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Kuriose Szene Slapstick beim Startschuss: TV-Boot versperrt Olympia-Triathleten den Weg

Olympia: Start des Triathlonrennens der Männer
Während im Hintergrund der Großteil des Starterfelds ins Wasser springt, versperrt ein TV-Boot den anderen Athleten den Weg
© Adam Pretty / Getty Images
Das gab es im Triathlon so noch nie: Im Olympiarennen der Männer wurde rund ein Drittel der Athleten beim Start von einem Boot blockiert. Während die Konkurrenz wie wild lospreschte, konnten sie dem Geschehen zunächst nur ungläubig hinterherschauen.

Fehlstarts kommen auch beim Triathlon hin und wieder vor. Seit der Nacht auf Montag ist die Ausdauersportart aus Schwimmen, Radfahren und Laufen diesbezüglich jedoch um eine neue, ziemlich kuriose Variante reicher. Es waren nämlich nicht die Sportler, die den Schwimmauftakt im Odaiba Marine Park von Tokio unfair gestalteten, sondern ein Kameraboot.

Dieses stand etwa einem Drittel des 56-köpfigen Starterfelds im olympischen Männerrennen mitten im Weg, als der Startschuss fiel. Während ihre Konkurrenten also ins Wasser sprangen und sofort wie die Feuerwehr loslegten, blieb den "Blockierten" nichts anderes übrig, als dem Geschehen ungläubig hinterherzuschauen. Ein vom Sportsender Eurosport auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt die ungewöhnliche Szene: 

Jetskis stoppen enteilte Triathleten

Die Aufregung war entsprechend groß – zumal es einige Zeit dauerte, bis es den Rennoffiziellen gelang, die losgepreschten Sportler zu stoppen, die entsprechende Warntöne offensichtlich überhörten und erst nach etwa 100 Metern von Booten und zwei Jetskis gestoppt werden konnten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Sie alle mussten zurück zum Startponton, wo der zweite Anlauf wenige Minuten später dann auch reibungslos funktionierte.

Olympia: Start des Triathlonrennens der Männer
Alle zurück an Land: Der Deutsche Jonas Schomburg (Startnummer 4) und der spätere Sieger Kristian Blummenfelt (r.) aus Norwegen klettern zurück auf den Startponton
© Sebastian Gollnow / DPA

Der spätere Sieger Kristian Blummenfelt aus Norwegen nahm den Fauxpas im Anschluss an das Rennen gelassen. Er habe sich schon über das Boot gewundert, gab der 27-Jährige nach dem Rennen zu. Die Meter im Wasser betrachtete er als "zusätzliches Warm-up". Auch Bronzemedaillengewinner Hayden Wilde versuchte der Situation etwas Positives abzugewinnen. "Es war eigentlich ganz gut, die Arme nach 25 Minuten Herumhängen vor dem Start etwas anzuspannen", so der junge Neuseeländer.

Tritt unter Wasser: Australier bricht sich die Nase

Für den Australier Jake Birtwhistle indes hatte der erste Kurzausflug ins Wasser schmerzhafte Folgen: Er bekam laut Reuters einen Tritt ins Gesicht und erlitt so einen Nasenbruch. Umso beeindruckender, dass er das Rennen dennoch auf dem 16. Platz beenden konnte.

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Die beiden deutschen Starter Jonas Schomburg und Justus Nieschlag erlebten unterdessen einen gebrauchten Tag. Schomburg, dessen Wettkampf vielversprechend begonnen hatte, verlor nach einem Defekt des Österreichers Alois Knabl nach etwa 20 der 40 Radkilometer den Anschluss ans Hauptfeld und kam letztlich auf Platz 38 ins Ziel. Nieschlag musste sich mit Rang 40 begnügen.

Quelle:Reuters / Twitter

mod

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