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Sport kompakt: Hinweis auf Özil? Darum zeigt Neuer auf Instagram auf eine Zehn

Manuel Neuer veröffentlicht missverständliches Foto auf Instagram +++  Tour de France: Zweite Alpen-Etappe birgt Gefahren +++ Degenkolb gewinnt Tour-Etappe +++ Ronaldo-Mania in Turin +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

Manuel Neuer zeigt vermutlich an seinem Urlaubsort auf Mykonos, auf die Hausnummer Zehn

Manuel Neuer zeigt vermutlich an seinem Urlaubsort auf Mykonos, auf die Hausnummer Zehn

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Der stern hält Sie in diesem täglich aktualisierten Ticker über wichtige Meldungen und Ergebnisse aus der (internationalen) Sportwelt auf dem Laufenden:

Darum zeigt Manuel Neuer auf einem Instagram-Foto auf eine Zehn

Erholt hat sich Manuel Neuer auf der griechischen Insel Mykonos. Zusammen mit Nationalmannschaftskollege Kevin Trapp und den Partnerinnen gönnte sich der Keeper nach der desaströsen WM in Russland eine Auszeit in der Sonne. Am Wochenende postete Neuer ein Foto auf seinem Instagram-Profil, das ihn zeigt, wie er an einem Haus auf die Hausnummer Zehn deutet. Schnell kamen Gerüchte auf, der Nationalmannschaftskapitän würde damit einen versteckten Hinweis auf Mesut Özil geben, der die Rückennummer Zehn trägt, und ihm auf diese Weise Unterstützung in der Debatte um die Erdogan-Affäre signalisieren. Schließlich hat bislang kein Nationalspieler öffentlich Stellung in dem Fall bezogen. Doch so bleibt es auch. Denn Neuer meinte mit seinem Fingerzeig auf die Zehn keineswegs Özil, sondern schlicht die Tatsache, dass er die Zehn-Millionen-Grenze an Followern auf Instagram durchbrochen hat. Dazu schrieb der Torwart den Hashtag #thankful ("dankbar") - als Gruß an die Fans.

#thankful

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Tour de France: Zweite Alpen-Etappe birgt Gefahr für Sprinter

Nach dem Auftakt in den Alpen steht bei der Tour de France am Mittwoch die erste Bergankunft an. Auf der im Olympiaort Albertville beginnenden 11. Etappe erwartet die Radprofis das Ziel an der Skistation La Rosière nahe der italienisch-französischen Grenze. Bis dahin sind 108,5 Kilometer und unter anderem zwei Berge der Ehrenkategorie, also dem höchsten Schwierigkeitsgrad, zu bewältigen. Für die Klassementfahrer ist das zweite von drei schweren Teilstücken in den Alpen die nächste Gelegenheit, im Kampf um das Gelbe Trikot zu punkten. Am nächsten Tag steht die Etappe nach L'Alpe d'Huez an.

Wegen der relativ kurzen Distanz sind vor allem die Sprinter und die angeschlagenen Profis unter Druck. Für sie, die im Gebirge deutlich langsamer sind als die Kletterer, geht es darum, den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Dieser wird durch eine Formel ausgehend von der Sieger-Gesamtzeit errechnet. Da diese wegen der nur gut 100 Kilometer langen Etappe wohl unter dreieinhalb Stunden liegen dürfte, muss der Rückstand einigermaßen in Grenzen gehalten werden, sonst droht den Fahrern der Ausschluss von der Tour.

Djokovic gewinnt zum vierten Mal Wimbledon

Der serbische Tennisprofi Novak Djokovic ist zum vierten Mal Wimbledonsieger. Der frühere Weltranglisten-Erste bezwang am Sonntag den Südafrikaner Kevin Anderson 6:2, 6:2, 7:6 (7:3) und krönte sich nach 2011, 2014 und 2015 erneut zum Gewinner des Rasen-Tennisturniers von London. Der 31 Jahre alte frühere Schützling von Boris Becker feierte damit seinen 13. Grand-Slam-Titel und seinen ersten Erfolg bei einem der vier wichtigsten Turniere seit mehr als zwei Jahren. Im Halbfinale hatte Djokovic den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal besiegt. Anderson hatte schon im Viertelfinale die Hoffnung von Roger Federer auf den achten Wimbledon-Titel beendet.

Degenkolb erster deutscher Etappensieger bei der Tour

John Degenkolbs grandioser Sieg und dramatische Sturz-Serien haben das Roubaix-Spektakel am zweiten Tour-Wochenende geprägt. Im sechsten Jahr klappte es endlich mit dem ersten Tour-Etappensieg Degenkolbs, der den Frühjahrs-Klassiker Paris-Roubaix an gleicher Stelle vor drei Jahren gewonnen hatte. Mitfavorit Richie Porte musste am Sonntag auf der neunten Etappe mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben. Der schwer verletzte Tony Martin hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Heimreise von der 105. Tour de France angetreten. 

Direkt neben dem altehrwürdigen Velodrom siegte Degenkolb, der am Sonntag mit Tränen in den Augen durchs Ziel fuhr, nach 156,6 Kilometern vor Greg Van Avermaet und seinem belgischen Landsmann Lampaert. "Es ist so schwer, das jetzt in Worte zu fassen. Ich habe eine unfassbar schwere Zeit hinter mir. Meine Familie stand immer hinter mir, und es ist das Beste, was es gibt, und das Schönste auf der Welt, dass ich ihr das jetzt zurückgeben kann", sagte der völlig fertige und dreckverschmierte Sieger in der ARD. Bei einem schweren Unfall im Januar 2016 war Degenkolb schwer verletzt worden, die Karriere des Trek-Segafredo-Profis hing am seidenen Faden.

Ronaldo-Mania in Turin: Schon über eine halbe Million Trikots verkauft

14. Juli: Der Transfer von Cristiano Ronaldo scheint sich für Juventus Turin schon nach wenigen Tagen auszuzahlen. In den ersten 24 Stunden nach Bekanntgabe des Wechsels soll der italienische Rekordmeister circa 520.000 CR7-Trikots verkauft haben. Das berichtet "Yahoo Sport Italy". Ein Trikot kostet je nach Ausführung zwischen 84,95 Euro und 144,95 Euro. 

From Zero to Hero: 18-jähriger Indonesier holt Gold im Sprinten

13. Juli: Was für eine Geschichte bei der U20-Leichtathletik-WM im finnischen Tampere. Indonesien holt Gold im Sprinten über 100 Meter. Der 18-jährige Lalu Muhammad Zohri von der indonesischen Insel Lombok holt Gold für sein Land. Damit setzte er sich gegen namhafte Konkurrenz durch und sorgte für eine Überraschung. Besonders interessant wird die Geschichte, da der junge Sportler vor knapp einem Jahr noch nicht mal das Geld für richtige Sprintschuhe aufbringen konnte, wie der "Guardian" berichtete.  Ein Jahr später grüßt er vom ersten Treppchen und wird zum Volksheld in Indonesien. 

Zohri startete auf Bahn acht und erreichte mit einer Leistung von 10,18 Sekunden die Ziellinie. Auf Platz zwei und drei folgten die beiden US-Amerikaner Anthony Schwartz und Eric Harrison. Zohri ist der erste indonesische Athlet, der für den Inselstaat in diesem Wettbewerb jemals eine Medaille erringen konnte. Und dann gleich mit so einer Geschichte.

"Marca": James will zu Real Madrid zurückkehren

13. Juli: Trotz seiner Verletzung vor dem Achtelfinalspiel gegen England spielte Bayerns Stratege James Rodriguez eine starke WM. Vor allem gegen Polen wusste der Kolumbianer zu überzeugen. Die Bayern, die James von Real Madrid bis 2019 ausgeliehen haben und eine Kaufoption besitzen, wissen, dass der 27-Jährige Begehrlichkeiten weckt. Und das offenbar auch stark von seinem Ex-Verein. Wie die spanische Zeitung "Marca" am Freitag titelt, sei Real mit Neu-Trainer Lopetegui stark daran interessiert, ein langfristiges Arbeitsverhältnis zwischen den Bayern und James zu verhindern. 

Nach dem Abgang von Zinedine Zidane, mit dem er nicht besonders gut auskam und Cristiano Ronaldo, in dessen Schatten er oft stand, scheint James bereit für einen zweiten Anlauf in Madrid. Laut "Marca" habe er entsprechende Signale nach Madrid gesendet. Fraglich ist, ob die Bayern ihren Strategen ziehen lassen werden. Als nahezu sicher gilt, dass die Bayern ihre Kaufoption von "nur" 42 Millionen Euro ziehen werden. Alles weitere liegt dann in den Händen der Bayern-Bosse. 

Kein deutsches Traum-Finale: Julia Görges scheitert an Serena Williams

12. Juli: Es wäre so schön gewesen: Nachdem Angelique Kerber souverän ins Wimbledon-Finale eingezogen ist, hätte Julia Görges das deutsche Endspiel perfekt machen können. Doch Serena Williams hatte etwas dagegen. Die US-Amerikanerin setzte sich deutlich mit 6:2, 6:4 durch. Damit kommt es am Samstag zur Neuauflage des Finales von 2016. Damals holte Williams den Titel, Kerber hatte das Nachsehen. 

Angelique Kerber steht im Finale von Wimbledon

12. Juni: Angelique Kerber kann als erste Deutsche seit Steffi Graf das Rasen-Turnier in Wimbledon gewinnen. 22 Jahre nach dem letzten Titel ihres Idols beim berühmten Rasenturnier zog die Kielerin in London zum zweiten Mal nach 2016 ins Endspiel ein. Mit ihrer überzeugenden Konstanz, Geduld und Erfahrung setzte sich die 30-Jährige im Halbfinale gegen die zu fehlerhaft agierende Lettin Jelena Ostapenko durch und gewann mit 6:3, 6:3 in gerade einmal 68 Minuten.

Sensationstransfer perfekt: Ronaldo wechselt zu Juventus Turin

10. Juli: Der Transfer des Sommers ist perfekt. Cristiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin. Das bestätigten die Spanier via Twitter. Medienberichten zufolge zahlt Juve mehr als 100 Millionen Euro Ablöse für den Weltfußballer. Ronaldos Gehalt bei den Italienern soll bei rund 30 Millionen im Jahr liegen. 

Im Wechsel-Statement lobt Real den "besten Spieler der Welt" ausdrücklich und bedankt sich für eine der erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte. Ronaldo ist ewiger Torschützenkönig der Königlichen, hat mehr Tore als Spiele (451 Treffer in 438 Partien) für Real gemacht. Der 33-Jährige sei "ein Musterbeispiel für Hingabe, Arbeit, Verantwortung und Talent", heißt es. In einer separaten Nachricht bedankt sich Ronaldo direkt bei den Fans für die neun Jahre in Madrid und bittet um Verständnis, dass er sich nun einer neuen Aufgabe widmen möchte. Er schließt sein Statement mit den Worten: "Hala Madrid!"

Cristiano Ronaldo nach seinem fünften Champions-League-Gewinn

Cristiano Ronaldo nach seinem fünften Champions-League-Gewinn

DPA

Federer und Nadal erreichen Viertelfinale von Wimbledon

10. Juli: In Wimbledon sind bei den Damen alle Top-Favoritinnen gescheitert. Bei den Herren hatten die beiden größten Stars der Branche noch keine Probleme. Roger Federer und French-Open-Gewinner Rafael Nadal sind dem Tennis-Endspiel einen Schritt näher gekommen. Titelverteidiger Federer zog am Montag mit einem problemlosen 6:0, 7:5, 6:4 gegen den Franzosen Adrian Mannarino bei seiner 20. Teilnahme am Rasenklassiker zum 16. Mal ins Viertelfinale ein. Dort trifft der 36 Jahre alte Schweizer am Mittwoch auf Kevin Anderson aus Südafrika. 

Erstmals seit sieben Jahren steht der spanische Sandplatz-Spezialist Nadal in der Runde der besten Acht. Der Weltranglisten-Erste bezwang den Tschechen Jiri Vesely ungefährdet 6:3, 6:3, 6:4 und bleibt wie Federer im gesamten Turnier ohne Satzverlust. Ein Jahr nach seiner überraschenden Achtelfinal-Niederlage in Wimbledon spielt der Sieger von 2008 und 2010 jetzt gegen den Argentinier Juan Martin del Potro oder den Franzosen Gilles Simon. 

Im Damen-Feld steht nach dem zahlreichen Scheitern der Topspielerinnen Serena Williams erstmals nach ihrer Babypause in einem Grand-Slam-Viertelfinale. Die 36-Jährige entschied das Achtelfinal-Duell zweier Mütter gegen die Russin Jewgenija Rodina ohne Mühe mit 6:2, 6:2 für sich und trifft am Dienstag auf die Italienerin Camila Giorgi.

Rangnick für eine Saison wieder Leipzig-Cheftrainer

9. Juli: Sportdirektor Ralf Rangnick kehrt für eine Saison wieder auf die Trainerbank von Fußball-Bundesligist RB Leipzig zurück. Das gab der Verein vor dem Trainingsauftakt auf einer Pressekonferenz bekannt. Zuerst hatten die "Bild"-Zeitung und die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet. Der Amerikaner Jesse Marsch wird als Assistent in Rangnicks Trainerstab fungieren.

Der 60-Jährige Rangnick tritt damit die Nachfolge des Österreichers Ralph Hasenhüttl an, von dem sich der Club am 16. Mai getrennt hatte. "Das ist die sinnvollste Entscheidung", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff auf einer Pressekonferenz und fügte hinzu: "Wir sehen das nicht als Übergangsjahr. Wir wollen den erfolgreichen Weg fortsetzen."

Rangnick ist wie schon 2015 erneut die Interimslösung. Denn ab 2019 wird Wunschtrainer Julian Nagelsmann das Traineramt in Leipzig antreten. Der 30-Jährige machte von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel Gebrauch und verlässt Hoffenheim nach der ersten Champions-League-Saison. Er unterschrieb bei RB einen bis 30. Juni 2023 laufenden Kontrakt. Darauf hatten sich die Clubs bereits im Juni geeinigt.

Kevin Großkreutz wechselt wagt Neustart in Uerdingen

5.Juli: Der amtierende Weltmeister Kevin Großkreutz verlässt den SV Darmstadt 98 und versucht einen sportlichen Neuanfang in Krefeld beim KFC Uerdingen. Das gab der Verein am Donnerstag auf Twitter bekannt. Der ehemalige Dortmunder einigte sich mit dem Aufsteiger auf einen Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren.

 KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart freut sich auf einen erfahrenen Spieler: "Wir freuen uns sehr, dass uns dieser Transfer gelungen ist. Für uns zählt weniger der Name als die spielerische Qualität, die Kevin Großkreutz mitbringt. Er wird die Mannschaft sicher noch einmal enorm verstärken können und bringt viel Erfahrung mit, von der wir profitieren werden." Zusammen mit den erfahrenen Stefan Aigner und Maximilian Beister soll Großkreutz für eine stabile Saison in der 3. Liga  sorgen.

Papadopoulos und Wood wollen den HSV verlassen

5. Juli: Kyriakos Papadopoulos und Bobby Wood wollen den Fußball-Zweitligisten Hamburger SV verlassen. "Die beiden haben uns mitgeteilt, dass sie sich verändern und weiterhin Bundesliga spielen möchten", sagte Trainer Christian Titz am Mittwoch. Papadopoulos wird am Sonntag nicht ins Trainingslager nach Österreich mitreisen. Stattdessen soll er individuell in Hamburg trainieren. "Bei Bobby warten wir die Gespräche ab, ob es in den kommenden Tagen zu einem Transfer kommt", sagte Titz. "Und wenn er sich entscheidet hierzubleiben, dann ist er Mitglied der Mannschaft." 

Eine Verpflichtung von Offensivakteur Jairo Samperio, der einst für Mainz 05 spielte und dem HSV angeboten wurde, zeichnet sich nicht ab. "Wir wollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, bei Transfers richtig zu liegen", sagte Titz. "Wir würden dann auch eher nichts machen, wenn wir nicht vollkommen überzeugt sind. Nur etwas zu machen, um etwas zu machen, macht keinen Sinn."

LeBron James wechselt zu den L.A. Lakers - das lässt auch Zlatan Ibrahimovic nicht kalt

2. Juli: Basketball-Superstar LeBron James zieht es nach Kalifornien. Der derzeit wohl beste Basketballer der Welt unterzeichnete bei den Los Angeles Lakers einen mit umgerechnet 131 Millionen Euro dotierten Vierjahresvertrag. Damit verlässt der 33-Jährige zum zweiten Mal in seiner Karriere seine Heimat bei den Cleveland Cavaliers, um bei den schillernden Lakers mit weiteren Titeln endgültig zu einer Ikone seines Sports zu werden. 

Zuvor hatte James eine Option für eine Verlängerung seines Kontraktes in Cleveland um ein weiteres Jahr abgelehnt. Nach der erneuten Niederlage im NBA-Finale gegen die Golden State Warriors in der abgelaufenen Saison hatte er offenbar die Geduld bei den Cavs verloren. Neben seinen zwei Meisterschaften mit den Miami Heat hatte er in insgesamt elf Jahren in Cleveland nur 2016 mit dem Team den Titel in der US-Profiliga gewinnen können. Zuletzt scheiterte er mit den Cavs zweimal im Finale an den Warriors. 

Auch der schwedische Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic von LA Galaxy fühlte sich bemüßigt, in gewohnt unbescheidener Manier etwas zu dem Wechsel von LeBron James, der auch "King" James genannt wird, zu sagen: "Jetzt hat L.A. einen Gott und einen König".


Wimbledon: Zverev vor lösbarer Aufgabe - Kerber gegen Qualifikantin

29. Juni: Deutschlands bester Tennisspieler, Alexander Zverev, hat für die erste Runde von Wimbledon eine vermeintlich leichte Aufgabe bekommen. Der Hamburger trifft beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison auf den Australier James Duckworth, der in der Weltrangliste nur auf Platz 752 notiert ist. Das geht aus der Auslosung in London hervor. 

Die ehemalige Weltranglisten-Erste Angelique Kerber bekommt es zum Auftakt des am Montag beginnenden Rasen-Klassikers zunächst mit Vera Swonarewa zu tun. Die Russin stand 2010 im Wimbledon-Finale, musste aber diesmal durch die Qualifikation. Insgesamt sind 15 deutsche Tennisprofis, acht Herren und sieben Damen, im Hauptfeld des dritten Grand-Slam-Turniers der Saison dabei.

In einem spannenden Auftaktmatch treffen der lange verletzte dreimalige Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka und der Weltranglisten- Sechste Grigor Dimitrow aufeinander. Titelverteidiger Roger Federer eröffnet am Montag das Turnier mit einem Match gegen den serbischen Profi Dusan Lajovic.

Mäzen Kühne will den HSV nicht mehr unterstützen

27. Juni: Rund 100 Millionen Euro hat Mäzen Klaus-Michael Kühne seit 2010 in den Hamburger SV gepumpt - damit ist jetzt (wohl) endgültig Schluss. "Ich werde den Verein nicht weiter fördern, weil mein Wunsch, meine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert wird", kündigte der 81 Jahre alte Logistik- Unternehmer in einem Interview der " Bild" an. "Im Augenblick bin ich mal weg und nur noch Fan - das wird sich auch nicht kurzfristig ändern. Dieser Entschluss ist nachhaltig." 

Kühne hält 20,57 Prozent der Anteile und ist größter Einzelinvestor der -Fußball-AG. Er hatte sich demnach eine zehnprozentige Aufstockung seiner Beteiligung an dem erstmals in die 2. Bundesliga abgestiegenen Verein gewünscht. In der Vereinssatzung ist allerdings eine Sperrklausel (24,9 Prozent) verankert, die für weitere Investitionen hätte aufgehoben werden müssen. In diesem Zusammenhang kritisierte Kühne den HSV-Präsidenten und neuen Vorstandschef Bernd Hoffmann. "Wir waren nah dran an einer Lösung und hatten sogar schon Papiere entwickelt, doch dann hat er (Hoffmann) sich klar dagegen positioniert." Kühne betonte: "Ich kann nicht immer nur Geld geben, ohne dass es eine Gegenleistung dafür gibt."

Beendet Ex-Nationalkeeper René Adler seine Karriere mit nur 33?

27. Juni: Der frühere Nationaltorwart René Adler steht möglicherweise vor dem Ende seiner Fußball-Karriere. "Wir werden uns in den nächsten Tagen in Absprache mit dem Spieler zu dem Thema äußern", sagte Rouven Schröder, Sportvorstand des Bundesligisten FSV Mainz 05, der "Bild"-Zeitung. Der 33 Jahre alte Schlussmann hatte sich am 2. Mai eine Knieverletzung zugezogen, die eine Operation notwendig machte.

hat mit Reha-Maßnahmen begonnen und ist inzwischen wieder in Mainz. In der vergangenen Saison war er mehrfach verletzt und kam auf 14 Bundesligaeinsätze. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2019. In seiner Laufbahn hatte Adler immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Vor der WM 2010 brach er sich in einem Bundesligaspiel für Bayern Leverkusen eine Rippe und musste seine Teilnahme am Weltturnier in Südafrika absagen. Dadurch ebnete er dem heutigen Nationalkeeper Manuel Neuer den Weg zur Nummer eins im DFB-Team. 

Bahnrad-Weltmeisterin Vogel bei Trainingsunfall schwer verunglückt

26. Juni: Bahnrad-Olympiasiegerin hat bei einem tragischen Trainingsunfall eine schwere Verletzung an der Wirbelsäule erlitten. "Wir machen uns große Sorgen um Kristina. Es sieht sehr schlimm aus", sagte Bundestrainer Detlef Uibel der Deutschen Presse-Agentur. Wie der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zuvor mitgeteilt hatte, stieß die Erfurterin auf der Rennbahn in Cottbus mit einem Radsportler bei hohem Tempo zusammen. Danach stürzte sie auf die Betonbahn. Mit Brüchen sei die 27-Jährige zunächst in ein Cottbusser Krankenhaus gebracht worden, später wurde sie in ein Berliner Unfallkrankenhaus geflogen. Dort sollte die elfmalige Weltmeisterin operiert werden. "Bild online" zufolge bestehe keine Lebensgefahr. Ihr Manager Jörg Werner sagte: "Sie ist schwer verletzt." Vogel solle die ganze Nacht operiert werden. Weitere Details nannte er nicht. 

Dem  zufolge hatte Vogel zusammen mit der vierfachen Junioren-Weltmeisterin Pauline Grabosch trainiert. Als Grabosch von der Bahn fuhr, habe Vogel beschleunigt und sei dann mit einem anderen Sportler kollidiert, der plötzlich auf die Bahn gefahren sei. Am Freitag und Samstag ist der "Große Preis von Deutschland" in Cottbus geplant. Dafür hatte Vogel trainiert. Nach Informationen der "Lausitzer Rundschau" könnte die Veranstaltung nun abgesagt werden. 

Borussia Dortmund verpflichtet Mainzer Abwehrspieler Abdou Diallo

26. Juni: Borussia Dortmund hat den Mainzer Abwehrspieler Abdou Diallo verpflichtet. Der 22-Jährige unterschreibt nach Vereinsangaben beim achtmaligen deutschen Meister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Die Ablösesumme für den Franzosen soll bei kolportierten 25 Millionen Euro liegen. Diallo gilt als Wunschkandidat des neuen Borussia-Trainers Lucien Favre.

"Er ist ein moderner, spielstarker und dazu sehr intelligenter Innenverteidiger", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc in einer Vereinsmitteilung. "Die Kombination aus seinem großen Potenzial und seiner Vielseitigkeit hat Abdou für uns so interessant gemacht." 

Diallo kam erst vor einem Jahr vom französischen Spitzenclub AS Monaco zum FSV Mainz 05 und absolvierte in der vergangenen Spielzeit 27 Bundesligaspiele für die Rheinhessen. Nach dem Bremer Thomas Delaney, Marius Wolf von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt, Torhüter Marwin Hitz vom FC Augsburg und Eric Oelschlägel (Werder Bremen II) ist Diallo der fünfte BVB-Zugang für die kommende Saison. 

Handball WM-2019: Deutsche Bad Boys spielen gegen Frankreich und Russland

26. Juni: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer trifft bei der Weltmeisterschaft 2019 in der Vorrundengruppe A auf Titelverteidiger Frankreich, Russland, Serbien, Brasilien und Südkorea. Das ergab die Auslosung am Montag im Rathaus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Das Championat wird vom 10. bis 27. Januar in Deutschland und Dänemark ausgetragen. 

Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop bestreitet ihre Spiele zunächst in Berlin. Gegner im Eröffnungsspiel ist Südkorea. Um in die Hauptrunde einzuziehen, muss die DHB-Auswahl mindestens den dritten Platz belegen. 

Deutsches Basketball-Talent geht nach Los Angeles in die NBA

22. Juni: Die Los Angeles Lakers aus der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA haben sich bei der alljährlichen Talentziehung die Rechte an Moritz Wagner gesichert. Das Team aus Kalifornien wählte den 21-jährigen Berliner mit dem 25. Pick in der ersten Runde des diesjährigen NBA Drafts aus. Der 2,11-Meter-Hüne spielte in den vergangenen drei Jahre am US-College für die University of Michigan und führte die Wolverines in der abgelaufenen Saison sogar ins Finale um die College-Meisterschaft. Ob Wagner bereits in der kommenden Saison an der Seite von Lonzo Ball und Kyle Kuzma auf dem Parkett stehen wird, ist noch offen. Er wird aller Voraussicht nach die Lakers in der NBA-Summer-League unterstützen bevor das Team eine Entscheidung über seine weitere Zukunft treffen wird.

Nagelsmann verlässt 1899 Hoffenheim

21. Juni: Julian Nagelsmann verlässt den Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zum Ende der Saison 2018/19. Das teilte der Klub mit. Ab Sommer 2019 wird er neuer Trainer bei RB Leipzig und erhält einen Vertrag bis 2023, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Zunächst hat die "Bild"-Zeitung über das nächste Ziel des 30-Jährigen berichtet. Die Sachsen hatten sich nach der abgelaufenen Saison von Trainer Ralph Hasenhüttl getrennt. Sportdirektor Ralf Rangnick will in der neuen Saison auch den Trainerposten übernehmen. Offen ist hingegen noch, wer in der kommenden Saison Coach bei den Sachsen und damit Nachfolger von Ralph Hasenhüttl wird.

Offiziell: Emre Can schließt sich Juventus an

21. Juni: Was sich seit Wochen angedeutet hat, ist nun offiziell: Nationalspieler Emre Can verlässt den FC Liverpool und wird ab dem 1. Juli für Juventus Turin auflaufen. Nach vier Spielzeiten in England sucht der Mittelfeldspieler nun beim italienischen Rekordmeister eine neue Herausforderung. 

Die "alte Dame" überweist 16 Millionen Euro nach Liverpool, um sich die Dienste des 20-fachen Nationalspielers zu sichern. Für den gebürtigen Frankfurter ist es seine vierte Station im Profifußball nach dem FC Bayern München, Bayer Leverkusen und dem FC Liverpool. Can unterzeichnet für vier Jahre bei den Turinern.

Feuer im Kabinentrakt auf Schalke 

21. Juni: Die Feuerwehr Gelsenkirchen musste am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot zum Trainingsgelände des FC Schalke ausrücken. Dort hatte sich ein Feuer im Kabinenbereich des Lizenzspielertrakts ausgebreitet. Verletzt wurde niemand, der Verein erklärte via Twitter, dass der Trainingsauftakt am 1. Juli wie geplant ablaufen soll. Die Aufräumarbeiten seien laut Verein im Gange, wie hoch der Sachschaden ist, wurde nicht bekannt gegeben.

Angelique Kerber scheitert im Auftaktspiel der WTA Mallorca

20. Juni: Angelique Kerber ist beim Tennisturnier auf Mallorca gleich zum Auftakt an einer Qualifikantin gescheitert und hat das Achtelfinale klar verpasst. Die Nummer elf der Weltrangliste aus Kiel verlor das am Vorabend unterbrochene Erstrunden-Match gegen Alison Riske aus den USA am Mittwoch mit 7:5, 2:6, 1:6. Nach 2:01 Stunden verwandelte die Amerikanerin ihren zweiten Matchball. Die 27-Jährige kämpft nun gegen die Slowenin Polona Hercog um den Einzug ins Viertelfinale des mit 250.000 Euro dotierten Rasenturniers.

Die Partie war am Dienstagabend wegen Dunkelheit beim Stand von 7:5, 2:6, 1:1 aus Sicht Kerbers unterbrochen worden. Im entscheidenden dritten Satz gewann die 30 Jahre alte Deutsche am Folgetag kein Spiel mehr. 

Federer nun auch offiziell Erster der Tennis-Weltrangliste

18. Juni: Stuttgart-Sieger Roger Federer ist nun auch offiziell wieder die Nummer eins der Tennis-Welt. Der 36-jährige Schweizer liegt jetzt 150 Punkte vor dem spanischen French-Open-Gewinner Rafael Nadal, wie aus der am Montag veröffentlichten Rangliste hervorgeht. Dank des erstmaligen Einzugs ins Endspiel von Stuttgart hatte sich der achtmalige Wimbledon-Sieger vor Nadal geschoben und geht nun in seine 310. Woche als Nummer eins.

 Federer muss in dieser Woche seinen Titel im westfälischen Halle verteidigen, damit er Weltranglisten-Erster bleibt. Erstmals hatte der Rekord-Grand-Slam-Sieger vor mehr als 14 Jahren die Spitze der Weltrangliste übernommen. Der Hamburger Alexander Zverev, der in dieser Woche wie Federer in Halle antritt, bleibt mit großem Abstand die Nummer drei hinter Federer und Nadal. 

Bei den Frauen gab es in den Top Ten keine Veränderungen. In Führung liegt weiterhin Paris-Gewinnerin Simona Halep aus Rumänien. Beste Deutsche ist die Kielerin Angelique Kerber als Elfte, Julia Görges aus Bad Oldesloe folgt als Nummer 13.

Premier Legaue 2018/19 startet mit Topspiel 

14. Juni: Während die Fußballwelt gebannt auf die kommende Weltmeisterschaft in Russland blickt (lesen Sie alle Infos rund um die WM im Ticker), steht das Fundament für die neue Saison in der Premier League bereits. Der englische Fußballverband veröffentlichte am Donnerstag die Paarungen für die Saison, die am Samstag, den 11. August startet. 

Titelverteidiger Manchester City eröffnet die neue Spielzeit direkt mit einem Kracher. Die "Skyblues" müssen am ersten Spieltag auswärts zum FC Arsenal. Die Londoner werden mit dem neuen Trainer Unai Emery also direkt eine "Mammutaufgabe" zu bewältigen haben. Der FC Liverpool mit Jürgen Klopp darf mit einem Heimspiel gegen West Ham United starten, Manchester United empfängt zum Start Leicester City.

Nicht weniger schwierig wird es für Emery und den FC Arsenal am zweiten Spieltag. Dort geht es für die "Gunners" nämlich zum Derby an die Stamford Bridge, wo sie zu Gast beim FC Chelsea sind. Alle Partien des ersten Spieltags in der Premier League im Überblick: 

ArsenalManCity
BournemouthCardiff C.
FulhamPalace
HuddersfieldChelsea
LiverpoolWest Ham
ManUnitedLeicester
NewcastleTottenham
SouthhamptonBurnley
WatfordBrighton
WolverhamptonEverton

USA, Kanada und Mexiko erhalten Zuschlag für WM 2026

13. Juni: Erstmals findet eine Fußball-WM in drei Ländern gleichzeitig statt. Die USA, Kanada und Mexiko haben von der Fifa den Zuschlag für das XXL-Turnier 2026 erhalten und sich gegen Konkurrent Marokko durchgesetzt. 134 Fifa-Mitgliedsverbände votierten für den Dreierbund aus Amerika, auf Marokko entfielen 65 Stimmen. 

Damit steigt eine WM erstmals seit 1994 wieder in den USA, Mexiko ist nach 1970 und 1986 bereits das dritte Mal Gastgeber eines Weltturniers. Für Kanada ist es eine WM-Premiere. Marokko scheiterte bereits mit seiner fünften Bewerbung, vorerst bleibt Südafrika 2010 der einzige afrikanische WM-Ausrichter.

Auch der Deutsche Fußball-Bund sprach sich für den Sieger aus. "Wegen des neuen Formats eines WM-Turniers mit 48 Mannschaften haben es kleinere Länder ohne umfangreiche Stadionkapazitäten schwerer, erfolgreich als Ausrichter anzutreten", sagte Verbandschef Reinhard Grindel zum deutschen Votum. Der DFB kritisierte zudem Donald Trump deutlich für seine Einmischung in den Wahlkampf. Der US-Präsident hatte Ländern, die nicht für den amerikanischen Dreierbund, mit politischen Konsequenzen gedroht.

Nach den Skandalen um die Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar stimmte nicht mehr die Fifa-Exekutive, sondern die Versammlung aller Mitgliedsverbände über den WM-Ausrichter ab. Das Amerika-Trio konnte bei den Delegierten vor allem mit finanziellen Versprechungen punkten. Demnach wird mit Einnahmen von 14,3 Milliarden US-Dollar gerechnet, fast doppelt so viel wie bei Marokko. 

Zudem sind für die WM, die erstmals in drei Ländern stattfinden wird, bereits alle Stadion vorhanden. In dem nordafrikanischen Königreich hätten neun Arena komplett neu errichtet werden müssen. Deshalb hatte Marokko in einem Fifa-Prüfbericht die deutlich schlechteren Noten erhalten.

Bei der WM in acht Jahren stehen durch die erhöhte Teilnehmerzahl nun 80 statt derzeit 64 Spiele an. Die 48 Teams werden in 16 Vorrundengruppen eingeteilt, insgesamt 32 Mannschaften erreichen die erste K.o.-Runde. 60 Partien werden in den USA und jeweils zehn in Mexiko und Kanada stattfinden. Am Eröffnungstag steigen Spiele in allen drei Ländern. Das Finale soll in Dallas, Los Angeles oder New York/New Jersey stattfinden.

Hoeneß: "Robert wird nicht verkauft"

11. Juni: Vereinspräsident Uli Hoeneß hat in einem Interview bei Sky versichert, dass Toptorjäger Robert Lewandowski auch in Zukunft für den FC Bayern München spielen wird. Damit entkräftet er die seit Wochen kursierenden Gerüchte um einen Wechsel des Polen. Lewandoswki selbst will den deutschen Fußball-Rekordmeister im Sommer verlassen. Zuletzt war in einem Bericht der "Sport Bild" angedeutet worden, dass der FC Bayern erst bei einer Ablösesumme von rund 200 Millionen Euro gesprächsbereit sein könnte. "Das ist Quatsch", sagte Hoeneß bei Sky am Sonntagabend am Rande des Basketball-Finals. "Robert wird nicht verkauft und spielt nächste Saison bei uns. Dazu ist alles gesagt worden." Den Wechselwunsch des Torgaranten hatte dessen Agent Pini Zahavi untermauert. Lewandowski hat in München noch einen Vertrag bis 2021. 

Model Harlow winkt Rennen zu früh ab - Vettel verwirrt

11. Juni: Das Model Winnie Harlow hat mt ihrem zu frühen Winken der Zielflagge beim Großen Preis von Kanada für Irritationen auf und neben der Formel-1-Strecke in Montréal gesorgt. "Ich war reichlich verwirrt", sagte Sieger Sebastian Vettel. "Einige Streckenposten glaubten schon, dass alles vorbei war und schwenkten fröhlich alle Flaggen für die Fahrer." Der viermalige Weltmeister wollte mit seinem Ferrari auf die 70. und letzte Runde fahren, als Harlow die schwarz-weiße Flagge schwenkte. "Sag ihnen, nicht die Flagge zu schwenken, wenn es noch nicht vorbei ist", sagte Vettel über den Boxenfunk. Vom Kommandostand erhielt der Heppenheimer die Anweisung, weiter auf dem Gas zu bleiben. Das Rennen wurde laut dem Reglement mit 68 statt mit 70 Runden gewertet. Am Ergebnis auf den ersten Plätzen änderte das nichts. Wenige Stunden später meldete sich auch Winnie Harlow via Twitter. "Ich war es nicht", schrieb die 23-Jährige. Offensichtlich hatte ihr jemand zu früh die Anweisung gegeben, die Flagge zu schwenken.

Nadal feiert elften French-Open-Sieg

10. Juni: Rekordchampion Rafael Nadal bleibt der unangreifbare Tennis-Patron von Paris und hat mit dem elften Triumph seine unfassbare French-Open-Titelserie weiter ausgebaut. Der 32-Jährige wehrte souverän den Angriff von Dominic Thiem ab, der 23 Jahre nach Thomas Muster als zweiter Österreicher im Stade Roland Garros einen Grand-Slam-Titel holen wollte.

Nadal gewann das Finale am Sonntag 6:4, 6:3, 6:2, damit behält er auch die Weltranglisten-Spitze vor Roger Federer und hat nach dem 17. Grand-Slam-Titel nur noch drei weniger als der Rekordsieger aus der Schweiz. Eine andere, 45 Jahre alte Bestmarke stellte Nadal ein: Elfmal das gleiche Grand-Slam-Turnier gewann bislang nur die Australierin Margaret Court bei den Australian Open.

Thiem brauchte im bisher wichtigsten Match seiner Karriere ein paar Minuten Anlaufzeit und verlor gleich seinen Aufschlag zum 0:2. Mit dem sofortigen Rebreak war der 24-Jährige in der Partie und versuchte, Nadal zumeist mit der Vorhand unter Druck zu setzen. Das klappte auch oft, doch beim 4:5 zeigte Thiem wieder Nerven. Mit einem vergebenen Volley und drei Vorhandfehlern schenkte er Nadal das nächste Break und nach schon fast einer Stunde Spielzeit den Satz.

Vor den 15.000 Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier, unter ihnen Reals Madrids bisheriger französischer Trainer Zinedine Zidane, legte Nadal mit der Führung im Rücken zum 3:0 im zweiten Satz nach. Dabei half ihm weniger seine gefürchtete Linkshänder-Vorhand sondern vielmehr Thiem mit seinen nun vielen Fehlern. Der Niederösterreicher schaute oft ratlos und frustriert in Richtung seiner Box, weil er nicht die von ihm erhoffte Leistung zeigen konnte. Das mögliche Rebreak zum 3:4 verpasste er, so dass Nadal weiter davonzog.

Als das Kraftpaket aus Mallorca gleich zu Beginn des dritten Satzes vier Chancen ausließ, Thiem sofort wieder den Aufschlag abzunehmen, wurden die Fans noch einmal wach und hofften auf ein spannenderes und auch noch besseres Endspiel. Das bekamen sie bei guten äußeren Bedingungen geboten, weil Nadal auf die frühzeitige Entscheidung drängte und Thiem sich wehrte. Mit dem Break zum 1:2 geriet der Weltranglisten-Achte erneut ins Hintertreffen. Obwohl er sich danach noch einmal anfeuerte, schien Thiem selbst nicht mehr recht an eine Überraschung zu glauben. Nadal musste sich im vierten Spiel kurz am linken Handgelenk behandeln lassen. Nach 2:43 Stunden nutzte er seinen fünften Matchball und machte 13 Jahre nach seinem ersten Erfolg den kaum zu fassenden elften Triumph in Paris perfekt.

Boxen: Massenschlägerei überschattet Comeback von Tyson Fury

10. Juni: Exakt 924 Tage stand Ex-Boxweltmeister Tyson Fury nicht mehr im Ring - am gestrigen Samstag gab der 2,06-Meter-Hüne in Manchester sein Comeback und gewann nach Aufgabe seines Kontrahenten Sefer Seferi (Albanien) nach der vierten Runde. Die Rückkehr des Wladimir-Klitschko-Bezwingers geriet vor 15.000 Zuschauern in der Manchester-Arena aber zur Farce. Nach der Aufgabe der Seferi-Ecke flogen in der Nacht zum Sonntag Gegenstände in den Ring, im Publikum war es bereits in Runde zwei zu einer schweren Massenschlägerei gekommen.

Sportlich mau: Nennenswerte Treffer waren in dem Kampf an einer Hand abzuzählen, der viel leichtere und kleinere Seferi (39) hatte kaum Sparrings-Partner-Qualitäten. "Ich hätte ihn nach zehn Sekunden umhauen können", sagte Fury nach dem Kampf, der ihn vor allem eines lehrte: Bis zur erhofften neuen WM-Chance - womöglich Ende 2019 - muss der exaltierte Schwergewichtler, der für sein Comeback mehr als 45 Kilogramm abspeckte, aber immer noch satte 125 Kilogramm auf die Waage brachte, noch hart arbeiten. 

"Nächstes Mal wird's besser - und der Gegner stärker", versprach der 29 Jahre alte Fury. Die vergangenen 32 Monate hatte er unter Depressionen gelitten, die Box-Lizenz vorübergehend verloren und sich Doping-Vorwürfen stellen müssen. Fury hatte am 28. November 2015 in Düsseldorf überraschend die Regentschaft Wladimir Klitschkos durch einen Punktsieg beendet.

NBA: Golden State Warriors verteidigen Titel

9. Juni: Dank eines starken 108:85-Siegs haben die Golden State Warriors ihren Titel in der NBA eindrucksvoll verteidigt. In der Finalserie gelang dem Starensemble um Kevin Durant, Superstar Stephen Curry und Co. gegen die Cleveland Cavaliers gar ein 4:0, ein sogenannter Sweep. Für das Team aus Cleveland war es der dritte Meistertitel in den vergangenen vier Jahren.

"Den Titel zu gewinnen, ist unglaublich hart. Ihn dreimal in vier Jahren zu gewinnen, ist unfassbar", jubelte Klay Thompson nach der Basketball-Gala in Cleveland. Doch Langeweile kam bei den Warriors-Profis während der Feierlichkeiten nach der Partie nicht auf. "Ich kann von diesem Gefühl nicht genug bekommen", sagte Curry, der mit 37 Punkten im vierten Match der überragende Spieler war.

Auf der anderen Seite ließ Clevelands Superstar LeBron James seine Zukunft bei dem Klub offen. "Ich habe derzeit noch keine Ahnung. Ich werde das tun, was ich immer getan habe: Ich werde mich mit meiner Familie zusammensetzen und beraten. Sie ist ein wichtiger Teil, wenn es um meine Karriere geht und das wird sie auch weiterhin sein", erklärte James nach der Partie. Zudem bestätigte der US-Amerikaner, die vergangenen drei Begegnungen gegen den alten und neuen NBA-Champion mit einer gebrochenen Hand gespielt zu haben. Die Verletzung zog sich James nach der unglücklichen Niederlage in Spiel eins in Oakland zu, als er aus Frust gegen eine Tafel schlug.

Ghana löst nach Korruptionsvorwürfen Fußballverband auf

8. Juni: Die Regierung im westafrikanischen Ghana hat angesichts weitreichender Korruptionsvorwürfe die Auflösung des nationalen Fußballverbands angeordnet. Die Polizei müsse alles unternehmen, um die Anschuldigungen möglichst schnell zu untersuchen und die
Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, forderte Informationsminister Mustapha Abdul-Hamid. Die Regierung sei angesichts der am Mittwoch durch einen Film bekannt gewordenen Vorwürfe schockiert. Ein Hauptverdächtiger ist Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi, der auch Mitglied des Fifa-Councils ist. "Der Dokumentarfilm demonstriert die grobe Misswirtschaft des ghanaischen Fußballverbandes, charakterisiert durch weitreichenden Betrug, Korruption und Bestechung", sagte der Minister am späten Donnerstagabend. Da die Vorwürfe sich gegen Funktionäre, Teammanager und auch Schiedsrichter richteten, sei die sofortige Auflösung des
Verbandes angeordnet worden. "Die Regierung wird dafür sorgen, dass die nötigen Reformen mit aller Dringlichkeit durchgeführt werden, um die Verwaltung des Fußballs in diesem Land wieder aufzuräumen."    

In dem Dokumentarfilm ist der inzwischen festgenommene Funktionär Nyantakyi zu sehen, wie er verspricht, gegen hohe Zahlungen Einfluss auf Politiker nehmen zu können. Eine andere Szene zeigt ihn bei der Annahme einer Bargeldzahlung von umgerechnet 60.000 Euro. 

Man nehme die Anschuldigungen sehr ernst und werde sofort Maßnahmen einleiten, teilte der ghanaische Verband mit. Es werde keinen Versuch der Vertuschung geben, heißt es in einer von Generalsekretär Isaac Addo unterzeichneten Stellungnahme. "Der Verband möchte versichern, dass er als Institution keinerlei korrupte Praktiken duldet."

fk/mod/fs/fin/kng/sve/tis / DPA

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