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Sport kompakt: Ramos stichelt nach Kritik gegen Klopp: "Nicht das erste Endspiel, das er verloren hat"

Wegen Kritik an Spielweise: Ramos legt nach gegen Klopp +++ Jakubczyk und Reus fallen nach Sturz in Staffel für restliche Saison aus +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

sport kompakt - sergio ramos vs. jürgen klopp

Sergio Ramos, Kapitän von Real Madrid

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Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Der stern hält Sie in diesem täglich aktualisierten Ticker über wichtige Meldungen und Ergebnisse aus der (internationalen) Sportwelt auf dem Laufenden:

Ramos legt nach gegen Klopp

15. August: Alter Disput, neue Runde: Real-Madrid-Kapitän Sergio Ramos hat im Streit mit Liverpool-Coach Jürgen Klopp über seine aggressive Spielweise im Finale der Champions League (die Königlichen gewannen das Endspiel mit 3:1) nochmals nachgelegt. Der Deutsche versuche mit seiner Kritik an ihm "die Niederlage zu erklären. Aber es ist nicht das erste Endspiel, das er verloren hat", sagte Ramos Medienberichten zufolge im Vorfeld des europäischen Supercups gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid.

Klopp hatte dem Spanier zuletzt vorgeworfen, im Endspiel der Königsklasse "rücksichtslos und brutal" gespielt zu haben. Unter anderem musste damals Liverpool-Star Mohamed Salah nach zumindest fragwürdigem Einsteigen von Ramos verletzt vom Platz. Zudem soll Keeper Loris Karius durch einen Ellenbogencheck des Real-Kapitäns eine Gehirnerschütterung erlitten haben, was Klopp später für dessen folgenreichen Patzer mitverantwortlich machte. Den Vorwurf, die Verletzungen seiner Gegner bewusst in Kauf genommen zu haben, wies Ramos zurück. "Ich habe nicht die Absicht, einen Spieler vorsätzlich zu verletzen", so der 32-Jährige, der sich einen weiteren Seitenhieb auf Klopp nicht verkneifen konnte. "Einige von uns arbeiten seit vielen Jahren auf einem sehr hohen Level. Ich bin nicht sicher, ob er das von sich sagen kann." Immerhin räumte Ramos ein, bei der Wahl des besten Trainers für Klopp gestimmt zu haben. Ob das die Wogen glättet, darf wohl bezweifelt werden.

Alonso verabschiedet sich aus der Formel 1

14. August: Fernando Alonso geht in den Formel-1-Ruhestand. Am Dienstag teilte der 37-jährige Spanier mit, seine Karriere zum Ende der Saison zu beenden. "Mal sehen, was die Zukunft so bringt; es warten neue aufregende Herausforderungen", erklärte der zweimalige Weltmeister, der in dieser Saison für McLaren fährt.

Alonso hatte in Australien 2001 sein erstes Formel-1-Rennen bestritten. Zuletzt war immer wieder über seinen Ausstieg spekuliert worden. Ein großes Ziel Alonsos ist der Gewinn der Triple Crown. Dieses Kunststück beinhaltet Siege bei den Klassikern Indy500, dem Großen Preis von Monaco in der Formel 1 und in Le Mans. Das Indy500 fehlt dem Spanier noch. Der Spanier macht klar, dass er trotz bevorstehendem Karriere-Ende dafür kämpfen will: "In dieser Saison stehen noch einige Grand Prix an und ich will mit noch mehr Engagement und Leidenschaft als bisher daran teilnehmen".

Nach Staffel-Sturz bei der EM: Reus und Jakubczyk fallen für restliche Saison aus 

14. August: Am Sonntag sind die Sprinter Lucas Jakubczyk und Julian Reus im Staffel-Rennen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin schwer gestürzt. Beide Läufer werden erst in der nächsten Saison wieder einsatzfähig sein.

Im Halbfinale über 4x100 Meter war Jakubczyk beim letzten Wechsel gestürzt. "Leider habe ich mir einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zugezogen, sowie zwei Schnittwunden die vor Ort genäht wurden und unzählige Schürfwunden und leichte Prellungen", gab der deutsche Schlussläufer nun auf Instagram bekannt. "Das ist sicher nicht der Abschluss der EM den ich mit erhofft habe", meinte der Berliner.

Er habe den Staffelstab von Julian Reus übernommen, dann ein paar Schritte gemacht und sich dabei eine Muskelfaser gerissen. "So habe ich dann quasi ins Leere getreten und durch die hohe Geschwindigkeit die Kontrolle verloren. Julian ist dann über mich drüber gefallen", sagte Jakubczyk rbb24. Der 30-jährige Erfurter Reus, der im Staffel-Halbfinale auf Position drei gelaufen war und ebenfalls in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, sagte der "Bild": "Es wurde eine Schultereckgelenk-Sprengung diagnostiziert und muss wohl auch operiert werden."

Durch den Sturz war die Erfolgsserie der deutschen Männerstaffeln gerissen. Seit 2010 gab es immer eine EM-Medaille: Bronze, Silber, Silber und vor zwei Jahren in Amsterdam Bronze. Für die kommende Saison zeigt sich Jakubczyk bei Instagram aber bereits zuversichtlich: "Im nächsten Jahr wird wieder angegriffen", schrieb der 33-Jährige. 

Nach EM-Gold: Hindernisläuferin Krause peilt Olympiamedaille an

13. August: Nachdem Gesa Felicitas Krause ihren EM-Titel über 3000 Meter Hindernis am Sonntagabend mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt verteidigen konnte, will sie noch in diesem Jahr sportlich nachlegen. Nachdem sie in Berlin in 9:19,80 Minuten persönliche Saisonbestleistung gelaufen war, soll schon beim ISTAF in drei Wochen - ebenfalls in der Hauptstadt stattfindend - eine deutlich schnellere Zeit, bestenfalls gar der deutsche Rekord (9:11,85 Minuten) herausspringen. "Die Welt hat sich im Hindernislauf unglaublich verbessert", sagte Krause. "Die Mädels haben die Neun-Minuten-Barriere gebrochen, für mich steht immer noch die 9:10 an."

Das langfristige Ziel ist jedoch ein noch größeres. Die Trainingsarbeit mit ihrem Coach Wolfgang Heinig ist schon auf Olympia 2020 in Tokio ausgerichtet. "Da möchte ich mit der Welt mitmischen und mir den Traum einer Olympiamedaille erfüllen", kündigte Krause an.

4x100 Meter: Frauenstaffel holt Bronze, Männer stürzen

12. August: Die deutsche 4x100-Meter-Frauenstaffel mit Top-Sprinterin Gina Lückenkemper hat bei der Leichtathletik-EM in Berlin die Bronzemedaille erobert. Lisa-Marie Kwayie aus Berlin, Lückenkemper (Leverkusen), Tatjana Pinto (Paderborn) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) mussten sich am Abend vor 42.350 Zuschauern im Olympiastadion in 42,23 Sekunden dem siegreichen britischen Quartett (41,88 Sekunden) und den Niederländerinnen (42,15) geschlagen geben. 

Zuvor war die DLV-Männerstaffel nach einem spektakulären Sturz beim letzten Stabwechsel im Halbfinale ausgeschieden. Dabei zogen sich der Rekordhalter Julian Reus und Schlussläufer Lucas Jakubczyk Verletzungen zu.

Leichtathletik-EM: Gesa Krause verteidigt Titel über 3000 Meter Hindernis

12. August: Gesa Felicitas Krause aus Trier hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin ihren Titel über 3000 Meter Hindernis von 2016 erfolgreich verteidigt. Die 26-Jährige setzte sich souverän in 9:19,80 Minuten durch. Zweite wurde Fabienne Schlumpf aus der Schweiz in 9:22,29. Bronze holte Karoline Bjerkeli Grovdal aus Norwegen in 9:24,46.

Elena Burkard von der LG farbtex Nordschwarzwald wurde Sechste. Die Ex-Europameisterin Antje Möldner-Schmidt aus Cottbus war im Vorlauf gescheitert. Krause hatte zuletzt bei der WM 2017 durch einen unverschuldeten Sturz alle Medaillenchancen eingebüßt und war Neunte geworden.

Stefan Effenberg: "Hätte Özil auch zum Rücktritt geraten"

12. August: Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat Verständnis für den Rücktritt von Mesut Özil aus dem DFB-Team. "Dazu hätte ich ihm auch geraten. Fußball muss einfach dem Spieler Spaß machen. Das wäre im Fall Özil nicht mehr möglich gewesen", sagte der frühere Kapitän des FC Bayern München in der "Bild am Sonntag". 

Zugleich wiederholte der 50-Jährige noch einmal, dass er Özil wegen dessen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht zur WM nach Russland mitgenommen hätte. "Es hat zu viel Unruhe gegeben", meinte Effenberg, der vom kommenden Sonntag an in der Sport1-Sendung "Doppelpass" als Experte auftritt.

Auch Özils Nationalmannschafts-Kollege Ilkay Gündogan hatte sich mit Erdogan kurz vor der WM-Nominierung im Mai ablichten lassen. Er sei gespannt, sagte Effenberg, "wie Ilkay Gündogan beim nächsten Länderspiel empfangen wird. Die Deutschen stürzen Stars gerne vom Himmel in die Hölle." 

Mihambo ist Weitsprung-Europameisterin

11. August: Weitspringerin Malaika Mihambo hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die Goldmedaille gewonnen. Die 24-Jährige von der LG Kurpfalz siegte mit 6,75 Metern.

Przybylko holt Gold im Hochsprung

11. August: Mateusz Przybylko aus Leverkusen hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die Goldmedaille im Hochsprung gewonnen. Der 26-Jährige holte nach Dietmar Mögenburg 1982 den zweiten EM-Titel eines deutschen Hochspringers.

Ex-Stabhochsprung-Weltmeister Holzdeppe scheitert in der Qualifikation

10. August: Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin bereits in der Qualifikation gescheitert. Der 28-Jährige aus Zweibrücken patzte am Freitagmorgen gleich bei seiner Einstiegshöhe von 5,51 Metern dreimal. Damit schied Holzdeppe ohne gültigen Versuch aus und verpasste das Finale am Sonntag (19.10 Uhr) im Olympiastadion. Holzdeppe hatte 2013 die Weltmeisterschaft gewonnen und bei Olympia 2012 in London Bronze geholt.

Auch Bo Kanda Lita Bahre aus Leverkusen und Torben Laidig aus Tübingen kamen nicht ins Finale. Beide übersprangen zwar 5,51 Meter, leisteten sich allerdings zu viele Fehlversuche.

Dutkiewicz und Roleder laufen über 100 Meter Hürden aufs Treppchen

10. August: Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) und Titelverteidigerin Cindy Roleder (Halle/Saale) haben bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin Silber und Bronze über 100 Meter Hürden gewonnen. Das Duo musste sich am Donnerstag in 12,72 und 12,77 Sekunden nur Elvira Herman aus Weißrussland (12,67) geschlagen geben. Ricarda Lobe aus Mannheim landete in 13,00 Sekunden auf Rang fünf.

Siebenkämpferin Carolin Schäfer legt einen ordentlichen EM-Start hin

9. August: Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin einen ordentlichen Start in den Siebenkampf geschafft. Die 26-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt lief am Donnerstagmorgen 13,33 Sekunden über die 100 Meter Hürden und liegt mit 1075 Punkten zunächst auf dem dritten Rang. Die Führung übernahm vorerst die 21 Jahre alte Louisa Grauvogel von der LG Saar mit 12,97 Sekunden und 1129 Zählern. 

Als dritte deutsche Starterin ist Mareike Arndt vorerst Zehnte. Topfavoritin Nafissatou Thiam aus Belgien erwischte einen mäßigen Auftakt und ist zunächst nur auf Rang 14. "Es hätte schneller sein können, aber der Einstieg ist ok", bewertete Schäfer im ZDF ihren Hürdensprint. "Das Rennen hat sich richtig gut angefühlt", sagte Grauvogel, die jedoch in den Sprungdisziplinen schwächer einzuschätzen ist.

Arthur Abele ist Zehnkampf-Europameister

8. August: Der Ulmer Arthur Abele hat im Zehnkampf die erste Goldmedaille für die deutschen Leichtathleten bei den Europameisterschaften in Berlin gewonnen. Der 32-Jährige verteidigte am Mittwoch seine Führung im abschließenden 1500-Meter-Lauf und krönte sich zum ältesten Zehnkampf-Europameister der Geschichte.

Arthur Abele übernimmt Führung im Zehnkampf

8. August: Drei Disziplinen vor Ende hat der Ulmer Arthur Abele im Zehnkampf bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin die Führung übernommen. Der 32-Jährige schob sich am Mittwoch mit einer Weite von 45,42 Metern im Diskuswerfen auf die Spitzenposition. Durch die persönliche Saisonbestleistung kommt Abele nun auf 6042 Punkte und liegt um 53 Zähler vor dem Briten Tim Duckworth (5989). Dritter ist vorerst der Schwede Fredrik Samuelsson (5862).

Dank der Diskus-Spitzenweite von 46,30 Metern kletterte Niklas Kaul aus Mainz in der Gesamtwertung mit 5759 Punkten vom Platz 14 auf neun. Mathias Brugger ging nicht mehr an den Start. Abeles Vereinskollege hatte bereits am ersten Tag mit drei ungültigen Versuchen im Weitsprung kein Ergebnis verbuchen können und lag damit chancenlos zurück.

Zehnkämpfer Arthur Abele weiter auf Medaillenkurs

8. August: Mit einem starken Start in den zweiten Zehnkampftag hat der Ulmer Arthur Abele seine Medaillenambitionen bei der Leichtathletik-EM untermauert. Der 32-Jährige lief am Mittwochmorgen in 13,94 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit des Felds über die 110 Meter Hürden und festigte Platz zwei in der Gesamtwertung. Nach sechs von zehn Disziplinen liegt Abele mit 5267 Punkten nur noch 18 Zähler hinter dem führenden Briten Tim Duckworth (5285). Der Schwede Fredrik Samuelsson (5117) hat als Dritter bereits 150 Punkte Rückstand auf Abele. 

Niklas Kaul aus Mainz ist bei seinem EM-Debüt mit 4965 Punkten zwischenzeitlich auf Platz 14. Obwohl Abeles Vereinskollegen Mathias Brugger am ersten Tag mit drei ungültigen Versuchen im Weitsprung keine Ergebnis verbuchen konnte, ging er auch noch über die Hürden an den Start und befindet sich vorerst auf Rang 21.

Wasserspringerinnen Kurjo und Wassen holen EM-Bronze vom Turm

7. August: Maria Kurjo und Elena Wassen haben EM-Bronze im Synchronspringen vom Turm gewonnen. Die 28-Jährige und ihre elf Jahre jüngere Sprung-Partnerin kamen am Dienstag in Edinburgh auf 284,64 Punkte und mussten sich nur den Britinnen Eden Cheng und Lois Toulson (289,74 Punkte) sowie den Russinnen Jekaterina Bejajewa und Julia Timoschinina, die 288,60 Zähler erreichten, geschlagen geben. Für Kurjo ist es die zweite Medaille am zweiten Wettkampftag der Wasserspringer bei den European Championships. Am Montag hatte die Berlinerin mit Lou Massenberg Silber im Mixed-Team-Wettbewerb geholt. Bereits vor dem Erfolg von Kurjo und Wassen hatte Rekordeuropameister Patrick Hausding überraschend das Finale vom Einer verpasst.

Christoph Harting scheitert in Quali - Bruder Robert steht im EM-Finale

7. August: Er war der große Favorit auf Gold, scheiterte jedoch schon in der Qualifikation: Für Diskus-Olympiasieger Christoph Harting ist die Leichtathletik-EM in Berlin nach drei Fehlversuchen bereits völlig überraschend beendet. Der 27-Jährige warf dreimal rechts oben ins Netz und nahm sich so jede Chance auf die Final-Runde.

In der steht hingegen sein älterer Bruder Robert, Olympiasieger von London. 63,29 Meter reichten für den 2,01-Mter-Hünen für den Einzug in sein letztes EM-Finale, der 33 Jahre alte Berliner kämpft damit als siebtbester Werfer am Mittwochabend noch einmal um eine Medaille. Der Olympia-Dritte Daniel Jasinski (Wattenscheid) verpasste dagegen mit schwachen 60,10 Metern das Finale.

Titel verteidigt: Zverev siegt überlegen in Washington

6. August: In nur 1 Stunde und 14 Minuten setzte sich Alexander Zverev im Finale in Washington gegen den Australier Alex de Minaur. Damit konnte der 21-Jährige an seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr anknüpfen. Mit dem neunten Turniersieg auf der ATP-Tour gelang Zverev nach Madrid und München außerdem der dritte Triumph in diesem Jahr. 

Der Tennis-Profi aus Hamburg zeigte sich bei der Titelverteidigung am Sonntag überlegen mit einem Ergebnis von 6:2, 6:4. Gegen den Weltranglisten-72. de Minaur startete Zverev mit einem Break und erspielte sich im ersten Satz schnell eine 4:0-Führung. Auch danach war Deutschlands Nummer eins überlegen und sicherte sich nach einer halben Stunde Satz eins. Im zweiten Duell gegen den Australier war es für Zverev der zweite Sieg. Der Hamburger war bei dem Turnier in der US-Hauptstadt an Nummer eins gesetzt gewesen.

Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung bei dem mit 2,1 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turnier hatte Alexander Zverev im Achtelfinale seinen Bruder Mischa in zwei Sätzen besiegt. Im Halbfinale hatte sich Zverev gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas durchgesetzt, zuvor gewann er gegen den Japaner Kei Nishikori.

Gomez tritt aus DFB-Elf zurück

5. August: Mario Gomez tritt mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Dies teilte der 33-Jährige am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit. Seine zeit in der DFB-Elf sei sportlich nicht immer einfach, nicht immer erfolgreich und doch wunderschön" gewesen, schreibt Gomez. " Ich habe viele Menschen kennengelernt, mit denen ich sehr verbunden bleiben werde. Nun ist es aber an der Zeit, Platz zu machen und den vielen jungen und hochtalentierten Jungs die Möglichkeit zu geben, ihren Traum zu erfüllen, sich zu beweisen, Erfahrungen zu sammeln und das Beste für Deutschland zu erreichen."

Er werde dem Team immer verbunden bleiben und sei nun "großer Fan dieser Mannschaft", führt er aus, um dann doch eine Hintertür offen zu halten: "Nur wenn der Trainer in zwei Jahren bei der EM aus unwahrscheinlichen Gründen Bedarf sieht und ich mich auch wirklich noch in der Verfassung fühle, helfen zu können, werde ich dann selbstverständlich bereitstehen." Bis dahin wünsche er "der Mannschaft der Mannschaft, den Trainern und dem ganzen Team ums Team nur das Beste!"

Gomez spielte insgesamt 78 Mal für die DFB-Elf: In seiner zeit erzielte er 31 Treffer.

Toni Kroos zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt

5. August: Champions-League-Sieger Toni Kroos ist erstmals zum Fußballer des Jahres gekürt worden. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid setzte sich bei der vom "Kicker" unter Sportjournalisten veranstalteten Wahl mit 185 Stimmen vor Stürmer Nils Petersen (39 Stimmen) vom SC Freiburg und vor dem brasilianischen Verteidiger Naldo (38) von Schalke 04 durch. Kroos, der im vergangenen Jahr Platz zwei belegt hatte, tritt die Nachfolge seines früheren Münchner Nationalmannschaftskollegen Philipp Lahm an.

"Fußballer des Jahres - das ist ein Preis, den man nicht so einfach bekommt - und vor allem auch nicht jeder", sagte Kroos dem "Kicker" zu der Ehrung. Der 86-malige Nationalspieler hat die Champions League viermal gewonnen, dreimal mit Real Madrid, einmal mit dem FC Bayern. 2014 hatte er großen Anteil am WM-Titel der deutschen Mannschaft in Brasilien. 

Fußballerin des Jahres ist wie im Vorjahr Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan von Olympique Lyon. Den Titel Trainer des Jahres erhält Jupp Heynckes, der in der vergangenen Saison beim FC Bayern München in der Verantwortung stand. 475 Journalisten hatten sich an der Abstimmung beteiligt, wie das Fachmagazin am Sonntag mitteilte.

Zehnjähriger knackt Rekord von Michael Phelps

4. August: Der zehnjährige Schwimmer Clark Kent Apuada hat einen Rekord von Olympia-Sieger Michael Phelps aus Kindertagen übertroffen und dafür Glückwünsche der Schwimm-Ikone geerntet. "Riesen Gratulation an Clark Kent dazu, dass er diesen Sportrekord geknackt hat", schrieb Phelps auf Twitter.

Apuada hatte vergangenes Wochenende für 100 Meter Schmetterling nur 1:09:38 Minuten gebraucht. Er übertraf damit Phelps' Rekord in der Kategorie der Schwimmer bis zehn Jahre, der 1995 gut eine Sekunde länger gebraucht hatte. Apuada bestreitet seit vier Jahren Wettkämpfe für die kalifornische Schwimm-Mannschaft von Monterey County. "Dieses Kind ist anders als jeder andere junge Mann, den ich jemals trainiert habe", sagte Apuadas Trainer Dia Riana dem US-Fernsehsender CNN. 

Und Schwimmen sei nicht die einzige Stärke des Zehnjährigen, sagte der Trainer. Apuada sei auch besonders gut in den Computer- und Wissenschaftskursen in der Schule und nehme Unterricht in Kampfkunst und Klavierspielen. "Er ist immer hervorragend", sagte Riana. Tatsächlich trägt Apuada bereits den Spitznamen "Superman", nicht zuletzt weil er wie Supermans Alter Ego Clark Kent heißt.

Apuada reagierte ebenfalls stolz auf seine Leistung bei der internationalen Schwimmmeisterschaft Far West. Einen Rekord von Phelps zu brechen, sei "erstaunlich, weil Michael Phelps einer der größten Schimm-Ikonen der Welt ist", sagte der Junge dem kalifornischen Sender KPIX 5. Als sein persönliches Ziel nannte der Zehnjährige eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Phelps hat bereits 23 olympische Goldmedaillen gewonnen und ist damit der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten.

Peinliche Foto-Panne bei Meyer-Vorstellung in London

3. August: Die Zukunft von Max Meyer ist endgültig geklärt. Der 22-Jährige hat Schalke 04 verlassen und einen Dreijahresvertrag bei Crystal Palace in der Premier League unterschrieben. Dies bestätigte der Londoner Verein unter anderem bei Twitter und leistete sich dann auch gleich einen bösen Ausrutscher. In einem Artikel mit den fünf Schlüsselmomenten aus Meyers Karriere war zunächst kein Foto des Ex-Schalkers, sondern von Bayerns Joshua Kimmich. Die Panne wurde nach kurzer Zeit behoben.

Arturo Vidal offenbar auf dem Weg nach Spanien

2. August: Zuletzt war von aussichtsreichen Gesprächen mit Inter Mailand die Rede. Aber nach Informationen des katalanischen Blattes "Sport" soll sich Bayern-Defensivspezialist Arturo Vidal noch heute auf dem Weg nach Barcelona machen. Demnach soll der 31-jährige chilenische Nationalspieler einen mehrjährigen Vertrag unterschreiben. Heute noch solle er im Flieger nach Spanien sitzen, um den Medizincheck zu absolvieren, heißt es. Angeblich 30 Millionen Euro wird er die Katalanen kosten, nachdem sie sich mit dem FC Bayern kürzlich geeinigt haben sollen. Vidal könnte verpflichtet werden, um den Abgang von Paulinho in der Defensive zu kompensieren. 

Rummenigge schließt Pavard-Wechsel nach München vorerst aus

1. August: Der französische Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard wird laut Karl-Heinz Rummenigge in diesem Sommer nicht zum FC Bayern München wechseln. "Nein", sagte der Vorstandschef des FC Bayern München in der "Sport Bild" (Mittwoch) auf die Frage, ob der Franzose im Falle eines Weggangs von Jérôme Boateng sofort kommen würde, und begründete dies mit den Optionen der Münchner: "Wir haben Hummels, wir haben Süle, wir haben Martinez, der in der Innenverteidigung spielen kann, auch Alaba und noch zwei junge Spieler, Lukas Mai und Chris Richards. Das ist viel Qualität." Nach seiner starken WM mit Frankreich war der 22 Jahre alte Verteidiger Pavard zuletzt verstärkt mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister in Verbindung gebracht worden. Der SWR hatte berichtet, dass der Franzose bereits während des Turniers in Russland einen ab 2019 gültigen Vertrag bei den Münchnern unterschrieben habe.

Rummenigge hält Özil-Debatte für Phantomdiskussion

31. Juli: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die Debatte um Mesut Özil als Phantomdiskussion bezeichnet. Der 62-Jährige wurde in einem Interview der "tz" (Mittwoch) gefragt, ob der deutsche Fußball speziell nach dem Fall des zurückgetretenen deutschen Nationalspielers auch in Sachen Werte dazulernen könne. "Als Werteverfall würde ich das nicht bezeichnen. Ich halte die ganze Diskussion um Mesut Özil für eine Phantomdiskussion" sagte Rummenigge. "Mit Rassismus hat sie überhaupt nichts zu tun. In meinen Augen gibt es keinen größeren Integrationsfaktor als Fußball. Es fällt allerdings auf, dass es beim DFB keine einhellige Meinung zur Causa Özil gibt, folglich gab es auch kein wirksames Krisenmanagement."

Özil war vor der WM wegen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kritik geraten. In einer Erklärung nach der Endrunde hatte der Profi des FC Arsenal Rassismus-Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund und Präsident Reinhard Grindel erhoben und eine Debatte über Integration ausgelöst.

Früherer Radprofi Andreas Kappes gestorben

31. Juli: Der frühere Radprofi Andreas Kappes ist tot. Der 52 Jahre alte sportliche Leiter der Tour de Neuss und ehemalige Top-Rennfahrer starb in der Nacht zu Dienstag, bestätigte Stephan Hilgers, Vorsitzender des Neusser Radfahrervereins, unter Berufung auf die Familie der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Neuß-Grevenbroicher Zeitung" darüber berichtet. 

Kappes hatte zuletzt die sportliche Leitung der Tour de Neuss inne, die am Mittwoch stattfinden soll. "Der Schock ist extrem tief", sagte Hilgers. "Alle Rennfahrer werden einen Trauerflor tragen." An dem Hauptrennen werden unter anderen der deutsche Spitzensprinter André Greipel und Rick Zabel teilnehmen.

Kappes feierte in seiner aktiven Karriere vor allem auf der Bahn, aber auch auf der Straße Erfolge. Der gebürtige Bremer fuhr unter anderem für das Team Telekom und Gerolsteiner, gewann Etappen bei der Tour de Suisse, beim Giro d'Italia sowie Paris-Nizza und nahm fünfmal an der Tour de France teil. Auf der Bahn feierte er 24 Siege bei Sechstagerennen.

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