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Sport kompakt: Eintracht setzt Europapokal-Party fort, Leverkusen scheitert gegen Krasnodar

ManCity-Fan nach Faustschlag von Schalker in Lebensgefahr +++ Juventus verliert bei Atletico +++ Sami Khedira hat Herzrhythmusstörungen +++ Ex-NFL-Profi T.J. Cunningham erschossen +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

Eintracht Frankfurt im Europapokal

Frankfurts Luka Jovic, Sebastien Haller und Mijat Gacinovic (v.l.) hatten im Europapokal-Rückspiel einiges zu bejubeln

DPA

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

+++ 21. Februar: Eintracht setzt Europapokal-Party fort, Leverkusen scheitert gegen Krasnodar +++

Eintracht Frankfurt ist in das Achtelfinale der Europa League eingezogen und hat erstmals seit 24 Jahren wieder die Runde der letzten 16 in einem internationalen Wettbewerb erreicht. Der Fußball-Bundesligist gewann 4:1 (2:0) gegen Schachtjor Donezk und kam damit nach dem 2:2 im Hinspiel in der Ukraine weiter. Dank des Sieges setzt die Eintracht die Party-Wochen in der Europa League fort. Vor 47.000 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena trafen Jovic in der 23. Minute, zweimal Haller (27. per Handelfmeter/80.) und Ante Rebic (88.) für die Eintracht. Nach dem Anschlusstreffer durch Junior Moraes (63.) musste der Uefa-Cup-Sieger von 1980 bei zwei Lattentreffern von Marlos (70.) und Taison (79.) zwischenzeitlich zittern, ehe gefeiert werden durfte. Nun hofft der Fußball-Bundesligist bei der Auslosung am Freitag auf ein attraktives Los. Bayer Leverkusen ist dagegen ausgeschieden. Der Fußball-Bundesligist scheiterte durch ein 1:1 im Zwischenrunden-Rückspiel an FK Krasnodar. Das Hinspiel in Russland war 0:0 ausgegangen. Das Tor von Charles Aránguiz in der 87. Minute war nach dem Auswärtstreffer von Krasnodar durch Magomed Suleymanow drei Minuten zuvor zu wenig.

+++ 21. Februar: ManCity-Fan nach Faustschlag von Schalker in Lebensgefahr +++

Am Rande des Champions-League-Spiels zwischen Schalke 04 und Manchester City ist ein Engländer lebensgefährlich verletzt worden. Der 32-Jährige sei bei einer Auseinandersetzung mit Schalke-Fans von einem Fausthieb getroffen worden, berichtete die Polizei in Gelsenkirchen. Der Manchester-Fan sei zu Boden gegangen und habe beim Aufschlag am Mittwochabend ein massives Schädel-Hirn-Trauma erlitten. 

Die Polizei richtete eine Mordkommission ein suchte nach Zeugen des Vorfalls, der sich an der äußeren Promenade am Gästefanblock ereignet hatte. Außerdem werde Videomaterial ausgewertet. Einen Tag nach dem Spiel befand sich der 32-Jährige weiterhin in akuter Lebensgefahr.

+++ 20. Februar: Ronaldo verliert mit Juventus Turin gegen Atletico Madrid +++

Das war keine schöne Rückkehr: Ronaldo hat mit Juventus Turin das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales bei Atletico Madrid mit 0:2 verloren. Es war der erste Auftritt des Superstars in der spanischen Hauptstadt, seit er Real im Sommer verlassen hatte. Damit dürften die Italiener kaum Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde haben. Für Ronaldo eine ungewohnte Situation - der Portugiese hat den Titel bereits fünf Mal gewonnen. José Maria Giménez (78. Minute) und Diego Godín (83.) erzielten die späten Treffer für Atletico. Das Rückspiel findet am 12. März statt.

+++ 19. Februar: Missverständnis beim Handschlag: Klopp raunzt Kovac an +++

Es war nur eine Nullnummer, aber eine der spektakuläreren Art: Liverpool und Bayern München haben sich im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales an der Anfield Road torlos getrennt. Für die Bayern ist das Remis ein Erfolg, für Liverpool eine Enttäuschung. Deswegen war Trainer Jürgen Klopp vielleicht ein wenig gereizt, als er nach dem Schlusspfiff Niko Kovac die Hand geben wollte. Der Bayern-Coach war aber noch damit beschäftigt, die komplette Bank abzuklatschen und ließ Klopp einen Moment lang stehen. Der beschwerte sich daraufhin in aller Deutlichkeit beim Bayern-Trainer, bevor sie sich fair verabschiedeten: "Es war ein reines Missverständnis. Ich wollte Niko gleich die Hand schütteln und er hat erst mal ganz Bayern abgeklatscht. Ich habe da gestanden wie der Ochs vorm Berg ", sagte der Liverpooler Trainer hinterher zu "Sky".

Video: Bayern schafft Unentschieden gegen Liverpool

Kovac sagte zu dem kleinen Vorfall: "Es ist ja in England üblich, dass man sich nach dem Schlusspfiff die Hand gibt. Ich bin aber erst mal zu meiner Bank und nicht zu ihm. Das kennt er aus England anders. Aber war es war nicht böse gemeint, ich habe mich ja danach entschuldigt."

+++ 19. Februar: Sami Khedira fehlt Juventus wegen Herzproblemen +++

Wegen Herzproblemen fehlt der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Sami Khedira dem italienischen Spitzenclub Juventus Turin am Mittwoch im Spiel der Champions League bei Atletico Madrid. Der Verein teilte am Dienstagabend mit, dass der 31-jährige Mittelfeldspieler wegen Herzrhythmusstörungen behandelt wird und auf die Reise nach Spanien verzichten muss. Die gesundheitlichen Probleme beim Weltmeister von 2014 wurden kurz vor der Abreise des souveränen Tabellenführers der Serie A festgestellt.

+++ 19. Februar: Ex-NFL-Profi nach Streit um Parkplatz erschossen

Im Streit um einen Parkplatz hat ein 31-Jähriger im US-Bundesstaat Colorado eine Waffe gezogen und den früheren Football-Profi  Anthony T.J. Cunningham erschossen. Das berichtet unter anderem die "Denver Post" . Demnach gerieten die beiden Nachbarn am Sonntag vor einer High School in Aurora aneinander. Der mutmaßliche Schütze soll im Verlauf des Streits mehrfach auf den 46-Jährigen gefeuert und ihn dabei lebensgefährlich verletzt haben. Der Ex-Profi der Seattle Seahawks starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Einem Polizeisprecher zufolge wohnt der mutmaßliche Täter in der gleichen Straße wie Cunningham und soll das Opfer bereits Stunden vor dem tödlichen Streit körperlich angegriffen haben.  

+++ 18. Februar: Darmstadt 98 entlässt Trainer Dirk Schuster +++

Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat auf die sportliche Misere reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dirk Schuster getrennt. "Aufgrund der starken Gefährdung der in dieser Saison ausgerufenen Ziele und der nicht zufriedenstellenden sportlichen Entwicklung der Mannschaft haben wir uns zu dieser Entscheidung gezwungen gesehen", begründete Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch am Montag die Freistellung des 51-jährigen Fußballlehrers. Ein Nachfolger für Schuster steht noch nicht fest. 

Nach nur sechs Punkten aus den vergangenen zehn Spielen beträgt der Abstand der "Lilien" zum Abstiegsrelegationsplatz nur noch vier Zähler. Neben Schuster müssen auch die Co-Trainer Sascha Franz und Frank Steinmetz gehen.

Schuster war am 11. Dezember 2017 als Nachfolger von Torsten Frings nach Darmstadt zurückgekehrt. Zuvor hatte er die Hessen schon von Dezember 2012 bis Sommer 2016 betreut und in dieser Zeit von der 3. Liga in die 1. Fußball-Bundesliga geführt. Sein Vertrag gilt bis zum Saisonende.

+++ 17. Februar: Haus von Kevin-Prince Boateng in Barcelona ausgeraubt +++

Böse Überraschung für Kevin-Prince Boateng nach der Freude über den 1:0-Sieg seines FC Barcelona gegen Real Valladolid: Das Haus des Fußball-Profis in der spanischen Metropole sei während der Begegnung am Samstagabend ausgeraubt worden, berichtete die Zeitung "Mundo Deportivo". Die unbekannten Täter hätten unter anderem Juwelen im Wert von insgesamt rund 300.000 Euro sowie auch Bargeld erbeutet, hieß es.

Der gebürtige Berliner hatte zuvor seinem ersten Einsatz für Barça in der spanischen Liga sowie sein erstes Spiel im Camp Nou gefeiert. Er spielte von Anfang an und wurde in der 60. Minute durch Luis Suárez ersetzt. Die Einbrecher vermiesten dem 31 Jahre alten Deutsch-Ghanaer also einen ganz besonderen Tag.

Boateng spielt erst seit Januar in Barcelona. Der Tabellenführer der Primera División lieh ihn bis Saisonende vom italienischen Erstligisten US Sassuolo aus. Die Katalanen besitzen zudem eine Kaufoption über acht Millionen Euro. In der Bundesliga spielte Boateng für Hertha BSC, Borussia Dortmund, den FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt.

+++ 17. Februar: Wegen Bibiana Steinhaus: Keine Fußball-Übertragung im iranischen TV +++

Weil Bibiana Steinhaus das Bundesliga-Gastspiel des FC Bayern München am Freitag beim FC Augsburg geleitet hat, soll die Übertragung des Spiels im iranischen Staatsfernsehen IRIB abgesagt worden sein. Das berichteten diverse iranische Medien und veröffentlichten auch Bilder der deutschen Schiedsrichterin.

Wegen der strengen islamischen Vorschriften werden im iranischen Fernsehen keine Bilder von freizügig gekleideten Frauen - wie etwa in kurzen Sporthosen - gezeigt. In Spielfilmen werden solche Szenen zensiert. Da aber Steinhaus ständig im Bild gewesen und so eine Zensierung kaum möglich gewesen wäre, sei die Übertragung einfach gestrichen worden, hieß es. 

Das iranische Fernsehen durfte wegen der strikten Regeln in der Vergangenheit schon mehrmals die Auslosungen oder Eröffnungszeremonien wichtiger Fußball-Turniere nicht komplett übertragen. Die iranischen Fans reagieren immer verärgert über die Maßnahmen, doch der einflussreiche Klerus hält an seinen islamischen Kriterien weiterhin fest.

+++ 15. Februar: NFL einigt sich mit Kaepernick und Reid +++

Die amerikanische Football-Liga NFL hat im Rechtsstreit mit den beiden Spielern Colin Kaepernick und Eric Reid eine außergerichtliche Einigung erzielt. Dies bestätigte die US-Profiliga am Freitag (Ortszeit) in einer Mitteilung. "Die Parteien haben sich dazu entschlossen, im anhaltenden Rechtsstreit eine Lösung herbeizuführen. Die Einigung unterliegt einer Stillschweigepflicht und wird daher von keiner Seite weiter kommentiert werden", erklärte die Liga. 

Kaepernick, der im Jahr 2016 als erster Spieler während der Nationalhymne an der Seitenlinie protestierte, hatte im Oktober 2017 Klage gegen die Liga wegen unlauterer Absprache eingereicht. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers beschuldigt die NFL einer internen Absprache aufgrund derer er keine weitere Beschäftigung in der Liga erhalten hatte. Reid schloss sich Kaepernicks Klage im Mai 2018 an. 

Bei den Protestaktionen knieten Kaepernick und andere Spieler während der Nationalhymne und hatten damit eine landesweite Debatte losgetreten, in die sich schließlich auch Präsident Donald Trump einschaltete. Trump hatte die NFL-Clubs sogar aufgefordert, alle "Hurensöhne" zu feuern, die nicht für die Nationalhymne aufstünden. Kaepernicks Aktionen führten vereinzelt auch zu Protesten in anderen Sportligen.

+++ 14. Februar: Frankfurt und Leverkusen spielen nur remis in der Europa League +++

Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat seinen Siegeszug durch die Europa League nicht fortsetzen können, darf aber weiter auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen. Trotz 80-minütiger Überzahl mussten sich die Hessen am Donnerstag im Zwischenrunden-Hinspiel beim ukrainischen Meister Schachtjor Donezk mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Martin Hinteregger in der 7. Minute und Filip Kostic (50.) trafen vor rund 15.000 Zuschauern in Charkiw  für den Fußball-Bundesligisten, der zuvor alle sechs Gruppenspiele siegreich gestaltet hatte. Marlos (10.) per Foulelfmeter und Taison (67.) erzielten die Tore für die Ukrainer, die nach einem frühen Feldverweis gegen Taras Stepanenko (11.) fast die gesamte Partie in Unterzahl bestreiten mussten.

Bayer Leverkusen nimmt nach dem Europacup- Comeback von Trainer Peter Bosz Kurs auf das Achtelfinale der Europa League. Das 0:0 beim russischen Tabellenzweiten FK Krasnodar spricht vor dem Rückspiel in einer Woche eher für die bis zum Schluss kämpfende Werkself. Vor 34.827 Zuschauern im Krasnodar-Stadion hatte der Fußball-Bundesligist am Donnerstagabend mehr vom Spiel und gute Chancen zum Sieg, konnte aber dank einer Steigerung nach der Pause auch mit der Nullnummer zufrieden sein. "Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Resultat", sagte Bosz. "Ich hätte gern ein Auswärtstor gemacht", meinte der 55 Jahre alte Niederländer und stachelte sein Team nach dem engagierten Auftritt an: "Jetzt müssen wir zu Hause gewinnen!" 

+++ 14. Februar: Ski-WM: Rebensburg gewinnt Silber im Riesenslalom +++

Viktoria Rebensburg hat bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Are Silber im Riesenslalom gewonnen. Sie musste sich in Schweden nur der Slowakin Petra Vlhova geschlagen geben und holte das erste Edelmetall für das deutsche Team bei den Titelkämpfen.

+++ 14. Februar: Anthony Modeste darf für Köln spielen +++

Aufatmen in der Domstadt: Nach langer Hängepartie hat der 1. FC Köln die Spielberechtigung für Anthony Modeste erhalten. Der chinesische Fußballverband erteilte mit der Zustimmung des ehemaligen Klubs des Stürmers, Tianjin Tianhai FC, die Freigabe. Dies teilte der Weltverband Fifa dem Verein am Donnerstag mit. "Diese Entwicklung freut uns sehr", sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Modeste, der im vergangenen November zum 1. FC Köln zurückgekehrt war, wird im Kader für das Zweitliga-Auswärtsspiel beim SC Paderborn am Freitag (18.30 Uhr/Sky) stehen und reist mit dem Team nach Ostwestfalen.

+++ 13. Februar: Basketballer Dennis Schröder präsentiert sein Baby +++

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder im Babyglück: Auf seinem Instagram-Account hat der 25-jährige Profi aus der nordamerikanischen Liga NBA ein Foto mit einem Neugeborenen in den Händen gepostet. "Meine Liebe, meine Welt, mein Baby", schrieb er dazu. 

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My ❤️. My 🌍. My 👶🏾.

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Schröder fehlte in der Nacht auf Mittwoch beim Spiel seiner Mannschaft Oklahoma City Thunder gegen die Portland Trail Blazers. Seine Mannschaft holte sich trotzdem mit 120:111 den vierten Sieg in Folge.

Schröder und seine Freundin wohnen in Oklahoma City, nachdem der Aufbauspieler vor der laufenden Saison von den Atlanta Hawks zu Thunder gewechselt ist.

+++ 12. Februar: Paris Saint-Germain lässt Manchester United keine Chance +++

Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain haben sich nach einer 45-minütigen Gala-Vorstellung im Old Trafford eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug in das Viertelfinale der Champions League verschafft. Der französische Meister entschied am Dienstag das Achtelfinal-Hinspiel bei Manchester United mit 2:0 (0:0) für sich. Presnel Kimpembe (53. Minute) und Kylian Mbappé (60.) erzielten die Treffer für das Star-Ensemble aus der französischen Hauptstadt, das ohne die beiden verletzten Ausnahmestürmer Neymar und Edinson Cavani auskommen musste.

Kurz vor Schluss sah Manchesters entnervter Paul Pogba wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (89.) - was zum am Ende völlig missratenen Abend für den englischen Rekordmeister passte. Nach einer von Taktik und teilweise übertriebener Härte geprägten ersten Hälfte verdiente sich PSG den Sieg dank einer deutlichen Leistungssteigerung und kann im Rückspiel am 6. März im Prinzenpark das Viertelfinal-Ticket lösen. Im anderen Achtelfinal-Hinspiel setzte sich AS Rom gegen den FC Porto mit 2:1 (0:0) durch.

+++ 12. Februar: DFL meldet Umsatzrekord für Bundesliga und Co +++

Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2017/18 einen Umsatzrekord von 4,42 Milliarden Euro erzielt. Dies berichtete das "Handelsblatt" mit Bezug auf den "Wirtschaftsreport 2019" der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Vor allem ein neuer Medienvertrag trug demnach 65 Prozent zum Wachstum bei. Für die Spielzeit 2016/17 hatte die DFL einen Umsatz von 4,01 Milliarden Euro vermeldet.  

Die Bundesliga sei "im Großen und Ganzen sehr gesund", sagte DFL-Chef Christian Seifert der Wirtschaftszeitung. Der Profifußball sei über ein Jahrzehnt hinweg sechsmal stärker als die deutsche Wirtschaft gewachsen. Er räumte aber ein, dass manche Spielergehälter "tatsächlich schwer nachvollziehbar" seien. 

Liga-Chef Seifert bekräftigte zudem, im Frühjahr 2020 die Medienrechte neu vergeben zu wollen und daran "bereits seit einem Jahr" zu arbeiten. Die DFL habe neue Ideen entwickelt und rede mit dem Bundeskartellamt darüber. Zur Frage, ob er wieder wie zuletzt mit 80 Prozent mehr Erlöse in diesem Geschäft rechne, erwiderte Seifert: "Es geht ja nicht nach dem Prinzip Hoffnung." Der abgekühlte Fernsehmarkt in England und Italien ist für ihn ein Warnzeichen: "Das sollte uns vorsichtig machen."

+++ 12. Februar: BVB reist ohne Vier nach London +++

Zuletzt ist der BVB-Motor etwas ins Stocken geraten. Gegen Tottenham Hotspur im Champions-League-Achtelfinale soll endlich wieder ein Erfolg eingefahren werden.Ärgerlich ist nur, dass dem Team von Lucien Favre vier wichtige Spieler verletzt fehlen. Besonders schwer wiegen die Ausfälle der Schlüsselspieler Marco Reus (Muskelverletzung im Oberschenkel) und Paco Alcácer (Schulterverletzung). Reus sorge laut Lizenzspielerchef Sebastian Kehl allein "durch seine Präsenz beim Gegner für eine gewisse Einschüchterung". Auch die Defensivspieler Lukasz Piszczek (Fersenprobleme) und Julian Weigl (Infekt) stehen nicht zur Verfügung. "Es ist schwer, aufgrund unseres personellen Aderlasses eine Topleistung abzurufen", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Immerhin: Trainer Favre ist nach überstandener Erkältung wieder fit.

+++ 12. Februar: VfB Stuttgart: Hitzlsperger ersetzt Sportvorstand Reschke +++

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat Sportvorstand Michael Reschke abberufen. Nachfolger wird der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Das teilte der Club am Dienstagmittag mit. 

In einer offiziellen Mitteilung wird Wolfgang Dietrich, Vorsitzender des Aufsichtsrates, mit folgenden Worten zitiert: "Michael Reschke war als verantwortlicher Sportvorstand maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Mannschaft als Aufsteiger einen hervorragenden siebten Platz in der vergangenen Bundesligasaison erreicht hat." Doch: "Leider hat seine Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr."

Reschke signalisiert in der Mitteilung "Verständnis" für die Entscheidung, "auch wenn ich sehr gerne für den VfB Stuttgart weitergearbeitet hätte." Sein Nachfolger Thomas Hitzlsperger freue sich auf die neue Aufgabe: "In meiner neuen Funktion als Sportvorstand werde ich nun alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen."

Der VfB Stuttgart steht derzeit auf dem 16. Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga.

+++ 12. Februar: Englischer Weltmeister-Torwart Gordon Banks gestorben +++

Der frühere englische Fußball-Nationaltorwart Gordon Banks ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Sein früherer Verein Stoke City veröffentlichte am Dienstag eine entsprechende Mitteilung von Banks' Familie unter anderem auf Twitter. "Mit großer Trauer teilen wir mit, dass Gordon über Nacht friedlich entschlafen ist", hieß es darin. "Wir sind tieftraurig, aber wir haben so viele glückliche Erinnerungen und könnten nicht stolzer auf ihn sein."

Der in Sheffield geborene Banks hatte 1966 mit England die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen. Im Endspiel von Wembley setzten sich die Three Lions damals mit 4:2 gegen Deutschland durch. Vor seiner Zeit bei Stoke spielte Banks acht Jahre für Leicester City.

+++ 12. Februar: 1. FC Nürnberg entlässt Trainer Köllner +++

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg trennt sich von Aufstiegstrainer Michael Köllner. Köllner werde im Laufe des Tages von seinen Aufgaben entbunden, teilte der Verein mit. Nur elf Stunden zuvor hatte der fränkische Traditionsverein Sportvorstand Andreas Bornemann beurlaubt, der Köllners Fürsprecher war. Der "Club" ist seit 15 Bundesligaspielen sieglos und hat letztmals Ende September eine Partie in Deutschlands Eliteklasse gewonnen.

Interimistisch übernehmen der bisherige Co-Trainer Boris Schommers und Vereinslegende Marek Mintal. Das Duo wird den FCN auch auf das kommende Heimspiel am Montag gegen Borussia Dortmund vorbereiten. Den zweiten Vorstandsposten übernimmt zunächst Marketingleiter Marcus Rößler.

+++ 11. Februar: Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt stirbt mit 30 +++

Im Alter von 30 Jahren ist Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt am Sonntag beim Skifahren im Schweizer St. Moritz gestorben. Das teilte der in Dortmund ansässige Deutschlandachter mit. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. 

Der gebürtige Ulmer wurde mit dem Achter 2012 in London Olympiasieger und holte 2016 in Rio de Janeiro Silber. Er wurde zweimal Welt- und fünfmal Europameister. Der Mediziner beendete seine Karriere nach den Spielen in Brasilien. "Er war in erster Linie ein Freund, jemand auf den wir uns nicht nur im Training und Wettkampf, sondern im gesamten Leben verlassen konnten", schrieb der Deutschlandachter in der Mitteilung. 

Siegfried Kaidel, der Präsident des Deutschen Ruderverbandes, teilte mit: "Auch nach seinem Karriereende hat er sich sehr für den Rudersport engagiert. Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig." In der kommenden Woche wollte Reinelt das U23-Team als Mannschaftsarzt ins Trainingslager nach Mequinenza (Spanien) begleiten. 

+++ 11. Februar: Ex-Bundesligaspielerin Katharina Lindner ist tot +++

Die ehemalige Fußball-Bundesligaspielerin des 1. FFC Frankfurt, Katharina Lindner, ist tot. Sie sei am Samstag im Alter von 39 Jahren in Schottland gestorben, teilten ihre Vereine Glasgow City, für den sie von 2005 bis Ende 2011 aktiv war und fünf nationale Meistertitel sowie vier Pokalerfolge feierte, und der 1. FFC Frankfurt, mit. Die gebürtige Münchnerin gewann 1999 mit dem Frankfurter Club Meisterschaft und DFB-Pokal. Für Glasgow City bestritt Lindner 173 Spiele und erzielte 128 Tore. Lindner absolvierte auch Spiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften.

+++ 11. Februar: Golf-Oldie Langer knackt Preisgeld-Rekord +++

Seit über zehn Jahren ist Bernhard Langer der dominierende Spieler auf der PGA-Senioren-Tour. Seit dem vergangenen Wochenende hat der Golf-Oldie nun einen weiteren Rekord inne: Dank seines Heimsiegs beim Turnier in Boca Raton (US-Bundesstaat Florida) hat der 61-Jährige auf der Tour nun bereits 27.196.504 Euro Preisgeld kassiert - so viel wie kein anderer. Für langer war es bereits der 39. Triumph bei den Senioren. In Boca Raton gewann der Anhausener mit insgesamt 197 Schlägen souverän vor den US-Amerikanern Marco Dawson (202) und Bob Estes (203).

"Es gibt viele Dinge zu feiern", sagte Langer glücklich. "Es bedeutet sehr viel, vor deinen heimischen Fans, deiner Familie und deinen Freunden zu gewinnen. Zu Hause zu siegen ist immer etwas Besonderes." Besonders freute sich der Masters-Champion von 1985 und 1993, dass er zum ersten Mal einen Sieg mit seiner Tochter Jackie feiern konnte, die als Caddie die Golftasche ihres Vater trug.

Mit 39 Siegen jagt Langer nun den Rekord von US-Legende Hale Irwin, der 45 Turniere auf der Tour der über 50-Jährigen gewinnen konnte.

+++ 11. Februar: Medienbericht: Eintracht-Torjäger Jovic offenbar mit Barcelona einig +++

Eintracht Frankfurts Torjäger Luka Jovic soll sich nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" mit dem FC Barcelona über einen Wechsel nach Spanien einig sein. Der Berater des 21 Jahre alten Jovic habe bereits Einvernehmen über einen Vertrag mit dem spanischen Topclub erzielt, berichtete die Zeitung am Montag. Bisher liege dem DFB-Pokalsieger aber noch kein offizielles Angebot der Katalanen vor. Jovic führt mit bisher 14 Treffern die Torschützenliste der Fußball-Bundesliga an. Auch Real Madrid soll laut FAZ-Bericht bei einer möglichen Verpflichtung des serbischen Profis noch nicht aus dem Rennen sein.

+++ 11. Februar: Kerber bleibt in Tennis-Weltrangliste auf Platz sechs +++

Angelique Kerber ist in der Tennis-Weltrangliste weiterhin die Nummer sechs. Die Deutsche war nach ihrem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open vom zweiten auf den sechsten Platz zurückgefallen. Dem Ranking der Damen-Profiorganisation WTA vom Montag zufolge blieben die Top Ten unverändert. Angeführt wird die Rangliste von der Australian-Open-Siegerin Naomi Osaka. Bei den Herren steht ebenfalls der Sieger des Turniers, Novak Djokovic, weiterhin an der Spitze der ATP Weltrangliste. Der Deutsche Alexander Zverev bleibt auf dem dritten Platz.

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Sport kompakt: Die große Lindsey Vonn verabschiedet sich mit WM-Bronze vom Ski-Zirkus
Lindsey Vonn feiert ihren Abschied mit einer WM-Bronzemedaille in der Abfahrt

10. Februar 

Die große Lindsey Vonn feiert Abschied vom Ski-Zirkus mit Bronze in der Abfahrt

Mit ihrem Hund Lucy auf dem Arm lässt sich Lindsey Vonn von Betreuern und ihrer Familie feiern. Eine der erfolgreichsten Skirennfahrerinnnen aller Zeiten beendet ihre Karriere. Und das mit einem Erfolg. Die US-Amerikanerin gewann noch einmal die Bronze-Medaille in der Abfahrt bei den Weltmeisterschaften im schwedischen Are. Vonn geht nicht ganz freiwillig, aber ihr Körper macht nicht mehr mit. Zu viele Verletzungen und zu hohe Belastungen. Die 34-Jährige ist nicht nur eine Überfliegerin auf der Piste gewesen, sondern unterhielt ihr Publikum mit emotionalen und dramatischen Auftritten. Sie war und ist eine echte Drama-Queen. Vor Jahren machte sie ihre Depressionen öffentlich. Nur das Skifahren mache sie wirklich glücklich, sagte sie mal. Da bleibt zu hoffen, dass diese großartige Ausnahmesportlerin mit dem Leben nach dem Sport klar kommt.






tis/tim/mod/tkr/fs / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.