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Australian Open 2017: Venus Williams steht nach 14 Jahren wieder im Halbfinale

Venus Williams ist die älteste Halbfinalistin eines Grand-Slam-Turniers seit mehr als zwei Jahrzehnten: Der Tennisstar konnte das Viertelfinale der Australian Open 2017 für sich entscheiden. Auch Schwester Serena kann sich freuen.

Im Viertelfinale der Australian Open 2017 setzte sich Venus Williams gegen Anastassija Pawljutschenkowa durch

Im Viertelfinale der Australian Open 2017 setzte sich Venus Williams gegen Anastassija Pawljutschenkowa durch 

stand mal auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste. Jetzt erreichte sie im Alter von 36 Jahren das Halbfinale der Australian Open. 14 Jahre nachdem ihr dieser Triumph zum ersten Mal geglückt war, setzte sich der Tennisstar in Melbourne wieder durch. 

Die ein Jahr ältere Schwester von Rekordsiegerin besiegte die Russin Anastassija Pawljutschenkowa 6:4, 7:6 (7:3). "Ich will noch weiterkommen, ich bin noch nicht zufrieden", sagte Venus Williams, die nach einer überstandenen Krankheit nicht mehr ans Aufhören denkt: "Ich fühle, dass ich noch viel großes Tennis in mir habe. Wenn man sich so fühlt, macht man weiter."

Venus Williams trifft auf Kerber-Bezwingerin

Durch ihren 50. Einzelsieg bei den Australian Open ist sie die älteste Halbfinalistin bei einem Grand-Slam-Turnier seit Martina Navratilova 1994 in Wimbledon. Am Donnerstag spielt die Nummer 17 der Welt in einem US-Duell gegen Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe. Die Weltranglisten-35. ließ nach dem glatten Achtelfinal-Erfolg gegen Titelverteidigerin Angelique Kerber auch French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien keine Chance und gewann 6:4, 6:0.

"Es ist eine Ehre, gegen so einen großen Champion wie Venus zu spielen", sagte Vandeweghe. Die 25-Jährige berichtete nach dem Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale, dass sie sich als Kind bei einem Turnier einst für ein Autogramm von Venus Williams angestellt hatte. Als sie ihr diese Geschichte später im Fed-Cup-Team erzählte, habe Venus Williams Vandeweghe gefragt, ob sie denn nun eines haben wolle.

Erfolgreich bei Grand-Slam-Turnieren

Für die Chance auf die zweite Finalteilnahme nach 2003, als es im eine Niederlage gegen Serena Williams gab, musste Venus hart arbeiten. "Ich freue mich so sehr, das war ein so hart umkämpftes Match", sagte sie nach dem Erfolg über Pawljutschenkowa.

Gegen die Weltranglisten-27. holte Venus Williams in beiden Sätzen Aufschlagverluste auf und agierte insgesamt etwas druckvoller und mit weniger Fehlern in entscheidenden Momenten. Beim ersten Matchball schenkte Pawljutschenkowa der Nummer 17 der Welt mit einem Doppelfehler den Sieg. Die fünfmalige Wimbledon- und zweimalige US-Open-Siegerin steht dadurch bereits zum 21. Mal bei einem Grand-Slam-Turnier unter den letzten Vier.

Auch Serena Williams steht im Halbfinale

Vandeweghe erlebt in Australien ihre Premiere. Gegen Muguruza knüpfte sie mit ihrem druckvollen Spiel nahtlos an die starke Vorstellung gegen Kerber an. "Ich habe mich komischerweise nicht so toll gefühlt, ich war sehr nervös. Als ich erstmal in Schwung kam, war das wie ein Güterzug, den man nicht stoppen kann", sagte Vandeweghe.

Serena Williams, die mit dem Gewinn des Titels Kerber wieder von der Spitze der Weltrangliste verdrängen kann, spielt am Mittwoch gegen die Britin Johanna Konta. Außerdem trifft die tschechische Mitfavoritin Karolina Pliskova auf die Kroatin Mirjana Lucic-Baroni. Die 34-Jährige schied am Dienstag mit der Darmstädterin Andrea Petkovic im Doppel-Viertelfinale aus.

Kommende Spiele bei den Australian Open 2017

Drei Jahre nach seinem Australian-Open-Triumph steht der Schweizer Tennisprofi Stan Wawrinka erneut im Halbfinale. Der US-Open-Sieger gewann 7:6 (7:2), 6:4, 6:3 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, der vor neun Jahren das Endspiel der Australian Open bestritt.

Wawrinka trifft am Donnerstag entweder auf den Hamburger Mischa Zverev oder seinen Schweizer Landsmann Roger Federer, die im zweiten Viertelfinale am Dienstag gegeneinander spielen. Am Mittwoch trifft der Belgier David Goffin auf den Bulgaren Grigor Dimitrow, danach stehen sich der frühere Weltranglisten-Erste und Australien-Champion Rafael Nadal aus Spanien sowie Wimbledon-Finalist Milos Raonic aus Kanada gegenüber.

fri/DPA

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