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Ski alpin: Rebensburg gewinnt finalen Super-G - Shiffrin holt Kugel

In der Abfahrt fehlte Viktoria Rebensburg noch ein Wimpernschlag zum Sieg, im Super-G war sie dann nicht zu schlagen. Für die beste deutsche Skirennfahrerin war der Erfolg eine Erlösung. Neben der Oberbayerin jubelte in Soldeu eine amerikanische Ausnahme-Sportlerin.

Nach einem holprigen Winter und viel Hundertstelpech hat Viktoria Rebensburg im vorletzten Rennen den lange ersehnten ersten Saisonsieg eingefahren.

Die 29 Jahre alte Oberbayerin gewann in Soldeu den Super-G vor der Österreicherin Tamara Tippler (+0,15 Sekunden) und Federica Brignone aus Italien (+0,34). Nach ihrem zweiten Platz in der Abfahrt setzte Rebensburg in Andorra noch einen drauf und feierte den 17. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere - im Super-G steht sie nun bei drei Erfolgen. «Jetzt geht es wieder ganz schön von selber», sagte sie im ZDF zu ihrer starken Spätform.

Neben Rebensburg jubelte bei frühlingshaft sonnigen Bedingungen in den Pyrenäen auch Mikaela Shiffrin, die sich den Disziplin-Weltcup sicherte. Der Amerikanerin reichte dazu ein vierter Platz, weil ihre verbliebenen Rivalinnen Nicole Schmidhofer aus Österreich (zeitgleich Vierte) und die Liechtensteinerin Tina Weirather (Ausfall) sie nicht klar distanzieren konnten. Shiffrin hatte zuvor bei allen ihren drei Super-G-Starts auch gewonnen und dazu Gold bei der WM geholt.

«Ich habe davon geträumt, vielleicht irgendwann die Super-G-Kugel zu gewinnen», sagte Shiffrin einen Tag nach ihrem 24. Geburtstag. Die Gesamt- und Slalomwertungen sind der Ausnahmesportlerin ebenfalls sicher - am Sonntag kann sie im Riesenslalom ihre vierte Kugel in einer Saison gewinnen und damit eine Rekordmarke egalisieren.

Bei dem Rennen am letzten Weltcup-Tag dieses Winters will Rebensburg nochmal angreifen. Für sie war der Sieg eine besondere Genugtuung, hatte sie in der Saison doch oft Pech: Bei der WM verpasste sie eine Medaille im Super-G um 0,02 Sekunden, am Mittwoch fehlten ihr nur 0,03 Sekunden auf den Sieg in der Abfahrt. Just beim Saisonfinale fühlt sie sich nun pudelwohl. «Das ist das, wonach man sucht, von Anfang bis Ende der Saison. Dass man ein bisschen auf der Welle drauf ist und den Flow hat. Das scheint gerade ganz gut zu laufen.»

dpa

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