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Pyeongchang 2018: Sieg über Kanada: US-Eishockey-Frauen holen Gold

US-Team gewinnt Eishockey-Finale der Frauen +++ Vonn scheidet in der alpinen Kombination aus +++Aktuelle News rund um Olympia 2018 im stern-Ticker.

Ohne Helme, aber mit US-Flaggen in den Händen feiern die Damen des Eishockey-Teams der USA ihre Goldmedaille

Die Eishockey-Frauen der USA freuen sich über den Finalsieg über Kanada

DPA

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden im südkoreanischen Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele statt. Rund 3000 Athleten werden dann in 15 Sportarten um die Medaillen kämpfen. Fans dürfen sich auf insgesamt 102 Entscheidungen freuen - hierzulande allerdings mit einem Haken: Aufgrund der achtstündigen Zeitverschiebung zu Deutschland geht es meist am frühen Morgen oder gegen Mittag um Gold, Silber und Bronze. Wer also hoffte, Olympia 2018 abends entspannt von der heimischen Couch aus verfolgen zu können, wird diesmal enttäuscht.

Der stern hält Sie ab sofort über die aktuellsten News und Informationen rund um die auf dem Laufenden.

+++ Pyeongchang 2018: Hier geht's zum Medaillenspiegel +++

Donnerstag, 22. Februar

+++ 8.22 Uhr: US-Eishockey-Frauen gewinnen Finale +++

Die amerikanischen Eishockey-Frauen haben zum zweiten Mal die olympische Goldmedaille gewonnen. In einem dramatischen Finale setzte sich das US-Team mit 3:2 (1:0, 0:2, 1:0) nach Penaltyschießen gegen Erzrivale Kanada durch, der zuletzt viermal Olympiasieger war. Jocelyne Lamoureux-Davidson erzielte im Showdown den entscheidenden Treffer.

Die Kanadierinnen hatten waren zuvor 24 Spiele bei Olympia ungeschlagen gewesen. Die Amerikanerinnen triumphierten wie schon bei der Olympia-Premiere 1998 in Nagano im Finale gegen Team Canada. Die deutsche Mannschaft hatte sich nicht qualifiziert.

+++ 7.41 Uhr: Schweizerin Gisin gewinnt die alpine Kombination +++

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin ist Olympiasiegerin in der alpinen Kombination. Vier Jahre nach dem Triumph ihrer Schwester Dominique Gisin in der Abfahrt von Sotschi sicherte sich die 24-Jährige bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold vor dem favorisierten US-Star Mikaela Shiffrin. Im Ziel hatte Gisin, WM-Zweite von 2017, nach dem abschließenden Slalom 0,97 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde in Wendy Holdener ebenfalls eine Schweizerin.

Die Amerikanerin Lindsey Vonn, die nach der Abfahrt noch geführt hatte, beendete ihr letztes olympisches Rennen nach ihrem schnellen Aus im Slalom ohne Medaille. Deutsche Athletinnen waren beim letzten Einzelrennen in Südkorea nicht am Start. Noch 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi hatte Maria Höfl-Riesch in dieser Disziplin jeweils Gold geholt.


+++ 7.26 Uhr: Sturz beim Skicross: Kanadier Delbosco bricht sich Becken und Rippen +++

Der kanadische Skicrosser Christopher Delbosco hat sich bei seinem fürchterlichen Sturz im olympischen Finale einen Beckenbruch, vier Rippenbrüche und eine Lungenquetschung zugezogen.
Der 35-Jährige sei in einem stabilen Zustand und stehe im Krankenhaus weiter unter Beobachtung, teilte das kanadische Team mit. Delbosco hatte in seinem Achtelfinallauf der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang am Mittwoch die Kontrolle verloren, war weit durch die Luft geflogen und hart auf dem Rücken aufgeschlagen. Neben Delbosco waren auch der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter nach schlimmen Stürzen verletzt von Sanitätern von der Strecke gebracht worden.

+++ 6.26 Uhr: 35-jähriger André Myhrer aus Schweden holt überraschend Slalom-Gold +++

Überraschender Ausgang im alpinen Slalom der Herren: Der 35-jährige Schwede André Myhrer sicherte sich überraschend den Olympiasieg. Dabei profitierte er vom Missgeschick des nach dem ersten Lauf führenden Norweger Henrik Kristoffersen, der einfädelte und ausschied. Auch Top-Favorit Marcel Hirscher aus Österreich kam in seinem vermutlich letzten Olympia-Rennen nicht ins Ziel. Er schied schon im ersten Lauf aus. Hinter Myhrer holte sich der Schweizer Ramon Zenhäuser Silber, der vom 9. Platz in Lauf 1 nach vorne fuhr. Bronze ging an Michael Matt aus Österreich. Die deutschen Starter hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, Linus Straßer schied schon im ersten Durchgang aus.

+++ 5.05 Uhr: Ski-Freestyle: US-Amerikaner Wise gewinnt in der Halfpipe +++

Mit seinem letzten Versuch hat Ski-Freestyler David Wise zum zweiten Mal Olympia-Gold in der Halfpipe geholt. Nach zwei verpatzten Versuchen bekam der US-Amerikaner 97,2 Punkte und triumphierte in Pyeongchang wie schon in Sotschi 2014. Der 27-Jährige setzte sich mit lediglich 0,8 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alex Ferreira durch. Bronze ging überraschend an den 16 Jahre alten Neuseeländer Nico Porteous.

+++ 3.20 Uhr: Big-Air-Wettbewerb: Österreicherin gewinnt Gold +++

Mit dem letzten Sprung des Wettbewerbs hat sich die österreichische Snowboarderin Anna Gasser das erste Olympia-Gold im Big-Air-Wettbewerb gesichert. Die Weltmeisterin zog mit 185,00 Punkten noch an der führenden Amerikanerin Jamie Anderson vorbei, die auf 177,25 Punkte kam und ihren insgesamt dritten Olympiasieg verpasste. Bronze ging mit großem Rückstand an die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (157,50). Der Wettbewerb wurde erstmals bei Olympia ausgetragen.

Von den drei Sprüngen im Finale der besten Zwölf, in dem keine Deutschen vertreten waren, wurden die beiden besten gewertet. Die 26-jährige Gasser erzielte zum Abschluss 96,00 Zähler und schaffte damit die höchste Wertung des Tages. Anderson blieb damit Silber, nachdem sie in Südkorea wie schon 2014 in Sotschi im Slopestyle triumphiert hatte.

Mittwoch, 21. Februar

+++ 15.20 Uhr: Deutsches Eishockey-Team schafft Sensation: 4:3 gegen Schweden +++

Schier endlose Sekunden warteten Deutschlands Eishockey-Helden um Matchwinner Patrick Reimer auf den Videobeweis, dann war das Olympia-Wunder von Pyeongchang perfekt. Wie wild hüpften und tanzten die müden deutschen Kufen-Cracks nach dem Triumph im Krimi gegen Weltmeister Schweden über das Eis, und auf der Bank versank ein ausgelassener Bundestrainer Marco Sturm in einer Jubeltraube. Nach dem sensationellen 4:3 (2:0, 0:0, 1:3) nach Verlängerung gegen den haushohen Favoriten steht die DEB-Auswahl erstmals überhaupt in einem olympischen Halbfinale und greift zum ersten Mal seit 1976 bei Winterspielen nach einer Medaille.

"Das ist unglaublich. Wir können es nicht fassen. Das zeigt unseren Kampfgeist. Nur so können wir die Großen schlagen. Wir sind bei Olympia. Egal wie müde man da ist, da kann man einfach nicht aufhören", sagte Dominik Kahun und Kapitän Marcel Goc fügte hinzu: "Wir sind nur happy. Wir haben zwei richtig starke Spiele gespielt. Wir haben an uns geglaubt."

Eishockey: Deutschland liefert Weltmeister Schweden bei Olympia 2018 einen großen Kampf

Marcel Noebels erzielt das 2:0 für Deutschland im Viertelfinale des Olympia-Eishockeyturniers gegen Weltmeister Schweden

DPA


Im Halbfinale trifft Deutschland am Freitag auf Olympiasieger Kanada, der gegen Finnland 1:0 gewann. "Es wird wieder ein hartes Spiel. Wir werden alles daran setzen", sagte Goc. Ähnlich sah es Patrick Hager: "Wir feiern nicht, wir genießen das. Wir sind eine hungrige Truppe, wir sind ehrgeizig. Wir haben die Qualität und können bei diesem Turnier jeden Gegner schlagen. Jetzt wollen wir natürlich den nächsten Schritt machen."

Den ersten Sieg bei Winterspielen gegen eine schwedische Auswahl machten Kölns Christian Ehrhoff (14. Minute), Marcel Noebels (15.), Dominik Kahun (49.) und Patrick Reimer (62.) in der Overtime perfekt. Für den großen Favoriten trafen Anton Lander (47.), Patrik Hersley (50.) und Mikael Wikstrand (52.). Auf der Tribüne feierten erneut zahlreiche deutsche Olympia-Athleten mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) den historischen Erfolg, den sich das Sturm-Team mit viel Leidenschaft erkämpfte und verdiente. 

+++ 14.45 Uhr: Deutsches B-Team rast zu Gold im Frauen-Zweierbob +++

Als B-Team gestartet und plötzlich Gold gewonnen: Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka und Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zum Überraschungs-Olympiasieg gerast. Im Olympic Sliding Centre verwies das Duo aus Oberhof und Potsdam nach vier Läufen völlig unerwartet die Weltmeisterin Elana Meyers Taylor mit Lauren Gibbs um acht Hundertstelsekunden auf den Silberrang. Dritte wurde die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada mit Phylicia George.

Die angeschlagenen Stephanie Schneider und Annika Drazek, in Pyeongchang als eigentliches deutsches Nummer-eins-Paar vorgesehen, verbesserten sich im Finallauf noch von Platz fünf auf vier. Am Ende fehlten acht Hundertstelsekunden auf Bronze. Die Winterbergerin Anna Köhler wurde mit Erline Nolte 14. Jamanka ist die erste deutsche Olympiasiegerin im Zweierbob seit dem Erfolg von Sandra Kiriasis 2006 in Turin. In Vancouver und Sotschi waren die deutschen Frauen leer ausgegangen.

Das Sieger-Paar war erst kurz vor den Winterspielen auf Geheiß von Cheftrainer René Spies zusammengekommen. Er hatte Annika Drazek aus dem Jamanka-Bob in den Schlitten von Stephanie Schneider beordert, um so die aus seiner Sicht beste Pilotin mit der besten Anschieberin fahren zu lassen und die Aussichten auf eine Medaille zu verbessern. Duckwitz, die bis dahin mit Schneider in einem Bob saß, kam zu Jamanka.

Vor dem entscheidenden Durchgang war der Vorsprung der 27-jährigen Jamanka und ihrer vier Jahre jüngere Partnerin auf Meyers Taylor/Gibbs von sieben auf die Winzigkeit von vier Hundertstelsekunden geschrumpft. Doch im Schlussdurchgang konterten sie noch einmal und sicherten sich das Gold.

Jubel in Schwarz-Rot-Gold: Zweierbob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz

Als B-Team ins Rennen gegangen, zum Schluss das A-Team: Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz feiern ihre Goldmedaille im Zweierbob.

DPA

Scheider und Drazek hatten dagegen Pech. Beide waren schon am Dienstag zu den ersten beiden Läufen verletzt an den Start gegangen. Schneider hatte mit muskulären Problemen am Rücken zu kämpfen, Drazek war vor einer Woche im Training bei einem Hürdensprung umgeknickt. Ihre Vorteile als beste Starterinnen im Feld konnten sie nicht nutzen.

Auch wenn Schneider und Drazek das erhoffte Ergebnis nicht lieferten, der Erfolg der deutschen Frauen ist dank Jamanka und Buckwitz beeindruckend. Nach dem schwachen Abschneiden in Sotschi und den Rücktritten der Weltmeisterinnen Sandra Kiriasis, Cathleen Martini und Anja Schneiderheinze leitete Cheftrainer Spies einen Neuaufbau ein. Der Lohn folgte nun in Pyeongchang - mit Jamanka an der Spitze.

Die ehemalige Hammerwerferin war erst 2013 zum Bobsport gekommen. Die gebürtige Berlinerin, Tochter eines Gambiers und einer Deutschen, zog dafür aus der Metropole in die thüringische Provinz nach Oberhof. Da sie keine Vergangenheit im Rodelbereich hatte wie viele andere Pilotinnen, musste sie sich das Bahngefühl und die Linien schwer erarbeiten. "Manchmal bin ich verzweifelt und konnte nicht immer alles zeigen", sagte sie rückblickend.

Doch irgendwann zahlte sich ihre Arbeit aus. Ihren bislang größten Erfolg 2017 mit dem EM-Titel in Winterberg holte sie mit Annika Drazek - zwei Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt in Königssee. In diesem Weltcup-Winter schaffte sie drei Podestplätze. Nach den Überseerennen, bei denen Drazek fehlte, wurde sie mit der weltbesten Anschieberin in Winterberg Dritte. "Sie bringt einen Wahnsinnsschub in den Bob", schwärmte Jamanka über die ehemalige Sprinterin.

Nun hat sie Buckwitz im Heck, die mit Schneider eng befreundet ist. Das ist aber kein Problem. "Wir kommen alle so gut miteinander aus, da gönnt eine der anderen den Erfolg", sagte Jamanka. Auch ein Verdienst von Bobchef Spies.

+++ 14.08 Uhr: Eisschnelllauf: Japan holt Gold in der Teamverfolgung +++

Die Japanerinnen haben in der Teamverfolgung der Eisschnellläuferinnen mit Olympischem Rekord von 2:53.89 Minuten die Goldmedaille gewonnen. Sie setzten sich im Finale gegen die vor Olympia favorisierten Niederländerinnen (2:55.48) durch. Das kleine Finale entschied das Team der USA mit 34 Hundertelsten Vorsprung vor Kanada für sich und holte somit Bronze.

+++ 13.09 Uhr: Teamverfolgung: Pechstein und Co. landen auf Rang sechs +++

Das von Claudia Pechstein angeführte deutsche Eisschnelllauf-Trio hat in der Teamverfolgung den sechsten Platz belegt. In 3:04,66 Minuten mussten sich die Deutschen der Mannschaft Chinas im Rennen um den fünften Platz deutlich geschlagen geben. Seine Medaillenchance hatte das Trio bereits in der Qualifikation am Montag verpasst, als es einen der vier Topränge zum Erreichen des Halbfinals verfehlt hatte. Der sechste Rang ist bei aller Enttäuschung derzeit immer noch die bisher beste Platzierung deutscher Eisschnellläufer bei den olympischen Wettbewerben im Gangneung Oval. Die letzten Optionen auf ein besseres Ergebnis haben an diesem Freitag Eissprinter Nico Ihle über 1000 Meter und Claudia Pechstein am Samstag im Massenstartrennen.

+++ 11.54 Uhr: Norweger holen Gold im Langlauf-Sprint der Männer - Kläbo zum Dritten +++

Der Norweger Johannes Kläbo hat seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeonchang gewonnen. Im Teamsprint der Langläufer setzte sich der Jungstar gemeinsam mit seinem Teamkollegen Martin Johnsrud Sundby sicher durch und ist damit nach dem französischen Biathleten Martin Fourcade der zweite Dreifachsieger der Winterspiele. Norwegen gewann vor den Olympischen Athleten aus Russland und Frankreich. Das deutsche Duo Sebastian Eisenlauer und Thomas Bing hielt sich lange Zeit gut, musste sich am Ende jedoch mit dem zehnten und letzten Platz begnügen. 

+++ 11.29 Uhr: Marit Björgen verpasst Rekord-Gold im Langlauf-Teamsprint - US-Duo siegt+++

Die norwegische Skilangläuferin Marit Björgen hat vorerst ihre achte Goldmedaille bei Olympia verpasst und liegt damit weiter auf dem dritten Platz der erfolgreichsten Sportler in der Geschichte der Winterspiele. Die Norwegerin belegte in Pyeongchang zusammen mit Maiken Caspersen Falla den dritten Platz im Teamsprint. Gold ging an Kikkan Randall und Jessica Diggins, die für die erste Langlauf-Medaille der USA sorgten. Silber gewannen die Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Larsson. Für Björgen war es aber ihre 14. Olympia-Medaille, mehr hat kein Wintersportler je geholt. Das deutsche Langlauf-Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald landete abgeschlagen auf dem zehnten Platz.

Christopher Delbosco

Der kanadische Skicrosser Christopher Delbosco wird schwer verletzt abtransportiert


+++ 8.49 Uhr: Heftige Stürze beim Skicross - Kanadier schwerverletzt +++

Nach dem enttäuschenden Abschneiden des deutschen Skicross-Trios musste Paul Eckert den heftigen Sturz des Kanadiers Christopher Delbosco einordnen. Im letzten Achtelfinallauf verlor der 35-Jährige bei einem Sprung am Mittwoch die Kontrolle, flog mit seinen Skiern mehr als 30 Meter weit durch die Luft, knallte übel auf die Piste und schlitterte weiter. Es waren schockierende Bilder für die Zuschauer bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang.

"Auf den ersten Blick, so hart es klingt, ist es ein technischer Fehler von ihm gewesen", sagte Eckert, der wie Tim Hronek und Florian Wilmsmann nach dem Achtelfinal-Aus bereits Zuschauer war. "Da ist nicht die Strecke dran schuld, sondern er."

Der Kurs im Phoenix Snow Park war wegen seiner Gefahren auf Kritik gestoßen, vor dem Rennen aber entschärft worden. Dennoch stürzten neben Delbosco auch der Franzose Terence Tchiknavorian und der Österreicher Christoph Wahrstötter schwer und mussten abtransportiert werden. Wahrstötter erlitt nach ersten Angaben des österreichischen Verbands eine Gehirnerschütterung. Laut der britischen Zeitung "The Mirror" erlitt Delbosco einen Beckenbruch. 

"Es gehört leider dazu, es lässt sich nicht vermeiden. Es sieht für die Zuschauer krass aus, das sehe ich ein", sagte Eckert. Auch im Rennen der Snowboardcrosser, deren Strecke sich im Mittelteil unterschied, waren zuvor mehrere Athleten übel gestürzt. 

Beim Kampf Mann gegen Mann auf einem Kurs mit Sprüngen, Steilkurven und Wellen kommt neben dem Tempo der unberechenbare Faktor Mensch hinzu. Skicross-Sportdirektor Heli Herdt prangerte den Gigantismus an, dass die Dimension des Kurses zu groß sei und die charakteristischen Überholmanöver verloren gingen. Die Strecke sei "im Großen und Ganzen aber sicher fahrbar", sagte er. Wilmsmann meinte: "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass der Kurs nicht spektakulär war. Man bewegt sich schon am Limit." Hronek dagegen sagte zur Kritik an der Strecke: "Es ist auch ein bisschen übertrieben worden."

Delbosco Sturz

Delbosco fliegt über 30 Meter kopfüber durch die Luft, bevor er auf die harte Piste kracht


Dass die Stürze das Rennen überschatteten, lag auch am ernüchternden Ergebnis der Deutschen. Eckert scheiterte ebenso wie Hronek als Dritter seines Achtelfinallaufs, Wilmsmann wurde Vierter und damit Letzter. Jeweils die besten Zwei eines Laufs ziehen in die nächste Runde ein. Gold holte der Kanadier Brady Leman, Vierter von Sotschi, mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Marc Bischofsberger. Nach einem Sturz rettete der Russe Sergej Ridzik Bronze.

Eckert war durch seinen ersten Weltcup-Sieg bei der Generalprobe im kanadischen Nakiska zu den erweiterten Medaillenfavoriten gezählt worden. "Leider ist das keine Garantie. Olympia ist immer eine Sache für sich und daher noch weniger berechenbar", sagte der 27-Jährige. Ohne die wegen eines Kreuzbandrisses fehlende Skicrosserin Heidi Zacher reisen die deutschen Freestyler sehr wahrscheinlich ohne Medaille ab, eine Top-Platzierung von Julia Eichinger am Freitag wäre eine Überraschung. 

+++ 4.15 Uhr: Rebensburg ohne Medaille - Goggia gewinnt Abfahrt - Vonn "nur" Dritte +++

Viktoria Rebensburg ist in ihrem letzten Olympia-Rennen ohne Medaille geblieben. Die Skirennfahrerin aus Kreuth lag beim Abfahrtssieg der Italienerin Sofia Goggia am Mittwoch nach 30 Starterinnen auf Platz neun. Rebensburg fehlten bei den Winterspielen von Pyeongchang 0,95 Sekunden auf Superstar Lindsey Vonn, die Bronze holte. Damit verpasste die Amerikanerin ihr zweites Abfahrtsgold nach 2010. Goggia setzte sich knapp vor der Norwegerin Ragnhild Mowinckel durch. Als zweite deutsche Starterin kam Kira Weidle nicht unter die Top Ten. Damit hat das deutsche Alpin-Team weiter kein Edelmetall geholt.

Dienstag, 20. Februar

+++ 16.19 Uhr: Eishockey-Nationalspieler Sinan Akdag muss verletzt abreisen +++

Für Eishockey-Nationalspieler Sinan Akdag ist das Olympia-Turnier in Pyeongchang vorzeitig beendet. Der Abwehrspieler der Adler Mannheim werde bereits an diesem Mittwoch die Heimreise antreten, sagte Bundestrainer Marco Sturm nach dem Viertelfinal-Einzug seines Teams. Akdag hatte beim Vorrundensieg gegen die Norweger nach einem Check gegen seinen Kopf vorzeitig das Eis verlassen und konnte auch im ersten K.o.-Spiel gegen die Schweiz nicht mitwirken. Der Verteidiger habe eine Oberkörperverletzung erlitten und es sei besser für ihn, dass er nun nach Hause zurückkehre, sagte Sturm.

+++ 16.00 Uhr: Biathleten sauer auf Verband: "IBU lässt faire Sportler alleine" +++

Erst gab Arnd Peiffer das schon sicher geglaubte Olympia-Gold mit seinen Schießfehlern aus der Hand, dann konnte ein Protest der deutschen Mixed-Staffel nicht mal Bronze retten. Nach einem dramatischen Biathlon-Krimi waren Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Peiffer nicht nur enttäuscht, sondern auch wütend auf den Weltverband IBU. "Anscheinend ist die IBU sehr lax, was ihre eigenen Regeln betrifft", wetterte Lesser allen voran. "Da hätte man sich ein paar mehr Cojones gewünscht von der IBU. Ich bin einfach nur enttäuscht, dass die IBU faire Sportler alleine lässt", sagte Lesser nach Platz vier. Auch Pechvogel Peiffer, der erst wenige Stunden vor dem Rennen für den angeschlagenen Simon Schempp ins Team rückte, fühlte sich beim umstrittenen Zielsprint um Bronze mit dem Italiener Dominik Windisch benachteiligt - stellte das aber bei seiner selbstkritischen Analyse nicht in den Vordergrund. "Ich glaube, dass es nicht hundertprozentig fair ablief. Aber es ändert nichts daran, dass ich es heute versaut habe", sagte der Sprint-Olympiasieger, nachdem er sich zuvor bei seinen Mitstreitern entschuldigt hatte.

+++ 15.29 Uhr: 2:1! Eishockeyteam schlägt Schweiz in der Verlängerung +++

Deutschlands Eishockey-Aufschwung geht mit dem Viertelfinal-Hattrick bei großen Turnieren weiter. Zum ersten Mal seit 16 Jahren steht die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm durch das 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Schweiz bei Olympischen Winterspielen wieder unter den besten Acht. Dort kann das deutsche Team an diesem Mittwoch gegen Weltmeister Schweden (13.10 Uhr MEZ) den größten Erfolg seit Olympia-Bronze 1976 perfekt machen.

Nürnbergs Leo Pföderl (2. Minute) und Yannic Seidenberg nach 26 Sekunden in der Verlängerung schossen gegen den Erzrivalen im Alles-oder-nichts-Spiel in Pyeongchang vor zahlreichen aktuellen und ehemaligen deutschen Olympia-Athleten die Tore. Für die Schweiz war Simon Moser (24.) erfolgreich. "Es war glücklich, dass ich ihn reingebracht habe", sagte Seidenberg in der ARD und fügte mit Blick auf das Duell mit Schweden hinzu: "Das war in der Vorrunde ein super Spiel von uns. Aber dafür können wir uns nichts mehr kaufen. Hoffentlich gehen die Latten- und Pfostenschüsse diesmal rein."


Wie schon bei den WM-Turnieren 2016 und 2017 steht Deutschland damit auch bei Olympia wieder unter den besten acht Nationen der Welt. Zuletzt war das 2002 in Salt Lake City gelungen. Damals hatte Deutschlands NHL-Rekordspieler Sturm noch selbst mit auf dem Eis gestanden. "Das ist für die Mannschaft der Lohn für die harte Arbeit der letzten vier Jahre. Da ist man schon stolz drauf, aber ich hoffe auch, dass es noch nicht zu Ende ist", meinte Christian Ehrhoff.

Den größten Erfolg seit dem sensationellen vierten Platz bei der Heim-WM 2010 schaffte Deutschland diesmal allerdings ohne seine Profis aus Nordamerika. Die weltbeste Liga NHL hatte sich erstmals seit 1994 geweigert, ihre Saison für Olympia zu unterbrechen. Da Weltmeister Schweden dadurch wesentlich mehr Top-Spieler fehlen, rechnet sich das DEB-Team auch jetzt eine Chance auf einen noch wesentlich größeren Coup aus. In der Vorrunde hatte Deutschland als besseres Team beim bitteren 0:1 gegen die Tre Kronors bereits kurz vor der Überraschung gestanden, aber zu viele Chancen ausgelassen.

+++ 15.21 Uhr: Deutscher Frauen-Bob nach zwei von vier Läufen auf Goldkurs +++

Die Oberhoferin Mariama Jamanka liegt zur Halbzeit der olympischen Frauen-Bobrennen mit Lisa-Marie Buckwitz auf Gold-Kurs. Nach zwei von insgesamt vier Läufen führt das Duo mit 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor. Die Amerikanerin stellte in Durchgang eins mit Lauren Gibbs in 5,22 Sekunden einen Startrekord und in 50,52 Sekunden einen Bahnrekord auf. Auf Rang drei verbesserte sich im Olympic Sliding Centre Stephanie Schneider aus Oberbärenburg, die mit der angeschlagenen Anschieberin Annika Drazek allerdings nicht auf die gewohnt starke Startzeit kam. Das deutsche Duo hat nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Jamie Greubel Poser. Die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada liegt nur auf Rang fünf. Anna Köhler aus Winterberg landete mit Erline Nolte vorerst auf Platz zwölf.

+++ 14.09 Uhr: Sensationeller Dreifach-Sieg für deutsche Kombinierer +++

Angeführt von Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek sind die deutschen Kombinierer zu einem historischen Dreifach-Triumph gestürmt. Sechs Tage nach dem Coup von Eric Frenzel triumphierte Rydzek bei den Olympischen Winterspielen von der Großschanze und gewann das erste Gold seiner Karriere. Direkt hinter dem Vierfach-Weltmeister komplettierten am Dienstag nach dem Springen und dem 10-Kilometer-Langlauf Fabian Rießle und Frenzel als Zweiter und Dritter den deutschen Erfolg.

Drei Deutsche auf dem Podium hatte es in der Olympia-Geschichte nur einmal gegeben. 1976 gewann Ulrich Wehling im DDR-Trikot vor dem Westdeutschen Urban Hettich und dem zweiten DDR-Athleten Konrad Winkler.

Im Mittelpunkt stand diesmal Rydzek, der sich eindrucksvoll zurückmeldete, nachdem er sich von der Normalschanze noch mit Platz fünf begnügen musste. So hatte Deutschlands Sportler des Jahres im ewigen Duell mit Teamkollege Frenzel diesmal die Nase vorn. Insgesamt war es der achte deutsche Einzel-Olympiasieg bei den Kombinierern, allerdings der erste von der Großschanze.


Die Entscheidung in einem hochspannenden Wettkampf im Alpensia Nordic Park fiel erst kurz vor dem Ziel, als das deutsche Trio attackierte.
Nur der Norweger Jarl Magnus Riiber konnte noch folgen, im Sprint war er aber chancenlos.

Durch ein exzellentes Springen hatten sich die deutschen Athleten in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Ausgerechnet das Springen, das in diesem Weltcup-Winter so viele Probleme bereitet hatte. Nicht aber in Südkorea: Auf den Plätzen vier, fünf und sechs gingen Frenzel, Rydzek und Rießle auf die Jagd auf den Gesamtweltcup-Führenden Akito Watabe, der nach dem Springen mit 138,9 Punkten vorn gelegen hatte. Der Japaner war in der Loipe aber auf sich allein gestellt, während das deutsche Trio gemeinsame Sache machen konnte.

"Ein Deutscher soll zum Schluss ganz oben stehen", hatte Rießle als Marschroute ausgegeben. Und so holten den drei Athleten bereits schnell den Österreicher Wilhelm Denifl ein. Gut vier Kilometer vor dem Ziel hatten sie schließlich auch Anschluss zum Führungsduo Watabe und Riiber gefunden.

Und im Finish drehte Rydzek auf. Dass er auf der Normalschanze das Nachsehen gegenüber Frenzel hatte und nur Fünfter geworden war, stachelte den ehrgeizigen Bayer zusätzlich an. Denn Rydzek und Frenzel sind nicht nur Teamkollegen, sondern auch seit Jahren schon große Rivalen. Winter für Winter haben sie sich zu neuen Höchstleistungen gepusht. Hier der fünfmalige Weltcupsieger Frenzel, dort der Vierfach-Weltmeister Rydzek. Nur bei Olympia hatte Frenzel stets die Nase vorn, am Dienstag aber nicht mehr. 

+++ 13.30 Uhr: Biathlon-Mixed-Staffel lange in Führung, zum Schluss bleibt nur Blech +++

Die deutsche Mixed-Staffel hat die erhoffte Medaille knapp verpasst. Nach langer und deutlicher Führung, die die beiden Frauen Vanessa Hinz und Laura Dahlmeier herausgelaufen hatten, konnten Erik Lesser und Arnd Peiffer nicht verteidigen. Vor allem Peiffer verspielte mit schlechten Schießleistungen eine Medaille. Gold gewannen die Franzosen mit dem herausragenden Martin Fourcade vor der norwegischen Staffel, die nach großem Rückstand noch auf den Silberrang lief. Bronze ging an Italien, für das sich Dominik Windisch im Schlussspurt gegen Peiffer durchsetzte. Wegen des Querens der Bahn durch Windisch hat die deutsche Mannschaft Protest eingelegt, der aber abgewiesen wurde.

Arnd Peiffer verschießt eine Medaille für deutsche Biathlon Mixed-Staffel

Arnd Peiffer als Schlussläufer der Mixed-Biathlon-Staffel ohne Schussglück: Zeitweise sahen die Deutschen wie der sichere Sieger aus, doch sie konnten den großen Vorsprung nicht halten.

Getty Images


+++ 12.59 Uhr: Shorttrack-Staffel aus Südkorea gewinnt Gold über 3000 Meter-Strecke +++

Die Damen-Staffel Südkoreas hat das dritte Shorttrack-Gold für die Gastgeber der Olympischen Winterspiele erkämpft. Choi Min Jeong, Kim A Lang, Kim Ye Jin und Shim Suk Hee setzten sich in 4:07,361 Minuten vor dem Team aus Italien durch. Die Finalisten aus China und Kanada wurden wegen Behinderungen disqualifiziert. Im B-Finale hatte das Team aus den Niederlanden in 4:03,471 Minuten einen Weltrekord aufgestellt. Die Oranjes profierten von den Disqualifikationen und holten damit die Bronzemedaille. Staffel-Mitglied Jorien ter Mors wurde daurch die erste Sportlerin, die bei denselben Olympischen Winterspielen eine Medaille in zwei Sportarten holt. Zuvor hatte sie die 1000 Meter der Eisschnellläufer gewonnen.

+++ 12.45 Uhr: Russischer Curling-Spieler Kruschelnizki des Dopings überführt +++

Der russische Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki ist laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Tass des Dopings überführt. Auch die B-Probe des Bronze-Gewinners im neuen Mixed-Wettbewerb beweise die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium, meldete die Agentur unter Berufung auf das russische Team. Die russische Delegation erklärte, es sei unklar, wie die Substanz in Kruschelnizkis Körper gelangen konnte und kündigte eine Untersuchung an. Kruschelnizki selbst beteuerte, niemals Dopingmittel genommen zu haben. Er sei grundsätzlich gegen Doping.

Auch B-Probe positiv: Alexander Kruschelnizki, gemeinsam mit seiner Ehefrau in Pyeongchang Bronzemedaillen-Gewinner im Curling-Mixed, ist des Dopings überführt.

Auch B-Probe positiv: Alexander Kruschelnizki, gemeinsam mit seiner Ehefrau in Pyeongchang Bronzemedaillen-Gewinner im Curling-Mixed, ist des Dopings überführt.

AFP


+++ 12.07 Uhr: Deutsche Kombinierer haben Medaillen in Reichweite +++

Nach dem Springen von der Großschanze in der Nordischen Kombination liegen die deutschen Starter aussichtsreich im Rennen. Eric Frenzel, Olympiasieger von der Normalschanze, Johannes Rydzek und Fabian Rießle liegen auf den Plätzen vier, fünf und sechs. Alle gelten als starke Läufer. Von den starken Norwegern konnte lediglich Jarl Magnus Riiber als Zweiter in die Spitzengruppe springen. Ganz vorne liegt der Japaner Akito Watabe, Dritter ist derzeit der Österreicher Wilhelm Denifl. Die sechs Führenden liegen dicht beieinander. Der vierte deutsche Starter Vinzenz Geiger liegt derzeit auf dem neunten Rang.

+++ 8.46 Uhr: Viktoria Rebensburg zuversichtlich für die Abfahrt +++

Viktoria Rebensburg geht mit Zuversicht in ihr voraussichtlich letztes Skirennen bei Olympischen Winterspielen. "Die ersten zwei Trainings habe ich kein wirklich gutes Gefühl gehabt da runter. Im Super-G war es gut, in der Abfahrt hat es überhaupt nicht zusammengepasst. Heute war das erste Mal, wo ich sage, das gibt mir Zuversicht beim Fahren", sagte Deutschlands beste Skirennfahrerin der Deutschen Presse-Agentur nach dem Abschlusstraining vor der Abfahrt an diesem Mittwoch (3.00 Uhr MEZ). Rebensburg hat Startnummer 15. Zu den Medaillen-Kandidatinnen zählt die 28-Jährige nach dem bisherigen Saisonverlauf im Weltcup und ihren Trainingsfahrten nicht, kann an einem guten Tag aber für eine Überraschung sorgen.  

+++ 8.32 Uhr: Doping - Slowenischer Eishockey-Stürmer verlässt Olympia +++

Der slowenische Eishockeyspieler Ziga Jeglic muss wegen einer positiven Dopingprobe die Olympischen Winterspiele von Pyeongchang verlassen. Der 29 Jahre alte Stürmer sei im Wettbewerb positiv auf das Asthma-Mittel Fenoterol getestet worden, teilte die Anti-Doping-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS am Dienstag mit. Damit sei der Spieler des russischen KHL-Clubs Neftechimik Nischnekamsk vom restlichen Turnier suspendiert, der Athlet werde das olympische Dorf binnen 24 Stunden verlassen. Ein endgültiges Urteil soll nach den Winterspielen gesprochen werden.

Slowenischer Eishockey-Spieler gedopt - muss Olympia 2018 verlassen

Ziga Jeglic: Der slowenische Eishockeyspieler muss nach einer positiven Dopingprobe Pyeongchang verlassen.

AFP


+++ 5.44 Uhr: Laura Dahlmeier in der Mixed-Staffel am Start - Simon Schempp ist krank +++

Wenige Stunden vor dem Start der Mixed-Staffel hat Damen-Bundestrainer Gerald Hönig die späte Entscheidung über den Einsatz der zweimaligen Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier begründet. Wir haben ganz einfach gewartet bis zum Ende der Meldezeit, haben uns die Möglichkeit gelassen, der Laura auch die persönliche Einschätzung zu geben - bin ich bereit, kann ich diese Mixed-Staffel auch im Vollbesitz meiner Kräfte laufen und damit auch eine Unterstützung für das Team sein. Oder macht es Sinn, einen oder zwei Tage länger zu regenerieren, um dann in der Damen-Staffel wieder fit zu sein", sagte Hönig. Der Bundestrainer stellte aber klar: "Eine Staffel ohne Laura wäre nur in Frage gekommen, wenn sie signalisiert hätte, ich kann nicht." Neben der an Position zwei laufenden Dahlmeier gehen beim ersten der drei olympischen Staffelrennen als Startläuferin Vanessa Hinz und auf den Positionen drei und vier Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer für den Mixed-Weltmeister an den Start. Anders als Dahlmeier musste sich dagegen der Massenstart-Zweite Simon Schempp mit Halsschmerzen krank melden und steht der Staffel nicht zur Verfügung.


Montag, 19. Februar

+++ 17.15 Uhr: Kombinierer und Biathlon-Mixed-Staffel tragen weitere Medaillenhoffnungen +++

Bisher ist kaum ein Olympiatag in Pyeongchang ohne deutsche Medaille vergangen. Es gibt Hoffnung, dass es auch am Dienstag wieder Edelmetall für Team D geben wird. Die Nordischen Kombinierer haben im Wettbewerb von der Großchance mit Normalschanzen-Olympiasieger Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle drei Eisen im Feuer. Im Biathlon geht die Mixed-Staffel mit sehr guten Aussichten in die Loipe. Favorit auf Gold dürften allerdings einmal mehr die Norweger sein. Im Eiskanal wollen die Bob-Frauen in den ersten beiden Läufen gute Voraussetzungen für eine mögliche Medaille schaffen. Die Entscheidung fällt dann am Mittwoch. 

+++ 17.00 Uhr: Team D hat die Bilanz von Sotschi übertroffen +++

Mehr Gold, mehr Medaillen insgesamt: Schon jetzt hat die deutsche Olympiamannschaft die Bilanz der Spiele von Sotschi 2014 übertroffen. Die Goldmedaille im Zweierbob war bereits der zehnte Olympiasieg in Pyeongchang - schon jetzt zwei mehr als vor vier Jahren. Die Silbermedaille des Skispringer-Teams von der Großchance war das 20. Edelmetall für die Deutschen in Südkorea. 2014 hatte das deutsche Team lediglich 19 Medaillen gewonnen. Derzeit liegen die deutschen Sportler mit zehn Gold, sechs Silber und vier Bronze auf dem zweiten Rang des Medaillenspiegels - übertroffen nur von Norwegen mit elf Gold, neun
Silber und acht Bronze. Russland, das in Sotschi mit 29 Medaillen noch die erfolgreichste Mannschaft stellte, kommt derzeit auf elf Medaillen - bisher noch ohne Gold. Die russischen Athleten starten Pyeongchang lediglich unter olympischer Flagge. Etliche sind wegen Dopings gesperrt, das Nationale Olympische Komitee Russlands ist wegen nachgewiesenem systematischen Doping von den Spielen ausgeschlossen.

+++ 16.31 Uhr: Snowboarder aus Österreich am Halswirbel operiert +++

Vier Tage nach seinem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang ist der österreichische Snowboarder Markus Schairer an der Halswirbelsäule operiert worden. Das teilte der Österreichische Skiverband mit. Nach der Operation solle der 30-Jährige noch bis nächste Woche im Krankenhaus in Feldkirch medizinisch betreut werden. Schairer hatte sich im olympischen Snowboardcross-Wettbewerb einen Bruch des fünften Halswirbels zugezogen. Im vorletzten Sprung war der Weltmeister von 2009 auf dem Kurs im Phoenix Snow Park zu Fall gekommen. Schairer trat danach die Rückreise in die Heimat an. Nach der Tempojagd mit zahlreichen Stürzen hatte es Kritik an der Strecke gegeben. Auch die deutschen Snowboarder bezeichneten den Kurs als gefährlich.


+++ 15.17 Uhr: DSV-Adler fliegen von der Großchance zu Silber +++

Angeführt von Überflieger Andreas Wellinger hat das deutsche Team in einem Skisprung-Krimi den nächsten Coup bei den Olympischen Winterspielen gelandet. Das DSV-Quartett holte sich im Mannschaftsspringen die Silbermedaille hauchdünn vor Polen und sorgte damit im dritten Wettbewerb für das dritte deutsche Edelmetall. Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Wellinger mussten sich nach zwei Durchgängen nur den starken Norwegern geschlagen geben.

Am Ende rettete das deutsche Team einen Vorsprung von 3,3 Punkten auf Polen zum Gewinn der Silbermedaille. Die überragenden Norweger waren indes kaum zu schlagen. So fehlten dem deutschen Team 22,8 Punkte auf die Skandinavier und dem vierten Mannschaftsgold nach 1994, 2002 und 2014. Die Ausbeute kann sich aber sehen lassen, insbesondere Wellinger ist in Pyeongchang bereits im Einzel mit Gold von der Normal- und Silber von der Großschanze ins Rampenlicht gesprungen. Durch den neuerlichen Podestplatz ist der 22-jährige Bayer der erste deutsche Springer mit drei Medaillen bei den gleichen Winterspielen.

Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel erst kurz vor Schluss. Mit einem Vorsprung von 0,6 Punkten war Polen in den letzten Sprung gegangen. Wellinger legte einen Satz von 134,5 Metern hin, Großschanzen-Olympiasieger Kamil Stoch folgte mit der gleichen Weite, hatte aber bessere Windverhältnisse und bekam daher weniger Punkte.

"Alles ist möglich!", hatte Wellinger angekündigt und Recht behalten. Denn schon im ersten Durchgang entwickelte sich ein ganz enger Dreikampf. Der Rückstand der DSV-Mannschaft auf Norwegen betrug zur Halbzeit gerade einmal zwei Punkte, also einen Meter. Drei weitere Zähler dahinter war Polen in Lauerstellung. Doch im zweiten Durchgang war Norwegen nicht mehr aufzuhalten. Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande beeindruckte als Startspringer der Skandinavier mit 140,5 Metern. 

Bundestrainer Werner Schuster hatte seine Mannschaft auf einer Position umgestellt. Anstelle von Markus Eisenbichler sprang Leyhe, der in den Einzelspringen noch zuschauen musste. Der 26-Jährige machte seine Sache mit 128 und 129 Metern zwar ordentlich, fiel aber im Vergleich zu seinen Kollegen ab.

Keine Medaille gab es für Japan mit Oldie Noriaki Kasai. Der 45-Jährige, der seine achten Winterspiele bestreitet, erreichte mit den Asiaten Platz sechs. Damit ging Kasai in Südkorea leer aus, nachdem er noch vor vier Jahren Silber von der Großschanze und Bronze mit der Mannschaft geholt hatte. Aber der Sympathieträger will noch bis 2026 weitermachen und hätte dann noch zwei weitere Olympia-Chancen.

Francesco Friedrich und Thorsten Margis gewinnen Olympia-Gold im Zweierbob in Pyeongchang

Unfassbar! Thorsten Margis und Pilot Francesco Friedrich (re.) realisieren, dass sie Gold gewonnen haben. Die zuvor führenden Kanadier kommen mit der auf die Hundertstel gleichen Zeit ins Ziel. Auch die Bronzemedaillen-Gewinner aus Litauen 8im silbernen Anzug) sind fasziniert.

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+++ 14.40 Uhr: Doppel-Gold im Zweierbob: Friedrich/Margis siegen zusammen mit Kanada +++

Francesco Friedrich hat mit seinem Anschieber Thorsten Margis bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen. Der viermalige Weltmeister musste sich nach vier spannenden Läufen den Olympiasieg mit dem Kanadier Justin Kripps und Alexander Kopacz teilen. Bronze ging an den Letten Oskars Melbardis. Nico Walther und Christian Poser, die noch nach dem ersten Tag geführt hatten, wurden Vierte vor Johannes Lochner und Christopher Weber.

Noch vor vier Jahren in Sotschi hatte es eine historische Pleite für die deutschen Bobs gegeben. Erstmals seit 50 Jahren waren sie ohne Medaille geblieben. Nun holte Friedrich in einem Krimi gleich im ersten Wettbewerb Gold. Es war der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten. Zwei Bobs zeitgleich hatte es bereits bei den Winterspielen 1998 in Nagano gegeben. Damals holten der Italiener Günther Huber und der Kanadier Pierre Lueders Gold.

Friedrich war nach zwei nicht ganz fehlerfreien Läufen am Sonntag als Fünfter in die zweite Hälfte des Wettbewerbs gestartet. Im dritten Lauf schob er sich mit Bahnrekord von 48,96 Sekunden auf Rang zwei vor und lag nur noch sechs Hundertstelsekunden hinter Kripps. Lochner behielt mit Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich.

Im Final-Durchgang wurde es dramatisch. Der 27-jährige Friedrich legte als vorletzter Starter vor, dann folgte Kripps und hatte am Ende die exakt gleiche Zeit wie der Sachse. Schon bei der WM 2017 hatten sich die beiden ein spannendes Duell geliefert. Damals siegte Friedrich mit neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Kanadier.

+++ 13.40 Uhr: Lorentzen holt über 500 Meter Eisschnelllauf zehntes Gold für Norwegen +++

Norwegen baut seine Führung im Medaillenspiegel aus. Über 500 Meter Eisschnelllauf siegte Havard Lorentzen mit Olympischem Rekord von 34.41 Sekunden. Silber ging an den Südkoreaner Min Kyu Cha, der mit 34.42 nur eine Hundertstel langsamer war. Der Chinese Tingyu Gao holte sich die Bronzemedaille. Nico Ihle aus Chemnitz war mit Hoffnungen auf Edelmetall gestartet, seine 34.89 Sekunden reichten jedoch nur zu Platz 8.

+++ 12.48 Uhr: Zweierbob-Weltmeister Friedrich mit Gold-Chance - Lochner Dritter +++

Der viermalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich hat vor dem Final-Durchgang bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gute Chancen auf Gold. Der 27-Jährige verbesserte sich mit seinem Anschieber Thorsten Margis nach Bahnrekord im dritten von vier Läufen vom fünften auf den zweiten Platz. Friedrichs Rückstand auf den führenden Kanadier Justin Kripps beträgt sechs Hundertstelsekunden. Johannes Lochner behielt mit Christopher Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich. Nico Walther und Christian Poser, die nach den beiden Läufen am Sonntag auf Platz eins lagen, fielen auf den fünften Rang zurück, haben aber ebenfalls noch die Aussicht auf eine Medaille. Zwischen Walther und Kripps beträgt der Abstand 0,13 Sekunden.

+++ 12.32 Uhr: Pechstein und Co. ohne Chance auf Medaille in der Teamverfolgung +++

Die deutschen Eisschnellläuferinnen haben die Medaillenränge in der Teamverfolgung verpasst. Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler liefen in der Qualifikation in 3:02,65 Minuten nur auf den sechsten Platz. Nur die ersten vier der acht Teams erreichten das Halbfinale. Am Mittwoch laufen die Niederländerinnen und die USA sowie Japan und Kanada die Medaillen unter sich aus.

+++ 12.16 Uhr: Schlechte Wetterprognose - Alpine Kombination der Frauen vorgezogen +++

Erneut bringt das Wetter in Pyeongchang den Olympia-Kalender durcheinander. Wegen einer schlechten Vorhersage für Freitag mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht haben die Organisatoren die Alpine Kombination der Frauen um einen Tag auf den Donnerstag vorgezogen - und läuft somit parallel zum Herren Slalom. Wie die Veranstalter mitteilten beginnt die Kombi-Abfahrt um 3.30 Uhr MEZ, der erste Durchgang bei den Herren mit den deutschen Startern Linus Straßer und Fritz Dopfer rutscht deswegen von 2.15 Uhr MEZ auf 2.00 Uhr MEZ. Der Kombinations-Slalom der Damen soll dann um 7.00 Uhr MEZ beginnen, das Finale beim Herren-Slalom ist nun für 5.30 Uhr MEZ geplant.

+++ 8.17 Uhr: Vereinigtes Korea-Team soll nach Olympia weiterspielen +++

Eishockey-Weltverbandschef René Fasel will Nord- und Südkorea mit ihrem gemeinsamen Frauen-Team auch nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang antreten lassen. "Derzeit denken wir darüber nach, das weiterzuführen", sagte der IIHF-Präsident in Südkorea. "Wir müssen nun zum IOC gehen und das auch mit Nordkorea besprechen." Fasel wünscht sich einen erneuten gemeinsamen Auftritt bei den nächsten Winterspielen 2022 in Peking. "Einfach, um das gemeinsame Team zu behalten und es als Botschaft des Friedens zu haben. Wir sollten das wirklich fortsetzen", sagte der Schweizer. Allerdings müsste sich Team Korea für die nächsten Winterspiele in Peking erst qualifizieren - was angesichts der aktuellen Ergebnisse unwahrscheinlich ist.

+++ 6.14 Uhr: IOC-Sprecher: "Doping wird es immer geben" +++

Angesichts eines erneuten Dopingsverdachts gegen einen russischen Olympioniken, hat sich IOC-Sprecher Mark Adams auf bemerkenswerte Weise geäußert. "Wir werden nie einen Punkt erreichen, an dem wir keine gedopten Athleten haben werden. Das wäre so, als würden wir sagen, wir könnten Einbrüche und Mordfälle abschaffen. Das passiert nicht. So lange es sportlichen Wettbewerb gibt, wird es leider Leute geben, die betrügen." Derzeit existiert eine positive A-Probe des Bronzemedaillengewinners in Curling-Mixed, Alexander Kruschelnizki. Darüber hatten russische Medien berichtet. Sollte sich der Dopingverdacht bestätigen, dürfte die Aussicht der unter olympischer Flagge startenden "Olympischen Athleten aus Russland" unter russischer Flagge an der Abschlussfeier in Pyeongchang teilnehmen zu dürfen, in weite Ferne rücken. Der Internationale Sportgerichtshof CAS leitete unterdessen offiziell ein Verfahren gegen Kruschelnizki.

+++ 6.02 Uhr: Eistänzer Lorenz/Polizoakis erreichen das Finale +++

Die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis sind ins olympische Finale getanzt. Die dreimaligen deutschen Eistanz-Meister erreichten auf Rang 17 die Kür der besten 20 Paare am Dienstag (2.00 MEZ). "Wir können sehr zufrieden sein, auch wenn die letzte Hebung besser hätte sein können", sagte Bundestrainer Martin Skotnicky in der Gangneung Eisarena. 59,99 Punkte zu lateinamerikanischen Klängen waren ordentlich, wenn auch knapp unter ihrer Saisonbestleistung (61,09). In Führung gingen die Team-Olympiasieger Tessa Virtue/Scott Moir. Die Kanadier stellten mit 83,67 Punkten eine Rekordmarke im Kurztanz auf. Zweite sind ihre Trainingskollegen Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (81,93) aus Frankreich vor Madison Hubbell/Zachary Donohue (USA/77,75).

+++ 4.28 Uhr: Partenkirchnerin Sabrina Cakmakli im Freestyle-Finale +++

Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Halfpipe-Finale erreicht. Die 23-Jährige vom SC Partenkirchen bekam am Montag für den besten ihrer zwei Qualifikationsläufe 81,80 Punkte und belegte einen respektablen siebten Platz. Die stärkste Leistung im Vorausscheid zeigte die Kanadierin Cassie Sharpe mit 93,40 Zählern. Das Finale der Top 12 steigt am Dienstag (02.30 Uhr MEZ).

Sonntag, 18. Februar

olympia 2018 - halbzeit zweierbobs

Trotz Sturz vorn: Zweierbob-Pilot Nico Walther und sein Anschieber Christian Poser rutschen auf der Seite liegend durch den Eiskanal

DPA


+++ 14.45: Deutsche Zweierbobs aussichtsreich im Olympia-Rennen +++

Zweierbob-Pilot Nico Walther hat trotz eines Sturzes im Zielbereich die Halbzeit-Führung bei den olympischen Rennen in Pyeongchang übernommen. Mit seinem Anschieber Christian Poser lag er nach den ersten beiden von vier Läufen am Sonntag eine Zehntelsekunde vor dem Kanadier Justin Kripps. Walther und Poser waren nach der Zieldurchfahrt im zweiten Durchgang mit ihrem Schlitten umgekippt, blieben aber unverletzt. 

Auf Platz drei im Klassement folgte Johannes Lochner mit Christopher Weber. Der viermalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich und Thorsten Markis haben als Fünfte ebenfalls noch gute Chancen auf eine Medaille. Der nach dem ersten Durchgang führende Lette Oskars Melbardis fiel im zweiten Lauf auf Rang vier zurück. Die Entscheidung fällt am Montag (12.15 Uhr MEZ) in den Durchgängen drei und vier. Die deutschen Bobpiloten waren 2014 in Sotschi erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben.

+++ 13.09 Uhr: Schempp gewinnt Silber im Biathlon-Massenstart +++

Biathlet Simon Schempp hat den ersten Olympiasieg seiner Karriere bei den Winterspielen in Pyeongchang nur hauchdünn verpasst. Der Weltmeister musste sich am Sonntag im Massenstart erst im Zielsprint dem Franzosen Martin Fourcade nur um eine Fußspitze geschlagen geben und holte in Südkorea mit Silber seine erste olympischen Einzelmedaille. Bronze ging an den Norweger Emil Hegle Svendsen, der Erik Lesser und Benedikt Doll auf die Plätze vier und fünf verdrängte.

Damit holten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner in den vier Einzelrennen drei Medaillen und toppten ihre Zielstellung von einer Olympia-Plakette. Zuvor hatte Arnd Peiffer Gold im Sprint und Benedikt Doll Bronze in der Verfolgung gewonnen. Einziger deutscher Massenstart-Olympiasieger bleibt Michael Greis, der 2006 in Turin triumphierte. Schempp holte erst die zweite deutsche Medaille im Massenstart für die deutschen Männer überhaupt.

mod/wue/tis/fri/vit/DPA/AFP