VG-Wort Pixel

Wellenreiten in der Halle Größte Indoor-Welle Europas: Surf-Meisterschaft findet in Berlin statt

Deutschland ist bisher wahrlich nicht als El Dorado für Wellenreiter bekannt. Doch peu à peu entstehen hier immer mehr Optionen, die Surfen auch an Orten, wo kein Meer ist, möglich machen. Wie seit kurzem in der Metropole Berlin. Und genau dort, im Berliner Wellenwerk, fand dann auch die diesjährige Deutsche Meisterschaft in der relativ jungen Sportart des Surfens einer stehenden Welle statt, was sich Rapidsurfen nennt. Mit achteinhalb Metern Breite und 1,60 Meter Höhe hat Berlin die größte Indoorwelle Europas. Der Begriff "Rapidsurfen" leitet sich übrigens vom englischen Wort Rapids ab, das übersetzt "Stromschnellen" bedeutet. Bei der Meisterschaft des Deutschen Wellenreitverbands, die über zwei Tage ging, waren 55 Athleten am Start. Gewonnen hat am Ende bei den Frauen die Münchenerin Janina Zeitler mit kraftvollen Fahrten und beeindruckenden Manövern. Sie freut sich über den Zuspruch, den ihr Sport erfährt: "Also, klar, mittlerweile kommen immer mehr Wellen, immer mehr Surfer und der Sport wächst. Es gibt immer mehr Wettkämpfe. Deshalb bin ich auch gespannt, was in der Zukunft kommt. Aber ich glaube, dass die Szene wächst und größer wird und vielleicht sogar olympisch wird." Und in einem spannenden Finale bei den Männern trat dann der 17-jährige Nicolas Marusa gegen den erst 12-jährigen Antonin Meier an. Verfolgt wurde das Event per Livestream nach Angaben der Veranstalter von rund 200.000 Interessierten. Marusa gewann am Ende durch seine dynamischen Ritte und die extremeren Tricks in den Tonnen von Wasser, die durch nachhaltig produzierten Strom von mehreren Pumpen ins Becken geschossen werden: "Also, die Welle ist extrem stark. Es ist die stärkste stehende Welle, die ich gesurft bin. Da kann alles passieren. Man muss die Welle unter Kontrolle haben, sonst kontrolliert sie dich." Rapidsurfen entwickelt sich also zurzeit rasant und ist ein Spaß für alle Altersklassen. Kein Wunder, dass immer mehr stehende Wellen in Deutschland und Europa aufgebaut werden. Und damit können dann auch internationale Wettkämpfe stattfinden - eine entsprechende Liga gibt es sogar bereits schon.
Mehr
55 Athleten sind im Berliner Wellenwerk am Start gewesen, um den Deutschen Meister im Wellenreiten zu küren. Rund 200.000 verfolgten das Surf-Event im Livestream.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker