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Olympia-News

Pyeongchang 2018: Gold im Zweierbob, Silber für Skispringer - Deutsches Team übertrifft Bilanz von Sotschi 2014

Friedrich/Margis rasen im Zweierbob zu Gold +++ DSV-Adler holen Team-Silber von der Großschanze +++ IOC-Sprecher: Doping nicht völlig zu verhindern +++ Aktuelle News rund um Olympia 2018 im stern-Ticker.

Francesco Friedrich und Thorsten Margis gewinnen Olympia-Gold im Zweierbob in Pyeongchang

Unfassbar! Thorsten Margis und Pilot Francesco Friedrich (re.) realisieren, dass sie Gold gewonnen haben. Die zuvor führenden Kanadier kommen mit der auf die Hundertstel gleichen Zeit ins Ziel. Auch die Bronzemedaillen-Gewinner aus Litauen 8im silbernen Anzug) sind fasziniert.

Getty Images

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden im südkoreanischen Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele statt. Rund 3000 Athleten werden dann in 15 Sportarten um die Medaillen kämpfen. Fans dürfen sich auf insgesamt 102 Entscheidungen freuen - hierzulande allerdings mit einem Haken: Aufgrund der achtstündigen Zeitverschiebung zu Deutschland geht es meist am frühen Morgen oder gegen Mittag um Gold, Silber und Bronze. Wer also hoffte, Olympia 2018 abends entspannt von der heimischen Couch aus verfolgen zu können, wird diesmal enttäuscht.

Der stern hält Sie ab sofort über die aktuellsten News und Informationen rund um die auf dem Laufenden.

+++ Pyeongchang 2018: Hier geht's zum Medaillenspiegel +++

Montag, 19. Februar

+++ 17.15 Uhr: Kombinierer und Biathlon-Mixed-Staffel tragen weitere Medaillenhoffnungen +++

Bisher ist kaum ein Olympiatag in Pyeongchang ohne deutsche Medaille vergangen. Es gibt Hoffnung, dass es auch am Dienstag wieder Edelmetall für Team D geben wird. Die Nordischen Kombinierer haben im Wettbewerb von der Großchance mit Normalschanzen-Olympiasieger Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle drei Eisen im Feuer. Im Biathlon geht die Mixed-Staffel mit sehr guten Aussichten in die Loipe. Favorit auf Gold dürften allerdings einmal mehr die Norweger sein. Im Eiskanal wollen die Bob-Frauen in den ersten beiden Läufen gute Voraussetzungen für eine mögliche Medaille schaffen. Die Entscheidung fällt dann am Mittwoch. 

+++ 17.00 Uhr: Team D hat die Bilanz von Sotschi übertroffen +++

Mehr Gold, mehr Medaillen insgesamt: Schon jetzt hat die deutsche Olympiamannschaft die Bilanz der Spiele von Sotschi 2014 übertroffen. Die Goldmedaille im Zweierbob war bereits der zehnte Olympiasieg in Pyeongchang - schon jetzt zwei mehr als vor vier Jahren. Die Silbermedaille des Skispringer-Teams von der Großchance war das 20. Edelmetall für die Deutschen in Südkorea. 2014 hatte das deutsche Team lediglich 19 Medaillen gewonnen. Derzeit liegen die deutschen Sportler mit zehn Gold, sechs Silber und vier Bronze auf dem zweiten Rang des Medaillenspiegels - übertroffen nur von Norwegen mit elf Gold, neun
Silber und acht Bronze. Russland, das in Sotschi mit 29 Medaillen noch die erfolgreichste Mannschaft stellte, kommt derzeit auf elf Medaillen - bisher noch ohne Gold. Die russischen Athleten starten Pyeongchang lediglich unter olympischer Flagge. Etliche sind wegen Dopings gesperrt, das Nationale Olympische Komitee Russlands ist wegen nachgewiesenem systematischen Doping von den Spielen ausgeschlossen.

+++ 16.31 Uhr: Snowboarder aus Österreich am Halswirbel operiert +++

Vier Tage nach seinem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang ist der österreichische Snowboarder Markus Schairer an der Halswirbelsäule operiert worden. Das teilte der Österreichische Skiverband mit. Nach der Operation solle der 30-Jährige noch bis nächste Woche im Krankenhaus in Feldkirch medizinisch betreut werden. Schairer hatte sich im olympischen Snowboardcross-Wettbewerb einen Bruch des fünften Halswirbels zugezogen. Im vorletzten Sprung war der Weltmeister von 2009 auf dem Kurs im Phoenix Snow Park zu Fall gekommen. Schairer trat danach die Rückreise in die Heimat an. Nach der Tempojagd mit zahlreichen Stürzen hatte es Kritik an der Strecke gegeben. Auch die deutschen Snowboarder bezeichneten den Kurs als gefährlich.


+++ 15.17 Uhr: DSV-Adler fliegen von der Großchance zu Silber +++

Angeführt von Überflieger Andreas Wellinger hat das deutsche Team in einem Skisprung-Krimi den nächsten Coup bei den Olympischen Winterspielen gelandet. Das DSV-Quartett holte sich im Mannschaftsspringen die Silbermedaille hauchdünn vor Polen und sorgte damit im dritten Wettbewerb für das dritte deutsche Edelmetall. Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Wellinger mussten sich nach zwei Durchgängen nur den starken Norwegern geschlagen geben.

Am Ende rettete das deutsche Team einen Vorsprung von 3,3 Punkten auf Polen zum Gewinn der Silbermedaille. Die überragenden Norweger waren indes kaum zu schlagen. So fehlten dem deutschen Team 22,8 Punkte auf die Skandinavier und dem vierten Mannschaftsgold nach 1994, 2002 und 2014. Die Ausbeute kann sich aber sehen lassen, insbesondere Wellinger ist in Pyeongchang bereits im Einzel mit Gold von der Normal- und Silber von der Großschanze ins Rampenlicht gesprungen. Durch den neuerlichen Podestplatz ist der 22-jährige Bayer der erste deutsche Springer mit drei Medaillen bei den gleichen Winterspielen.

Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel erst kurz vor Schluss. Mit einem Vorsprung von 0,6 Punkten war Polen in den letzten Sprung gegangen. Wellinger legte einen Satz von 134,5 Metern hin, Großschanzen-Olympiasieger Kamil Stoch folgte mit der gleichen Weite, hatte aber bessere Windverhältnisse und bekam daher weniger Punkte.

"Alles ist möglich!", hatte Wellinger angekündigt und Recht behalten. Denn schon im ersten Durchgang entwickelte sich ein ganz enger Dreikampf. Der Rückstand der DSV-Mannschaft auf Norwegen betrug zur Halbzeit gerade einmal zwei Punkte, also einen Meter. Drei weitere Zähler dahinter war Polen in Lauerstellung. Doch im zweiten Durchgang war Norwegen nicht mehr aufzuhalten. Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande beeindruckte als Startspringer der Skandinavier mit 140,5 Metern. 

Bundestrainer Werner Schuster hatte seine Mannschaft auf einer Position umgestellt. Anstelle von Markus Eisenbichler sprang Leyhe, der in den Einzelspringen noch zuschauen musste. Der 26-Jährige machte seine Sache mit 128 und 129 Metern zwar ordentlich, fiel aber im Vergleich zu seinen Kollegen ab.

Keine Medaille gab es für Japan mit Oldie Noriaki Kasai. Der 45-Jährige, der seine achten Winterspiele bestreitet, erreichte mit den Asiaten Platz sechs. Damit ging Kasai in Südkorea leer aus, nachdem er noch vor vier Jahren Silber von der Großschanze und Bronze mit der Mannschaft geholt hatte. Aber der Sympathieträger will noch bis 2026 weitermachen und hätte dann noch zwei weitere Olympia-Chancen. 

+++ 14.40 Uhr: Doppel-Gold im Zweierbob: Friedrich/Margis siegen zusammen mit Kanada +++

Francesco Friedrich hat mit seinem Anschieber Thorsten Margis bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen. Der viermalige Weltmeister musste sich nach vier spannenden Läufen den Olympiasieg mit dem Kanadier Justin Kripps und Alexander Kopacz teilen. Bronze ging an den Letten Oskars Melbardis. Nico Walther und Christian Poser, die noch nach dem ersten Tag geführt hatten, wurden Vierte vor Johannes Lochner und Christopher Weber.

Noch vor vier Jahren in Sotschi hatte es eine historische Pleite für die deutschen Bobs gegeben. Erstmals seit 50 Jahren waren sie ohne Medaille geblieben. Nun holte Friedrich in einem Krimi gleich im ersten Wettbewerb Gold. Es war der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten. Zwei Bobs zeitgleich hatte es bereits bei den Winterspielen 1998 in Nagano gegeben. Damals holten der Italiener Günther Huber und der Kanadier Pierre Lueders Gold.

Friedrich war nach zwei nicht ganz fehlerfreien Läufen am Sonntag als Fünfter in die zweite Hälfte des Wettbewerbs gestartet. Im dritten Lauf schob er sich mit Bahnrekord von 48,96 Sekunden auf Rang zwei vor und lag nur noch sechs Hundertstelsekunden hinter Kripps. Lochner behielt mit Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich.

Im Final-Durchgang wurde es dramatisch. Der 27-jährige Friedrich legte als vorletzter Starter vor, dann folgte Kripps und hatte am Ende die exakt gleiche Zeit wie der Sachse. Schon bei der WM 2017 hatten sich die beiden ein spannendes Duell geliefert. Damals siegte Friedrich mit neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Kanadier.

+++ 13.40 Uhr: Lorentzen holt über 500 Meter Eisschnelllauf zehntes Gold für Norwegen +++

Norwegen baut seine Führung im Medaillenspiegel aus. Über 500 Meter Eisschnelllauf siegte Havard Lorentzen mit Olympischem Rekord von 34.41 Sekunden. Silber ging an den Südkoreaner Min Kyu Cha, der mit 34.42 nur eine Hundertstel langsamer war. Der Chinese Tingyu Gao holte sich die Bronzemedaille. Nico Ihle aus Chemnitz war mit Hoffnungen auf Edelmetall gestartet, seine 34.89 Sekunden reichten jedoch nur zu Platz 8.

+++ 12.48 Uhr: Zweierbob-Weltmeister Friedrich mit Gold-Chance - Lochner Dritter +++

Der viermalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich hat vor dem Final-Durchgang bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gute Chancen auf Gold. Der 27-Jährige verbesserte sich mit seinem Anschieber Thorsten Margis nach Bahnrekord im dritten von vier Läufen vom fünften auf den zweiten Platz. Friedrichs Rückstand auf den führenden Kanadier Justin Kripps beträgt sechs Hundertstelsekunden. Johannes Lochner behielt mit Christopher Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich. Nico Walther und Christian Poser, die nach den beiden Läufen am Sonntag auf Platz eins lagen, fielen auf den fünften Rang zurück, haben aber ebenfalls noch die Aussicht auf eine Medaille. Zwischen Walther und Kripps beträgt der Abstand 0,13 Sekunden.

+++ 12.32 Uhr: Pechstein und Co. ohne Chance auf Medaille in der Teamverfolgung +++

Die deutschen Eisschnellläuferinnen haben die Medaillenränge in der Teamverfolgung verpasst. Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler liefen in der Qualifikation in 3:02,65 Minuten nur auf den sechsten Platz. Nur die ersten vier der acht Teams erreichten das Halbfinale. Am Mittwoch laufen die Niederländerinnen und die USA sowie Japan und Kanada die Medaillen unter sich aus.

+++ 12.16 Uhr: Schlechte Wetterprognose - Alpine Kombination der Frauen vorgezogen +++

Erneut bringt das Wetter in Pyeongchang den Olympia-Kalender durcheinander. Wegen einer schlechten Vorhersage für Freitag mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht haben die Organisatoren die Alpine Kombination der Frauen um einen Tag auf den Donnerstag vorgezogen - und läuft somit parallel zum Herren Slalom. Wie die Veranstalter mitteilten beginnt die Kombi-Abfahrt um 3.30 Uhr MEZ, der erste Durchgang bei den Herren mit den deutschen Startern Linus Straßer und Fritz Dopfer rutscht deswegen von 2.15 Uhr MEZ auf 2.00 Uhr MEZ. Der Kombinations-Slalom der Damen soll dann um 7.00 Uhr MEZ beginnen, das Finale beim Herren-Slalom ist nun für 5.30 Uhr MEZ geplant.

+++ 8.17 Uhr: Vereinigtes Korea-Team soll nach Olympia weiterspielen +++

Eishockey-Weltverbandschef René Fasel will Nord- und Südkorea mit ihrem gemeinsamen Frauen-Team auch nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang antreten lassen. "Derzeit denken wir darüber nach, das weiterzuführen", sagte der IIHF-Präsident in Südkorea. "Wir müssen nun zum IOC gehen und das auch mit Nordkorea besprechen." Fasel wünscht sich einen erneuten gemeinsamen Auftritt bei den nächsten Winterspielen 2022 in Peking. "Einfach, um das gemeinsame Team zu behalten und es als Botschaft des Friedens zu haben. Wir sollten das wirklich fortsetzen", sagte der Schweizer. Allerdings müsste sich Team Korea für die nächsten Winterspiele in Peking erst qualifizieren - was angesichts der aktuellen Ergebnisse unwahrscheinlich ist.

+++ 6.14 Uhr: IOC-Sprecher: "Doping wird es immer geben" +++

Angesichts eines erneuten Dopingsverdachts gegen einen russischen Olympioniken, hat sich IOC-Sprecher Mark Adams auf bemerkenswerte Weise geäußert. "Wir werden nie einen Punkt erreichen, an dem wir keine gedopten Athleten haben werden. Das wäre so, als würden wir sagen, wir könnten Einbrüche und Mordfälle abschaffen. Das passiert nicht. So lange es sportlichen Wettbewerb gibt, wird es leider Leute geben, die betrügen." Derzeit existiert eine positive A-Probe des Bronzemedaillengewinners in Curling-Mixed, Alexander Kruschelnizki. Darüber hatten russische Medien berichtet. Sollte sich der Dopingverdacht bestätigen, dürfte die Aussicht der unter olympischer Flagge startenden "Olympischen Athleten aus Russland" unter russischer Flagge an der Abschlussfeier in Pyeongchang teilnehmen zu dürfen, in weite Ferne rücken. Der Internationale Sportgerichtshof CAS leitete unterdessen offiziell ein Verfahren gegen Kruschelnizki.

+++ 6.02 Uhr: Eistänzer Lorenz/Polizoakis erreichen das Finale +++

Die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis sind ins olympische Finale getanzt. Die dreimaligen deutschen Eistanz-Meister erreichten auf Rang 17 die Kür der besten 20 Paare am Dienstag (2.00 MEZ). "Wir können sehr zufrieden sein, auch wenn die letzte Hebung besser hätte sein können", sagte Bundestrainer Martin Skotnicky in der Gangneung Eisarena. 59,99 Punkte zu lateinamerikanischen Klängen waren ordentlich, wenn auch knapp unter ihrer Saisonbestleistung (61,09). In Führung gingen die Team-Olympiasieger Tessa Virtue/Scott Moir. Die Kanadier stellten mit 83,67 Punkten eine Rekordmarke im Kurztanz auf. Zweite sind ihre Trainingskollegen Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (81,93) aus Frankreich vor Madison Hubbell/Zachary Donohue (USA/77,75).

+++ 4.28 Uhr: Partenkirchnerin Sabrina Cakmakli im Freestyle-Finale +++

Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Halfpipe-Finale erreicht. Die 23-Jährige vom SC Partenkirchen bekam am Montag für den besten ihrer zwei Qualifikationsläufe 81,80 Punkte und belegte einen respektablen siebten Platz. Die stärkste Leistung im Vorausscheid zeigte die Kanadierin Cassie Sharpe mit 93,40 Zählern. Das Finale der Top 12 steigt am Dienstag (02.30 Uhr MEZ).

Sonntag, 18. Februar

olympia 2018 - halbzeit zweierbobs

Trotz Sturz vorn: Zweierbob-Pilot Nico Walther und sein Anschieber Christian Poser rutschen auf der Seite liegend durch den Eiskanal

DPA


+++ 14.45: Deutsche Zweierbobs aussichtsreich im Olympia-Rennen +++

Zweierbob-Pilot Nico Walther hat trotz eines Sturzes im Zielbereich die Halbzeit-Führung bei den olympischen Rennen in Pyeongchang übernommen. Mit seinem Anschieber Christian Poser lag er nach den ersten beiden von vier Läufen am Sonntag eine Zehntelsekunde vor dem Kanadier Justin Kripps. Walther und Poser waren nach der Zieldurchfahrt im zweiten Durchgang mit ihrem Schlitten umgekippt, blieben aber unverletzt. 

Auf Platz drei im Klassement folgte Johannes Lochner mit Christopher Weber. Der viermalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich und Thorsten Markis haben als Fünfte ebenfalls noch gute Chancen auf eine Medaille. Der nach dem ersten Durchgang führende Lette Oskars Melbardis fiel im zweiten Lauf auf Rang vier zurück. Die Entscheidung fällt am Montag (12.15 Uhr MEZ) in den Durchgängen drei und vier. Die deutschen Bobpiloten waren 2014 in Sotschi erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben.

+++ 13.09 Uhr: Schempp gewinnt Silber im Biathlon-Massenstart +++

Biathlet Simon Schempp hat den ersten Olympiasieg seiner Karriere bei den Winterspielen in Pyeongchang nur hauchdünn verpasst. Der Weltmeister musste sich am Sonntag im Massenstart erst im Zielsprint dem Franzosen Martin Fourcade nur um eine Fußspitze geschlagen geben und holte in Südkorea mit Silber seine erste olympischen Einzelmedaille. Bronze ging an den Norweger Emil Hegle Svendsen, der Erik Lesser und Benedikt Doll auf die Plätze vier und fünf verdrängte.

Damit holten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner in den vier Einzelrennen drei Medaillen und toppten ihre Zielstellung von einer Olympia-Plakette. Zuvor hatte Arnd Peiffer Gold im Sprint und Benedikt Doll Bronze in der Verfolgung gewonnen. Einziger deutscher Massenstart-Olympiasieger bleibt Michael Greis, der 2006 in Turin triumphierte. Schempp holte erst die zweite deutsche Medaille im Massenstart für die deutschen Männer überhaupt.

Samstag, 17. Februar

+++ 15.20 Uhr: Wellinger fliegt zu Silber +++

Für Andreas Wellinger gehen die traumhaften Tage von Pyeongchang weiter. Eine Woche nach seinem Gold-Coup von der Normalschanze flog der 22 Jahre alte Überflieger auf der Großschanze zu Silber. Nur der polnische Superstar Kamil Stoch war diesmal nicht zu schlagen. Der Vierschanzentourneesieger holte nach dem Doppelsieg von Sotschi schon sein drittes Gold. Bronze ging an den Norweger Robert Johansson.

Richard Freitag als bislang bester DSV-Springer in diesem Winter verpasste als Neunter erneut deutlich eine Medaille und war gar nur drittbester Deutscher. Denn Karl Geiger landete auf Platz sieben, für Markus Eisenbichler reichte es zu Rang 14. Damit waren alle vier Deutsche unter den Top 15, was Hoffnung für das Teamspringen macht.
Nur die Norweger waren mit vier Springern unter den ersten Zehn als Mannschaft noch stärker.

+++ 14.46 Uhr: Skeleton-Weltmeisterin Lölling gewinnt Silber - Gold an Britin Yarnold +++

Jacqueline Lölling hat die dritte deutsche Olympia-Medaille für die Skeletonis bei Winterspielen gewonnen. Die 23-Jährige sicherte sich bei den Spielen in Pyeongchang Silber. Nach vier Läufen im Olympic Sliding Centre lag die 23-Jährige aus Brachbach nur 0,45 Sekunden hinter der Briten Lizzy Yarnold, die damit ihren Olympiasieg von Sotschi 2014 wiederholte. Dritte wurde Laura Deas, ebenfalls aus Großbritannien. Die vor dem Final-Durchgang führende Österreicherin Janine Flock fiel noch auf Platz vier zurück.

Vor Lölling hatten 2010 in Vancouver Kerstin Szymkowiak und Anja Huber Silber und Bronze für die deutschen Skeletonis geholt. Ex-Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee und Anna Fernstädt verpassten es in Südkorea knapp, die Medaillenbilanz noch auszubauen. Hermann wurde Fünfte, die Berchtesgadenerin Anna Fernstädt Sechste. Zwischen dem dritten und sechsten Platz betrug der Abstand nur 14 Hundertstelsekunden.

+++ 13.11 Uhr: Kuzmina gewinnt Biathlon-Massenstart - Dahlmeier abgeschlagen +++

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat bei den Winterspielen in Pyeongchang im vierten Rennen erstmals keine Medaille gewonnen. Nach ihren Erfolgen im Sprint und in der Verfolgung sowie Bronze im Einzel musste sich die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen im Massenstart mit Platz 16 begnügen. Die siebenmalige Weltmeisterin leistete sich im Rennen über 12,5 Kilometer zwei Schießfehler und hatte 1:47,1 Minuten Sekunden Rückstand auf die nun dreimalige Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei. Silber sicherte sich die Weißrussin Darja Domratschewa, Bronze ging an die Norwegerin Tiril Eckhoff. Beste deutsche Skijägerin war Denise Herrmann auf Platz elf direkt vor Franziska Preuß.

+++ 11.22 Uhr: Norwegen holt mit Damen-Langlaufstaffel Gold +++

Die deutschen Langlauf-Frauen haben bei den Spielen in Pyeongchang erstmals seit 1998 keine olympische Medaille in der Staffel geholt. In der Besetzung Stefanie Böhler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sandra Ringwald belegten die DSV-Frauen über 4 x 5 Kilometer am Samstag den sechsten Rang. Gold ging an die favorisierten Norwegerinnen, die von Schlussläuferin Marit Björgen auf der Zielgeraden zum Olympiasieg geführt wurden. Die 37-Jährige gewann damit als erste Frau bei Winterspielen sieben Mal Gold. Silber ging an die Schwedinnen um Skiathlon-Siegerin Charlotte Kalla. Bronze sicherten sich die olympischen Athletinnen aus Russland.

Schon die deutsche Startläuferin Böhler hatte knapp eine Minute verloren und damit die Chance auf Edelmetall vertan. "Ich war sehr nervös vor dem Rennen, weil ich gewusst habe, dass ich nicht auf meine Form vertrauen kann. Ich habe alles probiert, aber es sollte nicht sein. Es war nur Kampf. Das ist schade. Es tut mir leid", sagte die 36-Jährige, die 2006 und 2014 noch Staffel-Medaillen gewonnen hatte, in der ARD. Am Ende fehlten dem DSV-Team über eineinhalb Minuten auf die Spitzenteams.

+++ 9.45 Uhr: Sportbund zieht positive Halbzeitbilanz +++

Der Deutsche Olympische Sportbund hat eine sehr positive Halbzeitbilanz der Winterspiele von Pyeongchang gezogen. "Der Auftakt war in vielschichtiger Form ein gelungener, nicht nur im sportfachlichen Sinne, sondern auch im Hinblick auf die Stimmung können wir zufrieden zurückblicken", resümierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Samstag im Deutschen Haus. "Zufrieden heißt aber nicht selbstgefällig, sondern hochkonzentriert und mit gebotener Demut weiter zu machen."

Das Team Deutschland führte früh im Medaillenspiegel und konnte an den ersten sieben Wettkampftagen in 46 von 102 Entscheidungen 15 Edelplaketten (9 Gold/2 Silber/4 Bronze) holen. Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi waren es zum gleichen Zeitpunkt zwölf Medaillen, darunter sieben aus Gold. Wie der Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig sagte, sei man mit dem Pyeongchang-Zwischenstand auf dem Level von Vancouver 2010, wo die DOSB-Asse am Ende 30 Medaillen mit nach Hause nahmen.

Optimistisch ist der DOSB auch mit der Aussicht auf die zweite Olympia-Hälfte. "Die Mannschaft hat das Potenzial, sich jeden Tag am Kampf um die Medaillen zu beteiligen", prognostizierte Schimmelpfennig. "Vielleicht nicht immer mit dem Erfolg, den wir die ersten Tagen hatten. Es muss auch mal ein Ruhetag drin sein."

+++ 5.40 Uhr: Ledecka holt sensationell Gold im Super-G +++

Snowboard-Star Ester Ledecka aus Tschechien hat sensationell die olympische Goldmedaille im alpinen Super-G gewonnen. Die 22-Jährige triumphierte mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor der Österreicherin Anna Veith und Tina Weirather aus Liechtenstein. Viktoria Rebensburg wurde mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf eine Medaille Zehnte.

Ledecka hatte bislang im alpinen Weltcup Rang sieben als bestes Resultat eingefahren und besitzt auch im Parallel-Riesenslalom mit dem Snowboard noch die Chance auf einen Olympiasieg. US-Star Lindsey Vonn verpasste die Medaillenränge und wurde Sechste. Als zweite deutsche Starterin schied Kira Waidle aus.

Freitag, 16. Februar

+++ 15.20 Uhr: Doping-Kontrolleure bei Pechstein +++

Als Claudia Pechstein entkräftet das Eis verließ und plötzlich die Doping-Kontrolleure vor ihr standen, verlor Deutschlands Rekord-Winter-Olympionikin die Beherrschung. Wütend zerriss die Eisschnellläuferin das Formular für den Dopingtest. "Das kann doch nicht wahr sein. In diesem Moment mit dem Formular zu winken", echauffierte sich Pechstein. Kurz zuvor hatte sie ihre erhoffte zehnte Olympia-Medaille auf ihrer Paradestrecke über 5000 Meter bei den Winterspielen in Pyeongchang klar verpasst und mit großem Rückstand nur den achten Platz belegt.

Nachdem die Berlinerin wegen auffälliger Blutwerte bereits für zwei Jahre gesperrt worden war und einen langen Kampf gegen dieses Urteil geführt hatte, ist sie in Sachen Dopingkontrollen ohnehin besonders sensibel. Mit etwas Verspätung hatte sich ihr Groll gelegt und sie absolvierte nach der Mixed-Zone den Test wie vorgeschrieben.

Es war insgesamt nicht der Tag der fünfmaligen Olympiasiegerin, die Geschichte schreiben wollte. Doch im Alter von 45 Jahren und 359 Tagen misslang der Berlinerin das Vorhaben, als älteste Frau der Olympia-Geschichte eine Medaille in einer Einzel-Disziplin zu holen.

+++ 15.11 Uhr: Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verliert knapp gegen Schweden +++

Deutschlands Eishockey-Team hat beim Olympia-Comeback weiter Pech. Auch eine ganz starke Leistung reichte beim 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) am Freitag gegen Weltmeister Schweden in Pyeongchang nicht zur möglichen Überraschung. Im 14. Duell bei Winterspielen mit dem zweimaligen Olympiasieger blieb die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) somit erneut sieglos.

Die deutschen Angreifer scheiterten immer wieder auch bei besten Möglichkeiten am schwedischen Keeper Jhonas Enroth von Dinamo Minsk oder am Gehäuse. Dagegen schoss Viktor Stalberg (3. Minute) die Tre Kronors im zweiten Spiel zum zweiten Sieg. Deutschland hatte schon am Donnerstag das erste Spiel gegen Finnland deutlich 2:5 verloren, auch da aber einen beherzten Auftritt gegen den Olympiadritten von 2014 gezeigt. 

+++ 14.21 Uhr: Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling auf Goldkurs +++

Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling liegt auf Goldkurs. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von der RSG Hochsauerland übernahm zur Halbzeit der insgesamt vier Läufe im Olympic Sliding Centre die Führung. Vor den abschließenden zwei Finalläufen am Samstag schob sie sich im zweiten Durchgang von Rang zwei nach vorne und hat zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Österreicherin Janine Flock. Die drittplatzierte Britin Lizzy Yarnold hat eine Zehntelsekunde Rückstand auf Lölling. Die Berchtesgadenerin Anna Fernstädt liegt als Fünfte mit nur 0,30 Sekunden Rückstand ebenfalls noch aussichtsreich im Rennen. Ex-Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee fiel im zweiten Lauf auf Rang sechs zurück, hat aber ebenfalls noch Chancen auf Edelmetall.

+++ 13.05 Uhr: Claudia Pechstein verpasst eine Medaille +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat ihre erhoffte zehnte Olympia-Medaille bei den Winterspielen in Pyeongchang klar verpasst. Im Alter von 45 Jahren und 359 Tagen misslang der Berlinerin mit Platz acht über 5000 Meter am Freitag das Vorhaben, als älteste Frau der Olympia-Geschichte eine Medaille in einer Einzel-Disziplin zu holen.

In 7:05,43 Minuten musste sich Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin im Gangneung Oval deutlich geschlagen geben. Gold sicherte sich die niederländischen Newcomerin Esmee Visser (6:50,23). Es war in der siebten Eisschnelllauf-Entscheidung in Südkorea bereits der sechste Olympiasieg für die Niederländer. Silber ging an Martina Sablikova aus Tschechien (6:51,85), die ihren dritten Olympiasieg auf dieser Strecke in Serie verpasste. Bronze holte die Russin Natalia Woronina (6:53,98).

Pechstein begann bei der siebten Olympia-Teilnahme auf ihrer Paradestrecke zwar engagiert, konnte das enorm hohe Tempo aber nicht lange genug halten. Gegen Ende des Rennens verlor die fünfmalige Olympiasiegerin Runde um Runde viel Zeit.

Aljona Savchenko und Bruno Massot - macht das Goldpaar doch weiter

Goldpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot. Die Eiskunstlauf-Olympiasieger machen Hoffnung auf mehr.

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+++ 8.18 Uhr: Machen Aljona Savchenko und Bruno Massot weiter? "Das müssten wir wiederholen" +++

Da dachte man, nach dieser Sensationskür kann nichts mehr kommen, doch die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot lassen noch offen, ob sie ihre Karriere nach diesem Winter fortsetzen. "Ich weiß es nicht. Die Nacht war so kurz, dass man zum Nachdenken noch keine Zeit gehabt hat", sagte die 34 Jahre alte gebürtige Ukrainerin. Die Pläne für die Zukunft wollten sie nach den Winterspielen in Pyeongchang schmieden. "Wir lassen uns überraschen, was alles auf uns zukommt", meinte sie. Vielsagend ergänzte Savchenko: "Wir haben schon Spaß gemacht und gesagt: Das müssten wir wiederholen."

+++ 8.07 Uhr: Dario Cologna holt Gold für die Schweiz über 15 Kilometer Langlauf +++

Der Schweizer Dario Cologna hat sich Gold über die 15 Kilometer in der freien Technik gesichert und damit als erster Langläufer überhaupt dreimal in Serie auf der gleichen Strecke bei den Olympischen Spielen gewonnen. Bei dem Wettbewerb distanzierte der 31-Jährige seine Konkurrenz um mehr als 18 Sekunden und holte sich damit seine insgesamt vierte olympische Goldmedaille. Auch 2010 in Vancouver (freie Technik) und 2014 in Sotschi (klassische Technik) hatte sich Cologna über 15 Kilometer durchgesetzt. Silber ging an den Norweger Simen Krüger vor Denis Spizow, der als olympischer Athlet aus Russland Bronze gewann.

Ohne Chance auf einen Platz unter den besten Zehn blieben die deutschen Langläufer. Lucas Bögl lag in den Zwischenzeiten teilweise auf Kurs und schaffte am Ende einen ordentlichen 15. Rang.

+++ 7.46 Uhr: Mikaela Shiffrin krank? Lässt Teilnahme an Abfahrt offen +++

Dass US-Girl Mikaela Shiffrin eine Medaille im Slalom verpasst hat, ist eine der bisher größten Überraschungen in Pyeongchang. Sie galt als quasi unschlagbar. Inzwischen gehen Gerüchte um, die Amerikanerin könnte sich mit dem umgehenden Norovirus infiziert haben und sei deshalb so kraftlos aufgetreten. Ob sie am Mittwoch in der Abfahrt startet will nach den Trainingseinheiten entscheiden. "Entweder die Abfahrt oder die Kombination", antwortete die 22 Jahre alte Amerikanerin auf die Frage nach ihrem nächsten Rennen. Den Super-G am Samstag hat der US-Star somit offensichtlich gar nicht auf dem Zettel.

+++ 6.10 Uhr: Deutsche Slalom-Frauen so schlecht wie nie +++

Es läuft wenig zusammen bei den alpinen Skifahrern aus Deutschland. Thomas Dreßen und Viktoria Rebensburg verpassten die erhofften Medaillen. Von Edelmetall war bei den Slalom-Damen aus dem Team D nie die Rede, doch selbst diese geringen Erwartungen haben die Starterinnen noch unterboten. Sie fuhren ihr schlechtestes Slalom-Ergebnis der Olympia-Geschichte ein: Marina Wallner lag bei ihrem Olympia-Debüt nach 30 Starterinnen auf Platz 19. Lena Dürr und Christina Geiger schieden aus.

+++ 4.05 Uhr: Axel Jungk: "Krasser Ausgang" im Skeleton +++

Die deutschen Skeletonpiloten sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang klar an einer Medaille vorbeigefahren. Der WM-Zweite Axel Jungk aus Oberbärenburg, der Oberhofer Christopher Grotheer und Alexander Gassner aus Winterberg belegten die Plätze sieben, acht und neun. Olympiasieger wurde der Südkoreaner Yun Sung Bin. "Ein sehr emotionales Rennen, ich fand den Ausgang sehr krass, für Martins tut es mir besonders leid", kümmerte sich Jungk sogar noch um das Schiksal des fünfmaligen Weltmeisters Martins Dukurs aus Lettland, der vor dem Final-Durchgang auf Rang zwei lag, aber noch auf den vierten Platz abrutschte.

Donnerstag, 15. Februar

+++ 14.30 Uhr: Rodel-Team holt neuntes Gold für Deutschland +++

Die deutscher Rodler haben zum Abschluss ihrer Rennen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang erneut Gold im Teamwettbewerb gewonnen. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt wiederholten damit den Olympiasieg von Sotschi 2014, als der Wettbewerb seine Premiere feierte. Silber ging an Kanada, Bronze sicherte sich Österreich mit Einzel-Olympiasieger David Gleirscher.

Für die deutschen Rodler war es die sechste Medaille in Südkorea. Zuvor hatte Ludwig Bronze im Männer-Einzel geholt, bei den Frauen hatte es Gold für Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger gegeben. Im Doppelsitzer hatten Wendl/Arlt gesiegt, Dritte wurden Toni Eggert/Sascha Benecken. Deutschland ist damit wie in Sotschi die erfolgreichste Rodel-Nation. Damals hatten die deutschen Kufen-Asse sogar alle vier Goldmedaillen gewonnen.

Durch ihren Triumph mit der Staffel in Pyeongchang stiegen die Berchtesgadener Geisenberger und Wendl/Arlt mit vier Goldmedaillen zu den erfolgreichsten Olympioniken in ihrer Sportart auf und lösten den dreimaligen Olympiasieger Georg Hackl ab.

Das deutsche Quartett ging als letzte der 13 Staffeln in die Bahn des Olympic Sliding Centre. Die Kanadier hatten die Bestzeit vorgelegt. Diese unterboten die Deutschen um 0,355 Sekunden. Österreich musste sich überraschend mit Platz drei begnügen.

Deutsches Rodel-Team jubelt über die Goldmedaille bei Olympia 2018 in Pyeongchang

Nichts macht soviel Spaß wie das Jubeln im Team (v.li.): Tobias Arlt, Tobias Wendl (sitzend), Natalie Geisenberger (hinten, mit grauer Mütze) und Johannes Ludwig feiern ihre Goldmedaille in der Teamstaffel.

AFP

+++ 14.07 Uhr: Kanadier Ted-Jan Bloemen durchbricht goldene Holland-Serie im Eisschnelllauf +++

Für Patrick Beckert hat sich der Traum von der ersten Olympia-Medaille nicht erfüllt. Der 27 Jahre alte Erfurter landete im 10.000-Meter-Rennen der Eisschnellläufer in 13:01,94 Minuten auf dem siebten Platz. Ted-Jan Bloemen aus Kanada durchbrach derweil die holländische Siegesserie nach fünfmal Gold. Der Weltrekordler gewann in olympischer Rekordzeit von 12:39,77 Minuten. Der Niederländer Sven Kramer konnte die letzte Lücke in seiner Medaillensammlung nicht schließen und wurde nur Sechster. Sotschi-Olympiasieger Jorrit Bergsma aus dem Oranje-Team (12:41,99) holte Silber vor dem Italiener Nicola Tumolero (12:54,32). Der Inzeller Moritz Geisreiter war mit seiner Zeit von 13:06,35 Minuten nicht zufrieden, er wurde Neunter.

+++ 13.51 Uhr: Johannes Thingnes Bö holt Gold im Biathlon-Einzelrennen +++

Die deutschen Biathleten sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im sechsten Rennen erstmals ohne Medaille geblieben. Im Einzel belegte Erik Lesser am Donnerstag mit einem Schießfehler den neunten Platz und hatte nach 20 Kilometern 1:27,3 Minuten Rückstand auf Olympiasieger Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, der sich sogar zwei Strafminuten leisten konnte. Silber ging an den Slowenen Jakov Fak, Bronze an den ebenfalls fehlerfreien Österreicher Dominik Landertinger. Der Thüringer Lesser hatte 2014 in Sotschi noch Olympia-Silber in diesem Wettbewerb gewonnen.

+++ 11.57 Uhr: Lauras Botschaft nach Bronze-Rennen an ihre Fans: "Bin überglücklich!"

Einfach unglaublich! Drittes Rennen, dritte Medaille! 🥇🥇🥉 Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen! Dankeeeee 😃🎉 #bettertobefAst #ihrseiddiebesten #wennslaftdannlafts

Posted by Laura Dahlmeier on Donnerstag, 15. Februar 2018

+++ 10.35 Uhr: Laura Dahlmeier läuft zu Bronze im 15-Kilometer-Rennen +++

Biathlon-Königin Laura Dahlmeier hat bei den Olympischen Winterspielen im dritten Rennen ihre dritte Medaille gewonnen. Die siebenmalige Weltmeisterin holte im Einzel Bronze und wird immer mehr zu einem der großen Stars von Pyeongchang. Nach ihrem Doppelsieg in Sprint und Verfolgung musste sich die 24-Jährige nach einem Schießfehler über 15 Kilometer nur der fehlerfreien schwedischen Überraschungs-Olympiasiegerin Hanna Öberg und Anastasiya Kuzmina (2 Fehler) aus der Slowakei geschlagen geben. Vierte wurde die starke Bayerin Franziska Preuß, der ohne Strafminute nur 18,5 Sekunden zu Rang drei fehlten. Dem deutschen Olympiateam war das eine besondere Würdigung wert:

Vorerst verpasste Dahlmeier damit das historische Gold-Triple, allerdings hat die Garmisch-Partenkirchnerin noch drei weitere Chancen auf Medaillen. Dreimal Gold bei einem Olympia-Event waren zuvor nur Michael Greis 2006 in Turin und der Weißrussin Darja Domratschewa vor vier Jahren in Sotschi gelungen. Nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen ist noch besser. 2002 in Salt Lake City gewann er in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel Gold.

Nach ihrem Sieg in der Verfolgung hatte die von der Kälte ausgelaugte Dahlmeier noch einen Fernseh-Auftritt abgesagt. Doch davon und auch von der windbedingten Verschiebung von Mittwoch auf Donnerstag ließ sich die Ausnahmekönnerin nicht abbringen. Vor den Augen ihrer Eltern Susi und Andreas Dahlmeier startete sie stark in der Loipe, verfehlte jedoch gleich beim ersten Schießen eine Scheibe, anschließend agierte die junge Bayerin nervenstark und vermied am Schießstand weitere Strafminuten.

Als einzige der Favoritinnen hatte Dahlmeier zuvor die letzte Startgruppe gewählt und ging erst mit Nummer 80 ins Rennen. Sie und die Techniker hatten auf schneller werdende Bedingungen auf der Strecke spekuliert. Zudem wusste sie so, was die Konkurrenz abgeliefert hatte und konnte reagieren. Dauerrivalinnen wie Darja Domratschewa (4 Fehler) waren da längst im Ziel.

Nach ihrer historischen Rekordjagd vor einem Jahr bei der WM in Hochfilzen mit fünfmal Gold und einmal Silber ist Dahlmeier auf dem besten Weg, weitere Rekorde aufzustellen. Bei Großereignissen gewann sie nun bereits in 14 Rennen in Serie eine Medaille. Das ist bislang unerreicht.

+++ 9.29 Uhr: Enttäuschte Viktoria Rebensburg: "Leben geht weiter" +++

Nach der Hundertstel-Enttäuschung fand Viktoria Rebensburg nur langsam ihr Lächeln wieder und freute sich auf einen tröstenden Abend mit ihren Eltern. Die hauchdünn verpatzte Medaillenchance durch die Gold-Favoritin tat dem deutschen Alpinteam bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang so richtig weh. Wegen eines Fehlers im ersten Lauf verpasste sie als Vierte nicht nur die dritte Olympia-Medaille in ihrer Spezialdisziplin, sondern auch das wahrscheinlichste Edelmetall für die dezimierte deutsche Mannschaft. "Das ist das Leben und meins wird trotzdem weitergehen", sagte Rebensburg, ehe sie aus dem Zielbereich trottete.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Am Ende entscheiden Nuancen wer am Ende ganz oben steht und eine Medaille mit nach...

Posted by Viktoria Rebensburg on Donnerstag, 15. Februar 2018

+++ 8.31 Uhr: Abfahrtssieger Svindal über leere Ränge: "Pech für uns" +++

Aksel Lund Svindal hat nach seinem Olympiasieg in der Abfahrt die leeren Tribünen bei den Skirennen in Pyeongchang bedauert, zugleich aber auch Verständnis gezeigt. "Es ist komisch: Das sind die Olympischen Spiele und es sind so wenige Zuschauer da. Das ist ein bisschen traurig", sagte der Norweger. "Wenn wir dieses Rennen in Österreich, der Schweiz, Italien, Norwegen oder Schweden gehabt hätten, es wären 50.000 Leute da gewesen. In den USA vermutlich auch", erklärte er. "Aber in diesen Ländern würde auch keiner Shorttrack anschauen. Hier ist es voll. Olympia ist größer als alpines Skifahren. Und wenn das hier einfach nicht die große Nummer ist, dann ist das Pech für uns." Offiziell meldeten die Veranstalter rund 2000 Zuschauer im Jeongseon Alpine Centre.

+++ 8.25 Uhr: Norwegerin Haga siegt über 10 Kilometer Freistil - Zwei Bronzemedaillen +++

Die Norwegerin Ranghild Haga hat überraschend das Freistil-Rennen der Langläuferinnen über zehn Kilometer gewonnen. Es ist die erste Olympiamedaille für die 27-Jährige. Zweite wurde Charlotte Kalla aus Schweden, die vergangenen Samstag den Skiathlon gewonnen hatte, vor Margit Björgen aus Norwegen und Krista Pämäkoski aus Finnland, die zeitgleich auf den dritten Platz fuhren und beide eine Bronzemedaille bekommen. Björgen ist damit die erste Frau, die bei Winterspielen zwölf Medaillen gewinnen konnte. Die beste deutsche Fahrerin war Victoria Carl auf dem 19. Platz.

Kombinations-Olympiasieger Eric Frenzel freut sich über deutsche Medaillenflut bei Olympia 2018

Eric Frenzel freut sich über die Medaillenausbeute von Team D - Die Zahl der Goldmedaillen von Sotschi 2014 wurde schon jetzt eingestellt.

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+++ 7.40 Uhr: Fahnenträger Eric Frenzel jubelt über deutsche Medaillenflut +++

Es läuft richtig gut für Team D. Mit dem Goldmedaille von Aljona Savchenko und Bruno Massot hat die deutsche Olympiamannschaft schon die Anzahl der Olympiasiege von Sotschi 2014 erreicht. Fahnenträger Eric Frenzel ist über den starken Olympia-Beginn begeistert. "Wir freuen uns über die Medaillenflut, die wir haben", sagte der 29-jährige Oberwiesenthaler im Deutschen Haus von Pyeongchang. Mit seinem Olympiasieg in der Nordischen Kombination am Mittwoch hatte er zur üppigen deutschen Medaillenausbeute beigetragen. "Es ist sicherlich für alle Athleten beflügelend, wenn über die ganze Mannschaft verteilt so viele Medaillen erzielt werden", meinte Frenzel. "Das gibt einem selbst auch Aufschub", fügte er an. Deutschland führt mit derzeit acht Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen den Medaillenspiegel an - vor Norwegen, Niederlande und den USA mit je fünf Goldenen. Die Winterspiele laufen noch bis zum 25. Februar.

+++ 7.18 Uhr: Franzose Pierre Vaultier erneut Olympiasieger im Snowboard-Cross +++

Der Franzose Pierre Vaultier ist erneut Olympiasieger im Snowboardcross. Der Gold-Gewinner von Sotschi 2014 ließ am Donnerstag im Finale von Pyeongchang den Australier Jarryd Hughes und den Spanier Regino Hernandez hinter sich. Weltmeister Vaultier (30) war als Favorit in den Wettbewerb gegangen und fuhr im Endlauf einen sicheren Sieg ein. Dafür gab's Glückwünsche von prominenter Seite. Top-Biathlet Martin Fourcade ehrte Vaultier mit einem kurzen Tweet:

Die drei deutschen Starter Martin Nörl, Paul Berg und Konstantin Schad hatten das Finale verpasst.

Viktoria Rebensburg verpasst als Vierte die erhoffte Medaille im Riesenslalom

Schon nach dem ersten Durchgang bedient: Viktoria Rebensburg verspielte mit einem Fehler nicht nur Gold, sondern blieb sogar ohne Medaille.

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+++ 6.50 Uhr: Viktoria Rebensburg nur Vierte im Riesenslalom +++

Gold-Favoritin Viktoria Rebensburg hat bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang eine Medaille im Riesenslalom hauchdünn verpasst. Die beste deutsche Skirennfahrerin landete beim Sieg der Amerikanerin Mikaela Shiffrin auf Rang vier. Auf die drittplatzierte Federica Brignone aus Italien fehlten Rebensburg nur zwölf Hundertstelsekunden. Die 28-Jährige vergab die Chancen auf eine bessere Platzierung durch einen groben Fehler im ersten Lauf und konnte damit nach Gold 2010 und Bronze 2014 nun in ihrer Spezialdisziplin kein Edelmetall gewinnen. Shiffrin setzte sich vor Ragnhild Mowinckel aus Norwegen durch.

+++ 6.30 Uhr: Eishockey-Mannschaft startet mit Niederlage ins Turnier +++

Deutschlands Eishockey-Team hat in Pyeongchang ein glückloses Olympia-Comeback gegeben und das erste Vorrundenspiel deutlich mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1) gegen Finnland verloren. Münchens Brooks Macek (9. Minute) und Berlins Frank Hördler (42.) schossen die beiden deutschen Tore. Sami Lepisto (4.), Miko Pyorala (16.), Eeli Tolvanen (38.), Lasse Kukkonen (39.) und Joonas Kemppainen (53.) nutzten jedoch deutsche Fehler und Disziplinlosigkeiten mit gnadenloser Effizienz aus. Für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die sich nicht für Sotschi 2014 qualifiziert hatte, war es der erste Auftritt bei Olympia seit acht Jahren.

+++ 5.35 Uhr: Savchenko/Massot schaffen Sensation: Doch noch Gold im Eiskunstlauf +++

Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Im Paarlauf-Wettbewerb siegten die WM-Zweiten aus Oberstdorf am Donnerstag nach der Kür und sicherten sich damit den ersten deutschen Paarlauf-Olympiasieg seit 1952.

+++ 4.48 Uhr: Dreßen verpasst Medaille in der Abfahrt, Svindal siegt +++

Thomas Dreßen hat die erhoffte Medaille in der olympischen Abfahrt verpasst. Als Fünfter nach 30 Startern sorgte der Skirennfahrer aus Mittenwald am Donnerstag jedoch für das beste Winterspiele-Resultat eines deutschen Abfahrers seit 26 Jahren. Den Olympiasieg sicherte sich der Norweger Aksel Lund Svindal vor seinem Teamkollegen Kjetil Jansrud und dem Schweizer Favoriten Beat Feuz.

Mittwoch, 14. Februar

+++ 14.39 Uhr: Früherer Wada-Chef gegen Rehabilitierung der Russen bei Schlussfeier +++

Der Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), Richard Pound, hat sich dagegen ausgesprochen, dass die russischen Athleten bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele womöglich wieder mit ihrer Flagge und in ihrer Teamkleidung auftreten. "Persönlich kann ich das nicht akzeptieren", sagte der Kanadier im Interview des ZDF, "die Russen haben nichts eingeräumt, nichts anerkannt, sie haben sich aggressiv gezeigt und dauernd Beschwerde eingelegt gegen jede Entscheidung." Ihre Rehabilitierung zur Schlussfeier "wäre ein grober Fehler, das falsche Signal", sagte Pound, der auch IOC-Mitglied ist. DAS IOC hatte den russischen Athleten zuletzt in Aussicht gestellt, unter der Landesflagge an der Schlussfeier teilnehmen zu dürfen, so sie sich in Pyeongchang an alle ihnen gemachten Auflagen halten - vor allem das Verbot, die russische Flagge, die Hymne und jegliches NOK-Emblem zu nutzen.

Rodel-Doppelsitzer Jubel

Rodel-Könige: Tobias Wendl (l.) und Tobias Arlt (2.v.l.) gewannen Gold, Toni Eggert und Sascha Benecken (r.) holten Bronze

+++ 14.12 Uhr: Deutsche Rodel-Doppelsitzer feiern Gold und Bronze +++

Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang erneut Gold im Rodel-Doppelsitzer gewonnen. Die Bayern setzten sich am Mittwoch nach zwei Läufen im Olympic Sliding Centre gegen die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler durch. Bronze holten die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken aus Suhl. Wendl und Arlt hatten bereits 2014 in Sotschi triumphiert. Sie sind das dritte Paar nach Hans Rinn/Norbert Hahn (1976/1980) und den Österreichern Andreas Linger/Wolfgang Linger (2006/2010), das zweimal nacheinander Olympiasieger im Doppelsitzer wurde.

Die deutschen Rodler haben in den bisherigen Wettbewerben in Pyeongchang nach Bronze für Johannes Ludwig, Gold für Natalie Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger bereits fünf Medaillen geholt. Auch im Teamwettbewerb gelten die Deutschen als Favoriten. Wendl/Arlt hatten schon in Sotschi zur erfolgreichen Mannschaft gehört und können am Donnerstag ihre vierte Goldmedaille holen.

Der Erfolg von Wendl und Arlt kam etwas überraschend, galten doch die Thüringer Eggert und Benecken nach den Ergebnissen in dieser und der vorherigen Saison als die großen Favoriten. Das Paar aus Suhl gewann in dieser Zeit 19 von 25 Weltcup-Rennen, wurde Weltmeister 2017, Europameister und deutscher Meister 2018. Und auch in den beiden Trainingsläufen am Dienstag hatten Eggert und Benecken, der am Renntag seinen 28. Geburtstag feierte, jeweils Bestzeit gefahren. Wendl und Arlt waren im zweiten Durchgang gestürzt.

Doch als es ernst wurde, waren die beiden Berchtesgadener da. Im ersten Lauf fuhren sie Bestzeit und setzten sich mit einem Vorsprung von 0,071 Sekunden vor Penz und Fischler an die Spitze. Eggert und Benecken folgten mit einem Rückstand von 0,111 Sekunden auf ihre deutschen Rivalen auf dem Bronzerang. Im entscheidenden Durchgang reichte es trotz eines kleinen Fehlers kurz vor dem Ziel zum Sieg für Wendl und Arlt.

+++ 12.22 Uhr: Wieder Gold für Holland im Eisschnelllauf +++

Über 1000 Meter der Frauen hat sich die Erfolgsgeschichte der niederländischen Eisschnellläufer fortgesetzt. Diesmal war es Jorien ter Mors, die in einer Zeit von 1:13,56 zu Gold fuhr. Sie holte damit den fünften Olympiasieg für unser Nachbarland. Silber und Bronze gingen nach Japan - an Nao Kodaira und Miho Takagi. Die niederländische Eisschnelllauf-Ikone Ireen Wüst landete auf dem neunten Platz.

+++ 11.26 Uhr: Lindsey Vonn sucht Valentinstag-Date auf Twitter +++

Man sollte meinen, dass es für attraktive Skirennläuferin ein Leichtes sein sollte, eine Begleitung zum Valentinstag zu finden. Erst recht, wenn man Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin ist wie Lindsey Vonn aus den USA. Aber Pustekuchen, Vonn postete gerade auf Twitter eine Art Hilferuf. "Oh, es ist Valentinstag. Ich hab's fast verschwitzt, weil ich bei Olympia bin und außerdem Single. Gibt's jemand anderen da draußen, der allein ist und mein Valentinstag-Date sein möchte?"

Klar, dass die ersten Reaktionen nicht lange auf sich warten ließen. "Ich wage zu vermuten, dass das auf fruchtbaren Boden stößt", twitterte jemand. Ein anderer postete ein Foto, dass Vonn zeigt, wie sie jemandem einen Kuss gibt. Und Twitter-User John Randall wandelte sogar einen Poesiealbum-Vers um: "Roses are red. Medals are gold. I'd get down one knee, but I'm way to old."

 Wir wagen einfach mal zu behaupten, dass Vonn den Abend in Pyeongchang schon nicht allein verbringen wird.

Gold-Jubel nach durchwachsener Saison: Kombinierer Eric Frenzel siegt bei Olympia 2018 in Pyeongchang

Gold-Jubel nach durchwachsener Saison: Kombinierer Eric Frenzel verteidigt in Pyeongchang seinen Olympia-Sieg von Sotschi.

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+++ 10.25 Uhr: Kombinierer Eric Frenzel holt sechstes Gold für Deutschland +++ 

Beim Wind-Chaos von Pyeongchang hat sich Eric Frenzel pünktlich zu den Olympischen Winterspielen eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach einer verkorksten Saison stürmte der Sotschi-Olympiasieger zur Goldmedaille in der Nordischen Kombination und besserte seine beachtliche Erfolgsbilanz weiter auf. Frenzel siegte nach dem Springen von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Langlauf vor dem Japaner Akito Watabe und dem Österreicher Lukas Klapfer. Damit holte sich Deutschlands Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier seine insgesamt vierte Olympia-Medaille.

Die Entscheidung fiel auf dem letzten Kilometer, als Frenzel im Alpensia Nordic Park aus einer vierköpfigen Spitzengruppe attackierte und unwiderstehlich zu Gold fuhr. Nach einer Saison mit vielen Misserfolgen und Zweifeln hatte an eine Medaille des 29-Jährigen aus Oberwiesenthal kaum einer geglaubt. Nur einen Einzel-Weltcup hatte Frenzel in dieser Saison gewonnen. Viel zu wenig für den Erfolgsgaranten, der jeweils fünfmal Weltmeister und Gesamtweltcupsieger wurde.

Doch in Pyeongchang war er wieder ganz der Alte. Schon beim Springen brachte er sich mit Platz fünf in eine hervorragende Ausgangsposition. Ausgerechnet das Springen, seinem großen Problembereich in dieser Saison. Fieberhaft hatte er in den letzten Wochen nach den Ursachen gesucht - und gefunden. Er fand sie in verklebten Muskelgruppen, die ihn in der Anfahrtshocke behinderten, und im Materialbereich. In Pyeongchang reichte es zu einem guten Satz auf 106,5 Meter, womit er nur 36 Sekunden Rückstand auf den besten Springer Franz-Josef Rehrl aus Österreich besaß.

Andere Medaillenanwärter hatten weniger Glück mit dem Wind. Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek etwa, der nach Platz elf im Springen vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe stand. Oder Teamkollege Fabian Rießle und der Norweger Jan Schmid, die bei wechselnden Winden überhaupt keine Chance hatten, in die Spitze zu springen. "Gefährlich war es nicht, aber es war halt Lotterie. Letztendlich hat der Wind entschieden, wer die Möglichkeit hat, eine Medaille zu gewinnen oder nicht", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Immerhin kam Frenzel durch und bescherte Weinbuch die 45. Medaille bei WM und Olympia.

Der Oberstdorfer Rydzek, der trotz einer Hypothek von 1:26 Minuten noch alles versucht hatte, lief auf einen guten fünften Platz. Rießle (Breitnau) wurde Siebter, Vinzenz Geiger (Oberstdorf) landete auf Rang neun.

+++ 9.15 Uhr: Aufenthalt der Cheerleader aus Nordkorea kostet Südkorea Millionen +++

Südkorea zahlt für den Besuch hunderter von Cheerleadern und Mitgliedern anderer Gruppen aus Nordkorea während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Es geht nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul um Kosten in Höhe von knapp 2,9 Milliarden Won (etwa 2,2 Millionen Euro). Das zuständige Gremium zur Förderung des bilateralen Austausches habe den Plänen zugestimmt, dass das Geld aus dem staatlichen Budget für die innerkoreanische Zusammenarbeit komme, teilte das Ministerium mit.

Nach langer Funkstille zwischen beiden Ländern hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu Beginn des Jahres zu erkennen gegeben, sich Südkorea wieder annähern zu wollen. Beide Länder hatten sich später auf die Entsendung von 22 nordkoreanischen Sportlern zu den Spielen geeinigt - eingeschlossen zwölf Eishockeyspielerinnen für eine gemeinsame Korea-Mannschaft.

Auch schickte die kommunistische Regierung in Nordkorea eine Jubelgruppe mit mehr als 200 Cheerleadern und Mitgliedern einer Marschkappelle sowie für das Rahmenprogramm der Spiele ein großes Orchester und Taekwondo-Kämpfer für einige Demonstrationsveranstaltungen. Die Kosten für die Teilnahme der nordkoreanischen Athleten übernimmt das Internationale Olympische Komitee.

+++ 8.57 Uhr: Olympiapark in Gangneung wegen Wind komplett geschlossen +++

Die starken Winde in der Olympia-Stadt Gangneung an der Ostküste Südkoreas machen nicht nur den Organisatoren der Winterspiele, sondern auch den örtlichen Behörden zu schaffen. "Alle Aktivitäten im Olympia-Park wurden aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt", sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. Etwaige Wettbewerbe in den Eis-Arenen seien nicht betroffen.

Die Menschen, die sich im Freien im Olympia-Park für die Eis-Wettbewerbe aufhielten, wurden aufgerufen, sich in Gebäude zu begeben. Der Zugang zum Park für die Öffentlichkeit war vorerst nicht mehr möglich. Zeitweise wurden in der Küstenstadt Windgeschwindigkeiten von 8,7 Metern pro Sekunde gemessen. Die Behörden gaben per SMS Windalarm heraus.

Wegen Windschäden am Dach wurde nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap der zeltartige Olympia-Souvenirladen im Park vorübergehend geschlossen. Auch einige Zelte für die Medien wurden geschlossen. 

+++ 8.34 Uhr: Zuviel Wind - Biathlon mit Laura Dahlmeier verlegt +++

Die zweimalige Olympiasiegerin Laura Dahlmeier muss auf ihren nächsten Einsatz warten. Wegen anhaltend starker Winde wurde das Einzelrennen der Biathlon-Damen abgesagt und auf Donnerstag verschoben. Damit kommt es am sechsten Olympia-Tag zu einem Biathlon-Doppel. Um 9.15 Uhr MEZ kämpfen zunächst die Skijägerinnen um die Medaillen, die Männer gehen um 12.30 Uhr MEZ in die Loipe.

+++ 5.51 Uhr: Savchenko/Massot müssen um eine Medaille bangen +++

Eigentlich war es die Mission Gold, vor allem für Aljona Savchenko. Doch die größte deutsche Medaillenhoffnung im Eiskunstlauf ist bereits dahin. Tatsächlich müssen Savchenko und ihr Partner Bruno Massot sogar fürchten, Edelmetall komplett zu verpassen. In ihrer schmissigen Kurzkür zum Lindy Hop "That Man" fehlte Massot beim dreifachen Salchow eine Umdrehung. "Es war ein Fehler, da kann man nix machen", sagte die 34-jährige Savchenko. "Klar ist die Enttäuschung da. Aber wir versuchen in der Kür das Beste, vielleicht schreiben wir Geschichte." Die WM-Zweiten aus Oberstdorf liegen mit 76,59 Punkten auf dem vierten Platz. Die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China (82,39) führen vor der Kür am Donnerstag (02.30 Uhr MEZ) in der Gangneung Eisarena vor den russischen Europameistern Jewgenija Tarassowa/Wladimir Morosow (81,68) und Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada/76,82). An den Rekord von 84,17 Punkten der russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow in Sotschi 2014 kam kein Paar heran.

mod/wue/tis/fri/vit/DPA/AFP