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Sportchef VfL Wolfsburg: Schmadtke schimpft auf Videobeweis: «Technik nicht im Griff»

Durch das gerechte 1:1 bei Fortuna Düsseldorf verpasst der VfL Wolfsburg den Sprung an die Tabellenspitze. Völlig verdient, wie der Meister von 2011 einräumt. Über eine Szene regen sich aber viele Wolfsburger auf.

Zweikampf

Düsseldorfs Matthias Zimmermann (l) spielt beim Dull mit dem Wolfsburger Josip Brekalo einen Ball im Aus. Foto: Marius Becker

Die Diskussion um den Videobeweis in der Fußball-Bundesliga nimmt kein Ende. Nach dem 1:1 (1:1) des VfL Wolfsburg am Freitagabend bei Fortuna Düsseldorf beschwerte sich VfL-Sportchef Jörg Schmadtke wieder einmal «über die Technik, die wir nicht im Griff haben».

Vor dem Führungstreffer der Fortuna durch Nico Gießelmann (17. Minute) war der Ball vor einer Hereingabe von Düsseldorfs Matthias Zimmermann augenscheinlich im Aus gewesen. Der Videoschiedsrichter überstimmte den Unparteiischen Manuel Gräfe aber nicht. «Das ist der Job des Schiedsrichters, der Ball ist klar im Aus, das kann man sehen», beschwerte sich Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst anschließend deutlich beim TV-Streamingdienst DAZN.

Wieder einmal traf der Niederländer gegen seinen persönlichen Lieblingsgegner: Im dritten Spiel mit Wolfsburg gegen die Fortuna nun schon zum siebten Mal. Sein Ausgleich noch vor der Pause (29.) war aber zu wenig für die weiter ungeschlagenen Niedersachsen, um zumindest für eine Nacht auf Platz eins der Tabelle zu springen. Das lag keineswegs nur am gewerteten Führungstor der Fortuna, wie alle VfL-Beteiligten betonten. Nicht nur Schmadtke sprach von einem «gerechten Unentschieden».

Der Ärger über den Videobeweis aber blieb. Es gebe verschiedene Bilder von der Szene, sagte Schmadtke. «Auf dem einen kann man sagen: Da streift er vielleicht noch die Linie, auf den anderen ist es eigentlich eindeutig. Da ist es dann immer die Frage, welche Bilder ich nehme.» In der Tat scheint der Ball bei einer seitlichen Perspektive eindeutig im Aus gewesen zu sein. Eine Perspektive von oben, bei der der Ball dann eben nicht mit vollem Umfang hinter der Linie gewesen sein könnte, fehlte aber. Für Schmadtke ein Problem der Technik. «Da brauchen wir dann überall die 3D-Technik, so wie an der Torlinie bei einer Torentscheidung», befand der gebürtige Düsseldorfer und langjährige Fortuna-Torhüter.

dpa

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