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Handball-EM 2018: Spanien zum ersten Mal Handball-Europameister: Final-Sieg gegen Schweden

Spanien erstmals Handball-Europameister: Final-Sieg gegen Schweden +++ Hanning lässt Zukunft von Bundestrainer Prokop offen +++ Wiencek dementiert Aufstand gegen Trainer Prokop +++ Die wichtigsten Nachrichten zur Handball-EM 2018 im stern-Ticker.

Spaniens Torhüter Arpad Sterbik jubelt nach Spielende. 

Spaniens Torhüter Arpad Sterbik jubelt nach Spielende. 

Vom 12. bis 28. Januar fand in Kroatien die Handball-EM 2018 statt. Das deutsche Team um Bundestrainer Christian Prokop ging als Titelverteidiger ins Turnier und bekam es in der Vorrunde in Gruppe C mit den Teams aus Montenegro, Slowenien und Mazedonien zu tun. Zwar gehörte Deutschland zum Favoritenkreis, scheiterte jedoch vor dem Halbfinale.

Der stern hält Sie über die aktuellsten Nachrichten und Informationen rund um die Handball-EM 2018 auf dem Laufenden:

+++ 28. Januar: Spanien erstmals Handball-Europameister: Final-Sieg gegen Schweden +++

Spaniens Handballer haben bei der Europameisterschaft  in Kroatien erstmals den Titel gewonnen. Der Vize-Champion von 2016 setzte sich im Finale von Zagreb am Sonntag mit 29:23 (12:14) gegen Rekord-Europameister Schweden durch. Nach zuvor vier Final-Teilnahmen bei Europameisterschaften feierten die Iberer damit vor rund 9500 Zuschauern in der erneut nicht ausverkauften Arena ihr erstes EM-Gold

überhaupt. Außerdem sicherte sich die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera mit dem Titelgewinn ein Direktticket für die Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland undDänemark.


Beste Torschützen der taktisch erneut extrem clever agierenden Spanier waren Ferran Solé und David Balaguer mit jeweils fünf Treffern. Bei den mit zwölf Spielern aus erster und zweiter Bundesliga angetretenen Schweden dagegen lief vor allem im zweiten Durchgang nichts mehr zusammen. Auch die ebenfalls fünf Tore von Jesper Nielsen halfen den Skandinaviern nicht.

+++ 28. Januar: Hanning lässt Zukunft von Bundestrainer Prokop offen +++

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat den Wunsch des Deutschen Handballbundes nach einer weiteren Zusammenarbeit mit Christian Prokop bekräftigt, die Zukunft des Bundestrainers nach der enttäuschenden Europameisterschaft aber offen gelassen. "Die Zielrichtung ist klar: Wir wollen mit Christian Prokop weitermachen. Ich sage aber auch: Zur Analyse gehört es, dass wir erst einmal mit allen sprechen und dann eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen", sagte Hanning am Sonntagmorgen im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF und ergänzte: "Ich hoffe, dass wir nicht zu einer anderen Einschätzung der Situation kommen." 


Finanzielle Dinge sollen bei der Entscheidung, die der DHB innerhalb der kommenden sechs Wochen nach eingehenden Gesprächen mit dem Trainerstab und dem Spielerrat treffen will, keine Rolle spielen. Laut Hanning könne sich der Verband eine Trennung von Prokop, der einen Vertrag bis 2022 besitzt, leisten. "Die Frage ist, ob er sich das leisten will", sagte der DHB-Vizepräsident. 


Nach dem ernüchternden neunten Platz des entthronten Titelverteidigers bei der Endrunde in Kroatien war Prokop stark in die Kritik geraten. Dem 39-Jährigen waren unter anderem Fehler bei der Kadernominierung und im Umgang mit einzelnen Spielern vorgeworfen worden. "Ein zerrüttetes Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft habe ich aber nicht feststellen können", betonte Hanning.

+++ 27. Januar: Wiencek: "Sind dem Trainer nicht in den Rücken gefallen"

Nationalspieler Patrick Wiencek hat einen Aufstand von Teilen der DHB-Auswahl gegen Bundestrainer Christian Prokop bei der EM in Kroatien dementiert. "Wir sind dem Trainer nicht in den Rücken gefallen", sagte der Kreisläufer den "Kieler Nachrichten". Der 28-Jährige sprach aber auch von einer zum Teil angespannten Atmosphäre innerhalb des Teams während des Turniers. "Die Stimmung war von verschiedenen Seiten schlecht, aber ich würde nicht sagen, dass der Trainer keine Autorität hatte. Wir müssen über alles reden." Nach dem frühen EM-Aus war von Differenzen zwischen Prokop und Teilen der Mannschaft die Rede.

Rückraum-Routinier Steffen Weinhold sieht die Hauptschuld für das schwache Abschneiden dagegen vor allem bei den Spielern selbst. "Wenn wir uns weiterentwickeln wollen und Fortschritte verzeichnen für das nächste Turnier, müssen wir uns alle selbst fragen, was wir besser machen können", sagte der 31-Jährige. Der Deutsche Handballbund (DHB) will an Prokop festhalten und mit ihm in die Heim-WM 2019 gehen. "Ich denke schon, dass Christian Prokop dann Trainer sein wird, er hat ja noch lange Vertrag", sagte Wiencek. Der 39-jährige Prokop besitzt beim DHB noch einen Kontrakt bis 2022.

+++ 26. Januar: Sieg über Dänemark: Schweden steht im EM-Finale +++

Rekord-Europameister Schweden spielt am Sonntag (20.30 Uhr) gegen Spanien um den Titel bei der Handball-EM in Kroatien. Mit einem überraschenden 35:34 (28:28, 16:14)-Erfolg nach Verlängerung gegen Olympiasieger Dänemark im zweiten Halbfinale in Zagreb folgten die Schweden den Iberern ins Finale. Beste Spieler der siegreichen Skandinavier waren Torhüter Andreas Palicka vom deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen sowie Mattias Zachrisson: Der Spieler der Füchse Berlin war mit acht Treffern bester schwedischer Torschütze. Den Dänen halfen dagegen auch die zwölf Tore von Superstar Mikkel Hansen nicht.

Während Schweden oder Spanien damit die Nachfolge von Titelverteidiger Deutschland antreten werden, müssen die Dänen noch im Spiel um den dritten Platz gegen Weltmeister Frankreich antreten. Die Franzosen hatten zuvor im ersten Halbfinale ebenfalls überraschend mit 23:27 gegen Spanien verloren. Bester Werfer des Vize-Champions war Ferran Solé mit sieben Treffern, für Frankreich war Cedric Sorhaindo mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Für die Franzosen war es die erste Pflichtspielniederlage seit dem 3. Mai vergangenen Jahres, als sie in der EM-Qualifikation in Norwegen (30:35) verloren hatten. In der erneut nicht ansatzweise gefüllten Arena in Zagreb fanden sie kaum ein Mittel gegen die überragende Defensive der Spanier.

+++ 26. Januar: Spanien zieht als erstes Team ins Finale ein +++

Spaniens Handballer sind erneut ins Finale der Europameisterschaft eingezogen. Der Vize-Champion von 2016 setzte sich im ersten Halbfinale am Freitag in Zagreb überraschend klar mit 27:23 (15:9) gegen den zuvor noch unbesiegten Weltmeister Frankreich durch. Bester Werfer der Spanier war Ferran Solé mit sieben Treffern, für Frankreich war Cedric Sorhaindo mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Im Endspiel treffen die Iberer am Sonntag (20.30 Uhr) auf Olympiasieger Dänemark oder Rekord-Europameister Schweden, die im zweiten Halbfinale am Abend gegeneinander spielen.

Für die Franzosen war es die erste Pflichtspielniederlage seit dem 3. Mai vergangenen Jahres, als sie in der EM-Qualifikation in Norwegen (30:35) verloren hatten. In der erneut nicht ansatzweise gefüllten Arena in Zagreb fanden sie kaum ein Mittel gegen die überragende Defensive der Spanier. 

+++ 26. Januar: Vor Spanien-Spiel: Offenbar Eklat zwischen Trainer Prokop und Team +++ 

Der desaströse Auftritt der deutschen Handballer im entscheidenden Spiel ums Halbfinale gegen Spanien (27:31) ließ viele Zuschauer an den heimischen Bildschirmen fragend zurück. Hatten die Bad Boys in Halbzeit eins noch gut mit den Iberern mithalten können, gerieten sie im zweiten Spielabschnitt völlig unter die Räder. Sowohl Spieler wie Trainer und Verband konnten sich die schwache Leistung direkt nach der Partie nicht erklären - oder wollten es vor den TV-Kameras nicht preisgeben.  Denn wie die "Bild" erfahren haben will, soll es am Mittag vor dem Spiel zu einem Eklat zwischen Trainer Christian Prokop und der Mannschaft gekommen sein.

Laut Informationen des Blatts wollte Prokop seine Spieler am Vormittag vor dem Krimi gegen Spanien noch einmal in einer einstündigen Trainingseinheit für die Partie anheizen. Allerdings hätten die Akteure Einsatz, Konzentration und Leidenschaft vermissen lassen, sodass Prokop der Kragen geplatzt sei. Sauer habe der 39-Jährige rumgebrüllt und sei dann wütend aus der Halle gestürmt. Ob dies tatsächlich ursächlich für die Pleite gegen Spanien war, kann wohl nur die DHB-Auswahl selbst sagen.

Der DHB selbst wies den Medienbericht am Freitagmorgen zurück. Zwar wurde bestätigt, dass ein Training vor der Niederlage gegen die Iberer stattgefunden hat. Aber: "Dieses fand in der üblichen Art und Weise statt. Anderen Darstellungen widersprechen wir."

Auch DHB-Präsident Andreas Michelmann konnte den Vorfall nicht bestätigen. "Ich kann dazu einfach nichts sagen, weil ich nicht dabei war", sagte der 58-Jährige am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Niederlage gegen Spanien schied Titelverteidiger Deutschland aus dem Turnier aus.

Fest steht indes: Prokop, der die Mannschaft im März letzten Jahres übernommen hatte, ist nicht unumstritten. "Man muss kein Handball-Fachmann sein, um zu sehen, dass es zwischen Trainer und Mannschaft nicht richtig gepasst hat", sagte der 44-malige Nationalspieler Michael Roth der Deutschen Presse-Agentur. "Das ging schon vor dem Turnier mit bestimmten Personalentscheidungen los. Man kann als Trainer ja ein System im Kopf haben, aber man muss es an die Mannschaft anpassen und nicht seine Vorstellungen mit Gewalt platzieren." 

Roth sprach zudem von einem Vertrauensverlust zwischen Team und Trainer: "Vertrauen ist aber die Basis zum Erfolg. Da ist viel Porzellan zerschlagen worden. Mannschaft und Trainer sind ins Wanken geraten." Ein weiterer Vorwurf war: "Eine Stammformation konnte man nicht erkennen. Es sind viele Dinge passiert, die hätten nicht passieren dürfen, viele hausgemachte eigene Fehler."

+++ 25. Januar: Debakel gegen Spanien: Krachendes EM-Aus für deutsche Handballer +++

Bundestrainer Christian Prokop starrte fassungslos auf das ernüchternde Ergebnis an der Anzeigetafel, seine krachend gescheiterten Schützlinge schlichen mit hängenden Köpfen vom Parkett. Deutschlands Handballer haben nach einer desolaten Vorstellung den Einzug ins EM-Halbfinale verpasst und kehren nach einer bitteren 27:31 (13:14)-Pleite gegen Spanien ohne die erhoffte Medaille von der Endrunde in Kroatien zurück. "Ich bin absolut schockiert. Wir haben uns teilweise aufgegeben und insgesamt eine enttäuschende EM gespielt", kritisierte Torwart Andreas Wolff.

Nach der Niederlage in der Neuauflage des EM-Endspiels von 2016 belegt die DHB-Auswahl in der Hauptrundengruppe II nur den fünften Platz und ist nach dem vorzeitigen WM-Aus im Vorjahr am Tiefpunkt angelangt. "Es ist schwer, so kurz nach dem Spiel eine Erklärung zu finden. Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben vom Halbfinale geträumt, das ist leider nicht aufgegangen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Und Prokop räumte ein: "Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Im gesamten Turnier sind zu viele Dinge nicht am Optimum gelaufen." 

Vor rund 2000 Zuschauern am Mittwoch in Varazdin war Kai Häfner mit fünf Toren bester Werfer für die Mannschaft von Prokop, der bei seinem ersten Großturnier nicht die erhofften Akzente setzen konnte und den Untergang seiner Mannschaft im zweiten Durchgang hilflos an der Seitenlinie mitverfolgte. "Lasst uns das Ding mit Respekt beenden, aber nicht respektlos", appellierte Prokop in einer Auszeit.

Dabei stand die Tür zum Halbfinale für die Bad Boys trotz eines insgesamt durchwachsenen Turniers vor der Partie offen. Mit einem Sieg wären die Medaillenchancen intakt geblieben. Doch wieder blieb der entthronte Titelverteidiger weit unter seinen Möglichkeiten. "Mir geht es beschissen", bekannte Torhüter Silvio Heinevetter. "Aber soll ich jetzt was gegen den Trainer sagen? Das ist ja Schwachsinn. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, was willst du da den Trainer vor den Karren spannen?" 

Wie in den zurückliegenden Spielen auch, fand die deutsche Mannschaft nie ihren Rhythmus. Die ersten drei Angriffe gingen alle ins Leere, erst mit dem vierten Wurfversuch landete Julius Kühn den ersten Treffer. Defensiv stand die DHB-Auswahl gegen sehr bewegliche Spanier in der ersten Halbzeit noch stabil. Doch vorne wurde zu viel liegen gelassen. "Die Bilanz ist ernüchternd", befand Rechtaußen Patrick Groetzki.  

+++ 24. Januar: Deutschland und Spanien wollen ins Halbfinale +++

Für beide Mannschaften zählt nur der Sieg: Am Mittwochabend (20.30 Uhr/ZDF) treffen Deutschland und Spanien im abschließenden Hauptrunden-Spiel ihrer Gruppe aufeinander. Wer gewinnt, steht im Halbfinale der EM. Für den Verlierer heißt es indes Abschied nehmen vom Turnier. 

Was für ein Weiterkommen Deutschlands spricht ...

Vor allem die zuletzt aufsteigende Form. Beim 25:26 gegen Olympiasieger Dänemark hatte der Europameister seine bisher beste Turnierleistung gezeigt. Die Abwehr spielte über weite Strecken gut, gegen die Spanier muss aber nochmals eine Leistungssteigerung her. Es ist sicher auch kein Nachteil, dass die Iberer bei ihrer überraschenden 26:31-Niederlage gegen Slowenien am Dienstagabend enttäuschten - und danach auch nur eine Nacht zur Erholung hatten. Die DHB-Auswahl hatte zuletzt am Sonntag gespielt und dürfte deutlich ausgeruhter in das Spiel gehen. 

... und was für Spanien:

"Die stellen eine sehr, sehr gute Abwehr mit zwei sehr, sehr guten Torhütern", sagte Abwehrchef Finn Lemke. Ähnlich wie bei der DHB-Auswahl gibt es bei den Spaniern trotz zahlreicher Topspieler wie Alex Dujshebaev oder Valero Rivera nicht den einen Superstar, der alles überstrahlt. Stattdessen überzeugt der Vize-Europameister bisher meist im Kollektiv. "Spanien ist eine sehr routiniert spielende Mannschaft, die vor allem das Kreisläuferspiel bevorzugt", sagte Bundestrainer Prokop. Dass auch die Iberer zu knacken sind, bewiesen die Slowenen eindrucksvoll. Mit deren aggressiver Spielweise kam Spanien überhaupt nicht zurecht. Eine starke Abwehr wird auch für den Europameister der Schlüssel zum Erfolg sein.

+++ 24. Januar: Spanien und Mazedonien patzen - Dänemark im Halbfinale

Deutschlands Handballer bekommen bei der EM doch noch ihr Endspiel um den Einzug ins Halbfinale. Am Dienstag patzten überraschend sowohl Spanien gegen Slowenien (26:31) als auch Mazedonien gegen Tschechien (24:25), so dass die DHB-Auswahl bei einem Sieg gegen die Iberer definitiv im Halbfinale wäre. Erster Profiteur von den Niederlagen der Konkurrenz war der spielfreie Olympiasieger Dänemark, der dadurch als erster Halbfinal-Teilnehmer feststeht. 

+++ 23. Januar: So kommt die DHB-Auswahl noch ins Halbfinale +++ 

Nach der Niederlage gegen Olympiasieger Dänemark können Deutschlands Handballer den Einzug ins Halbfinale der Europameisterschaft nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Trotzdem gibt es noch einen Funken Hoffnung. Grundvoraussetzung für ein Weiterkommen der DHB-Auswahl ist ein Sieg im abschließenden Hauptrundenspiel gegen den EM-Zweiten Spanien. Zudem darf Mazedonien aus seinen ausstehenden Spielen gegen Tschechien und Dänemark nicht vier Punkte holen. Sollte dies eintreten, kommt Deutschland in die Vorschlussrunde wenn ... 

  • ... Mazedonien gegen Dänemark verliert. Dann würde der Direktvergleich zwischen Deutschland und Spanien - vorausgesetzt die Iberer gewinnen zuvor gegen Slowenien - entscheiden. Dieser spräche für die DHB-Auswahl. Gewinnt Spanien nicht gegen Slowenien, wäre Deutschland im Siegfall ohnehin durch. 
  • ... Mazedonien gegen Tschechien gewinnt und gegen Dänemark unentschieden spielt sowie Spanien gegen Slowenien gewinnt. Dann käme der Dreiervergleich zwischen Deutschland, Spanien und Mazedonien zum Tragen, in dem der Titelverteidiger die Nase vorne hätte.
  • ... Mazedonien gegen Tschechien unentschieden spielt und gegen Dänemark gewinnt. Dann käme es bei einem gleichzeitigen Erfolg von Spanien gegen Slowenien sogar zum Vierervergleich zwischen Dänemark, Deutschland, Spanien und Mazedonien, die alle 6:4 Punkte aufweisen würden. In diesem Fall würden der Olympiasieger und der Europameister ins Halbfinale kommen.

+++ 22. Januar: Frankreich bereits mit einem Bein im Halbfinale +++

Handball-Weltmeister Frankreich hat einen großen Schritt in Richtung Halbfinale der EM in Kroatien gemacht. Die Franzosen setzten sich in ihrem zweiten Hauptrunden-Spiel am Abend in Zagreb locker mit 39:30 (19:12) gegen die bereits ausgeschiedenen Serben durch. Der Mannschaft von Trainer Didier Dinart reicht im abschließenden Hauptrunden-Spiel gegen Gastgeber Kroatien am Mittwoch schon ein Punkt zum Weiterkommen.

Beste Werfer der Franzosen mit jeweils sieben Treffern waren Luka Karabatic und Raphael Caucheteux. Für Serbien war Nemanja Zelenovic vom SC Magdeburg mit ebenfalls sieben Toren am erfolgreichsten. Für Frankreich war es der fünfte Sieg im fünften EM-Spiel.

+++ 22. Januar: EM-Aus bestätigt: Paul Drux hat Meniskusriss erlitten +++

Bitteres EM-Aus für Paul Drux: Der Rückraumspieler hat sich einen Meniskusriss zugezogen und fehlt den deutschen Handballern in der entscheidenden Turnierphase. Dies ergab eine MRT-Untersuchung in Zagreb, von wo aus der Rückraumspieler vom Bundesliga-Zweiten Füchse Berlin am Montag bereits die Heimreise antrat. Drux, der die Verletzung am Sonntagabend im Spiel gegen Dänemark (25:26) ohne gegnerische Einwirkung erlitten hatte, soll noch in dieser Woche operiert werden und wird voraussichtlich drei Monate ausfallen. 

"Das ist ein schwerer Schlag für Paul, die Nationalmannschaft und die Füchse Berlin", kommentierte Axel Kromer, Sport-Vorstand des Deutschen Handballbundes, den Ausfall des 22-Jährigen. Für Drux wird wahrscheinlich der Leipziger Maximilian Janke, den Bundestrainer Christian Prokop am vergangenen Samstag für Rune Dahmke aussortiert hatte, in den 16-köpfigen EM-Kader des Titelverteidigers zurückkehren. 

Die endgültige Entscheidung darüber muss Prokop bis zum Mittwochmorgen (09.00 Uhr) fällen. Am selben Abend trifft Deutschland im letzten Hauptrundenspiel auf Spanien und benötigt dabei neben einem eigenen Sieg fremde Schützenhilfe, um noch das Halbfinale zu erreichen.

+++ 21. Januar: Deutschland verliert gegen Dänemark - Titelverteidigung steht vor dem Aus ++++

Die Mission Titelverteidigung steht vor dem Aus: Die deutschen Handballer haben bei der EM in Kroatien auf dem Weg ins Halbfinale einen bitteren Rückschlag erlitten. Im Topspiel unterlag der Europameister am Sonntag in Varazdin trotz lange starker Abwehrleistung Olympiasieger Dänemark mit 25:26 (9:8). Vor dem abschließenden Hauptrunden-Match am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) gegen Vize-Europameister Spanien sind die Chancen auf den Einzug in die nächste Runde damit minimal.

Ein weiterer Wermutstropfen ist der mögliche Ausfall von Paul Drux, der sich am Knie verletzte. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Bitter ist auch, dass eine über weite Strecken gute Defensive gegen die Dänen nicht reichte. Neben dem Abwehrverbund um Finn Lemke überzeugte vor rund 3000 Zuschauern ansonsten Julius Kühn, der sechs Treffer erzielte.  

+++ 21. Januar: Deutschland vor Duell mit Dänemark zuversichtlich +++

Mit neuer Zuversicht und Nachrücker Rune Dahmke gehen Deutschlands Handballer in ihr zweites EM-Hauptrundenspiel gegen Dänemark. Im Duell mit dem punktgleichen Olympiasieger an diesem Sonntag (18.15 Uhr/ARD live) in Varazdin will die im Turnier noch ungeschlagene DHB-Auswahl ihre Chancen auf den Einzug ins Halbfinale wahren. Dazu muss das Team von Bundestrainer Christian Prokop nach dem 22:19-Sieg gegen Tschechien wenigstens einen Punkt holen. Letzter Hauptrundengegner der deutschen Mannschaft ist am Mittwoch Spanien.

+++ 21. Januar: Frankreich und Kroatien auf Halbfinalkurs +++

Weltmeister Frankreich lässt bei der Handball-EM die Muskeln spielen - und auch Gastgeber Kroatien darf nach der bisher besten Turnierleistung weiter auf das Halbfinale hoffen. Der EM-Dritte von 2016 feierte am Samstagabend einen 32:28 (17:15)-Sieg gegen den WM-Zweiten Norwegen und bleibt mit 6:2 Punkten den noch ungeschlagenen Franzosen (6:0) in der Hauptrundengruppe I auf den Fersen. Die "Equipe Tricolore" bezwang Rekord-Europameister Schweden mit 23:17 (10:8).

+++ 20. Januar: Prokop denkt über Nachnominierung nach +++

Nach dem ersehnten Befreiungsschlag wartet bei der EM in Kroatien am Sonntag Olympiasieger Dänemark. Die Dänen wärmten sich mit einem starken 31:28 gegen Slowenien für das Topspiel auf. Möglicherweise nimmt der Bundestrainer einen weiteren Tausch in seiner Mannschaft vor.

"Wir werden uns nach dem Spiel hinsetzen und darüber reden. Aber die Entscheidung obliegt einzig und allein Christian, ob er noch was ändern möchte", sagte Hanning nach dem wichtigen Sieg gegen die Tschechen. Fraglich ist vor allem, ob Newcomer Maximilian Janke auch mit ins Spiel gegen die Dänen geht. Der 24-Jährige war im ersten Hauptrunden-Spiel gegen Tschechien gar nicht zum Einsatz gekommen. Eine Alternative für ihn wäre Europameister Fabian Wiede, den Prokop zunächst überraschend nicht mit zum Turnier genommen hatte.

+++ 19.  Januar: Dänemark startet mit Sieg in Hauptrunde +++

Olympiasieger Dänemark ist mit einem 31:28 (16:14)-Sieg gegen Slowenien erfolgreich in die Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft gestartet. Vor dem Duell mit Titelverteidiger Deutschland am Sonntag (18.15 Uhr) weisen die Dänen wie die DHB-Auswahl, die zuvor Tschechien mit 22:19 bezwungen hatte, 4:2 Punkte auf.  Bester Werfer beim Sieger war Lasse Svan vom deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt mit elf Toren. Für Slowenien, das mit 1:5 Punkten keine Chance mehr auf den Einzug ins Halbfinale hat, traf Miha Zarabec vom DHB-Pokalsieger THW Kiel mit sechs Toren am häufigsten.

Die Dänen lagen zwar über weite Strecken der temporeichen Partie vorne, konnten sich lange aber nicht richtig absetzen. Die Slowenen, die der DHB-Auswahl in der Vorrunde ein Remis abgetrotzt hatten, blieben bis zehn Minuten vor dem Ende stets dran und ließen Dänemark erst in der Schlussphase davonziehen. 

+++ 19. Januar: Deutschland schlägt Tschechien glücklich +++

Die deutschen Handballer sind trotz erneut schwacher Leistung erfolgreich in die Hauptrunde der EM in Kroatien gestartet und haben weiter alle Chancen auf den angepeilten Halbfinal-Einzug. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop setzte sich am Freitagabend in Varazdin glücklich mit 22:19 (9:10) gegen Außenseiter Tschechien durch. Beste Spieler einer im Angriff lange desolaten DHB-Auswahl waren vor rund 3000 Zuschauern die Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff sowie Spielmacher Steffen Fäth, der acht Treffer erzielte.

Mit zwei weiteren Siegen in den abschließenden Hauptrunden-Spielen gegen Olympiasieger Dänemark am Sonntag (18.15 Uhr/ARD) und Vize-Europameister Spanien am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) stünde der Titelverteidiger sicher im Halbfinale.

+++ 19. Januar: Deutschland mit großem Druck in die Hauptrunde +++

Es geht jetzt nur noch ums Gewinnen. Gelingt den deutschen Handballern am Freitagabend (18.15 Uhr/ZDF) auch gegen Tschechien kein Sieg, würde die angepeilte Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Kroatien schon früh außer Reichweite geraten. Denn nach zwei Unentschieden in der Vorrunde steht die DHB-Auswahl in der Hauptrunde nun unter Druck. Dabei war die Situation beim sensationellen Titelgewinn vor zwei Jahren fast identisch.

 Auch damals war die DHB-Auswahl mit 2:2 Punkten in die nächste Turnierphase gestartet - als Außenseiter. Das Punktekonto ist 2018 zwar identisch, als Europameister aber muss die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop mit einer ganz anderen Erwartungshaltung umgehen. Ein Sieg gegen Tschechien ist Pflicht. "Wir müssen jetzt liefern, ohne Diskussion", betonte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Vor zwei Jahren hatte das Team von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit einem furiosen 29:19 gegen Ungarn die Hauptrunde begonnen, obwohl zahlreiche Akteure verletzt fehlten. Jetzt sind praktisch alle Schlüsselspieler fit.

+++ 18. Januar: So geht es für die DHB-Auswahl weiter +++

Deutschlands Handballer treffen in der EM-Hauptrunde auf Außenseiter Tschechien, Olympiasieger Dänemark und Vize-Europameister Spanien. Die Iberer sicherten sich trotz einer 22:25-Niederlage zum Vorrundenabschluss gegen Dänemark den Sieg in der Gruppe D. Bei Punktgleichheit mit den Dänen und Tschechen (alle 4:2) gab das beste Torverhältnis im Dreiervergleich den Ausschlag zugunsten Spaniens. 

Den letzten freien Platz in der Hauptrunde sicherte sich der WM-Dritte Slowenien durch ein 28:19 gegen Montenegro. Die Slowenen nehmen allerdings nur einen Zähler aus dem Remis gegen Deutschland mit und sind damit vorerst Letzter der Hauptrundengruppe II, die von Mazedonien (3:1) angeführt wird. Die anderen vier Teams haben 2:2 Punkte auf dem Konto.

So geht es für Deutschland bei der Handball-EM weiter:

  • Deutschland Tschechien (19. Januar, 18.15 Uhr)
  • Deutschland - Dänemark (21. Januar, 18.15 Uhr)
  • Deutschland - Spanien (24. Januar, 20.30 Uhr)

+++ 17. Januar: Deutsche Handballer nach Remis gegen Mazedonien nur Gruppenzweiter +++

Deutschlands Handballer haben den erhofften Gruppensieg bei der Europameisterschaft verpasst. Die DHB-Auswahl trennte sich im letzten Vorrundenspiel am Mittwoch 25:25 (12:11) von Mazedonien und darf sich im Kampf um den Einzug ins Halbfinale keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten. Bester Werfer beim Titelverteidiger war vor rund 6500 Zuschauern in Zagreb Steffen Weinhold mit sieben Toren. Ihr erstes Hauptrundenspiel bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am kommenden Freitag in Varazdin. Der Gegner wurde erst am späteren Abend ermittelt.

+++ 17. Januar: EHF weist auch zweiten Einspruch slowenischer Handballer ab +++

Die Europäische Handball-Föderation hat auch den zweiten Einspruch Sloweniens gegen die Wertung des EM-Vorrundenspiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Dies bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. "Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet. Alles andere wäre eine große Überraschung gewesen", sagte Hanning. "Wir sind froh, dass wir uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren können."

Damit hat das Ergebnis endgültig Bestand, da Slowenien keine weitere Einspruchsmöglichkeit besitzt. Ob sich der WM-Dritte nun tatsächlich - wie angedroht - vom Turnier zurückzieht, bleibt abzuwarten. Die EHF hatte schon am Dienstag den ersten Slowenien-Protest abgewiesen. 

+++ 17. Januar: Slowenien legt Widerspruch gegen EHF-Urteil ein +++

Nach dem abgewiesenen Protest gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland (25:25) hat der slowenische Handballverband Widerspruch eingelegt. Das sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Bob Hanning, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Die Slowenen wollen das Ergebnis mit 25:24 für sich gewertet wissen", sagte der 49-Jährige. "Sie sagen, dass sie ohnehin von den Schiedsrichtern klar benachteiligt worden seien." 

Die Führung des DHB wollte sich am Dienstagabend mit Anwälten über den nochmaligen Einspruch beraten und hatte bis 24.00 Uhr die Möglichkeit, eine Stellungnahme an den europäischen Verband (EHF) abzugeben. Auf den Widerspruch der Slowenen reagieren muss der DHB laut Hanning aber nicht. Eine EHF-Kommission wird am Mittwoch eine endgültige Entscheidung in der Sache treffen.

Die Slowenen schöpften damit ihre rechtliche Möglichkeit eines Einspruchs gegen des von der EHF am Dienstagvormittag getroffene Urteil aus.

+++ 16. Januar: Weltmeister Frankreich als Gruppensieger in EM-Hauptrunde +++

Weltmeister Frankreich steuert bei der Handball-Europameisterschaft weiter auf Kurs Halbfinale. Der dreimalige Titelträger gewann am Dienstag in Porec auch sein drittes Vorrundenspiel gegen Weißrussland mit 32:25 (14:11) und zog als souveräner Gruppensieger in die Hauptrunde ein. Überragender Mann bei den Franzosen war Dika Mem mit neun Toren.

In der Gruppe A feierte Serbien mit einem 29:26 (12:12) gegen Island den ersten Turniersieg und erhielt sich damit eine Mini-Chance auf das Weiterkommen. Im Fall eines schwedischen Punktgewinns gegen Gastgeber Kroatien am späten Abend würden die Serben dank des gewonnen Direktvergleichs an Island vorbeiziehen. Eine Niederlage Schwedens würde jedoch das EM-Aus für Serbien bedeuten. 

+++ 16. Januar: EHF weist Slowenien-Protest gegen Deutschland-Spiel ab +++

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat den Protest Sloweniens gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Das bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Damit geht die deutsche Mannschaft bei der Europameisterschaft mit 3:1 Punkten in das Gruppen-Endspiel gegen Tabellenführer Mazedonien (4:0) an diesem Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) in Zagreb.

"Für mich ist die Entscheidung folgerichtig, wir hätten es aber auch auf ein Wiederholungsspiel ankommen lassen", sagte Hanning. "Wir sind froh, dass wir nun Klarheit haben. Die Entscheidung der EHF überrascht uns nicht, da diese regelkonform war und ist."

Die DHB-Auswahl hatte am Montagabend beim Remis gegen den WM-Dritten nach dem Einsatz des Videobeweises wegen einer Regelwidrigkeit der Slowenen in letzter Sekunde einen Siebenmeter zugesprochen bekommen, den Tobias Reichmann zum Ausgleich verwandelte. Gegen die Entscheidung der litauischen Schiedsrichter legte Slowenien Protest ein, der letztlich erfolglos blieb.

+++ 16. Januar: Abwehr-Chef Finn Lemke überraschend nachnominiert +++

 Weil er "der Abwehr noch mal mehr Körperlichkeit geben" möchte, hat Handball-Bundestrainer Christian Prokop überraschend Finn Lemke in seinen Kader zurückberufen. Lemke wird Bastian Roscheck ersetzen und schon im dritten und entscheidenden Spiel gegen Mazedonien zum Einsatz kommen, sagte Prokop in Zagreb. Der 2,10 Meter große Lemke sei in der Nacht informiert worden und werde noch am Dienstagabend zum Team stoßen. Der Bundestrainer darf während der EM-Vorrunde zweimal nachnominieren.

Dass Prokop den Abwehrchef der erfolgreichen EM-Auswahl von 2016 ursprünglich zu Hause gelassen hatte, hatte im Vorfeld für große Diskussionen gesorgt. Am Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) braucht die DHB-Auswahl gegen die Mazedonier einen Sieg, um mit einer ordentlichen Punkteausbeute in die Hauptrunde zu gehen.

+++ 15. Januar: Deutsche Handballer nach Remis in EM-Hauptrunde +++

Titelverteidiger Deutschland hat dank einer späten Aufholjagd die erste Niederlage bei der Handball-Europameisterschaft abgewendet und vorzeitig das Ticket für die Hauptrunde gebucht. Die DHB-Auswahl rettete am Montag in Zagreb beim 25:25 (10:15) gegen den WM-Dritten Slowenien nach einem Fünf-Tore-Pausenrückstand zumindest noch einen Punkt und weist nun 3:1 Zähler auf. Tobias Reichmann traf mit der letzten Aktion per Siebenmeter zum Ausgleich. Vor rund 10.000 Zuschauern war Kapitän Uwe Gensheimer mit sieben Toren bester Werfer für die im ersten Durchgang enttäuschende deutsche Mannschaft.
Letzter Vorrundengegner des Europameisters ist am Mittwoch (18.15 Uhr) Mazedonien. Einen ausführlichen Spielbericht zur Partie gegen Slowenien, lesen Sie hier:

+++ 15. Januar: "Bad Boys" wollen frühzeitig in die Hauptrunde einziehen +++

Die deutschen Handballer wollen gegen Slowenien vorzeitig das Ticket für die EM-Hauptrunde buchen und sich eine gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf schaffen. "Das ist ein bisschen unser Schlüsselspiel", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor dem Duell mit dem WM-Dritten an diesem Montag (18.15 Uhr/ARD live). In der ausverkauften Arena Zagreb erwartet die DHB-Auswahl - anders als beim 32:19-Auftaktsieg gegen Montenegro - ein Hexenkessel. "Das wird laut und gibt Druck", prophezeite Bundestrainer Christian Prokop. 

Dass die Bad Boys damit umgehen können, haben sie in der EM-Qualifikation eindrucksvoll bewiesen. Bei Prokops Pflichtspieldebüt Anfang Mai 2017 demontierten sie die Slowenen in Ljubljana mit 32:23. "Die Erfahrungen helfen etwas, aber das ist Vergangenheit", sagte Prokop und warnte: "Wir müssen am oberen Level agieren, um sie zu schlagen."

Personell kann Prokop aus dem Vollen schöpfen, nachdem sich der gegen Montenegro überragende Torwart Andreas Wolff trotz einer Fußverletzung fit gemeldet hat. Der Kieler, der zum Auftakt eine Topquote von 46 Prozent gehaltener Würfe aufwies, rechnet mit einem engen Match: "Es wird darauf ankommen, wer den kühleren Kopf hat und konzentrierter ist."

+++ 15. Januar: Deutschland mit "sehr guten" Chancen auf Handball-EM 2024 +++

Deutschland hat laut der Europäischen Handballföderation (EHF) sehr gute Chancen auf die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. Deutschland sei eine der Nationen, die eine EM mit 24 Teilnehmern wegen des Zuschauerinteresses und der Hallensituation alleine ausrichten könne, sagte EHF-Präsident Michael Wiederer der "Handballwoche". Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte sich um die Ausrichtung beworben und steht hier in Konkurrenz zu Dänemark/Schweiz und Ungarn/Slowakei.

"Wir haben noch nie eine Europameisterschaft der Männer in Deutschland veranstaltet. Für den europäischen Handball wäre es aber ohne Frage sehr interessant", sagte der Österreicher Wiederer. Entscheiden werde darüber aber der EHF-Kongress im Sommer in Glasgow.

+++ 14. Januar: Frankreich und Kroatien ziehen in Hauptrunde ein - Schweden siegt +++

Gastgeber Kroatien steht wie erwartet in der Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Lino Cervar besiegte am Sonntagabend Island mit 29:22 (14:13) und schaffte den Sprung in die nächste Runde vorzeitig. Bester Werfer beim Sieger im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A war Luka Cindric mit sieben Treffern. Die Gastgeber, die sich nach der Pause deutlich steigerten, mussten ohne ihren im Auftaktspiel verletzten Superstar Domagoj Duvnjak vom deutschen Rekordmeister THW Kiel auskommen. 

Zuvor war Weltmeister Frankreich als erstes Team in die Hauptrunde eingezogen. Die Franzosen gewannen ihr zweites Turnierspiel gegen Österreich in Porec mit 33:26 (17:12). Bester Werfer des Topfavoriten war Timothey N'Guessan vom FC Barcelona mit sieben Toren. Den Österreichern halfen bei ihrer zweiten Pleite im zweiten Spiel auch die fünf Treffer von Robert Weber vom SC Magdeburg nicht. Nikola Bylik vom THW Kiel gelangen diesmal nur zwei Tore.

Auch Rekord-Europameister Schweden hat seine Chancen auf den Einzug in die nächste Phase des Turniers erhöht. Angeführt von den Kieler Bundesliga-Profis Lukas Nilsson und Niclas Ekberg (je vier Tore) setzten sich die Skandinavier 30:25 (16:12) in Split gegen Serbien durch. Bei den Serben, die nach zwei Niederlagen ebenfalls um den Einzug in die nächste Runde bangen müssen, überzeugte vor allem Nemanja Ilic mit fünf Toren.

+++ 14. Januar: Entwarnung: DHB-Torwart Andreas Wolff kann spielen +++

Die deutschen Handballer können auch im zweiten Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Kroatien auf ihren Torhüter Andreas Wolff setzen. "Er hat eine leichte Prellung, nichts Schlimmes", sagte Bundestrainer Christian Prokop. "Da machen wir uns keine Sorgen." Damit wird der beim lockeren 32:19-Auftakterfolg gegen Montenegro überragende Keeper auch am Montag (18.15 Uhr/ARD) gegen Slowenien zwischen den Pfosten stehen. Wegen seiner leichten Knöchelverletzung war Wolff am Samstagabend kurz vor dem Abpfiff aus der Partie genommen und anschließend bandagiert worden.

Mit einem weiteren Sieg gegen den WM-Dritten Slowenien würde die DHB-Auswahl bereits den Einzug in die Hauptrunde des Turniers perfekt machen. "Da geht es jetzt um eine Zusammenhaltsprüfung. Weil die Atmosphäre, vor der ich immer gewarnt haben, die werden wir morgen in der Halle erleben", sagte Prokop mit Blick auf die zahlreichen angereisten Fans der Slowenen. Auch DHB-Vizepräsident Bob Hanning warnte davor, sich nach dem klaren Auftaktsieg gegen schwache Montenegriner zu sicher zu fühlen. "Es war ein guter Start, aber mehr war es dann auch nicht", sagte der 49-Jährige.

+++ 13. Januar:  WM-Dritter Slowenien patzt zum EM-Auftakt +++

Der WM-Dritte Slowenien ist mit einer Niederlage in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Der nächste deutsche Vorrundengegner in der Gruppe C verlor am Samstag in Zagreb gegen Mazedonien mit 24:25 (11:11). In einem dramatischen Spiel waren Dejan Manaskov mit acht Toren und Altstar Kiril Lazarov mit sieben Treffern beste Werfer für Mazedonien. Bei den Slowenen traf Ziga Mlakar (4) am häufigsten. Spanien gewann in Gruppe D mit 32:15 gegen teschechien, Dänemark setzte sich gegen Ungarn mit 32:25 durch.

+++ 13. Januar: Deutschland mit mühelosem Sieg +++

Die deutschen Handballer sind mit einem lockeren Auftakterfolg in die Europameisterschaft in Kroatien gestartet. Gegen den klaren Außenseiter Montenegro setzte sich der Titelverteidiger am Samstag problemlos und klar mit 32:19 (17:9) durch. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop legte damit schon früh die Grundlage für den Einzug in die Hauptrunde. 

Bester Werfer der DHB-Auswahl in der mit rund 4000 Zuschauern nur spärlich besetzten Arena in Zagreb war Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern. Mit einem weiteren Sieg am Montag (18.15 Uhr/ARD) gegen Slowenien wäre der Einzug in die nächste Runde des Turniers bereits perfekt. Montenegro dagegen muss weiter auf seinen ersten Sieg bei einer EM überhaupt warten.

+++ 12. Januar: Kroatien startet erfolgreich - Frankreich siegt spät +++

Gastgeber Kroatien ist mit einem Prestige-Erfolg in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Im hitzigen Duell mit Nachbar Serbien setzten sich die Kroaten am Freitagabend in Split deutlich mit 32:22 (14:9) durch. Im ersten Topspiel des Turniers wendete Weltmeister Frankreich eine Auftaktpleite gerade noch ab. Gegen Mitfavorit Norwegen gewann die Mannschaft von Trainer Didier Dinart dank eines späten Tores von Michael Guigou mit 32:31 (15:17). 

Deutschlands Testspielgegner Island war zuvor ebenfalls mit einem Achtungserfolg gestartet. Die Isländer setzten sich mit 26:24 (15:8) gegen Rekord-Europameister Schweden durch. Parallel dazu verpatzte Österreich seinen Start in das Turnier. Die Österreicher unterlagen Weißrussland in Porec mit 26:27 (12:14).

+++ 12. Januar: Prokop: "Wollen gut ins Turnier starten und Deutschland begeistern" +++

An diesem Samstag (13. Januar) trifft die DHB-Auswahl in ihrem ersten Vorrundenspiel auf Gegner Montenegro (ab 17.15 Uhr im ZDF) - und will schon dann ein erstes Ausrufezeichen setzen. "Für uns ist das ein bedeutendes Spiel. Wir wollen gut ins Turnier starten und Deutschland begeistern", sagte Bundestrainer vor dem EM-Auftakt in Zagreb. "Da wäre es kontraproduktiv, wenn wir das im ersten Spiel nicht umsetzen können. Ich hoffe, dass wir einen erfolgreichen Einstieg haben, um das zu befeuern." 

Mit einem intensiven Videostudium bereitete Prokop seine Schützlinge auf das Duell mit den Montenegrinern, die bei der EM 2016 nur Letzter wurden, vor. "Da kann eigentlich nichts schiefgehen, uns kann nichts aus der Fassung bringen", sagte Rückraumschütze Julius Kühn. Zumal zwei namhafte Ausfälle zu beklagen hat: Torjäger Vuko Borozan vom Champions-League-Sieger Vardar Skopje fällt nach einem Unfall ebenso aus wie Torwart Nebojsa Simic vom Bundesligisten MT Melsungen wegen einer Wadenverletzung. 

+++ 11. Januar: DHB-Auswahl bei Handball-EM 2018 angekommen: "Froh, dass es los geht" +++ 

Die deutschen Handballer sind in ihrem Teamhotel für die Europameisterschaft in Zagreb angekommen. Nach einem rund eineinhalbstündigen Flug von Berlin brachte ein Bus die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am Donnerstag in die Unterkunft im Zentrum der kroatischen Hauptstadt. Die Stimmung innerhalb des Teams sei kurz vor dem Auftakt in das Turnier angespannt und konzentriert, sagte -Vizepräsident Bob Hanning. "Man merkt, dass sich etwas bewegt innerhalb der Mannschaft. Ich glaube, es sind jetzt auch alle froh, dass es losgeht."

+++ 11. Januar: Handball-Weltmeister Kaufmann: Von außen nicht EM-Titel erwarten +++

Der frühere Handball-Weltmeister Lars Kaufmann hat vor zu hohen Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in gewarnt. "Intern sollte die Titelverteidigung das Ziel sein. Aber von außen darf man den Titel in diesem Jahr nicht erwarten", sagte Kaufmann in einem Interview des Nachrichtenportals t-online.de. Die Mannschaft sei im Moment zu jung, zu unerfahren und auch nicht konstant genug, um der Rolle als absoluter Favorit gerecht zu werden und in jedem Jahr ganz oben mitzuspielen, erklärte Kaufmann.

Der 132-malige Nationalspieler unterstrich aber auch: "Die Chance ist auf jeden Fall da. Wenn so ein Flow wie 2016 entsteht, ist alles möglich."

mod/wue/fin/tkr / DPA

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