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Olympia kompakt Überraschung bei den Schwimmern: Mühlleitner Vorlaufschnellster im Freistil

Henning Mühlleitner als erster deutscher Schwimmer im Finale
Persönliche Bestleistung: Henning Mühlleitner hängte über 400 Meter Freistil die Konkurrenz ab.
© Michael Kappeler/ / Picture Alliance
Tennis-Doppel Zverev/Struff im Achtelfinale +++ Hockey-Herren holen Sieg gegen Kanada +++ Ruder-Achter im Finale +++ Judoka verweigert Kampf gegen Israeli und wird disqualifiziert  +++ Olympia-News im Überblick

Alle Ergebnisse, Wettkämpfe und Statistiken der Olympischen Spiele in Tokio finden Sie im stern-Live-Center

18 Tage Olympische Spiele in Tokio, 18 Tage voller sportlicher Höchstleistungen, glücklicher und tragischer Momente, kurioser Ereignisse und abseitiger Begebenheiten. Olympia-News aller Art im Überblick: 

24. Juli: Schwimmer Mühlleitner überrascht als Vorlaufschnellster 

Henning Mühlleitner hat als erster deutscher Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Tokio überraschend als Vorlaufschnellster das Finale erreicht. Der Sportler aus Neckarsulm schlug am Samstag im Vorlauf über 400 Meter Freistil in klarer persönlicher Bestzeit von 3:43,67 Minuten an. Lukas Märtens (Magdeburg) verpasste den Endlauf als Zwölfter. Das Finale über die Strecke, auf der Paul Biedermann immer noch den Weltrekord hält, findet in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag statt.

24. Juli: Achtelfinale für Tennis-Doppel Zverev/Struff

Alexander Zverev ist im Doppel-Wettbewerb ein erfolgreicher Start bei den Olympischen Spielen in Tokio gelungen. Der beste deutsche Tennisspieler gewann am Samstag mit Jan-Lennard Struff etwas überraschend gegen die an fünf gesetzte polnische Paarung Hubert Hurkacz und Lukasz Kubot 6:2, 7:6 (7:5). Nächste Gegner des deutschen Duos sind die Franzosen Jeremy Chardy/Gael Monfils. Damit haben beide deutschen Herren-Doppel bei den Sommerspielen in der japanischen Hauptstadt den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Kevin Krawietz und Tim Pütz hatten zuvor die Argentinier Facundo Bagnis und Diego Schwartzman mit 6:2, 6:1 abgefertigt. Im Damen-Doppel endete der Wettbewerb dagegen für die einzige deutsche Paarung nach der ersten Runde. Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund zogen gegen das russische Duo Veronika Kudermetowa/Jelena Wesnina mit 2:6, 5:7 den Kürzeren.

24. Juli: Hockey-Herren holen Sieg gegen Kanada

Die deutschen Hockey-Herren sind wie erwartet erfolgreich in das Olympia-Turnier in Tokio gestartet. Gegen Kanada setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi am Samstag sicher mit 7:1 (4:1) durch und fuhr damit einen Pflichtsieg ein. Lukas Windfeder und Christopher Rühr (beide 2) sowie Martin Häner, Niklas Bosserhoff und Mats Grambusch (alle 1) erzielten die Tore für die klar überlegene DHB-Auswahl, die am Montag im zweiten Gruppenspiel gegen Weltmeister Belgien allerdings deutlich mehr gefordert werden wird.

24. Juli: Schachmann schafft es beim Straßenradrennen nur auf Platz zehn

Nach dem Corona-Schock im deutschen Team blieb Maximilian Schachmann beim Schlagabtausch am Mount Fuji das Happy End verwehrt, stattdessen raste der Tour-Dritte Richard Carapaz zur olympischen Goldmedaille. Beim brutalen Straßenradrennen über 234 Kilometer und fast 5000 Höhenmetern sowie Temperaturen von über 30 Grad musste sich der gebürtige Berliner trotz einer kämpferischen Vorstellung mit dem zehnten Platz begnügen. Den Sieg holte sich der Mann aus Ecuador vor dem belgischen Alleskönner Wout van Aert und dem slowenischen Tour-Champion Tadej Pogacar.

24. Juli: Zehnkämpfer sieht deutschen Corona-Fall als Warnung für alle

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul bewertet den Corona-Fall des deutschen Radsportlers Simon Geschke bei Olympia in Tokio auch als Warnung vor der Durchlässigkeit einer Kontaktblase. "Es verdeutlicht noch einmal mehr, dass wir auch in dem olympischen Dorf sehr darauf aufpassen müssen, mit wem wir uns treffen, mit wem wir uns zusammen aufhalten, und diese Kontakte möglichst minimieren müssen", sagte der 23-jährige Mainzer der Deutschen Presse-Agentur auf seinem Flug nach Tokio. Der Fall zeige auch, "dass so eine Blase nicht immer komplett funktioniert. Wir müssen natürlich hoffen, dass es nicht mehr wird." Kaul verwies auf seiner Anreise zugleich darauf, dass er noch keinen genauen Einblick aus erster Hand in das Hygienekonzept vor Ort habe. In Geschke hatte die deutsche Olympia-Mannschaft am Abend der Eröffnungsfeier der Sommerspiele ihren ersten Corona-Fall. Der 35-Jährige ist nach seinem positiven Befund in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen.

24. Juli: Deutsche Gold-Ambitionen: Achter direkt im Finale

Der Deutschland-Achter hat seine Gold-Ambitionen mit dem direkten Finaleinzug bei den Olympischen Spielen untermauert und wie die anderen deutschen Boote am zweiten Renntag in Tokio überzeugt. Das Paradeboot des Deutschen Ruder-Verbandes zog am Samstag bei erneut drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit auf den letzten Metern des Vorlaufs auf dem Sea Forest Waterway noch an den lange führenden US-Ruderern vorbei. Sie sicherten sich so Platz eins. "Man muss schon auf sehr hohem Niveau und in guter Verfassung sein, um so ein Ding abzufackeln, wie wir das heute gemacht haben. Das war sicherlich eine sehr, sehr gute Leistung", sagte Trainer Uwe Bender.

24. Juli: Judoka bei Olympia verweigert Kampf gegen Israeli und wird disqualifiziert

Der algerische Judoka Fethi Nurine muss die Olympischen Spiele vorzeitig verlassen, nachdem er einen Kampf gegen einen israelischen Athleten verweigert hat. Das algerische Olympische Komitee erkannte Nurine und seinem Trainer Benichlef am Samstag die Akkreditierung ab und ordnete ihre Rückreise an. Die Internationale Judo-Föderation teilte mit, Nurines Verhalten stehe "im totalen Gegensatz zur Philosophie" des Verbandes. 

Nurine hatte am Donnerstagabend einem algerischen Fernsehsender gesagt, er könne wegen seiner politischen Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt nicht gegen einen Israeli antreten. Nurine war bereits 2019 von der Judo-Weltmeisterschaft disqualifiziert worden, weil er den Kampf gegen einen israelischen Sportler verweigert hatte. 

24. Juli: Badminton-Mixed: Knappe Niederlage gegen Favoriten aus China

Das deutsche Badminton-Mixed Isabel Herttrich und Mark Lamsfuß ist mit einer knappen Zweisatzniederlage ins olympische Turnier gestartet. Gegen die an Position zwei gesetzten Chinesen Huang Dong Ping und Wang Yi Lyu verlor das Duo mit 22:24, 17:21. Im ersten Durchgang hatten die Deutschen einen Satzball vergeben. "Wir waren auf einem sehr hohen Level. Es ist schade, dass wir die Chance nicht nutzen konnten", sagte Lamsfuß nach der Partie. Er sei im ersten Satz etwas nervös gewesen. Lamsfuß nimmt genau wie Isabel Herttrich erstmals an Olympischen Spiele teil.

24. Juli: Deutsche Säbelfechter enttäuschen: Auch Hartung und Szabo draußen

Die deutschen Säbelfechter um Athletensprecher Max Hartung haben die erhoffte Einzelmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio verpasst. Hartung unterlag im Achtelfinale dem Iraner Ali Pakdaman in der Makuhari Messe-Halle B am Samstag mit 9:15. Sein Teamkollege Matyas Szabo verlor in der Runde der letzten 16 mit 13:15 gegen den Russen Kamil Ibragimow. Dieser hatte im Sechzehntelfinale zuvor schon den dritten deutschen Starter, Benedikt Wagner, besiegt.

24. Juli: Tischtennis-Duo Solja und Franziska im Viertelfinale gegen Japan

Das Duo Petrissa Solja und Patrick Franziska hat dem deutschen Tischtennis-Team einen erfolgreichen Start in die Olympischen Spiele in Tokio beschert. Bei der Olympia-Premiere des Mixed-Team-Wettbewerbs erreichten die 27-jährige Berlinerin und der 29-Jährige aus Saarbrücken ohne größere Probleme das Viertelfinale. Gegen die Kubaner Daniela Fonseca und Jorge Campos setzte sich das Duo am Samstag im Achtelfinale in Tokio mit 4:0 durch. Es war der erste Auftritt für das deutsche Tischtennis-Team bei den Spielen. Im Viertelfinale spielt das deutsche Team nun am Sonntag gegen Mitfavorit Japan um seine Medaillen-Chance.

23. Juli: Prothesen-Weitspringer Rehm darf nicht bei Olympia starten

Prothesen-Weitspringer Markus Rehm darf nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Dies hat der Internationale Sportgerichtshof (Cas) entschieden, wie Rehms Berateragentur mitteilte. Damit scheiterte der 32 Jahre alte dreifache Paralympics-Gewinner mit seinem Versuch, bei den Sommerspielen der Nichtbehinderten zu starten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte Rehm dem Deutschen Olympischen Sportbund zur Nominierung für die Teilnahme an den Spielen in gesonderter Wertung vorgeschlagen.

23. Juli: Erster Coronafall im deutschen Olympia-Team – Radsportler positiv

Im deutschen Olympia-Team in Tokio gibt es einen ersten Coronafall. Der Radsportler Simon Geschke sei positiv auf das Virus getestet worden und werde daher nicht am Straßenrennen am Samstag teilnehmen können, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Eröffnungstag der Spiele mit.

23. Juli: Beachvolleyballer Ludwig/Kozuch haben schon einen Sieg in der Tasche

Die deutschen Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben einen Sieg in der Vorrunde bereits sicher und müssen nur zu zwei Partien antreten. Das tschechische Duo Barbora Hermannova/Marketa Slukova kann wegen des positiven Corona-Tests bei Slukova nicht teilnehmen und bekommt alle Partien mit einem "DNS" für "Did not start" (nicht angetreten) gewertet. Das teilten die Organisatoren des olympischen Beachvolleyball-Turniers mit. Die Partie Ludwig/Kozuch gegen Hermannova/Slukova wäre die letzte Vorrundenpartie in Gruppe F am 28. Juli gewesen. Bei einem Einzug ins Achtelfinale hätte das deutsche Duo also eine lange Pause.

Ludwig zeigte viel Mitgefühl. "Das ist einfach nur traurig. Wir kennen die sehr, sehr gut, das sind sehr gute Trainingspartner. Ich kriege jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke", sagte sie. "Dass man die ganze Saison so gut durchhält, man sich an alles hält und alles macht dafür, dass man bei Olympia dabei ist, ein Jahr dran hängt, und dann dieses Unglück hat. Das wünsche ich keinem."

23. Juli: Kurz vor Eröffnung schon mehr als 100 Corona-Fälle bei Olympia

Kurz vor der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle im Zusammenhang mit Olympia veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee in seinem Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee aber nicht genannt.  

22. Juli: Ludwig und Hausding führen als Fahenträger deutsches Olympiateam bei Eröffnungsfeier an

Laura Ludwig und Patrick Hausding werden das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungszeremonie am Freitag als Fahnenträger ins Kasumigaoka National Stadium in Tokio führen. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin und der Wassersprung-Rekordeuropameister erhielten die meisten Stimmen bei der vom Deutschen Olympischen Sportbund durchgeführten Wahl.

22. Juli: Kreativdirekter der Eröffnungsfeier einen Tag vor Zeremonie gefeuert

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio ist deren künstlerischer Leiter gefeuert worden. Show-Direktor Kentaro Kobayashi stolperte über einen alten Sketch, in dem er sich über den Holocaust lustig gemacht hatte, wie die Organisatoren der Spiele erklärten. Es habe sich herausgestellt, dass Kobayashi bei einem früheren Auftritt Wörter genutzt habe, "die sich über eine tragische geschichtliche Tatsache lustig gemacht haben", sagte Olympia-Cheforganisatorin Seiko Hashimoto. Das Organisationskomitee habe deshalb entschieden, ihn von seinem Posten zu entbinden. Zuvor hatten bereits andere Olympia-Macher ihren Hut nehmen müssen.

21. Juli: Totalschaden an Olympia-Boot des deutschen Viererkajaks 

Ein Totalschaden an ihrem Viererkajak auf der Reise nach Tokio hat die deutsche K4-Crew um Routinier Ronald Rauhe kurz vor den Olympischen Spielen geschockt. Das Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) wurde beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt und schwer beschädigt, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Gabelzinken haben den K4 demnach so unglücklich getroffen und demoliert, "dass ein Totalschaden entstanden ist." Bereits an diesem Donnerstag soll ein Ersatzboot für Max Rendschmidt, Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke nach Japan auf die Reise gehen.

"Der Trainer und wir waren erst einmal ziemlich aufgelöst. Das Besondere ist, dass es dieses Boot mit dieser Bauweise auf der ganzen Welt nur zweimal gibt", erklärte Liebscher. "Eins ist jetzt zerstört, das andere haben wir aktuell bei der Vorbereitung in Duisburg genutzt. Dieses Boot muss jetzt schnellstmöglich nach Tokio", sagte Liebscher.

21. Juli: IOC vergibt Olympia 2032 an Brisbane

Brisbane ist Gastgeber der Olympischen Spiele 2032. Die Metropole im australischen Bundesstaat Queensland erhielt von der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Tokio den Zuschlag für die Sommerspiele in elf Jahren. Brisbane war im Rahmen eines neuen Vergabeverfahrens vom IOC zum "bevorzugten Bewerber" erklärt worden und stand daher als einziger Kandidat für die Spiele der XXXV. Olympiade zur Wahl. Für Australien werden es die dritten Sommerspiele nach 1956 in Melbourne und 2000 in Sydney.

21. Juli: Fünf weitere Sportler positiv auf Corona getestet – darunter Top-Schützin Amber Hill

Fünf weitere Sportler sind vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31), die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23), den tschechischen Tischtennis-Profi Pavel Sirucek (28), die britische Schützin Amber Hill (23) und einen Beachvolleyball-Spieler der USA. Sie alle können an den Wettbewerben nicht teilnehmen. Am härtesten trifft das die Olympia-Favoritin und Weltranglisten-Erste Hill. "Es gibt keine Worte, die beschreiben, wie ich mich jetzt fühle", sagte sie. Sie sei "absolut zerstört" nach der Nachricht vom positiven Test. Alle betroffenen Sportler sollen keine Symptome zeigen.

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21. Juli: Bär-Alarm zum Auftakt der Spiele

Einem pelzigen Fan wäre es beinahe gelungen, das aufgrund der Corona-Krise erlassene Zuschauerverbot bei den Olympischen Spielen in Japan zu unterlaufen. Kurz vor Beginn des ersten Wettbewerbs am Mittwoch in Fukushima sorgte ein Kragenbär innerhalb des Stadions von Fukushima für Aufregung: Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, konnte der Eindringling bis zu Beginn des ersten Wettkampfs nicht gefunden werden. Um das Tier aufzuscheuchen, spielten sie laut dem Blatt sogar über die Lautsprecher Musik ab und zündeten Böller - doch vergeblich. Der Bär blieb unauffindbar. Ungeachtet des unerwünschten Gastes ging das Softball-Spiel aber ohne Zwischenfälle vonstatten. Es endete mit einem 8:1-Sieg der japanischen Gastgeberinnen.

dho / anb DPA AFP

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