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Bewegender Brief an Vereinsbosse Wie eine Elfjährige ihren NHL-Profi-Papa nach Hause holte


Jordyn Leopold will es nicht länger hinnehmen, dass ihr Vater - ein NHL-Profi - so weit von der Familie entfernt wohnt. Sie hat eine kreative Idee, und richtet sich gleich an die Vereinsbosse.

Profisport kann für Familien hart sein. Die Spieler oder Spielerinnen wechseln den Verein, ziehen dafür womöglich in eine andere Stadt, die tausende Kilometer von der alten Heimat entfernt sein kann. Manchmal reisen die Familien dem Job hinterher, manchmal trennen sie sich - und es kommt zu Fernbehziehungen. So geschehen bei der Familie Leopold in den USA. Tochter Jordyn wollte das nicht hinnehmen - und hatte eine kreative Idee.

Jordyn ist gerade einmal elf Jahre alt, und sie ist die Tochter des NHL-Profis und US-Nationalspielers Jordan Leopold. Jordyn lebt mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern in Minnesota. Vater Jordan spielt bei den Columbus Blue Jackets. Columbus liegt in Ohio, mehr als 1200 Kilometer von Minnesota entfernt. Und weil Vater Jordan so viel reisen muss, hat sich die Familie seit November nicht mehr gesehen.

"Er ist sehr einsam ohne seine Familie"

Jordyn will das ändern. Und sie hat auch schon eine Idee, wie es funktionieren könnte. Sie setzt sich an ihren kleinen Schreibtisch und kramt ein Blatt Papier hervor. Dann verfasst sie einen Brief. Einen Brief an die Trainer der Minnesota Wild - dem Eishockey-Team, das in der Nähe der Familie, in St. Paul, beheimatet ist.

Im Brief berichtet Jordyn, dass ihr Vater "sehr einsam ist ohne seine Familie" und darum wohl besser bei einem Club im Umkreis seiner Familie spielen solle. "Könnt Ihr bitte, bitte, bitte bei den Jackets anfragen, ob ihr ihn kriegen könnt?", fragt sie daher ganz offen die Clubbosse der Minnesota Wild.

Papa Jordan kommt nach Hause

"Er spielt nicht, die Columbus Jackets haben ihn nur geholt, weil sie noch einen Verteidiger brauchten", erklärt Jordyn. "So läuft das seit November, und so kann es nicht weitergehen." Dann holt die Elfjährige noch zum entscheidenden Argument aus: "Die Wilds gewinnen keine Spiele mehr, und ihr lieben Coaches wisst doch zu genau, dass ihr neue Verteidiger braucht."

Natürlich hat die Geschichte ein schönes Ende und Jordyn bekommt, was sie will: Der Radiosender KFAN 100.3 aus Minneapolis-St. Paul veröffentlichte den Brief - und erreichte so die Herzen der Manager in beiden Teams. Minnesota-Boss Chuck Fletcher ist begeistert und macht Jordan Leopold ein Angebot. Auch die Columbus Blue Jackets stimmen schließlich zu. Nun spielt Jordan Leopold wieder in der Nähe seiner Familie. Vielleicht sollte seine Tochter später Spielerberaterin werden.

feh

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