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Sport kompakt: Ex-Eishockey-Bundestrainer Sturm kassiert heftige Niederlage mit LA

Schwieriger Start für Marco Sturm in den USA +++ Kahn laut Bericht heißer Kandidat beim FC Bayern +++ Klubs wollen Bundesliga-Montagsspiele abschaffen +++ Schiedsrichter erfährt in Halbzeitpause vom Tod seiner Mutter +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

Sport kompakt

22. November 2018

Ehemaliger Bundestrainer Sturm kassiert Niederlage mit neuem Team

Der Start in LA ist holprig für den früheren Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm. Als Assistenzcoach kassierte er mit den Los Angeles Kings in der nordamerikanischen NHL eine deutliche Heimniederlage. Die Kalifornier verloren am Mittwoch (Ortszeit) gegen die Colorado Avalanche klar mit 3:7 (1:2, 0:2, 2:3). Für den 40-jährigen Sturm war es die dritte Niederlage im fünften Spiel seit seinem Wechsel zu den Kings.

Nationalspieler Dominik Kahun verlor mit den Chicago Blackhawks beim Titelverteidiger Washington Capitals mit 2:4 (0:2, 1:1, 1:1). Der 23-Jährige blieb dabei ohne Scorer-Punkte. Tom Kühnhackl kassierte mit den New York Islanders im Stadtderby gegen die New York Rangers eine  klare 0:5-(0:3, 0:1, 0:1)-Niederlage. Islanders-Goalie Thomas Greiss kam bei der Auswärtsniederlage nicht zum Einsatz. Rangers-Schlussmann Alexandar Georgiew verbuchte mit 29 Paraden den ersten Shutout seiner Karriere.

DPA

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Der stern hält Sie in diesem täglich aktualisierten Ticker über wichtige Meldungen und Ergebnisse aus der (internationalen) Sportwelt auf dem Laufenden: 

Ehemaliger Bundestrainer Sturm kassiert Niederlage mit neuem Team

22. November: Der Start in LA ist holprig für den früheren Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm. Als Assistenzcoach kassierte er mit den Los Angeles Kings in der nordamerikanischen NHL eine deutliche Heimniederlage. Die Kalifornier verloren am Mittwoch (Ortszeit) gegen die Colorado Avalanche klar mit 3:7 (1:2, 0:2, 2:3). Für den 40-jährigen Sturm war es die dritte Niederlage im fünften Spiel seit seinem Wechsel zu den Kings.

Nationalspieler Dominik Kahun verlor mit den Chicago Blackhawks beim Titelverteidiger Washington Capitals mit 2:4 (0:2, 1:1, 1:1). Der 23-Jährige blieb dabei ohne Scorer-Punkte. Tom Kühnhackl kassierte mit den New York Islanders im Stadtderby gegen die New York Rangers eine  klare 0:5-(0:3, 0:1, 0:1)-Niederlage. Islanders-Goalie Thomas Greiss kam bei der Auswärtsniederlage nicht zum Einsatz. Rangers-Schlussmann Alexandar Georgiew verbuchte mit 29 Paraden den ersten Shutout seiner Karriere.

Medienbericht: Kahn könnte Chefposten beim FC Bayern übernehmen

21. November: Oliver Kahn soll beim FC Bayern als klarer Favorit für eine Führungsrolle in naher Zukunft gehandelt werden. Das berichtet die "Sport Bild"

Ex-Fußballprofi Oliver Kahn wird als aussichtsreicher Kandidat auf einen hohen Posten beim FC Bayern gehandelt

Ex-Fußballprofi Oliver Kahn wird als aussichtsreicher Kandidat auf einen hohen Posten beim FC Bayern gehandelt

DPA

Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt davon gesprochen, dass seine Amtszeit in zwei, drei Jahren Ende könnte.  Auch der Vertrag von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandschef läuft Ende nächsten Jahres aus. Dass der dann 64-Jährige noch ein weiteres Mal um drei Jahre bis 2022 verlängert, ist noch nicht als fix verkündet worden. Der langjährige Kapitän Kahn wäre prädestiniert für ein Amt beim FC Bayern.

Klubs einigen sich auf Abschaffung der Montagsspiele in der Bundesliga

21. November: Die Bundesliga-Clubs haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für eine Abschaffung der Montagsspiele ab der Saison 2021/22 ausgesprochen. Mit Beginn des neuen TV-Vertrages sollen dann mehr Begegnungen am Sonntag ausgetragen werden. Am Dienstag hatte die Fan-Szene einen bundesweiten Stimmungsboykott und Protest-Aktionen gegen Spiele unter der Woche für den 13. Spieltag angekündigt. Der bis 2021 gültige Fernsehvertrags enthält fünf Montagabend-Begegnungen pro Saison. 

Der 13. Spieltag findet vom 30. November bis zum 3. Dezember statt. Erstmals in dieser Runde findet dann in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem Duell des 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen auch wieder ein Montagsspiel statt. Die Fans-Szene protestiert seit langem gegen arbeitnehmerunfreundliche Spiele unter der Woche.

Münchner Hockey-Profis kämpfen sich ins Viertelfinale der Königsklasse

21. November: Dem EHC Red Bull München ist ein historischer Sieg gelungen. Als erster deutscher Club erreichten die Hockey-Profis das Viertelfinale der Champions Hockey League (CHL). Nach der 2:3-Heimniederlage im Hinspiel vor zwei Wochen gewann der deutsche Eishockey-Meister im Rückspiel beim EV Zug in der Schweiz mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). Justin Shugg (22. Minute) und Frank Mauer (55.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Don Jackson. Olympia-Silbenmedaillengewinner Danny aus den Birken präsentierte sich im Tor als starker Rückhalt der Gäste.

Erstmals schaffte es eine Mannschaft aus der Deutsche Eishockey-Liga in das Viertelfinale dieses Wettbewerbs. Im vergangenen Jahr schieden die Münchner gegen ein anderes Schweizer Team noch im Achtelfinale aus: gegen den SC Bern.

DFB-Spiel: Schiedsrichter erfuhr in Pause vom Tod seiner Mutter

20. November. Der rumänische Fußball-Schiedsrichter Ovidiu Hategan hat in der Halbzeit-Pause des Nation-League-Spiels zwischen Deutschland und den Niederlanden (2:2) am Montag die schockierende Nachricht vom Tod seiner Mutter erhalten, das Spiel aber dennoch bis zum Ende geleitet. Der rumänische Verband bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur den Tod der Mutter Hategans. Der Deutsche Fußball-Bund verhalf dem 38-Jährigen nach der Partie zu einer schnelleren Heimreise.

Einige Spieler bemerkten auf dem Spielfeld die Trauer des Schiedsrichters, dem in der Leitung der Partie bis zum Ende keine groben Fehler unterliefen. Der niederländische Abwehrchef Virgil van Dijk nahm Hategan in den Arm und tröstete ihn. Er habe Tränen in den Augen gehabt und dies mit dem Tod der Mutter begründet, erklärte van Dijk nach Angaben mehrerer Medien: "Nach dem Spiel war er völlig fertig, aber das hat man ihm während der Partie nicht angemerkt. Er hat sehr gut gepfiffen." Er habe ihm "viel Kraft gewünscht", sagte der Innenverteidiger vom FC Liverpool: "Es war nur eine Kleinigkeit, aber vielleicht hat es ihm geholfen."

Darts-Legende van Barneveld macht nach 2019 Schluss

19. November: Der fünfmalige Darts-Weltmeister Raymond van Barneveld wird nach dem Ende des Jahres 2019 seine aktive Karriere beenden. Dies erklärte der 51 Jahre alte Niederländer am Montag auf Twitter. "Nächstes Jahr wird mein 35. Jahr sein, in dem ich Darts auf dem höchsten Level spiele - und es wird das letzte sein", sagte "Barney", der sich viermal bei der British Darts Organisation (BDO) und einmal bei der Professional Darts Corporation  (PDC) zum Weltmeister krönte. Van Barneveld galt jahrelang als härtester Widersacher von Rekord-Champion Phil "The Power" Taylor, der dieses Jahr an Neujahr aufhörte.

Der Niederländer erklärte seinen Entschluss auch damit, dass er nicht mehr so konkurrenzfähig wie früher sei. "Ich gewinne keine Turniere mehr. Ich habe nicht mehr die Motivation und die Fitness, um noch einmal anzugreifen", sagte van Barneveld. Ein Gewinner sei er, betonte er, fügte aber auch an: "Normal gewinne ich Trophäen, aber ich schaffe es nicht mehr." Die WM 2020 - also der Saisonabschluss - wird damit das letzte Turnier für van Barneveld werden.

Price gewinnt Grand Slam of Darts - Anderson verweigert Handschlag

19. November: Der Waliser Gerwyn Price hat den Grand Slam of Darts gewonnen und den wichtigsten Titel seiner Karriere eingefahren. Im Finale von Wolverhampton setzte sich der 33-Jährige am Sonntagabend mit 16:13 gegen Favorit Gary Anderson durch und präsentierte sich gut einen Monat vor der Darts-WM in bestechender Form.

Dabei ließ sich Price selbst von einem zwischenzeitlichen 8:11-Rückstand nicht aus dem Konzept bringen - allerdings brachte er mit regelmäßigen Provokationen neben dem Publikum auch Gegner Anderson gegen sich auf. Mehrfach bejubelte der Waliser seine eigenen Leistungen übertrieben laut, einmal rempelte er Kontrahent Anderson beim Zurückgehen sogar an. Die Zuschauer waren spätstens fortan auf der Seite des Schotten, der jedoch miterleben musste, wie der frühere Rugby-Spieler Price beeindruckend zur Hochform auflief, die Partie drehte und letztlich souverän gewann. Anderson indes verweigerte Price später den Handschlag - offensichtlich hatte ihn Prices Spielweise dann doch zu sehr genervt.

Anderson hatte zuvor im Halbfinale den dreifachen Seriensieger Michael van Gerwen (Niederlande) ausgeschaltet. Price war durch den Sieg über den Österreicher Mensur Suljovic ins Finale eingezogen.

Bereits am Samstag hatte ein anderer Vorfall für Ärger gesorgt. 

Beim Duell zwischen Anderson und dem Niederländer Wesley Harms kam plötzlich ein fieser Geruch auf - und beide Darts-Profis hatten für diesen Anschlag auf die Konzentration jeweils den Rivalen im Visier. "Ich habe zwei Tage gebraucht, um den Gestank wieder aus der Nase zu bekommen", monierte Harms nach seiner deutlichen Niederlage im Achtelfinale des wichtigen Turniers in Wolverhampton.

"The Flying Scotsman", wie der 47 Jahre alte Anderson genannt wird, verteidigte sich gegen die Anschuldigungen. "Wenn der Junge denkt, ich hätte gefurzt, dann liegt er komplett falsch. Ich schwöre beim Leben meiner Kinder, dass ich nicht Schuld war", sagte Anderson, der den Duft von "verfaulten Eiern" auch deutlich bemerkt habe. Seine Theorie war eine andere: "Es war ein richtig übler Gestank. Aber danach spielte er besser, also dachte ich, er musste wohl einige Winde loslassen."

Deutsches Rugby-Team verpasst erstmalige WM-Teilnahme

17. November: Deutschlands Nationalteam im 15er-Rugby hat die erstmalige Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verpasst. Das Team um Kapitän Michael Poppmeier unterlag am Samstag beim Viererturnier in Marseille trotz einer starken kämpferischen Leistung vor allem in der Defensive gegen Kanada mit 10:29 (7:10) und hat damit keine Chance mehr, bei der WM 2019 in Japan dabei zu sein.

Im ersten Vergleich des Turniers hatte die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) die Vertretung von Hongkong mit 26:9 (6:6) bezwungen. Letzter Gegner ist am 23. November Kenia. Den Turniersieger und damit den letzten WM-Teilnehmer ermitteln Kanada und Hongkong.

Ex-Sprinter Michael Johnson gibt erstes Interview nach Schlaganfall

16. November: In seinen besten Zeiten sprintete Ex-Leichtathlet Michael Johnson die 200 Meter in 19,32 Sekunden. Heute, gut zwei Monate nach seinem Schlaganfall, braucht der US-Amerikaner 15 Minuten für dieselbe Strecke, wie er in einem Interview der englischen Zeitung "The Telegraph" verriet. Diese Zeit habe er auf dem Korridor einer Klinik in Los Angeles gestoppt, wo der 51-Jährige derzeit behandelt wird. 

"Ich habe 15 Minuten gebraucht", sagte der Welt-Leichtathlet von 1996 und 1999 in dem Interview, dem ersten seit seinem Schlaganfall, den Johnson am 31. August beim Fitnesstraining erlitten hatte. "Ich war auf dieser Distanz der schnellste Mensch der Welt. Aber ich bin jetzt nicht entmutigt. Ich ging in mein Zimmer zurück und sagte zu meiner Frau: "Ich werde mich vollständig erholen, und ich werde mich schneller erholen als jeder andere zuvor"", meinte Johnson, der immer sehr gesund gelebt hat und seine Krankheit nun mit großer Willensstärke bekämpft. 

Der Schlag kam für Johnson wie aus heiterem Himmel. "Ich habe keine Vorgeschichte von Herzkrankheiten, ich rauche nicht, ich habe trainiert, als dies geschah, ich esse kein Junk-Food", sagte er dem "Telegraph". Deshalb sei er anfangs "sehr wütend" gewesen, "weil ich dachte, ich hätte alle Dinge richtig gemacht und alle Opfer gebracht. Warum passiert mir das?"

Johnson war der überragende Sprinter der 1990er Jahre über 200 und 400 Meter. Auf der Stadionrunde wurde der Modellathlet viermal in Serie Weltmeister - von 1993 bis 1999. Das schaffte kein anderer 400-Meter-Sprinter. Seinen Fabelweltrekord über 200 Meter rannte der Amerikaner am 1. August 1996 bei seinem Olympiasieg in Atlanta. Erst zwölf Jahre und 19 Tage später war er ihn wieder los - ein gewisser Usain Bolt sprintete in Peking in 19,30 Sekunden zum Olympia-Gold.

Wagner sendet Kampfansage an den BVB

15. November: Sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund, in der Tabelle nur auf Platz fünf: Sportlich läuft es beim FC Bayern derzeit gar nicht rund. Eine ungewohnte Situation für den Rekordmeister, wie auch Sandro Wagner einräumen muss. "Es ist brutal, wenn man auf die Tabelle schaut: Fünfter!", sagte Wagner. "Das kann nicht der Anspruch sein von Bayern München und von uns persönlich."

Für den 30-Jährigen liegt das aktuelle Formtief ausschließlich an den Spielern selbst: "Jeder einzelne muss schauen, dass er jetzt wieder seine Leistung bringt. Wir haben zu viele Spieler von den 18 oder 19, die grad fit sind, die nicht auf ihr Leistungsniveau kommen." Von daher will der Ex-Nationalspieler auch nichts davon wissen, dass der BVB nach dem 3:2-Sieg im Topspiel nun auch der Titelfavorit sei. "Ich bin nicht der Meinung, dass das die Über-Mannschaft ist." Deshalb will Wagner nicht von "Übergangsjahr oder Umbruch oder sonst einen Quatsch" reden. "Wir müssen dieses Jahr deutscher Meister werden. Alles andere wäre eine Riesen-Enttäuschung mit der Mannschaft. Wir haben mit Abstand die beste Mannschaft in Deutschland."

Bericht: Ribéry entschuldigt sich nach Streit mit TV-Mitarbeiter

15. November: Franck Ribéry hat sich einem Medienbericht zufolge nach seiner Auseinandersetzung mit einem französischen TV-Mitarbeiter bei diesem entschuldigt. Wie der "Kicker" berichtete, trafen sich der 35-Jährige und sein Landsmann Patrick Guillou in München. An dem Treffen sollen auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß und der Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic teilgenommen haben. Der Ärger um den Vorfall sei damit beigelegt.

Nach der 2:3-Niederlage der Bayern bei Borussia Dortmund am vergangenen Samstag habe Ribéry den Berater von beIN Sports France angepöbelt, hatte der TV-Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Der Sender sprach von "beleidigenden Äußerungen gegenüber Patrick Guillou", dieser sei auch körperlich angegriffen worden. Salihamidzic hatte eine Auseinandersetzung bestätigt und das klärende Gespräch angekündigt.

James fehlt dem FC Bayern mehrere Wochen

14. November: Der FC Bayern muss länger auf seinen Offensivprofi James Rodríguez verzichten. Wie der deutsche Rekordmeister bekanntgab, hatte der Kolumbianer tags zuvor im Training einen Außenbandteilriss im linken Knie erlitten. Die Diagnose stellte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der 27-Jährige müsse das Gelenk zunächst zehn Tage ruhigstellen, ehe Therapie und Reha beginnen könnten, hieß es. Eine genauere Prognose über die Ausfallzeit veröffentlichten die Bayern nicht. Womöglich kommt der Nationalspieler in diesem Kalenderjahr aber nicht mehr zum Einsatz.

Draxler sagt für Russland-Spiel ab

13. November: Erst Schalkes Mark Uth, jetzt auch noch Julian Draxler: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw muss für das Test-Länderspiel gegen Russland bereits auf seinen zweiten Akteur verzichten. 

Der Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain wird wegen eines Trauerfalls in der Familie bei der Partie am Donnerstag in Leipzig fehlen. Das teilte der DFB am Montagabend per Twitter mit. 

Uth hatte sich im Bundesliga-Spiel gegen Frankfurt am Sonntagabend am Oberschenkel verletzt und wird auch im Abstiegs-Endspiel gegen die Niederlande am kommenden Montag in Gelsenkirchen fehlen. Für die Russland-Partie stehen Löw nun noch 21 Spieler zur Verfügung. Gegen Holland stößt noch Real-Profi Toni Kroos zum Team hinzu.

Franck Ribery soll TV-Reporter geohrfeigt haben – Salihamidzic bestätigt Vorfall

12. November: Nach der 3:2-Niederlage des FC Bayern in Dortmund hat es offenbar einen weiteren "Schlagabtausch" gegeben. Laut der "Bild"-Zeitung waren Franck Ribery und sein französischer Landsmann Patrick Guillou, TV-Reporter beim katarischen Sender "beIn Sports", nach Spielschluss vor der Kabine aufeinander getroffen. Nach einem kurzen Gespräch soll Ribéry Guillou beschimpft, mehrfach geohrfeigt sowie vor die Brust gestoßen haben. Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat der "Bild" den Vorfall bestätigt. "Franck Ribéry hat uns informiert, dass er mit Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte", zitiert die Zeitung Salihamidzic. "Wir haben mit Patrick Guillou noch am Samstagabend vereinbart, dass wir zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen. Herr Guillou hat bereits signalisiert, dass dies auch in seinem Interesse ist", so Salihamidzic weiter.

Tennis-WM: Alexander Zverev greift in London an

12. November: Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev bestreitet am Montag sein erstes Match bei den ATP World Tour Finals in London. Der 21 Jahre alte Hamburger trifft in der Nachmittagspartie (15.00 Uhr MEZ/Sky) auf den früheren US-Open-Sieger Marin Cilic. Im direkten Vergleich mit dem 30 Jahre alten Kroaten führt der Weltranglisten-Fünfte Zverev mit 5:1.

Im Abendspiel (21.00 Uhr) stehen sich der Weltranglisten-Erste und Topfavorit Novak Djokovic aus Serbien und der Amerikaner John Isner gegenüber. Die Erst- und Zweitplatzierten der beiden Gruppen erreichen das Halbfinale am Samstag. Am Sonntag findet das Endspiel statt.

Rugby-Team startet mit 26:9 über Hongkong in die WM-Qualifikation

11. November: Deutschlands Nationalteam im 15er-Rugby ist erfolgreich in die letzte WM-Qualifikation gestartet. Das Team um Kapitän Michael Poppmeier bezwang am Sonntag beim Viererturnier in Marseille die Vertretung von Hongkong dank einer starken zweiten Halbzeit klar mit 26:9 (6:6). 

Nächster Gegner für die Deutschen ist am 17. November Turnierfavorit Kanada, der zum Auftakt gegen Kenia mit 65:19 gewann. Auf die Afrikaner trifft das Team des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV), das noch nie für eine WM qualifiziert war, zum Abschluss am 23. November. Nur der Turniersieger löst ein Ticket für die WM 2019 in Japan.

Kahn über Hummels-Erkältung: "Interessiert keinen"

11. November: Als Mats Hummels eine Erkältung als Grund für ungewohnte Fehler beim 2:3 des FC Bayern bei Borussia Dortmund anführte, trauten Oliver Kahn und Lothar Matthäus ihren Ohren kaum. "Da frage ich mich, was in den Spielern vorgeht", sagte Kahn nach einem langen Kopfschütteln im ZDF-Sportstudio: "Man muss sich doch nachher nicht hinstellen und sagen, man war krank. Das interessiert keinen. Da stimmt es beim einen oder anderen im Kopf nicht." 

Kahn Hummels

Mats Hummels (rechts) erklärte seine individuellen Fehler bei der Bayern-Niederlage in Dortmund mit einer Erkältung. Dafür brachte Oliver Kahn nicht viel Verständnis auf.

Picture Alliance

Sky-Experte Matthäus fand den Einsatz des Nationalverteidigers "nicht unbedingt nachvollziehbar", zumal Trainer Niko Kovac von dessen Erkältung wusste: "Hier musst du elf Spieler haben, die Krieger sind, die in körperlicher Verfassung sind."

Hummels war dies nach eigener Aussage nicht, wollte aber trotzdem unbedingt spielen. "Ich ärgere mich, dass ich es gemacht habe", sagte er später. Vor allem darüber, "dass ich zur Halbzeit nicht spätestens gesagt habe, es macht kein Sinn. Weil alles so ein bisschen dumpf und verschwommen im Kopf ist. Dann ist das bei einem Spiel auf so hohem Niveau schwer umzusetzen. Ich lebe normalerweise davon, dass ich schnell denke, dass war heute zweimal nicht der Fall, ganz schlimm."

Deshalb habe er selbst um seine Auswechslung gebeten, berichtete der 29-Jährige. "Ich habe zwei Fehler gemacht, wie ich sie seit 2010 nicht drin hatte. Da habe ich gesagt: Es macht keinen Sinn mehr. Nicht, dass ich noch so ein Ding drin habe und wir fangen einen."

Die Frage bleibt, warum Kovac Hummels trotzdem einsetzte. Der habe in der Halbzeit nochmal auf seine Probleme hingewiesen, bestätigte der Trainer. "Aber unsere Ärzte haben ihm ein Medikament verabreicht, und es hieß, es sei alles okay. Ich habe ihn gefragt: "Bist Du sicher, dass du spielen kannst?" Und er sagte ja. Sonst hätten wir ihn nicht wieder rausgeschickt.

Kurios übrigens: Bei Hummels' Auswechslung führten die Bayern noch mit 2:1.

Schlimmer Unfall in Aue: HSV-Fan zieht sich bei Sturz schwere Kopfverletzungen zu

HSV-Fan wird mit HUbschrauber in eine Klinik geflogen

Bei dem Spiel FC Erzgebirge Aue gegen den Hamburger SV verletzte sich ein HSV-Fan schwer. Er musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

dpa

10. November: Der Sieg des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV beim FC Erzgebirge Aue ist von einem schweren Unfall eines HSV-Fans überschattet worden. Der Mann stürzte kurz vor dem Abpfiff der Partie vom Zaun des Gästeblocks etwa fünf Meter in die Tiefe. Dabei knallte er zuerst mit Kopf auf den Betonboden im Stadioninnenraum. Nach ersten Erkenntnissen soll er sich schwere Kopfverletzungen zugezogen haben.

Der HSV-Anhänger wurde nach dem Unfall sofort von Sanitätern versorgt. 15 Minuten nach Spielende landete ein Rettungshubschrauber auf dem Rasen im Erzgebirgsstadion und flog den Verletzten in eine Klinik. "Wir wünschen dem Fan gute Besserung und hoffen, dass es nicht dramatisch endet", sagte HSV-Coach Hannes Wolf. Die Hamburger gewannen das Spiel mit 3:1 (1:1) und behaupteten die Tabellenführung.

Niki Lauda plant offenbar Besuch des Grand Prix von Abu Dhabi

9. November: Die österreichische Rennfahrerlegende Niki Lauda, der vor einigen Wochen eine Lungentransplantation erhielt, plant nach Medienberichten am 25. November einen Besuch des Großen Preis von Abu Dhabi. Das berichtet das Schweizer Medium "Blick".

So traf das Blatt den ehemaligen Formel 1-Boss Bernie Ecclestone nach eigenen Angaben in Brasilien zum Gespräch. Der berichtete ihnen wohl von einem Telefonat mit Niki Lauda, nur vier Stunden zuvor. Dabei soll ihm Lauda unter anderem gesagt haben: "Mein Geheimplan ist es, in Abu Dhabi aufzutauchen". Auch Angaben zu seinem Gesundheitszustand soll er gemacht haben: "Es geht mit den Umständen entsprechend gut. Ich fühle mich schon viel besser. Ich muss jetzt einfach sehr viele Tabletten nehmen und muss diszipliniert sein".

Erst am 24. Oktober hatte Lauda die Klinik verlassen können, elf Wochen nach seiner Operation Anfang August. Lauda hat schon einige lebensgefährliche Situationen hinter sich: 1976 überlebte er einen schweren Feuer-Unfall bei einem Rennen, 1991 stürzte seine "Lauda-Air-Boeing" ab. Außerdem hat der Österreicher schon zwei neue Nieren transplantiert bekommen.

fk/mod/fs/fin/kng/sve/tis/tkr/wlk/rös/dho / DPA

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