abschluss bei den Olympischen Winterspielen gesorgt. Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp mussten sich am Freitag in Pyeongchang nach einem turbulenten Rennen nur Überraschungs-Olympiasieger Schweden und Norwegen geschlagen geben, verpassten aber das anvisierte erste Staffel-Gold seit zwölf Jahren deutlich. Das Quartett leistete sich drei Strafrunden sowie zehn Nachlader und hatte im Ziel nach 4x7,5 Kilometern 2:07,1 Minuten Rückstand auf die Skandinavier um den deutschen Trainer Wolfgang Pichler.

"Es haben alle gesehen, wie schwer erkämpft diese Medaille war. Bei dem wechselndem Wind brauchte man auch Glück. Man muss heilfroh sein, wenn man hier mit einer Medaille nach Hause fahren kann", sagte Bundestrainer Mark Kirchner: "Wir sind glücklich, dass jeder eine Medaille hat. Mehr konnten wir hier nicht erreichen." Lesser sagte: "Die Spannung ist nicht zum Aushalten gewesen. Das war ein Wechselbad der Gefühle, von der Goldmedaille bis zur Holzmedaille war in diesem Rennen alles möglich."

Nachdem es zuvor in der Damen-Staffel mit Platz acht und Rang vier in der Mixed-Staffel herbe Enttäuschungen gegeben hatte, mussten auch die Männer lange zittern. Schempp hatte beim letzten Schießen noch die Chance auf Silber, ging aber in die Strafrunde und war so chancenlos. Zuletzt hatten die deutschen Skijäger 2006 in Turin Olympia-Gold geholt. Damit beenden die DSV-Biathleten die Wettbewerbe in Südkorea als erfolgreichste Nation mit insgesamt sieben Medaillen. Es gab dreimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Schon vor dem Rennen hatten Lesser & Co. ihr Ziel klar formuliert. Olympia-Gold sollte es für den Weltmeister von 2015 werden. Und vier Jahre nach Silber in Sotschi, als Schempp im Schlussspurt gegen den Russen Anton Schipulin knapp verlor, startete Deutschland stark. Ohne die wegen des Dopingskandals erstmals bei einer Olympia-Staffel fehlenden Russen ging Lesser trotz eines Nachladers früh in Führung und übergab an Position eins mit 18,4 Sekunden Vorsprung vor der Slowakei auf Doll, den Bronze-Gewinner in der Verfolgung.

Der Sprint-Weltmeister aus dem Schwarzwald blieb liegend fehlerfrei und zog weiter davon. Die Verfolger Ukraine und Österreich hatten schnell mehr als 35 Sekunden Rückstand - bis Doll nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde musste und auf Rang fünf zurückfiel. "Ich habe es nicht gut gemacht. Am Schießstand war ich einfach nicht ganz wach", sagte Doll. Während Österreich die Spitze übernahm, hatten die Deutschen knapp 40 Sekunden Rückstand als Sprint-Olympiasieger Peiffer in die Loipe ging.

In der Mixed-Staffel hatte Peiffer als Schlussläufer drei Tage zuvor die fast schon sichere Goldmedaille noch aus der Hand gegeben und im umstrittenen Schlussspurt gegen Italien sogar noch Bronze verloren. Im letzten Rennen in Südkorea macht es der 30-Jährige besser und halbierte den Rückstand nach seiner ersten Schießeinlage, ehe er sich hinter Schweden und Norwegen auf Rang drei nach vorne kämpfte. Schlussläufer Schempp zeigte am Ende Nerven und konnte die Spitze nicht mehr angreifen.

+++ 10.53 Uhr: Weiterer Dopingverdacht gegen Russland +++

In Pyeongchang steht ein zweiter russischer Athlet unter Dopingverdacht. In einer Probe der Bobpilotin Nadeschda Sergejewa sei eine verbotene Substanz gefunden worden, sagte Alexander Subkow, Präsident des russischen Bob- und Skeletonverbands, der Internetseite der Zeitung "Sport-Express". Er machte keine Angaben, welche Substanz festgestellt worden sei. Der Verband habe mit Sergejewa gesprochen. Subkow wollte allerdings ihre Reaktion nicht widergeben.

Die Probe sei zwei Tage vor dem Start der olympischen Rennen im Zweierbob genommen worden, sagte der frühere Bobpilot. Die 30 Jahre alte Sergejewa wurde dabei Zwölfte. Zuvor war der russische Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings überführt worden, er verliert damit seine Bronzemedaille aus dem Mixed-Wettbewerb. Nach dem Doping-Skandal von Sotschi 2014 ist in Pyeongchang nur das Team "Olympischer Athleten aus Russland" unter neutraler Flagge am Start.

+++ 5.45 Uhr: Südkorea verteidigt Empfang von General aus Nordkorea +++

Die südkoreanische Regierung hat den geplanten Empfang eines umstrittenen hohen Generals aus Nordkorea zur Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang verteidigt. Nach Protesten gegen Kim Yong Chol, den Ex-Chef des Auslandsgeheimdienstes und heutigen Vizevorsitzenden des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei, an der Spitze der Delegation bat der Sprecher des Vereinigungsministeriums am Freitag um Verständnis für den Besuch. Die Regierung hoffe, dass der Dialog vorangebracht und die Beziehungen verbessert werden können.

Der Hardliner wird unter anderem für den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes im Jahr 2010 verantwortlich gemacht. Das Schiff wurde von einem Torpedo getroffen. 46 Menschen kamen dabei um. Zu Kritik der Angehörigen sowie der Opposition, die vor dem Präsidentensitz in Seoul demonstrierte, sagte der Sprecher vor Journalisten, es sei schwierig, genau zu bestimmen, wer die Verantwortung dafür trage.

+++ 4.19 Uhr: Kombinierer-Coach warnt davor, sich auf Erfolgen auszuruhen +++

Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch hat nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen von Pyeongchang davor gewarnt, sich auf dem Vorsprung auszuruhen. "Ich glaube, dass die Mannschaft natürlich am Zenit ihres Schaffens sein wird. Aber jetzt gilt es auch, dass man mal wieder frisches Blut heranführt. In ein, zwei Jahren sollte der eine oder andere dazustoßen", forderte Weinbuch nach dem souveränen Olympiasieg von Johannes Rydzek, Eric  Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger im Teamwettbewerb am Donnerstag. Zuvor hatten Rydzek und Frenzel auch je einen Einzel-Olympiasieg in Südkorea gefeiert.

Mit den beiden Anführern, Rießle und Ersatzmann Björn Kircheisen trat in Pyeongchang eine Mannschaft an, die schon über Jahre in dieser Formation besteht. Nur der 20 Jahre junge Geiger stieß neu in das Weinbuch-Team. "Wir brechen im zweiten oder dritten Glied gerade ein bisschen weg. Da müssen wir jetzt hellwach sein und investieren", warnte Weinbuch, der bei den Spielen seine Großereignis-Medaillen 45 bis 49 mit den Kombinierern feiern durfte. "Wenn man da nicht aufpasst, kann es in drei, vier Jahren vorbei sein mit der Herrlichkeit", fügte der Bayer an.

+++ 2.03 Uhr: Vonn verstreut Asche ihres Großvaters in Südkorea +++

US-Skistar Lindsey Vonn hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Asche ihres verstorbenen Großvaters verstreut. "Ich weiß, dass es ihm viel bedeuten würde, wieder hier zu sein, ein Teil von ihm ist immer in Südkorea", sagte Vonn am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP und der südkoreanischen Zeitung "The Chosun Ilbo".

Der Großvater der 33-Jährigen war im November gestorben. Er war als US-Soldat im Koreakrieg im Einsatz. Vor einigen Tagen habe sie in der Nähe der Olympia-Abfahrtsstrecke der Männer einen Teil seiner Asche verstreut, berichtete Vonn. Vor den Winterspielen hatte sie auf einer Pressekonferenz geweint, als sie nach ihrem Großvater gefragt wurde. In der Spezialabfahrt gewann Vonn Bronze. Bei der Kombination schied sie am Donnerstag im Slalom aus. 


Donnerstag, 22. Februar

+++ 13.30 Uhr: Deutsche Biathlon-Frauen schießen schlecht und verpassen Medaille +++

Schon wieder ein Biathlon-Drama, schon wieder keine Staffel-Medaille: Die hoch favorisierten deutschen Frauen um Schlussläuferin Laura Dahlmeier sind bei Olympia nach einem Fehlschuss-Festival überraschend erneut leer ausgegangen. Das Quartett in der Besetzung Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Dahlmeier musste sich bei schwierigen Windbedingungen nach drei Strafrunden und elf Nachladern mit dem enttäuschenden achten Platz begnügen. Der Olympiasieg bei den Winterspielen in Pyeongchang ging am Donnerstag an Weißrussland, Silber und Bronze holten Schweden und Frankreich.

Deutschland, das nach 4x6 Kilometern mit 53,9 Sekunden Rückstand ins Ziel kam, verpasste wie schon 2014 in Sotschi eine Medaille. Vor vier Jahren hatte es in Russland nach einem ähnlich schwachen Rennen nur zum elften Platz gereicht. Für Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier und Co. ist das Ergebnis besonders bitter, da sie in den vergangenen acht Staffelrennen saisonübergreifend sieben Siege gefeiert hatten. Dazu zählt auch der Triumph bei der WM 2017.

+++ 12.06 Uhr: Deutschland gewinnt Gold im Team-Wettbewerb der Nordischen Kombinierer +++

Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Co. haben mit einer weiteren Machtdemonstration in der Nordischen Kombination den Gold-Hattrick von Pyeonchang perfekt gemacht. Die beiden Einzel-Olympiasieger rasten am Donnerstag bei den Winterspielen zusammen mit Fabian Rießle und Vinzenz Geiger zum ersten Gold im Mannschaftswettbewerb seit 1988. Das Quartett siegte nach dem Springen von der Großschanze und dem Langlauf über 4x5 Kilometer mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Norwegen und Österreich, was fast schon eine Demütigung für die Konkurrenz war.

Es war der perfekte Abschluss für das deutsche Team, nachdem Frenzel beim Wettbewerb von der Normalschanze triumphiert hatte und es anschließend sogar einen deutschen Dreifach-Sieg von der Großschanze gegeben hatte. Fünf Medaillen in drei Wettbewerben - das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem alles andere als sorgenfreien Weltcup-Winter beim Saisonhöhepunkt voll da. Das 13. Gold für die gesamte deutsche Wintersport-Mannschaft hatte auch eine historische Note, denn damit ist die beste Ausbeute seit der Wiedervereinigung perfekt.

In der Loipe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Kilometern, als Geiger die Führung übernahm und seine Kollegen den Vorsprung stetig auf die Konkurrenz ausbauten. Schon beim Springen hatte sich das deutsche Team mit Platz zwei eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Mit nur sechs Sekunden Rückstand auf Österreich, aber immerhin 21 Sekunden Vorsprung auf Mitfavorit Norwegen ging das DSV-Quartett in den Langlauf.

"Es war nicht einfach, die Mannschaft auf diesen Wettkampf einzustellen. Nach dem Dreifachtriumph und dem Probesprung war die Goldmedaille schon ziemlich groß vor den Augen. Dass man dann bei sich bleibt und sich auf die Aufgaben besinnt, ist nicht so einfach", sagte Weinbuch.

Und es lief wie geplant. Geiger lief schnell zum Österreicher Wilhelm Denifl auf und zog auch davon. "Ich habe versucht, eine Lücke zu reisen. Das ist mir ganz gut gelungen", sagte Geiger. Anschließend vergrößerte der laufstarke Rießle den Vorsprung auf die zweitplatzierten Norweger von 12 auf 44 Sekunden. Der Rest war für die Gala. Frenzel, der durch das dritte Olympia-Gold seiner Karriere zu den Rekordsiegern Ulrich Wehling (DDR), Samppa Lajunen (Finnland) und Felix Gottwald (Österreich) aufschloss, übergab mit einer Minute Vorsprung an Rydzek und jubelte bereits mit seinem Skistock. Rydzek brachte den Sieg schließlich sicher ins Ziel.

Es war die Medaille, die dem DSV-Team um Bundestrainer Weinbuch noch fehlte. 2014 erreichte die deutsche Mannschaft in Sotschi Silber, vier Jahre davor hatte es Bronze gegeben.


+++ 9.43 Uhr: Zwei Verletzte nach Feier im Niederlande-Haus +++

Eine Feier-Panne im Holland Haus bei den Olympischen Winterspielen hat in der vergangenen Nacht die Niederländer peinlich berührt. Die Ehrung für die Bronzemedaille des Verfolgungsteams mit Eisschnelllaufstar Sven Kramer, Jan Blokhuijsen, Koen Verweij und Patrick Roest endete in Pyeongchang mit der Verletzung von zwei südkoreanischen Besucherinnen.

Auf der Bühne des voll besetzten Festsaals hatten die Vier eine übergroße runde Medaillenplatte erhalten, die sie dann aus Jux in das Publikum warfen. Die Platte landete unsanft in der Menge. Zwei Frauen wurden dabei verletzt. Mit blutendem Gesicht wurde eine der Südkoreanerinnen in ein Krankenhaus gebracht, die andere wurde vor Ort behandelt. Kramer und seine Teamkollegen entschuldigten sich sofort bei den Betroffenen. "Heute Abend endete die Zeremonie des Männer-Verfolgungsteams bei der Übergabe der Medaillenplatte von Athleten an die Öffentlichkeit unglücklich", hieß es im offiziellen Statement des Holland Hauses.

 Nach jeder Oranje-Plakette werden dort die Medaillengewinner mit einer Show-Zeremonie geehrt. Am Mittwoch war das Fest von Tumulten der Fans begleitet. Zahlreiche Gäste machten so viel Lärm, dass die erste Ehrung des Abends nur nach deutlicher Ermahnung durch Sven Kramer durchgeführt werden konnte.

+++ 8.22 Uhr: US-Eishockey-Frauen gewinnen Finale +++

Die amerikanischen Eishockey-Frauen haben zum zweiten Mal die olympische Goldmedaille gewonnen. In einem dramatischen Finale setzte sich das US-Team mit 3:2 (1:0, 0:2, 1:0) nach Penaltyschießen gegen Erzrivale Kanada durch, der zuletzt viermal Olympiasieger war. Jocelyne Lamoureux-Davidson erzielte im Showdown den entscheidenden Treffer.

Die Kanadierinnen hatten waren zuvor 24 Spiele bei Olympia ungeschlagen gewesen. Die Amerikanerinnen triumphierten wie schon bei der Olympia-Premiere 1998 in Nagano im Finale gegen Team Canada. Die deutsche Mannschaft hatte sich nicht qualifiziert.

+++ 7.41 Uhr: Schweizerin Gisin gewinnt die alpine Kombination +++

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin ist Olympiasiegerin in der alpinen Kombination. Vier Jahre nach dem Triumph ihrer Schwester Dominique Gisin in der Abfahrt von Sotschi sicherte sich die 24-Jährige bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold vor dem favorisierten US-Star Mikaela Shiffrin. Im Ziel hatte Gisin, WM-Zweite von 2017, nach dem abschließenden Slalom 0,97 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde in Wendy Holdener ebenfalls eine Schweizerin.

Die Amerikanerin Lindsey Vonn, die nach der Abfahrt noch geführt hatte, beendete ihr letztes olympisches Rennen nach ihrem schnellen Aus im Slalom ohne Medaille. Deutsche Athletinnen waren beim letzten Einzelrennen in Südkorea nicht am Start. Noch 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi hatte Maria Höfl-Riesch in dieser Disziplin jeweils Gold geholt.


+++ 7.26 Uhr: Sturz beim Skicross: Kanadier Delbosco bricht sich Becken und Rippen +++

Der kanadische Skicrosser Christopher Delbosco hat sich bei seinem fürchterlichen Sturz im olympischen Finale einen Beckenbruch, vier Rippenbrüche und eine Lungenquetschung zugezogen.
Der 35-Jährige sei in einem stabilen Zustand und stehe im Krankenhaus weiter unter Beobachtung, teilte das kanadische Team mit. Delbosco hatte in seinem Achtelfinallauf der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang am Mittwoch die Kontrolle verloren, war weit durch die Luft geflogen und hart auf dem Rücken aufgeschlagen. Neben Delbosco waren auch der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter nach schlimmen Stürzen verletzt von Sanitätern von der Strecke gebracht worden.

+++ 6.26 Uhr: 35-jähriger André Myhrer aus Schweden holt überraschend Slalom-Gold +++

Überraschender Ausgang im alpinen Slalom der Herren: Der 35-jährige Schwede André Myhrer sicherte sich überraschend den Olympiasieg. Dabei profitierte er vom Missgeschick des nach dem ersten Lauf führenden Norweger Henrik Kristoffersen, der einfädelte und ausschied. Auch Top-Favorit Marcel Hirscher aus Österreich kam in seinem vermutlich letzten Olympia-Rennen nicht ins Ziel. Er schied schon im ersten Lauf aus. Hinter Myhrer holte sich der Schweizer Ramon Zenhäuser Silber, der vom 9. Platz in Lauf 1 nach vorne fuhr. Bronze ging an Michael Matt aus Österreich. Die deutschen Starter hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, Linus Straßer schied schon im ersten Durchgang aus.

+++ 5.05 Uhr: Ski-Freestyle: US-Amerikaner Wise gewinnt in der Halfpipe +++

Mit seinem letzten Versuch hat Ski-Freestyler David Wise zum zweiten Mal Olympia-Gold in der Halfpipe geholt. Nach zwei verpatzten Versuchen bekam der US-Amerikaner 97,2 Punkte und triumphierte in Pyeongchang wie schon in Sotschi 2014. Der 27-Jährige setzte sich mit lediglich 0,8 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alex Ferreira durch. Bronze ging überraschend an den 16 Jahre alten Neuseeländer Nico Porteous.

+++ 3.20 Uhr: Big-Air-Wettbewerb: Österreicherin gewinnt Gold +++

Mit dem letzten Sprung des Wettbewerbs hat sich die österreichische Snowboarderin Anna Gasser das erste Olympia-Gold im Big-Air-Wettbewerb gesichert. Die Weltmeisterin zog mit 185,00 Punkten noch an der führenden Amerikanerin Jamie Anderson vorbei, die auf 177,25 Punkte kam und ihren insgesamt dritten Olympiasieg verpasste. Bronze ging mit großem Rückstand an die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (157,50). Der Wettbewerb wurde erstmals bei Olympia ausgetragen.

Von den drei Sprüngen im Finale der besten Zwölf, in dem keine Deutschen vertreten waren, wurden die beiden besten gewertet. Die 26-jährige Gasser erzielte zum Abschluss 96,00 Zähler und schaffte damit die höchste Wertung des Tages. Anderson blieb damit Silber, nachdem sie in Südkorea wie schon 2014 in Sotschi im Slopestyle triumphiert hatte.

mod/wue/tis/fri/vit / DPA / AFP