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Schwimm-WM in Gwangju: Deutsche Mixed-Staffel holt Olympia-Ticket

Eine Staffel, eine WM-Zweite von 2017 und ein Lagenspezialist stehen in der Morgensession am Mittwoch bei der Schwimm-WM aus deutscher Sicht im Fokus. Nach Silber von Sarah Köhler vom Vortag wahren auch Franziska Hentke und Philip Heintz ihre Chancen auf einen Top-Platz.

Mixed-Staffel

Sie haben das Olympia-Ticket geholt: Fabian Schwingenschlögl (l-r), Marius Kusch, Jessica Steiger und Laura Riedemann. Foto: Bernd Thissen

Die deutsche Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Lagen hat das Olympia-Ticket für die Sommerspiele in Tokio 2020 gelöst und das WM-Finale erreicht.

Einen Tag nach dem Silber-Jubel von Freistil-Ass Sarah Köhler über 1500 Meter schlugen Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger in Südkorea nach 3:45,20 Minuten an. Das war die neuntbeste Zeit, doch da die schnelleren Chinesen disqualifiziert wurden, rutschte das deutsche Quartett auf den letzten Finalplatz vor.

Wie die Staffel waren auch Franziska Hentke und Philip Heintz nach ihren ersten Auftritten in Gwangju zufrieden. Die Zweite der vergangenen Weltmeisterschaft über 200 Meter Schmetterling und der Lagenspezialist kamen souverän ins Halbfinale.

«Das ist natürlich super», sagte Staffel-Startschwimmerin Riedemann nach dem Einzug in den Endlauf. «Damit hat von uns keiner gerechnet, deswegen freuen wir uns sehr, dass wir heute Nachmittag nochmal schwimmen können.» Mit Blick auf die nachträglich aus der Wertung genommenen Chinesen sagte Schwingenschlögl: «Glück gehört dazu, auch im Leben. Wir freuen uns einfach nur, dass wir es weiter geschafft haben.»

Das Tokio-Ticket für den neu ins Olympia-Programm aufgenommenen Wettkampf sicherten sich die besten zwölf Staffeln. Zuvor hatten sich bereits die deutschen Freistil-Quartette der Frauen und Männer über 4 x 100 Meter die angepeilten Sommerspiel-Startplätze gesichert.

Hentke schlug über 200 Meter nach 2:08,69 Minuten als Sechste der Vorläufe an. «Mit der Zeit bin ich erstmal zufrieden», sagte die einzige Medaillengewinnerin der deutschen Beckenschwimmer 2017 in Budapest. Im zweiten Abschnitt des Tages erwartet sie einen harten Kampf. «Heute Nachmittag ins Finale zu kommen, wird verdammt eng», sagte sie. Im Endlauf könne dann «fast jede» Schwimmerin gewinnen.

Auch Lagenschwimmer Heintz ist nochmal gefordert. Der 28-Jährige benötigte für die 200-Meter-Strecke 1:58,71 Minuten und war damit knapp langsamer als bei seiner bisherigen Saisonbestleistung. «Ich habe noch ein bisschen Luft nach oben», sagte er. Seine Devise: «Erstmal ins Finale kommen und dann wird man weitersehen.» Wie Hentke belegte auch er Rang sechs. Heintz hatte sich am Dienstag auch mit Köhler gefreut: «Vizeweltmeisterin, das kann man nicht oft genug loben», sagte er.

Vor seinem Start in der 4 x 100 Meter Lagen-Mixed-Staffel schied Freistilschwimmer Marius Kusch über 100 Meter in 49,31 Sekunden als 28. aus.

dpa

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