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Sport kompakt: Boateng attackiert Bayern-Bosse Hoeneß und Rummenigge via Zeitungsinterview

Boateng wirft Bayern-Bossen fehlende Unterstützung vor +++ Aufenthaltsverbot für Frankfurt-Fans in Marseille +++ Vontae Davis hört in der Halbzeitpause auf +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

Jérôme Boateng: "Dass ich zu wenig auf den Fußball konzentriert bin, das kann mir niemand vorwerfen"

Jérôme Boateng: "Dass ich zu wenig auf den Fußball konzentriert bin, das kann mir niemand vorwerfen"

Getty Images

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Der stern hält Sie in diesem täglich aktualisierten Ticker über wichtige Meldungen und Ergebnisse aus der (internationalen) Sportwelt auf dem Laufenden:

Boateng wirft Bayern-Bossen fehlende Unterstützung vor

19. September: Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng vom FC Bayern München hat Club-Präsident Uli Hoeneß und dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge fehlende Unterstützung vorgeworfen und sich gegen Kritik verteidigt. "Mir ist es wichtig, noch mal klarzustellen, dass ich voll auf den FC Bayern fokussiert bin. Und dass ich es andererseits aber auch nicht so schön finde, wenn überall Sachen über mich behauptet werden und man dann keine öffentliche Unterstützung vom Verein bekommt", sagt er im Interview der "Süddeutschen Zeitung".

Hoeneß und Rummenigge hatten im Sommer offen gesagt, dass Boateng den Rekordmeister verlassen könne, wenn es ein entsprechendes Angebot gäbe. Ein Wechsel zu Paris Saint-Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel kam jedoch nicht zustande. "Mein Fokus liegt jetzt klar bei Bayern. Ich bin total klar im Kopf und freue mich auf die englischen Wochen, die Champions League, die Hymne", sagte Boateng vor dem Auftakt der Bayern in der Königsklasse am Mittwochabend bei Benfica Lissabon.

Boateng wolle nun zeitnah das Gespräch mit Hoeneß und Rummenigge suchen. "Was mich wahnsinnig gestört hat, waren Aussagen nach der WM. Das war fast schon lustig: Da hieß es, ich sei nicht voll fokussiert, weil ich beim Südkorea-Spiel auf der Tribüne Ohrringe und Sonnenbrille trage, wenn die Sonne scheint", sagte Boateng: "2014 habe ich auch eine Sonnenbrille und Ohrringe getragen, aber da habe ich nichts darüber gelesen. Das ist für mich unbegreiflich."

Der Innenverteidiger betonte, dass er "top-professionell lebe". Er habe "jedes Mal vor einer Bayern-Vorbereitung noch eine private Vorbereitung gemacht". Darum sei es für ihn nicht verständlich, warum sich die Münchner Club-Führung und er etwas voneinander entfernt haben. "Ich weiß nicht, woran es liegt. Dass ich ein anderes Erscheinungsbild und andere Interessen habe als andere, das ist ja legitim, glaube ich", sagte Boateng: "Und noch mal: Dass ich zu wenig auf den Fußball konzentriert bin, das kann mir niemand vorwerfen. Fragen Sie meine Mitspieler, fragen Sie meine Trainer."

Europa-League-Auftakt: Frankfurt-Fans dürfen nicht nach Marseille

18. September: Am Donnerstag gilt zwischen 8 und 24 Uhr für Eintracht-Fans ein Aufenthaltsverbot in Marseille. Wer das Stadtgebiet der südfranzösische Metropole dennoch betritt, um den Frankfurter Club beim Auftaktspiel der Europa League zu unterstützen, muss mit einer Haftstrafe und/oder empfindlich hohen Geldstrafen rechnen.

"Ein komplettes Stadtbetretungsverbot für unsere Anhänger zu erlassen, stellt einen völlig unangemessenen und rechtsstaatlich hochgradig bedenklichen, wenn nicht unzulässigen Eingriff in die Rechte eines jeden Einzelnen dar", kritisierte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann am Dienstag die Maßnahme der zuständigen Verwaltung. 

Die Partie am Donnerstag (18.55 Uhr) beim Vorjahresfinalisten Olympique Marseille findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Unsere Fans wollten nicht nach Marseille, um dort Ärger zu suchen, sondern um die Mannschaft durch Europa zu begleiten und trotz Zuschauerausschlusses zumindest in derselben Stadt zu sein", sagte Hellmann. Der Erlass stelle die Eintracht-Anhänger unter Generalverdacht, "dem wir in aller Klarheit widersprechen", so Hellmann. Er sieht zugleich dringenden Handlungsbedarf bei der UEFA. "Im Ergebnis sperrt man uns als völlig unbeteiligte Dritte nicht nur von einem Spiel, sondern aus einer ganzen Stadt aus. So kann das nicht weitergehen."

NFL-Profi beendet Karriere - und zwar spontan in der Halbzeitpause

17. September: Football-Profi Vontae Davis hat seine Karriere in der amerikanische Profiliga NFL auf kuriose Art und Weise beendet. Der 30-Jährige fasste den Entschluss spontan in der Halbzeitpause der Partie seines Teams Buffalo Bills gegen die Los Angeles Chargers, wechselte sich aus und teilte seinem Trainer und den Teamkollegen die Entscheidung mit. "Das ist nicht, wie ich mir mein Karriereende in der NFL ausgemalt habe", schrieb Davis in einem späteren Statement.

"Aber heute auf dem Platz hat mich die Realität schnell und hart getroffen: Ich sollte nicht mehr hier draußen sein", ergänzte Davis nach der 20:31 (6:28)-Niederlage. Er habe in seiner Karriere viele Verletzungen gehabt, der Sport sei zuletzt eine Herausforderung gewesen. "Das bedeutet nicht, dass ich meinen Teamkollegen oder Trainern gegenüber respektlos bin", schrieb Davis, der bei dem Team aus dem Bundesstaat New York in seine zehnte NFL-Saison gegangen war.

Trainer und Teamkollegen zeigten sich überrascht von der spontanen Entscheidung des NFL-Profis. "Er nahm sich selbst aus dem Spiel", sagte Coach Sean McDermott. "Er erklärte uns, dass er fertig sei." Kollege Lorenzo Alexander kritisierte: "Ich habe nichts zu Vontae zu sagen. Ich zolle ihm etwas mehr Respekt als er uns heute gezeigt hat. Er hat niemandem etwas gesagt, ich habe es erst in der zweiten Hälfte erfahren." Der Entschluss sei "komplett respektlos" gewesen.

Französischer Olympiasieger Mayer stellt Weltrekord im Zehnkampf auf

Der französische Zehnkämpfer Kevin Mayer hat beim Mehrkampfmeeting in Talence einen Weltrekord aufgestellt. Der 26 Jahre alte Weltmeister und Olympiasieger von Rio de Janeiro erreichte am Sonntag bei der Veranstaltung in Frankreich 9126 Punkte und überflügelte damit den bisherigen Weltrekordinhaber Ashton Eaton.

Der Amerikaner hatte seine Bestmarke von 9045 Punkten im August 2015 bei der WM in Peking aufgestellt. Bei der Europameisterschaft in Berlin Anfang August war Mayer frühzeitig ausgeschieden, weil er im Weitsprung keinen gültigen Sprung schaffte. Nach dem neuen Bestwert des Kenianers Eliud Kipchoge beim Berlin-Marathon (2:01:39 Stunden) war es der zweite Leichtathletik-Weltrekord des Tages

Kenianer Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon mit Fabel-Weltrekord

So schnell war noch keiner auf der Marathon-Distanz: Der Kenianer Eliud Kipchoge hat den Berlin-Marathon gewonnen und dabei einen Weltrekord aufgestellt. Bei anfangs idealen Wetterbedingungen kam der 33-Jährige in 2:01:39 Stunden ins Ziel und blieb damit gleich 1:18 Minuten unter der vier Jahre alten Top-Zeit seines Landsmanns Dennis Kimetto. Olympiasieger Kipchoge ist damit der erste Läufer der Geschichte, der die klassischen 42,195 Kilometer unter 2:02 Stunden bewältigt hat. Zweiter wurde Kipchoges Landsmann Amos Kipruto in 2:06:23 Stunden.

Kipchoge bekommt eine Prämie von insgesamt 120.000 Euro: 50 000 Euro für den Weltrekord, 40.000 für den Sieg und 30.000 Euro zusätzlich als Zeit-Bonus, weil er unter 2:04 Stunden blieb.

Dritter Saisonsieg für HSV durch Lasogga-Hattrick

Der Hamburger SV hat sich dank Pierre-Michel Lasogga gegen den 1. FC Heidenheim seinen dritten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga erkämpft. Der Stürmer erzielte alle drei Tore beim 3:2 (0:0) der Gastgeber am Samstag vor 45.379 Zuschauern im Volksparkstadion gegen die Schwaben. Für Lasogga waren es bereits die Saisontore Nummer drei bis fünf.

Zunächst waren die Gäste durch den drei Minuten zuvor eingewechselten Patrick Schmidt in Führung gegangen (64. Minute), ehe der ebenfalls eingewechselte Lasogga durch einen Hattrick binnen neun Minuten (75., 81., 83.) das Spiel drehte. Für den Endstand sorgte Heidenheims Robert Glatzel (89. Minute).

Jan Frodeno muss Ironman-WM auf Hawaii absagen

12. September: Er galt als der große Favorit, nun muss Triathlet Jan Frodeno schon vor dem Start die Segel streichen: Wie der 37-Jährige am Mittwochmorgen via Instagram mitteilte, wird er nicht bei der in gut vier Wochen stattfindenden Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii antreten können. Stattdessen gab der zweifache Kona-Champion wegen einer Verletzung sein vorzeitiges Saison-Aus bekannt. "Das ist sicher nicht die Art und Weise, wie ich meine Saison beenden wollte", schrieb Frodeno unter anderem neben zwei Fotos, die ihn auf Krücken zeigen.

Jan Frodeno leidet an einer Stressfraktur in der Hüfte. "Nur eine Erinnerung für alle von uns, dass Erfolg nie geradlinig kommt...", schrieb Frodeno, der sich derzeit in Australien befindet. Sein Manager bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Postings. "Jan ist nicht in Kona dabei", erklärte Felix Rüdiger. Man wisse nicht, wie die Verletzung zustande gekommen sei.

Für Frodeno ist die Absage ein schwerer Schlag. Vor einem Jahr hatte er beim Versuch, den dritten Titel auf Hawaii in Serie zu holen, wegen schwerer Rückenprobleme im Rennen letztlich keine Chance gehabt. In dieser Saison dominierte er bisher die Szene, vor anderthalb Wochen hatte er noch die WM über die halbe Ironman-Distanz gewonnen.

Er war nicht nur deswegen bis zu seiner Absage der Topfavorit auf den Triumph bei der 40. Auflage des Hawaii-Klassikers über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Schwimmen und 42,2 Kilometer Laufen vor allem im Duell mit Titelverteidiger und Landsmann Patrick Lange.

Handball-Weltmeister Peter Kretzschmar ist tot

10. September: Die deutschen Handball-Fans trauern um Peter Kretzschmar. Der frühere Weltmeister-Trainer der DDR-Frauen starb am Sonntagabend im Alter von 85 Jahren in Berlin. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Montag mit. "Peter Kretzschmar war einer der ganz Großen des Handballsports - sowohl als Aktiver als auch als Trainer. Er hat den Frauenhandball der siebziger und achtziger Jahre geprägt und zahlreiche Spielerinnen in die Weltklasse geführt. Unser Mitgefühl gilt der Familie", sagte  DHB-Präsident Andreas Michelmann. 

Der Name Kretzschmar steht für eine Handball-Dynastie in Deutschland. Sohn Stefan Kretzschmar gewann mit der deutschen Nationalmannschaft 2004 Olympia-Silber und holte

Der 37-Jährige leidet an einer Stressfraktur in der Hüfte. "Nur eine Erinnerung für alle von uns, dass Erfolg nie geradlinig kommt...", schrieb Frodeno, der sich derzeit in Australien befindet. Sein Manager bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Postings. "Jan ist nicht in Kona dabei", erklärte Felix Rüdiger. Man wisse nicht, wie die Verletzung zustande gekommen sei.

Für Frodeno ist die Absage ein schwerer Schlag. Vor einem Jahr hatte er beim Versuch, den dritten Titel auf Hawaii in Serie zu holen, wegen schwerer Rückenprobleme im Rennen letztlich keine Chance gehabt. In dieser Saison dominierte er bisher die Szene, vor anderthalb Wochen hatte er noch die WM über die halbe Ironman-Distanz gewonnen.

Er war nicht nur deswegen bis zu seiner Absage der Topfavorit auf den Triumph bei der 40. Auflage des Hawaii-Klassikers über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Schwimmen und 42,2 Kilometer Laufen vor allem im Duell mit Titelverteidiger und Landsmann Patrick Lange.

sich mit dem SC Magdeburg die Trophäe in der Champions League. Peter Kretzschmars Ehefrau Waltraut war am Gewinn von drei WM-Titeln der DDR-Nationalmannschaft beteiligt. Sie war am 7. Februar diese Jahres im Alter von 70 Jahren gestorben.

In Kretzschmars Erfolgsliste als Spieler, der in seiner Geburtsstadt für den SC Lok Leipzig aktiv war, steht auch der Gewinn des WM-Titels im Feldhandball. Im Finale 1963 besiegte die DDR das BRD-Team. Bei der Hallen-WM 1958 stand Kretzschmar in der gesamtdeutschen Mannschaft, die Dritte wurde. Als Trainer führte er das Frauen-Team des SC Leipzig zu zehn DDR-Meistertiteln. Mit der Auswahl gewann er zwei WM-Titel (1975, 1978) und zwei Olympia-Medaillen: Silber 1976 in Montreal und Bronze 1980 in Moskau.

Ausraster im US-Open-Finale: 17.000 Dollar Geldstrafe für Serena Williams

10. September: Nach ihren Ausrastern im Finale der US Open muss Serena Williams eine Geldstrafe von 17.000 US-Dollar zahlen. Das teilte der Veranstalter des Grand-Slam-Tennisturniers in New York am Sonntag mit. Die Amerikanerin hatte bei der 2:6, 4:6-Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka tags zuvor drei Verwarnungen von Schiedsrichter Carlos Ramos erhalten. Die erste gab es wegen Coachings von der Tribüne, nach der zweiten wegen eines zertrümmerten Schlägers verhängte Ramos einen Punktabzug, nach der dritten einen kampflosen Spielverlust zum 3:5 im zweiten Satz. Die Amerikanerin hatte Ramos als unter anderem Dieb bezeichnet.

Novak Djokovic gewinnt erneut die US-Open und sichert sich seinen 14. Grand-Slam-Titel

10. September: Nach Wimbledon gewinnt Novak Djokovic auch die US Open. Der Serbe ist zum dritten Mal in New York erfolgreich und der dominierende Tennisprofi des Sommers. Knapp zwei Monate nach seinem Triumph in Wimbledon gewann der 31 Jahre alte Serbe am Sonntag im Endspiel in New York 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 gegen den Argentinier Juan Martin del Potro. 

Der 29 Jahre alte Weltranglisten-Dritte verpasste damit seinen zweiten US-Open-Titel nach 2009. Djokovic feierte nach überstandener Ellbogenverletzung seinen 14. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier. Dafür erhält er 3,8 Millionen Dollar Preisgeld, der unterlegene Del Potro bekommt 1,85 Millionen Dollar.

"Man lernt, wenn man Momente des Zweifels hat", sagte Djokovic und dankte seiner Familie und seinem Team für die Unterstützung während seiner langen Pause. Er ermutigte den Verlierer, der geknickt wirkte. "Es ist nicht leicht, jetzt etwas zu sagen", meinte Del Potro, den in den vergangenen Jahren immer wieder Handgelenksprobleme stoppten. "Ich war so glücklich, das Finale gegen mein Idol zu spielen. Einer, den ich Titel gewinnen sehen möchte, ist er."

Mats Hummels äußert sich in Interview zur Causa Özil

7. September: Nationalspieler Mats Hummels hat in einem Interview mit dem "Kicker" erklärt, warum er sich zum Fall Özil bislang nicht geäußert hat. Demnach antwortete der Innenverteidiger, der gestern gegen Frankreich in der Auftaktpartie zur Nations League ein gutes Spiel machte, auf die Frage, wieso er schwieg: "Es gab ja nicht das eine Thema Özil. Seine Rücktrittserklärung war vier, fünf Seiten lang. Ich überlegte, ob ich mich äußern sollte - zu welchem der sechs, sieben Themen."

Danach befragt, warum er das Thema nicht bereits vor der WM angesprochen habe, sagte Hummels im Interview: "Wir haben intern darüber gesprochen. Aber ich habe es nicht als so einflussnehmend auf unsere Leistung erachtet, wie es am Ende wahrscheinlich doch war. Vielleicht war das falsch eingeschätzt."

Aufgrund der schlechten Leistung der WM gab es auch Rücktrittsüberlegung anderer Nationalspieler. Für Mats Hummels war das nach eigener Aussage kein Thema. Er sagte dem Kicker: "Eher das Gegenteil, ich spürte sofort eine Trotzreaktion: So kann ich aus der Nationalmannschaft nicht abtreten. Nach all den schönen Jahren war ein Rücktritt kein Thema für mich. Und große Sorgen, dass ich nicht wieder dabei sein könnte, habe ich mir nicht gemacht."

Serena Williams ist im Finale der US-Open und spielt gegen Japanerin Osaka

7. September: Die sechsmalige Siegerin Serena Williams und die japanische Tennis-Aufsteigerin Naomi Osaka haben das Finale der US Open in New York erreicht. Die einstige Weltranglisten-Erste aus den USA ließ Anastasija Sevastova aus Lettland im ersten Halbfinale am Donnerstagabend (Ortszeit) keine Chance und siegte 6:3, 6:0. Danach gewann Osaka 6:2, 6:4 gegen die amerikanische Vorjahresfinalistin Madison Keys.

Erstmals steht damit eine Japanerin im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. "Es bedeutet mir eine Menge", sagte Osaka direkt nach dem 1:26 Stunden langen Match. Osaka wurde in Japan als Tochter einer Japanerin und eines Haitianers geboren, kam aber schon als Kind in die USA und besitzt auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Osaka sagte nach dem Spiel: "Ich habe nur daran gedacht, dass ich unbedingt gegen Serena spielen möchte - ich liebe Dich."

Für Serena Williams geht es am Samstag um den insgesamt 24. Einzel-Titel bei einem Grand-Slam-Turnier und den ersten seit ihrer Babypause. Mit einem Sieg würde die 36-Jährige den Rekord der Australierin Margaret Court für die meisten Grand-Slam-Titel einstellen. Das Wimbledonfinale gegen Angelique Kerber hatte sie zuletzt verloren.

Toni Kroos tadelt und adelt Leroy Sané

6. September: Lob, aber auch Kritik vom Ex-Weltmeister:  Toni Kroos hat Leroy Sané das Potenzial zur Weltklasse attestiert, sich aber gleichzeitig erneut kritisch zum Jungstar von Manchester City geäußert. "Grundsätzlich ist er ein Spieler, der alles mitbringt, um absolute Weltklasse zu werden. Man hat aber das Gefühl, dass er gesagt bekommen muss, was zu tun ist, um das zu werden", sagte Kroos am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Fußball-Nationalmannschaft in München. 

Sané bringe einzigartige Qualitäten mit, meinte der viermalige Champions-League-Sieger von Real Madrid. "Klar ist, dass man ihn dazu bringen muss, die Topleistung zu bringen. Er ist eine Riesenbereicherung, weil er uns mehr geben würde für unser Spiel, wenn er es auf den Platz bringt", sagte Kroos über den 22-Jährigen.

Kroos hatte sich im März nach dem 0:1 im WM-Test gegen Brasilien kritisch über Sanés Einstellung geäußert, ohne konkret dessen Namen zu nennen. Nun merkte der 86 malige Nationalspieler an, dass Sanés Körpersprache manchmal den Eindruck vermittle, es sei ihm egal, ob das Team gewinne oder verliere. Am Wochenende war Sané bei Manchester City angeblich aus disziplinarischen Gründen nicht in den Kader für das Ligaspiel gegen Newcastle berufen worden. Offenbar schätze Trainer Pep Guardiola Sané ähnlich ein wie er, merkte Kroos an.

HSV-Profis sammeln 10.000 Euro für Fans wegen Spielabsage

5. September: Die Spieler des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV haben 10.000 Euro für ihre Fans gesammelt. Das Geld soll HSV-Anhängern zugutekommen, denen durch die Absage der Partie bei Dynamo Dresden vergangenen Samstag Kosten entstanden sind. Das teilte der HSV auf seiner Homepage mit. Durch die Fanbetreuung wurde entschieden, allen, die über den HSV eine Fahrt oder ein Hotelzimmer gebucht hatten, sämtliche Kosten zu erstatten. Zudem könnten Fanclubs, denen Kosten entstanden sind und die eine Reise zum Nachholspiel planen, bis zum 9. September einen Fahrtkostenzuschuss für eine erneute Reise nach Dresden beantragen. Wer keine zweite Reise plant, könne die über den HSV erworbenen Tickets für das Spiel zurückgeben.

Das Spiel in Dresden war abgesagt worden, weil die dafür vorgesehenen Polizeikräfte wegen mehrerer Demonstrationen zum Einsatz nach Chemnitz abgezogen worden waren.

Deutsche Fußball-Frauen qualifizieren sich für die WM 2019 in Frankreich

4. September: Horst Hrubesch hat seine Mission WM-Qualifikation mit den deutschen Fußball-Frauen dank eines 8:0 (3:0) auf den Färöer Inseln erfolgreich abgeschlossen. Die Olympiasiegerinnen fahren als Gruppensieger zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr nach Frankreich. Vor rund 700 Zuschauern im Nationalstadion von Torshavn trafen Lea Schüller (3. Minute), Lina Magull (25.) und Leonie Maier (27.) vor der Pause. Nach dem Wechsel schossen Carolin Simon (58., 73.), Magull (68.) und Alexandra Popp (71., 90.+2) die Tore. Hrubesch hatte das Traineramt bei den -Frauen nach der Trennung von Steffi Jones im Frühjahr interimsweise übernommen. 

Manuel Neuer lobt Konzert gegen Rassismus in Chemnitz

04. September: Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer sprach sich auf einer DFB-Pressekonferenz für das Konzert gegen Rassismus in aus. "Die Sache mit dem Konzert ist eine gute Sache, und ich finde es gut, dass viele Musiker daran teilgenommen haben", sagte der Torwart des FC Bayern. Am Montagabend traten Musiker wie Casper oder Marteria vor rund 65.000 Zuschauern auf, um sich gegen Rassmismus einzusetzen. Nicht nur das Konzert sei ein wichtiges Zeichen gegen Rechts, sondern auch die Reaktion des Chemnitzer FC, so Neuer. Der Verein hatte sich von ausländerfeindlichen Protesten in der sächsischen Stadt distanziert. Trotz der Diskussion um die Erdogan-Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan habe die deutsche Nationalmannschaft eine Vorbildfunktion, so der Nationaltorwart. "Ich denke, dass die Nationalmannschaft immer dafür stand, eine gesunde Integration zu leben", sagte Neuer. Er sei dankbar, "dass wir eine gesunde Mischung haben", ergänzte der Kapitän.

Die Top 3 für Weltfußballer-Wahl stehen fest - Messi erstmals seit 2006 nicht dabei

3. September: Die Weltverband FIFA hat am Montag in London die offizielle Shortlist für die Wahl zum FIFA-Weltfußballer 2018 veröffentlicht - drei Top-Kandidaten sind noch übrig. Die Trophäe wird am 24. September 2018 in der vergeben. Zum ersten Mal seit 2006 ist der argentinische Außnahmefußballer Lionel Messi nicht Teil dieser Gruppe. Stattdessen wird die diesjährige Weltfußballer-Wahl zwischen dem fünfmaligen Preisträger Cristiano Ronaldo aus Portugal, dem kroatischen Vize-Weltmeister Luka Modric und dem Torschützenkönig der Premier League Mohamed Salah aus Ägypten entschieden. 

Bei den Frauen schaffte es die Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan von Olympique Lyon als einzige deutsche Vertreterin in die engere Auswahl. Sie konkurriert mit ihrer Vereinskollegin Ada Hegerberg (Norwegen) und der Brasilianerin Marta.

Rekord-Preisträger des Weltfußballer-Titels

Das sind die Rekord-Preisträger des Weltfußballer-Titels. Lionel Messi wird dieses Jahr nicht die Chance haben, wieder an Cristiano Ronaldo vorbeizuziehen. 

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Nominiert für die Wahl zum FIFA-Welttorhüter 2018 sind der französische Weltmeister , der Belgier Thibaut Courtois und Dänemarks Nationalkeeper Kasper Schmeichel (Leicester City).

Kandidaten für die Wahl des Welttrainers sind Didier Deschamps, der im Sommer mit Weltmeister wurde, Nationaltrainer Zlatko Dalic vom Vize-Weltmeister Kroatien und der ehemalige Real-Madrid-Coach Zinedine Zidane, der mit den Königlichen im Mai zum dritten Mal in Serie die Champions League gewann.

Dänischer Nationalmannschaft droht EM-Ausschluss

3. September: Der dänische Fußballverband (DBU) sucht händeringend nach Spielern für die kommenden Partien der Herren-Nationalmannschaft. Weder die 23 Nationalspieler noch Trainer Åge Hareide werden bei den anstehenden Spiele gegen die Slowakei (Mittwoch) und Wales (Sonntag) antreten. Das sagte ein Sprecher der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Grund hierfür ist ein Streit über Sponsorenverträge. Dem DBU ist es nicht gelungen, vor den Partien diese Woche Verträge mit den Spielern auszuhandeln. Nun steht sogar die EM-Teilnahme auf der Kippe.

Der DBU bat am Montag andere Spieler, sich für die Spiele zur Verfügung zu stellen. Sollten die Dänen keine Mannschaft zusammenbekommen, drohte die UEFA mit hohen Strafen und einem Ausschluss von der EM 2020. Bei dem Streit geht es um individuelle Werbeverträge, die in Konkurrenz zu den Sponsorenkontrakten der Nationalmannschaft stehen. Ein ähnlicher Konflikt mit der Damen-Nationalmannschaft hat im vergangenen Jahr zur Absage eines WM-Qualifikationsspiel geführt.

FC Barcelona dreht Rückstand in: 8:2-Klatsche

3. September: Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona ist mit einem Kantersieg an die Spitze der Primera Division gestürmt. Obwohl der Titelverteidiger am Sonntag zunächst in Rückstand geriet, setzte sich Barca am Ende mit 8:2 (3:2) gegen SD Huesca durch und feierte den dritten Erfolg im dritten Ligaspiel. Das Team um Superstar Lionel Messi liegt mit zwei Toren vor dem punktgleichen Champions-League-Gewinner Real Madrid. Real war am Samstag mit einem 4:1 (1:1) gegen CD Leganes ebenfalls zum dritten Sieg gekommen.

Barcelona tat sich vor der Pause noch etwas schwer gegen den Aufsteiger. Cucho Hernandez (3.) hatte die Gäste überraschend in Führung geschossen. Messi (16.), ein Eigentor durch Huescas Pulido (24.) und Luis Suarez (39.) sorgten für die Wende, ehe Alex Gallar (42.) noch der Anschluss gelang. Nach dem Wechsel schossen der Ex-Dortmunder Ousmane Dembelé (48.), Ivan Rakitic (52.), erneut Messi (61.), Jordi Alba (81.) und Juarez (90.+3) per Elfmeter den deutlichen Erfolg heraus.  

Für Real trafen am Samstagabend der Waliser Gareth Bale (17.), Doppeltorschütze Karim Benzema (50./61.) und Sergio Ramos per Foulelfmeter (66). Ebenfalls vom Elfmeterpunkt hatte Guido Carrillo für die Gäste zwischenzeitlich ausgeglichen (24.). Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner Atlético Madrid hatte zuvor die erste Niederlage kassiert. Die Mannschaft um Weltmeister Antoine Griezmann verlor bei Celta Vigo mit 0:2 (0:0). Innerhalb von sechs Minuten machten Maxi Gomez (46.) und Iago Aspas (52.) den Heimerfolg perfekt. Atlético musste nach der Gelb-Roten Karte für Abwehrspieler Stefan Savic (70.) gut 20 Minuten mit neun Feldspielern auskommen.

Hamilton siegt in Monza - Vettel nur Vierter

2. September: Sebastian Vettel hat das Hochgeschwindigkeitsduell mit Lewis Hamilton verloren und im Kampf um den WM-Titel ausgerechnet vor den italienischen Tifosi einen vielleicht entscheidenden Rückschlag kassiert. Nach einem Crash bereits in der ersten Runde mit dem Briten musste sich der Ferrari-Pilot am Sonntag beim Formel-1-Heimrennen von Ferrari in Monza mit Platz vier begnügen. Hamilton sicherte sich dagegen den Sieg beim Großen Preis von Italien vor Pole-Mann Kimi Räikkönen im zweiten Wagen der enttäuschenden Scuderia, die ihren ersten Heimsieg nach acht Jahren trotz perfekter Ausgangsposition verpasste. Vettel profitierte noch von einer Strafe gegen den Niederländer Max Verstappen im Red Bull, der nach der Zieldurchfahrt von Rang drei auf fünf abrutschte. 

Im WM-Klassement vergrößerte Hamilton zum Abschied der Formel 1 in diesem Jahr aus Europa den Vorsprung auf Vettel mit seinem 68. Karrieresieg und dem sechsten Grand-Prix-Erfolg in dieser Saison weiter. Vor den finalen sieben Übersee-Rennen liegt der 33 Jahre alte viermalige Champion aus Großbritannien satte 30 Zähler vor Vettel. 

Frodeno holt zweiten 70.3-WM-Titel und düpiert die Konkurrenz 

sport kompakt - jan frodeno - 70.3-wm - port elizabeth

Triathlet Jan Frodeno holte in Port Elizabeth nicht nur seinen zweiten Ironman-70.3.-WM-Titel. Vor allem sendete er kurz vor Hawaii ein dickes Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz (Archivbild).

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2. September: Jan Frodeno hat mit einer beeindruckenden Leistung die Ironman70.3-Weltmeisterschaft in Südafrika gewonnen. Der 37 Jahre alte zweimalige Ironman-Champion setzte sich am Sonntag in einem packenden Rennen gegen den zweimaligen Triathlon-Olympiasieger Alistair Brownlee aus Großbritannien und den entthronten Titelverteidiger Javier Gomez aus Spanien durch. Für Frodeno war es der zweite WM-Titel über die halbe Ironman-Distanz nach 2015.

Er benötigte für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen 3:36:30 Stunden. Tags zuvor hatte Anne Haug bei den Frauen mit Bronze das WM-Wochenende für die deutschen Athleten erfolgreich eingeleitet.  

Sechs Wochen vor der Ironman-WM auf Hawaii bewies Frodeno erneut eine herausragende Form. Er kam als Zweiter aus dem Wasser und ließ sich auch auf der regennassen Radstrecke insbesondere von den Attacken Brownlees nicht aus dem Rhythmus bringen. Der gebürtige Rheinländer rannte nach einem schnellen Wechsel auf die Laufstrecke und stellte dort in 1:06:34 Stunden einen neuen 70.3-Rekord im Halbmarathon auf. Ausgelassen bejubelte er auf den letzten Metern seinen Erfolg, der auch eine klare Ansage an Landsmann und Ironman-Weltmeister Patrick Lange vor dem Gipfeltreffen in Kailua-Kona in anderthalb Monaten und die restliche Konkurrenz war. 

Nuri Sahin lobt Werders hohe Ziele: "Sonst wäre ich nicht gekommen"

2. September: Neuzugang Nuri Sahin ist auch wegen der selbstbewussten Bremer Europapokal-Ambitionen von Borussia Dortmund zum SV Werder gewechselt. "Ich bin ganz ehrlich: Ich wäre nicht gekommen, wenn das Ziel nur geheißen hätte, gegen den Abstieg zu spielen", sagte der 29 Jahre alte Neuzugang am Sonntag bei seiner Vorstellung in Bremen. "Der Verein und der Trainer haben hohe Ziele, das finde ich super. Ich habe bisher nur bei Vereinen gespielt, die den Anspruch haben, oben mitzuspielen."

Nach mehr als 14 Jahren bei seinem Heimat- und Herzensverein in Dortmund war Sahin am Freitag zu Werder gewechselt, weil er beim BVB keine Chancen mehr auf einen Stammplatz sah. Sein Abschied von der Borussia verlief trotzdem herzlich. "Ich kann über Borussia Dortmund nur Positives sagen. Wir waren immer eine Einheit und wir waren immer ehrlich zueinander", sagte der 52-fache türkische Nationalspieler.

"Ich bin mir sicher, dass Borussia Dortmund eine starke Saison spielen wird", so Sahin weiter. "Denn ich habe den neuen Trainer Lucien Favre in den ersten Wochen noch erlebt. Er ist ein Gentleman, ein ehrlicher Mensch, ein Taktikfuchs und ein detailversessener Trainer. Bis auf zwei Spiele in dieser Saison bin ich Dortmund-Fan."

DFL will das Spiel Dynamo Dresden gegen HSV absagen

31. August: Die Deutsche Fußball Liga (DFL)  hat das Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem HSV am Samstag abgesagt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Grund sind die Samstag-Demos in Chemnitz.

Die sächsische Polizei geht bei den Protesten und Versammlungen von einer Teilnehmerzahl "im unteren fünfstelligen Bereich" aus und will deshalb dort all ihre Kräfte bündeln.

Die AfD und das ausländerfeindliche Bündnis Pegida haben zu einem Schweigemarsch aufgerufen, das rechtspopulistische Bündnis Pro Chemnitz hat ebenfalls eine Kundgebung angemeldet. Zudem soll es eine Gegendemonstration eines breiten Bündnisses unter dem Motto "Herz statt Hetze" geben.

fk/mod/fs/fin/kng/sve/tis/tkr/wlk / DPA

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