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Kanadische Athletin Medaillengewinnerin Penny Oleksiak kritisiert eine frühere Lehrerin scharf

Schwimmerin Penny Oleksiak freut sich über ihre Medaille
Schwimmerin Penny Oleksiak freut sich über ihre Medaille
© Sergei Bobylev / Picture Alliance
Sie gewinnt im Schwimmen Preise und Medaillen, seit sie 14 ist, trotzdem wollte eine Lehrerin ihr ausreden, den Leistungssport weiter zu verfolgen. Nun gewann Penny Oleksiak gleich drei Medaillen in Tokio – und konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.

Penny Oleksiak ist die wohl erfolgreichste Schwimmerin Kanadas: Bei den Olympischen Spielen in Tokio gewann sie gerade eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Ein grandioser Erfolg für die 21-Jährige – aber einer, der sie auch bitter an ihre Schulzeit zurückdenken ließ. Denn, wie sie auf Twitter berichtete, wurde sie nicht von all ihren Lehrern bei ihrem Weg in den Profisport unterstützt.

"Ich habe gerade 'Kanadische Schwimmerin mit den meisten Auszeichnungen' gegoogelt und meinen Namen angezeigt bekommen", schrieb die Athletin bei Twitter. "Ich möchte der Lehrerin an meinem Gymnasium danken, die mir gesagt hat, ich solle mit dem Schwimmen aufhören und mich auf die Schule konzentrieren, weil das Schwimmen für mich nirgendwo hinführen würde. So entstehen Träume!" Penny Oleksiak hatte die Monarch Park Collegiate High School in Toronto besucht.

Schon mit 14 bewies Oleksiak ihr großes Talent

Dabei hätte die nicht namentlich genannte Lehrerin schon damals ahnen können, dass Oleksiak es mit dem Profisport ernst meint. Sie schwimmt, seit sie neun Jahre alt ist, mit 14 gewann sie zehn Medaillen bei den Juniorenmeisterschaften, mit 16 gewann sie vier Medaillen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. So jemanden aufzufordern, den Leistungssport aufzugeben, weil er zu keinem beruflichen Erfolg führen würde – das ist schon eine starke Nummer.

Auf Twitter erhielt Oleksiak für diesen bissigen Kommentar überwältigende 120.000 Likes – ganz offenbar kennen auch viele andere Menschen das Gefühl, dass ihnen an der Schule ihre Träume klein- oder ganz ausgeredet wurden. "Das muss dieselbe Lehrerin gewesen sein, die mich nicht beim Sportunterricht mitmachen ließ", antwortete etwa die Kanu-Athletin Erica Scarff auf den Tweet. "Danach war ich bei den Paralympics dabei. Du bist super, Penny!" Jemand anders schreibt ihr: "Ganz sicher musstest du auf deinem einzigartigen Weg noch viel größere Hürden überwinden, als solche Leute, die nicht so fest an dich glauben konnten wie du selbst. Die waren bestimmt schwieriger zu überwinden, aber nicht unbedingt bedeutsamer. Ich bin so froh, dass du es durchgezogen hast und nun eine ganze Nation inspirierst!"

Manche Kritiker fühlen sich persönlich angegriffen

Doch viele Menschen reagieren auch fast beleidigt auf den Seitenhieb der Ausnahmesportlerin. Sie verteidigen die unbekannte Lehrerin und merken an, dass zwar viele Jugendliche vom Profisport und den Olympischen Spielen träumen, es aber nicht bei allen klappt, weshalb eine gute Schulausbildung eben doch wichtig sei.

"Diese Spitze ist unnötig, weil Lehrer nicht alles über außerschulische Aktivitäten ihrer Schüler wissen können. Der Beruf eines Lehrers hat viele Facetten, aber die akademische Ausbildung steht dabei eben ganz oben", schreibt etwa ein Mann. Ein anderer Nutzer kritisiert: "Du bist definitiv eine der Glücklichen, die hart gearbeitet haben und so ihr Ziel erreichen konnten. Aber sich über diese Lehrerin erheben, die selbstlos und in guter Absicht ihre Meinung über deine Zukunft geäußert hat, wirft kein gutes Licht auf dich." Es ist allerdings davon auszugehen, dass eine mehrfache Olympia-Medaillengewinnerin wie Penny Oleksiak über solcher Kritik steht, die auch ein bisschen Neid und Missgunst zu tönen scheinen – das hat sie ja bereits damit bewiesen, dass sie sich von ihrer damaligen Lehrerin nicht entmutigen ließ.

Quellen:  Twitter"The Independent"

wt

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