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"Straßentanz" bei Olympia Kopfdrehungen und waghalsige Sprünge garantiert: Breakdance wird olympisch

Sehen Sie im Video: Kopfdrehungen und waghalsige Sprünge garantiert – Breakdance wird 2024 olympisch.




Um es direkt vorwegzunehmen: Die Insider sprechen nicht von Breakdancing, sondern sagen ganz einfach "Breaking". Gemeint ist die Tanzform, die der New Yorker Hip-Hop-Kultur der 70er Jahre entsprungen ist und seitdem eine gewaltige weltweite Entwicklung und Verbreitung erfahren hat.Mit Break ist der Takt in der Musik gemeint. Die Wettkampf-Version der Breaker hat es nun, wie am Montag bekannt gegeben wurde, ins Programm der Olympischen Sommerspiele von Paris 2024 geschafft.In der Szene ist die Freude groß, wie Logan Edra in Los Angeles bestätigt: "Es hat mich sehr glücklich gemacht, besonders für die Menschen, die den Weg geebnet haben. Denn endlich bekommen sie die Anerkennung, die unsere Kultur und unsere Gemeinschaft verdient hat, für diese wunderschöne Kunstform. Ehrlich gesagt, ich glaube, dass es nicht eine Woche im vergangenen Jahr gab, in der ich nicht über die Olympischen Spiele nachgedacht hätte. Es ist wirklich aufregend gewesen. Und ich freue mich darauf." Einem Bericht der Kommission für das Olympische Programm zufolge wird geschätzt, dass es weltweit etwa eine Million Aktive gibt.Und nach Meinung des US-amerikanischen Athleten Richard "Crazy Legs" Colón, kann man die Dinge auch ganz anders sehen: "Wir haben uns bereits bewiesen. Also, wir suchen nicht bei den Olympischen Spielen nach einer Bestätigung. Die Sache ist doch die, dass unsere Teilnahme etwas mehr Interesse an den Olympischen Spielen wecken soll. Denn ich glaube, es ist genau umgekehrt: Was kann Breaking für die Olympischen Spiele tun? Denn wir werden auch so weiterhin existiern. Ich glaube, wir geben Olympia den Push, der gebraucht wird, um die Zuschauerzahlen zu steigern. Seien wir realistisch. Warum kommen sie zu uns? Sie brauchen uns." Die Zahlen der Übertragungen entsprechender internationaler Events sprechen durchaus für diese Argumentation. Denn zum Beispiel erreichte das Finale einer Weltmeisterschaft 2019 in Mumbai über 50 Millionen Views über Streaming-Plattformen wie Facebook und YouTube.
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Die Olympischen Spiele stehen (künftig) Kopf – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Breakdance wird bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris erstmals Teil des Programms sein. Damit hat sich der "Tanz von der Straße" in den letzten Jahrzehnten ganz nach oben gekämpft.

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