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Olympia-News

Pyeongchang 2018: Das Eishockey-Wunder ist perfekt - Deutschland zieht gegen Kanada ins Finale ein

Deutsches Eishockey-Team hat Medaille sicher - Sensationssieg gegen Kanada +++ Biathlon-Herren gewinnen Team-Bronze +++ Kombinierer-Bundestrainer warnt vor Selbstzufriedenheit +++ Aktuelle News rund um Olympia 2018 im stern-Ticker.

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden im südkoreanischen Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele statt. Rund 3000 Athleten werden dann in 15 Sportarten um die Medaillen kämpfen. Fans dürfen sich auf insgesamt 102 Entscheidungen freuen - hierzulande allerdings mit einem Haken: Aufgrund der achtstündigen Zeitverschiebung zu Deutschland geht es meist am frühen Morgen oder gegen Mittag um Gold, Silber und Bronze. Wer also hoffte, Olympia 2018 abends entspannt von der heimischen Couch aus verfolgen zu können, wird diesmal enttäuscht.

Der stern hält Sie ab sofort über die aktuellsten News und Informationen rund um die auf dem Laufenden.

+++ Pyeongchang 2018: Hier geht's zum Medaillenspiegel +++

Freitag, 23. Februar

+++ 15.31 Uhr: Finale - Deutsches Eishockeyteam schafft gegen Kanada das Wunder +++

Unfassbar, unbeschreiblich, einfach sensationell: Deutschlands Eishockey-Wunderteam greift tatsächlich nach Olympia-Gold. Mit einem nie für möglich gehaltenen Coup beim 4:3 (1:0, 3:1, 0:2) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada hat das Team von Bundestrainer Marco Sturm bereits Silber sicher und den größten Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) perfekt gemacht. Das "Wunder von Innsbruck" beim Bronze-Gewinn 1976 ist bereits getoppt, jetzt kann der vor dem Turnier große Außenseiter am Sonntag (05.10 Uhr MEZ/ZDF und Eurosport) gegen die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) endgültig deutsche Sportgeschichte schreiben.

Den historischen Erfolg von Pyeongchang gegen den 26-maligen Weltmeister schossen in einem mitreißenden Match Brooks Macek (15. Minute), Matthias Plachta (24.), Frank Mauer (27.) und Patrick Hager (33.) heraus. Nie zuvor hatte Deutschland gegen das Mutterland des Eishockeys bei Winterspielen gewonnen - und zitterte nach einer zwischenzeitlich klaren 4:1-Führung bis zum Schluss. "Das ist alles unwirklich, damit haben wir nie gerechnet", sagte ein überglücklicher Frank Mauer vom EHC München nach Spielschluss.

Der neunmalige Olympiasieger kam gegen ein leidenschaftliches deutsches Team zu Toren durch Gilbert Brule (29.), Mat Robinson (43.) und Derek Roy (50.) und sorgte im Schlussdrittel für Spannung. Kanada spielt nun am Samstag gegen Tschechien lediglich um Bronze. 

Zudem erwiesen sich die Kanadier als schlechte Verlierer. Mit einem üblen Check gegen den Kopf von David Wolf leistete sich Brule eine ganz hässliche Szene und musste nur vier Minuten nach seinem Tor zu Recht vom Eis. Mannheims Stürmer Wolf blieb minutenlang regungslos auf dem Eis liegen, rappelte sich dann immerhin auf, um gestützt in die Kabine zu fahren. Im Schlussdrittel kam der Mannheimer sogar zurück aufs Eis.

+++ 13.32 Uhr: Biathlon-Herren gewinnen Bronze +++

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Staffel haben die deutschen Biathleten für einen versöhnlichen Abschluss bei den Olympischen Winterspielen gesorgt. Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp mussten sich am Freitag in Pyeongchang nach einem turbulenten Rennen nur Überraschungs-Olympiasieger Schweden und Norwegen geschlagen geben, verpassten aber das anvisierte erste Staffel-Gold seit zwölf Jahren deutlich. Das Quartett leistete sich drei Strafrunden sowie zehn Nachlader und hatte im Ziel nach 4x7,5 Kilometern 2:07,1 Minuten Rückstand auf die Skandinavier um den deutschen Trainer Wolfgang Pichler.

"Es haben alle gesehen, wie schwer erkämpft diese Medaille war. Bei dem wechselndem Wind brauchte man auch Glück. Man muss heilfroh sein, wenn man hier mit einer Medaille nach Hause fahren kann", sagte Bundestrainer Mark Kirchner: "Wir sind glücklich, dass jeder eine Medaille hat. Mehr konnten wir hier nicht erreichen." Lesser sagte: "Die Spannung ist nicht zum Aushalten gewesen. Das war ein Wechselbad der Gefühle, von der Goldmedaille bis zur Holzmedaille war in diesem Rennen alles möglich."

Nachdem es zuvor in der Damen-Staffel mit Platz acht und Rang vier in der Mixed-Staffel herbe Enttäuschungen gegeben hatte, mussten auch die Männer lange zittern. Schempp hatte beim letzten Schießen noch die Chance auf Silber, ging aber in die Strafrunde und war so chancenlos. Zuletzt hatten die deutschen Skijäger 2006 in Turin Olympia-Gold geholt. Damit beenden die DSV-Biathleten die Wettbewerbe in Südkorea als erfolgreichste Nation mit insgesamt sieben Medaillen. Es gab dreimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Schon vor dem Rennen hatten Lesser & Co. ihr Ziel klar formuliert. Olympia-Gold sollte es für den Weltmeister von 2015 werden. Und vier Jahre nach Silber in Sotschi, als Schempp im Schlussspurt gegen den Russen Anton Schipulin knapp verlor, startete Deutschland stark. Ohne die wegen des Dopingskandals erstmals bei einer Olympia-Staffel fehlenden Russen ging Lesser trotz eines Nachladers früh in Führung und übergab an Position eins mit 18,4 Sekunden Vorsprung vor der Slowakei auf Doll, den Bronze-Gewinner in der Verfolgung.

Der Sprint-Weltmeister aus dem Schwarzwald blieb liegend fehlerfrei und zog weiter davon. Die Verfolger Ukraine und Österreich hatten schnell mehr als 35 Sekunden Rückstand - bis Doll nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde musste und auf Rang fünf zurückfiel. "Ich habe es nicht gut gemacht. Am Schießstand war ich einfach nicht ganz wach", sagte Doll. Während Österreich die Spitze übernahm, hatten die Deutschen knapp 40 Sekunden Rückstand als Sprint-Olympiasieger Peiffer in die Loipe ging.

In der Mixed-Staffel hatte Peiffer als Schlussläufer drei Tage zuvor die fast schon sichere Goldmedaille noch aus der Hand gegeben und im umstrittenen Schlussspurt gegen Italien sogar noch Bronze verloren. Im letzten Rennen in Südkorea macht es der 30-Jährige besser und halbierte den Rückstand nach seiner ersten Schießeinlage, ehe er sich hinter Schweden und Norwegen auf Rang drei nach vorne kämpfte. Schlussläufer Schempp zeigte am Ende Nerven und konnte die Spitze nicht mehr angreifen.

+++ 10.53 Uhr: Weiterer Dopingverdacht gegen Russland +++

In Pyeongchang steht ein zweiter russischer Athlet unter Dopingverdacht. In einer Probe der Bobpilotin Nadeschda Sergejewa sei eine verbotene Substanz gefunden worden, sagte Alexander Subkow, Präsident des russischen Bob- und Skeletonverbands, der Internetseite der Zeitung "Sport-Express". Er machte keine Angaben, welche Substanz festgestellt worden sei. Der Verband habe mit Sergejewa gesprochen. Subkow wollte allerdings ihre Reaktion nicht widergeben.

Die Probe sei zwei Tage vor dem Start der olympischen Rennen im Zweierbob genommen worden, sagte der frühere Bobpilot. Die 30 Jahre alte Sergejewa wurde dabei Zwölfte. Zuvor war der russische Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings überführt worden, er verliert damit seine Bronzemedaille aus dem Mixed-Wettbewerb. Nach dem Doping-Skandal von Sotschi 2014 ist in Pyeongchang nur das Team "Olympischer Athleten aus Russland" unter neutraler Flagge am Start.

+++ 5.45 Uhr: Südkorea verteidigt Empfang von General aus Nordkorea +++

Die südkoreanische Regierung hat den geplanten Empfang eines umstrittenen hohen Generals aus Nordkorea zur Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang verteidigt. Nach Protesten gegen Kim Yong Chol, den Ex-Chef des Auslandsgeheimdienstes und heutigen Vizevorsitzenden des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei, an der Spitze der Delegation bat der Sprecher des Vereinigungsministeriums am Freitag um Verständnis für den Besuch. Die Regierung hoffe, dass der Dialog vorangebracht und die Beziehungen verbessert werden können.

Der Hardliner wird unter anderem für den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes im Jahr 2010 verantwortlich gemacht. Das Schiff wurde von einem Torpedo getroffen. 46 Menschen kamen dabei um. Zu Kritik der Angehörigen sowie der Opposition, die vor dem Präsidentensitz in Seoul demonstrierte, sagte der Sprecher vor Journalisten, es sei schwierig, genau zu bestimmen, wer die Verantwortung dafür trage.

+++ 4.19 Uhr: Kombinierer-Coach warnt davor, sich auf Erfolgen auszuruhen +++

Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch hat nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen von Pyeongchang davor gewarnt, sich auf dem Vorsprung auszuruhen. "Ich glaube, dass die Mannschaft natürlich am Zenit ihres Schaffens sein wird. Aber jetzt gilt es auch, dass man mal wieder frisches Blut heranführt. In ein, zwei Jahren sollte der eine oder andere dazustoßen", forderte Weinbuch nach dem souveränen Olympiasieg von Johannes Rydzek, Eric  Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger im Teamwettbewerb am Donnerstag. Zuvor hatten Rydzek und Frenzel auch je einen Einzel-Olympiasieg in Südkorea gefeiert.

Mit den beiden Anführern, Rießle und Ersatzmann Björn Kircheisen trat in Pyeongchang eine Mannschaft an, die schon über Jahre in dieser Formation besteht. Nur der 20 Jahre junge Geiger stieß neu in das Weinbuch-Team. "Wir brechen im zweiten oder dritten Glied gerade ein bisschen weg. Da müssen wir jetzt hellwach sein und investieren", warnte Weinbuch, der bei den Spielen seine Großereignis-Medaillen 45 bis 49 mit den Kombinierern feiern durfte. "Wenn man da nicht aufpasst, kann es in drei, vier Jahren vorbei sein mit der Herrlichkeit", fügte der Bayer an.

+++ 2.03 Uhr: Vonn verstreut Asche ihres Großvaters in Südkorea +++

US-Skistar Lindsey Vonn hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Asche ihres verstorbenen Großvaters verstreut. "Ich weiß, dass es ihm viel bedeuten würde, wieder hier zu sein, ein Teil von ihm ist immer in Südkorea", sagte Vonn am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP und der südkoreanischen Zeitung "The Chosun Ilbo".

Der Großvater der 33-Jährigen war im November gestorben. Er war als US-Soldat im Koreakrieg im Einsatz. Vor einigen Tagen habe sie in der Nähe der Olympia-Abfahrtsstrecke der Männer einen Teil seiner Asche verstreut, berichtete Vonn. Vor den Winterspielen hatte sie auf einer Pressekonferenz geweint, als sie nach ihrem Großvater gefragt wurde. In der Spezialabfahrt gewann Vonn Bronze. Bei der Kombination schied sie am Donnerstag im Slalom aus. 


Donnerstag, 22. Februar

+++ 13.30 Uhr: Deutsche Biathlon-Frauen schießen schlecht und verpassen Medaille +++

Schon wieder ein Biathlon-Drama, schon wieder keine Staffel-Medaille: Die hoch favorisierten deutschen Frauen um Schlussläuferin Laura Dahlmeier sind bei Olympia nach einem Fehlschuss-Festival überraschend erneut leer ausgegangen. Das Quartett in der Besetzung Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Dahlmeier musste sich bei schwierigen Windbedingungen nach drei Strafrunden und elf Nachladern mit dem enttäuschenden achten Platz begnügen. Der Olympiasieg bei den Winterspielen in Pyeongchang ging am Donnerstag an Weißrussland, Silber und Bronze holten Schweden und Frankreich.

Deutschland, das nach 4x6 Kilometern mit 53,9 Sekunden Rückstand ins Ziel kam, verpasste wie schon 2014 in Sotschi eine Medaille. Vor vier Jahren hatte es in Russland nach einem ähnlich schwachen Rennen nur zum elften Platz gereicht. Für Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier und Co. ist das Ergebnis besonders bitter, da sie in den vergangenen acht Staffelrennen saisonübergreifend sieben Siege gefeiert hatten. Dazu zählt auch der Triumph bei der WM 2017.

+++ 12.06 Uhr: Deutschland gewinnt Gold im Team-Wettbewerb der Nordischen Kombinierer +++

Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Co. haben mit einer weiteren Machtdemonstration in der Nordischen Kombination den Gold-Hattrick von Pyeonchang perfekt gemacht. Die beiden Einzel-Olympiasieger rasten am Donnerstag bei den Winterspielen zusammen mit Fabian Rießle und Vinzenz Geiger zum ersten Gold im Mannschaftswettbewerb seit 1988. Das Quartett siegte nach dem Springen von der Großschanze und dem Langlauf über 4x5 Kilometer mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Norwegen und Österreich, was fast schon eine Demütigung für die Konkurrenz war.

Es war der perfekte Abschluss für das deutsche Team, nachdem Frenzel beim Wettbewerb von der Normalschanze triumphiert hatte und es anschließend sogar einen deutschen Dreifach-Sieg von der Großschanze gegeben hatte. Fünf Medaillen in drei Wettbewerben - das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem alles andere als sorgenfreien Weltcup-Winter beim Saisonhöhepunkt voll da. Das 13. Gold für die gesamte deutsche Wintersport-Mannschaft hatte auch eine historische Note, denn damit ist die beste Ausbeute seit der Wiedervereinigung perfekt.

In der Loipe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Kilometern, als Geiger die Führung übernahm und seine Kollegen den Vorsprung stetig auf die Konkurrenz ausbauten. Schon beim Springen hatte sich das deutsche Team mit Platz zwei eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Mit nur sechs Sekunden Rückstand auf Österreich, aber immerhin 21 Sekunden Vorsprung auf Mitfavorit Norwegen ging das DSV-Quartett in den Langlauf.

"Es war nicht einfach, die Mannschaft auf diesen Wettkampf einzustellen. Nach dem Dreifachtriumph und dem Probesprung war die Goldmedaille schon ziemlich groß vor den Augen. Dass man dann bei sich bleibt und sich auf die Aufgaben besinnt, ist nicht so einfach", sagte Weinbuch.

Und es lief wie geplant. Geiger lief schnell zum Österreicher Wilhelm Denifl auf und zog auch davon. "Ich habe versucht, eine Lücke zu reisen. Das ist mir ganz gut gelungen", sagte Geiger. Anschließend vergrößerte der laufstarke Rießle den Vorsprung auf die zweitplatzierten Norweger von 12 auf 44 Sekunden. Der Rest war für die Gala. Frenzel, der durch das dritte Olympia-Gold seiner Karriere zu den Rekordsiegern Ulrich Wehling (DDR), Samppa Lajunen (Finnland) und Felix Gottwald (Österreich) aufschloss, übergab mit einer Minute Vorsprung an Rydzek und jubelte bereits mit seinem Skistock. Rydzek brachte den Sieg schließlich sicher ins Ziel.

Es war die Medaille, die dem DSV-Team um Bundestrainer Weinbuch noch fehlte. 2014 erreichte die deutsche Mannschaft in Sotschi Silber, vier Jahre davor hatte es Bronze gegeben.


+++ 9.43 Uhr: Zwei Verletzte nach Feier im Niederlande-Haus +++

Eine Feier-Panne im Holland Haus bei den Olympischen Winterspielen hat in der vergangenen Nacht die Niederländer peinlich berührt. Die Ehrung für die Bronzemedaille des Verfolgungsteams mit Eisschnelllaufstar Sven Kramer, Jan Blokhuijsen, Koen Verweij und Patrick Roest endete in Pyeongchang mit der Verletzung von zwei südkoreanischen Besucherinnen.

Auf der Bühne des voll besetzten Festsaals hatten die Vier eine übergroße runde Medaillenplatte erhalten, die sie dann aus Jux in das Publikum warfen. Die Platte landete unsanft in der Menge. Zwei Frauen wurden dabei verletzt. Mit blutendem Gesicht wurde eine der Südkoreanerinnen in ein Krankenhaus gebracht, die andere wurde vor Ort behandelt. Kramer und seine Teamkollegen entschuldigten sich sofort bei den Betroffenen. "Heute Abend endete die Zeremonie des Männer-Verfolgungsteams bei der Übergabe der Medaillenplatte von Athleten an die Öffentlichkeit unglücklich", hieß es im offiziellen Statement des Holland Hauses.

 Nach jeder Oranje-Plakette werden dort die Medaillengewinner mit einer Show-Zeremonie geehrt. Am Mittwoch war das Fest von Tumulten der Fans begleitet. Zahlreiche Gäste machten so viel Lärm, dass die erste Ehrung des Abends nur nach deutlicher Ermahnung durch Sven Kramer durchgeführt werden konnte.

+++ 8.22 Uhr: US-Eishockey-Frauen gewinnen Finale +++

Die amerikanischen Eishockey-Frauen haben zum zweiten Mal die olympische Goldmedaille gewonnen. In einem dramatischen Finale setzte sich das US-Team mit 3:2 (1:0, 0:2, 1:0) nach Penaltyschießen gegen Erzrivale Kanada durch, der zuletzt viermal Olympiasieger war. Jocelyne Lamoureux-Davidson erzielte im Showdown den entscheidenden Treffer.

Die Kanadierinnen hatten waren zuvor 24 Spiele bei Olympia ungeschlagen gewesen. Die Amerikanerinnen triumphierten wie schon bei der Olympia-Premiere 1998 in Nagano im Finale gegen Team Canada. Die deutsche Mannschaft hatte sich nicht qualifiziert.

+++ 7.41 Uhr: Schweizerin Gisin gewinnt die alpine Kombination +++

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin ist Olympiasiegerin in der alpinen Kombination. Vier Jahre nach dem Triumph ihrer Schwester Dominique Gisin in der Abfahrt von Sotschi sicherte sich die 24-Jährige bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold vor dem favorisierten US-Star Mikaela Shiffrin. Im Ziel hatte Gisin, WM-Zweite von 2017, nach dem abschließenden Slalom 0,97 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde in Wendy Holdener ebenfalls eine Schweizerin.

Die Amerikanerin Lindsey Vonn, die nach der Abfahrt noch geführt hatte, beendete ihr letztes olympisches Rennen nach ihrem schnellen Aus im Slalom ohne Medaille. Deutsche Athletinnen waren beim letzten Einzelrennen in Südkorea nicht am Start. Noch 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi hatte Maria Höfl-Riesch in dieser Disziplin jeweils Gold geholt.


+++ 7.26 Uhr: Sturz beim Skicross: Kanadier Delbosco bricht sich Becken und Rippen +++

Der kanadische Skicrosser Christopher Delbosco hat sich bei seinem fürchterlichen Sturz im olympischen Finale einen Beckenbruch, vier Rippenbrüche und eine Lungenquetschung zugezogen.
Der 35-Jährige sei in einem stabilen Zustand und stehe im Krankenhaus weiter unter Beobachtung, teilte das kanadische Team mit. Delbosco hatte in seinem Achtelfinallauf der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang am Mittwoch die Kontrolle verloren, war weit durch die Luft geflogen und hart auf dem Rücken aufgeschlagen. Neben Delbosco waren auch der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter nach schlimmen Stürzen verletzt von Sanitätern von der Strecke gebracht worden.

+++ 6.26 Uhr: 35-jähriger André Myhrer aus Schweden holt überraschend Slalom-Gold +++

Überraschender Ausgang im alpinen Slalom der Herren: Der 35-jährige Schwede André Myhrer sicherte sich überraschend den Olympiasieg. Dabei profitierte er vom Missgeschick des nach dem ersten Lauf führenden Norweger Henrik Kristoffersen, der einfädelte und ausschied. Auch Top-Favorit Marcel Hirscher aus Österreich kam in seinem vermutlich letzten Olympia-Rennen nicht ins Ziel. Er schied schon im ersten Lauf aus. Hinter Myhrer holte sich der Schweizer Ramon Zenhäuser Silber, der vom 9. Platz in Lauf 1 nach vorne fuhr. Bronze ging an Michael Matt aus Österreich. Die deutschen Starter hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, Linus Straßer schied schon im ersten Durchgang aus.

+++ 5.05 Uhr: Ski-Freestyle: US-Amerikaner Wise gewinnt in der Halfpipe +++

Mit seinem letzten Versuch hat Ski-Freestyler David Wise zum zweiten Mal Olympia-Gold in der Halfpipe geholt. Nach zwei verpatzten Versuchen bekam der US-Amerikaner 97,2 Punkte und triumphierte in Pyeongchang wie schon in Sotschi 2014. Der 27-Jährige setzte sich mit lediglich 0,8 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alex Ferreira durch. Bronze ging überraschend an den 16 Jahre alten Neuseeländer Nico Porteous.

+++ 3.20 Uhr: Big-Air-Wettbewerb: Österreicherin gewinnt Gold +++

Mit dem letzten Sprung des Wettbewerbs hat sich die österreichische Snowboarderin Anna Gasser das erste Olympia-Gold im Big-Air-Wettbewerb gesichert. Die Weltmeisterin zog mit 185,00 Punkten noch an der führenden Amerikanerin Jamie Anderson vorbei, die auf 177,25 Punkte kam und ihren insgesamt dritten Olympiasieg verpasste. Bronze ging mit großem Rückstand an die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (157,50). Der Wettbewerb wurde erstmals bei Olympia ausgetragen.

Von den drei Sprüngen im Finale der besten Zwölf, in dem keine Deutschen vertreten waren, wurden die beiden besten gewertet. Die 26-jährige Gasser erzielte zum Abschluss 96,00 Zähler und schaffte damit die höchste Wertung des Tages. Anderson blieb damit Silber, nachdem sie in Südkorea wie schon 2014 in Sotschi im Slopestyle triumphiert hatte.

Mittwoch, 21. Februar

+++ 15.20 Uhr: Deutsches Eishockey-Team schafft Sensation: 4:3 gegen Schweden +++

Schier endlose Sekunden warteten Deutschlands Eishockey-Helden um Matchwinner Patrick Reimer auf den Videobeweis, dann war das Olympia-Wunder von Pyeongchang perfekt. Wie wild hüpften und tanzten die müden deutschen Kufen-Cracks nach dem Triumph im Krimi gegen Weltmeister Schweden über das Eis, und auf der Bank versank ein ausgelassener Bundestrainer Marco Sturm in einer Jubeltraube. Nach dem sensationellen 4:3 (2:0, 0:0, 1:3) nach Verlängerung gegen den haushohen Favoriten steht die DEB-Auswahl erstmals überhaupt in einem olympischen Halbfinale und greift zum ersten Mal seit 1976 bei Winterspielen nach einer Medaille.

"Das ist unglaublich. Wir können es nicht fassen. Das zeigt unseren Kampfgeist. Nur so können wir die Großen schlagen. Wir sind bei Olympia. Egal wie müde man da ist, da kann man einfach nicht aufhören", sagte Dominik Kahun und Kapitän Marcel Goc fügte hinzu: "Wir sind nur happy. Wir haben zwei richtig starke Spiele gespielt. Wir haben an uns geglaubt."

Eishockey: Deutschland liefert Weltmeister Schweden bei Olympia 2018 einen großen Kampf

Marcel Noebels erzielt das 2:0 für Deutschland im Viertelfinale des Olympia-Eishockeyturniers gegen Weltmeister Schweden

DPA


Im Halbfinale trifft Deutschland am Freitag auf Olympiasieger Kanada, der gegen Finnland 1:0 gewann. "Es wird wieder ein hartes Spiel. Wir werden alles daran setzen", sagte Goc. Ähnlich sah es Patrick Hager: "Wir feiern nicht, wir genießen das. Wir sind eine hungrige Truppe, wir sind ehrgeizig. Wir haben die Qualität und können bei diesem Turnier jeden Gegner schlagen. Jetzt wollen wir natürlich den nächsten Schritt machen."

Den ersten Sieg bei Winterspielen gegen eine schwedische Auswahl machten Kölns Christian Ehrhoff (14. Minute), Marcel Noebels (15.), Dominik Kahun (49.) und Patrick Reimer (62.) in der Overtime perfekt. Für den großen Favoriten trafen Anton Lander (47.), Patrik Hersley (50.) und Mikael Wikstrand (52.). Auf der Tribüne feierten erneut zahlreiche deutsche Olympia-Athleten mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) den historischen Erfolg, den sich das Sturm-Team mit viel Leidenschaft erkämpfte und verdiente. 

+++ 14.45 Uhr: Deutsches B-Team rast zu Gold im Frauen-Zweierbob +++

Als B-Team gestartet und plötzlich Gold gewonnen: Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka und Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zum Überraschungs-Olympiasieg gerast. Im Olympic Sliding Centre verwies das Duo aus Oberhof und Potsdam nach vier Läufen völlig unerwartet die Weltmeisterin Elana Meyers Taylor mit Lauren Gibbs um acht Hundertstelsekunden auf den Silberrang. Dritte wurde die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada mit Phylicia George.

Die angeschlagenen Stephanie Schneider und Annika Drazek, in Pyeongchang als eigentliches deutsches Nummer-eins-Paar vorgesehen, verbesserten sich im Finallauf noch von Platz fünf auf vier. Am Ende fehlten acht Hundertstelsekunden auf Bronze. Die Winterbergerin Anna Köhler wurde mit Erline Nolte 14. Jamanka ist die erste deutsche Olympiasiegerin im Zweierbob seit dem Erfolg von Sandra Kiriasis 2006 in Turin. In Vancouver und Sotschi waren die deutschen Frauen leer ausgegangen.

Das Sieger-Paar war erst kurz vor den Winterspielen auf Geheiß von Cheftrainer René Spies zusammengekommen. Er hatte Annika Drazek aus dem Jamanka-Bob in den Schlitten von Stephanie Schneider beordert, um so die aus seiner Sicht beste Pilotin mit der besten Anschieberin fahren zu lassen und die Aussichten auf eine Medaille zu verbessern. Duckwitz, die bis dahin mit Schneider in einem Bob saß, kam zu Jamanka.

Vor dem entscheidenden Durchgang war der Vorsprung der 27-jährigen Jamanka und ihrer vier Jahre jüngere Partnerin auf Meyers Taylor/Gibbs von sieben auf die Winzigkeit von vier Hundertstelsekunden geschrumpft. Doch im Schlussdurchgang konterten sie noch einmal und sicherten sich das Gold.

Jubel in Schwarz-Rot-Gold: Zweierbob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz

Als B-Team ins Rennen gegangen, zum Schluss das A-Team: Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz feiern ihre Goldmedaille im Zweierbob.

DPA

Scheider und Drazek hatten dagegen Pech. Beide waren schon am Dienstag zu den ersten beiden Läufen verletzt an den Start gegangen. Schneider hatte mit muskulären Problemen am Rücken zu kämpfen, Drazek war vor einer Woche im Training bei einem Hürdensprung umgeknickt. Ihre Vorteile als beste Starterinnen im Feld konnten sie nicht nutzen.

Auch wenn Schneider und Drazek das erhoffte Ergebnis nicht lieferten, der Erfolg der deutschen Frauen ist dank Jamanka und Buckwitz beeindruckend. Nach dem schwachen Abschneiden in Sotschi und den Rücktritten der Weltmeisterinnen Sandra Kiriasis, Cathleen Martini und Anja Schneiderheinze leitete Cheftrainer Spies einen Neuaufbau ein. Der Lohn folgte nun in Pyeongchang - mit Jamanka an der Spitze.

Die ehemalige Hammerwerferin war erst 2013 zum Bobsport gekommen. Die gebürtige Berlinerin, Tochter eines Gambiers und einer Deutschen, zog dafür aus der Metropole in die thüringische Provinz nach Oberhof. Da sie keine Vergangenheit im Rodelbereich hatte wie viele andere Pilotinnen, musste sie sich das Bahngefühl und die Linien schwer erarbeiten. "Manchmal bin ich verzweifelt und konnte nicht immer alles zeigen", sagte sie rückblickend.

Doch irgendwann zahlte sich ihre Arbeit aus. Ihren bislang größten Erfolg 2017 mit dem EM-Titel in Winterberg holte sie mit Annika Drazek - zwei Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt in Königssee. In diesem Weltcup-Winter schaffte sie drei Podestplätze. Nach den Überseerennen, bei denen Drazek fehlte, wurde sie mit der weltbesten Anschieberin in Winterberg Dritte. "Sie bringt einen Wahnsinnsschub in den Bob", schwärmte Jamanka über die ehemalige Sprinterin.

Nun hat sie Buckwitz im Heck, die mit Schneider eng befreundet ist. Das ist aber kein Problem. "Wir kommen alle so gut miteinander aus, da gönnt eine der anderen den Erfolg", sagte Jamanka. Auch ein Verdienst von Bobchef Spies.

+++ 14.08 Uhr: Eisschnelllauf: Japan holt Gold in der Teamverfolgung +++

Die Japanerinnen haben in der Teamverfolgung der Eisschnellläuferinnen mit Olympischem Rekord von 2:53.89 Minuten die Goldmedaille gewonnen. Sie setzten sich im Finale gegen die vor Olympia favorisierten Niederländerinnen (2:55.48) durch. Das kleine Finale entschied das Team der USA mit 34 Hundertelsten Vorsprung vor Kanada für sich und holte somit Bronze.

+++ 13.09 Uhr: Teamverfolgung: Pechstein und Co. landen auf Rang sechs +++

Das von Claudia Pechstein angeführte deutsche Eisschnelllauf-Trio hat in der Teamverfolgung den sechsten Platz belegt. In 3:04,66 Minuten mussten sich die Deutschen der Mannschaft Chinas im Rennen um den fünften Platz deutlich geschlagen geben. Seine Medaillenchance hatte das Trio bereits in der Qualifikation am Montag verpasst, als es einen der vier Topränge zum Erreichen des Halbfinals verfehlt hatte. Der sechste Rang ist bei aller Enttäuschung derzeit immer noch die bisher beste Platzierung deutscher Eisschnellläufer bei den olympischen Wettbewerben im Gangneung Oval. Die letzten Optionen auf ein besseres Ergebnis haben an diesem Freitag Eissprinter Nico Ihle über 1000 Meter und Claudia Pechstein am Samstag im Massenstartrennen.

+++ 11.54 Uhr: Norweger holen Gold im Langlauf-Sprint der Männer - Kläbo zum Dritten +++

Der Norweger Johannes Kläbo hat seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeonchang gewonnen. Im Teamsprint der Langläufer setzte sich der Jungstar gemeinsam mit seinem Teamkollegen Martin Johnsrud Sundby sicher durch und ist damit nach dem französischen Biathleten Martin Fourcade der zweite Dreifachsieger der Winterspiele. Norwegen gewann vor den Olympischen Athleten aus Russland und Frankreich. Das deutsche Duo Sebastian Eisenlauer und Thomas Bing hielt sich lange Zeit gut, musste sich am Ende jedoch mit dem zehnten und letzten Platz begnügen. 

+++ 11.29 Uhr: Marit Björgen verpasst Rekord-Gold im Langlauf-Teamsprint - US-Duo siegt+++

Die norwegische Skilangläuferin Marit Björgen hat vorerst ihre achte Goldmedaille bei Olympia verpasst und liegt damit weiter auf dem dritten Platz der erfolgreichsten Sportler in der Geschichte der Winterspiele. Die Norwegerin belegte in Pyeongchang zusammen mit Maiken Caspersen Falla den dritten Platz im Teamsprint. Gold ging an Kikkan Randall und Jessica Diggins, die für die erste Langlauf-Medaille der USA sorgten. Silber gewannen die Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Larsson. Für Björgen war es aber ihre 14. Olympia-Medaille, mehr hat kein Wintersportler je geholt. Das deutsche Langlauf-Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald landete abgeschlagen auf dem zehnten Platz.

Christopher Delbosco

Der kanadische Skicrosser Christopher Delbosco wird schwer verletzt abtransportiert


+++ 8.49 Uhr: Heftige Stürze beim Skicross - Kanadier schwerverletzt +++

Nach dem enttäuschenden Abschneiden des deutschen Skicross-Trios musste Paul Eckert den heftigen Sturz des Kanadiers Christopher Delbosco einordnen. Im letzten Achtelfinallauf verlor der 35-Jährige bei einem Sprung am Mittwoch die Kontrolle, flog mit seinen Skiern mehr als 30 Meter weit durch die Luft, knallte übel auf die Piste und schlitterte weiter. Es waren schockierende Bilder für die Zuschauer bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang.

"Auf den ersten Blick, so hart es klingt, ist es ein technischer Fehler von ihm gewesen", sagte Eckert, der wie Tim Hronek und Florian Wilmsmann nach dem Achtelfinal-Aus bereits Zuschauer war. "Da ist nicht die Strecke dran schuld, sondern er."

Der Kurs im Phoenix Snow Park war wegen seiner Gefahren auf Kritik gestoßen, vor dem Rennen aber entschärft worden. Dennoch stürzten neben Delbosco auch der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter schwer und mussten abtransportiert werden. Wahrstötter erlitt nach ersten Angaben des österreichischen Verbands eine Gehirnerschütterung. Laut der britischen Zeitung "The Mirror" erlitt Delbosco einen Beckenbruch. 

"Es gehört leider dazu, es lässt sich nicht vermeiden. Es sieht für die Zuschauer krass aus, das sehe ich ein", sagte Eckert. Auch im Rennen der Snowboardcrosser, deren Strecke sich im Mittelteil unterschied, waren zuvor mehrere Athleten übel gestürzt. 

Beim Kampf Mann gegen Mann auf einem Kurs mit Sprüngen, Steilkurven und Wellen kommt neben dem Tempo der unberechenbare Faktor Mensch hinzu. Skicross-Sportdirektor Heli Herdt prangerte den Gigantismus an, dass die Dimension des Kurses zu groß sei und die charakteristischen Überholmanöver verloren gingen. Die Strecke sei "im Großen und Ganzen aber sicher fahrbar", sagte er. Wilmsmann meinte: "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass der Kurs nicht spektakulär war. Man bewegt sich schon am Limit." Hronek dagegen sagte zur Kritik an der Strecke: "Es ist auch ein bisschen übertrieben worden."

Delbosco Sturz

Delbosco fliegt über 30 Meter kopfüber durch die Luft, bevor er auf die harte Piste kracht


Dass die Stürze das Rennen überschatteten, lag auch am ernüchternden Ergebnis der Deutschen. Eckert scheiterte ebenso wie Hronek als Dritter seines Achtelfinallaufs, Wilmsmann wurde Vierter und damit Letzter. Jeweils die besten Zwei eines Laufs ziehen in die nächste Runde ein. Gold holte der Kanadier Brady Leman, Vierter von Sotschi, mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Marc Bischofsberger. Nach einem Sturz rettete der Russe Sergej Ridzik Bronze.

Eckert war durch seinen ersten Weltcup-Sieg bei der Generalprobe im kanadischen Nakiska zu den erweiterten Medaillenfavoriten gezählt worden. "Leider ist das keine Garantie. Olympia ist immer eine Sache für sich und daher noch weniger berechenbar", sagte der 27-Jährige. Ohne die wegen eines Kreuzbandrisses fehlende Skicrosserin Heidi Zacher reisen die deutschen Freestyler sehr wahrscheinlich ohne Medaille ab, eine Top-Platzierung von Julia Eichinger am Freitag wäre eine Überraschung. 

+++ 4.15 Uhr: Rebensburg ohne Medaille - Goggia gewinnt Abfahrt - Vonn "nur" Dritte +++

Viktoria Rebensburg ist in ihrem letzten Olympia-Rennen ohne Medaille geblieben. Die Skirennfahrerin aus Kreuth lag beim Abfahrtssieg der Italienerin Sofia Goggia am Mittwoch nach 30 Starterinnen auf Platz neun. Rebensburg fehlten bei den Winterspielen von Pyeongchang 0,95 Sekunden auf Superstar Lindsey Vonn, die Bronze holte. Damit verpasste die Amerikanerin ihr zweites Abfahrtsgold nach 2010. Goggia setzte sich knapp vor der Norwegerin Ragnhild Mowinckel durch. Als zweite deutsche Starterin kam Kira Weidle nicht unter die Top Ten. Damit hat das deutsche Alpin-Team weiter kein Edelmetall geholt.

mod/wue/tis/fri/vit/DPA/AFP