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Sport kompakt Kiel dreht Spiel und hat mindestens die Relegation sicher

Alexander Mühling bejubelt sein 3:2 für Holstein Kiel gegen Regensburg
Kieler Freudensprung: Alexander Mühling jubelt über seinen Treffer zum 3:2 gegen Regensburg. Holstein hat den Aufstieg in die 1. Liga direkt vor Augen.
© Frank Molter / DPA
Champions League: Finale in Porto statt Istanbul +++ Hertha BSC hat Klassenerhalt vor Augen +++ Hausding holt EM-Gold vom Ein-Meter-Brett +++ Sport-News im Überblick.

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz einiger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball.

13. Mai: Holstein Kiel hat Relegationsplatz schon sicher

Holstein Kiel hat die Gunst der Stunde genutzt und mindestens den Aufstiegs-Relegationsrang in der 2. Fußball-Bundesliga sicher. Im Nachholspiel gegen Jahn Regensburg feierten die Kieler nach großem Kampf mit 3:2 (1:1) ihren siebten Heimsieg in Serie. Ein Sieg fehlt Holstein nun noch zum direkten Aufstieg in die Bundesliga. Andreas Albers (16. Minute/Handelfmeter) und Albion Vrenezi (75.) brachten die Gäste zweimal in Führung, doch Fin Bartels (20.), Simon Lorenz (79.) und Alexander Mühling (83.) drehten die Partie zu Gunsten der Kieler. Hinter dem VfL Bochum (63 Punkte) sind die Störche (62) weiter Zweite vor den Verfolgern Greuther Fürth (58) und Hamburger SV (55) und sind bei nur noch zwei ausstehenden Spielen nicht mehr von einem Top-Drei-Platz zu verdrängen. Regensburg verpasste es durch das fünfte sieglose Match in Serie, sich vorzeitig den Klassenverbleib zu sichern. 

13. Mai: Champions-League-Finale von Istanbul nach Porto verlegt

Der Champions-League-Sieger wird wieder in Portugal gekürt. Wie die Europäische Fußball-Union am Donnerstag mitteilte, wird das Endspiel wegen der Corona-Pandemie von Istanbul nach Porto verlegt. Am 29. Mai treffen die englischen Clubs Manchester City und FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel im Estádio do Dragão aufeinander. Je Team sollen 6000 Zuschauer zugelassen werden.

Istanbul, bereits 2005 beim Sieg des FC Liverpool Gastgeber, hat damit bereits zum zweiten Mal hintereinander das Nachsehen: Die türkische Metropole sollte schon im Vorjahr das Endspiel der Königsklasse im Atatürk-Olympiastadion ausrichten. Stattdessen wurden coronabedingt die Viertel- und Halbfinals sowie das Endspiel in Lissabon ausgetragen.

12. Mai: Patrick Hausding holt EM-Gold vom Ein-Meter-Brett

Rekordeuropameister Patrick Hausding hat seine EM-Bestmarke mit dem nächsten Titel ausgebaut. Der nun 16-malige Europameister im Wasserspringen gewann in Budapest Gold vom Ein-Meter-Brett. Insgesamt war es die 35. Medaille von Hausding bei Europameisterschaften. Zum EM-Auftakt hatte er im Mixed-Teamspringen am Montag bereits Bronze geholt. Zwar werden in zwei Monaten bei den Olympischen Spielen in Tokio keine Medaillen vom Ein-Meter-Brett vergeben, aber Hausdings Form weckt Zuversicht beim Deutschen Schwimm-Verband. Hausding siegte mit 427,75 Punkten klar vor dem Briten Jack Laugher, der auf 402,90 Punkte kam. Kurz vor Hausdings Goldmedaille gewannen Tina Punzel und Lou Massenberg Silber im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett.

12. Mai: Hertha BSC hat Klassenerhalt vor Augen

Hertha BSC hat die drei Nachholspiele in der Fußball-Bundesliga mit einem Sieg beendet und ist damit nach dem Ende der zweiwöchigen Corona-Quarantäne ungeschlagen geblieben. Die Berliner kamen im Kampf um den Klassenverbleib beim Absteiger FC Schalke 04 zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Amine Harit (6.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht. Abwehrspieler Dedryck Boyata (19.) und Jessic Ngankam (73.) sorgten mit ihren Treffern für den Sieg. Der Berliner Dodi Lukebakio sah in der 88. Minute Gelb-Rot. Durch das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage verbesserten die Herthaner vor den beiden letzten Bundesliga-Spieltagen mit 32 Punkten auf den 13. Platz und hat fünf Zähler Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Abstiegsplatz 17. Am Samstag spielen die Berliner gegen Köln und können mit einem Sieg den Klassenverbleib perfekt machen.

11. Mai: DFB-Präsident Keller zu Rücktritt bereit – Curtius-Vertrag wird aufgelöst

Die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes zieht fast geschlossen Konsequenzen aus der tiefen Krise innerhalb des Verbands. DFB-Präsident Fritz Keller hat seine Bereitschaft zum Rücktritt erklärt, der Vertrag von Generalsekretär Friedrich Curtius soll aufgelöst werden, wie der DFB am Dienstag mitteilte. Vizepräsident Rainer Koch wird zudem beim nächsten Bundestag nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

"Präsident Fritz Keller hat aus eigener freier Entscheidung in Verantwortung des Amtes als Präsident seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, nach Abschluss der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht, am kommenden Montag (...) sein Amt zur Verfügung zu stellen", hieß es in der Mitteilung vom Abend. Keller hatte Koch bei einer Präsidiumssitzung Ende April als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. In den folgenden Wochen entbrannte ein nun folgenschwerer Streit. Vor dem Sportgericht landete der Fall durch Ermittlungen der DFB-Ethikkommission.

Schatzmeister Stephan Osnabrügge wird beim kommenden Bundestag ebenso nicht mehr antreten. Die nächste Vollversammlung des schwer angeschlagenen Verbandes wird laut Mitteilung zeitlich vorgezogen und soll "voraussichtlich" Anfang 2022 abgehalten werden. Der mit Koch gleichgestellte Vizepräsident Peter Peters bleibt als Entsandter der Deutschen Fußball Liga (DFL) dagegen im Amt. Koch und Peters sollen nach dem angekündigten Keller-Rücktritt "als gleichberechtigte Interimspräsidenten den Übergang des DFB gestalten, um den Verband gemeinsam mit dem Präsidium schnellstmöglich in ruhige Fahrwasser zu bringen", teilte der DFB mit. Curtius' Aufgaben soll die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich kommissarisch übernehmen.

11. Mai: 1. FC Köln holt Steffen Baumgart als künftigen Trainer

Steffen Baumgart wird zur kommenden Saison neuer Trainer des 1. FC Köln. Der abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist gab das ligaunabhängige Engagement des bisherigen Coaches von Zweitligist SC Paderborn bekannt.

10. Mai: Hrubesch weckt HSV auf: Letzte Aufstiegschance gewahrt

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat seine minimale Aufstiegschance durch einen klaren Heimsieg gewahrt. Nach fünf sieglosen Spielen gewann die Mannschaft beim Debüt von Drei-Wochen-Trainer Horst Hrubesch verdient mit 5:2 (3:1) gegen den 1. FC Nürnberg und rückte mit nunmehr 55 Punkten auf den vierten Tabellenplatz vor. Der HSV ging durch ein Eigentor von Asger Sörensen in Führung (30. Minute), die weiteren Treffer erzielten Bakery Jatta (36.), Doppeltorschütze Simon Terodde (45.+2/80./Foulelfmeter) und Sonny Kittel (76.). Für den Club trafen Erik Shuranov zum 1:2 (41.) und Linus Rosenlöcher (89.). Der HSV hatte sich vor einer Woche von Trainer Daniel Thioune getrennt - Hrubesch übernahm für den Rest der Saison. Für die Gäste war es die erste Niederlage seit dem 7. März - danach startete der Club eine Erfolgsserie mit drei Siegen und vier Remis. 

10. Mai: Kiel dank Bartels auf Bundesligakurs

Holstein Kiel ist der erhoffte Sprung auf den zweiten Platz der 2. Fußball-Bundesliga geglückt. Im ersten von zwei in dieser Woche anstehenden Nachholspielen setzten sich die Kieler mühevoll mit 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 durch und verdrängten mit 59 Punkten den bisherigen Zweiten Greuther Fürth (58) auf den Relegationsrang. Fin Bartels (44. Minute) erzielte das Tor zum sechsten Heimsieg in Serie für Holstein, das am Donnerstag (15.30 Uhr/Sky) Jahn Regensburg zu einem weiteren Nachhol-Kick im Holstein-Stadion empfängt. Drei Tage nach dem glanzvollen 4:0 über den FC St. Pauli taten sich die Hausherren im 50. Meisterschaftsduell mit den Niedersachsen aber überraschend schwer. So dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, ehe nach Fabian Reeses Maßflanke der völlig frei stehende Bartels zu seinem neunten Saisontreffer kam.

Finn Bartels von Holstein Kiel kontrolliert in der Luft den Ball
Hielt Holstein Kiel im Spiel gegen Hannover in einem engen Spiel auf Kurs: Finn Bartels, Torschütze zum entscheidenden 1:0.
© Cathrin Müller / Getty Images

10. Mai: Alexander Zverev triumphiert in Madrid

Alexander Zverev reckte die goldene Siegertrophäe voller Freude in den Himmel und ließ die Konfetti-Schlangen auf seine Schulter fallen. Deutschlands bester Tennisspieler hat zum zweiten Mal das topbesetzte Turnier in Madrid gewonnen und sich drei Wochen vor Beginn der French Open in die Mitfavoriten-Rolle für den Sandplatz-Klassiker in Paris gespielt. Zverev setzte sich am Sonntagabend im Finale gegen den Italiener Matteo Berrettini nach hartem Kampf mit 6:7 (8:10), 6:4, 6:3 durch und wiederholte damit den Triumph aus dem Jahr 2018.

"Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Zverev nach dem Titelgewinn. "Es ist ein spezieller Sieg. Ich will den Titel jetzt einfach genießen", sagte der 24-Jährige. Er verwandelte nach 2:40 Stunden seinen zweiten Matchball und holte damit seinen zweiten Titel in diesem Jahr. Zuvor hatte er bereits das Sandplatz-Turnier im mexikanischen Acapulco gewonnen.

Sport kompakt: Alexander Zverev siegt in Madrid
Alexander Zverev ist drei Wochen vor Beginn der French Open schon in richtig guter Form. In Madrid holt er seinen zweiten Titel in diesem Jahr. 
© Oscar J. Barroso / Picture Alliance

Zverev hatte in den Runden zuvor mit Siegen gegen Rafael Nadal und Dominic Thiem für Furore gesorgt. "Es waren zwei großartige Matches für mich", hatte die deutsche Nummer eins vor dem Finale gesagt. Dort knüpfte er an seine guten Leistungen an. Lange freuen kann er sich über den Triumph aber nicht. Schon in dieser Woche steht in Rom das nächste Turnier der Masters-1000-Serie auf dem Programm. "Es ist nicht einfach, jetzt nach Rom zu gehen, aber ich mag auch das Turnier und will da wieder gutes Tennis spielen", sagte Zverev.

9. Mai: Hamilton gewinnt den Spanien-Grand-Prix

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Spanien dank einer taktischen Meisterleistung seinen dritten Sieg im vierten Saisonrennen eingefahren. Der 36 Jahre alte Brite steuerte seinen Mercedes am Sonntag in Barcelona vor dem lange Zeit führenden WM-Herausforderer Max Verstappen im Red Bull und Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil ins Ziel. Durch den 98. Sieg seiner Karriere baute Hamilton einen Tag nach seiner 100. Pole Position den Vorsprung in der Gesamtwertung auf Verstappen weiter aus und nimmt früh im Jahr Kurs auf seinen achten WM-Titel.

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel belegte an einem erneut enttäuschenden Tag Platz 13 und muss weiterhin auf seine ersten Punkte für Aston Martin warten. Neuling Mick Schumacher lenkte seinen unterlegenen Haas-Rennwagen auf Rang 18 und blieb ebenfalls punktlos.

Für Hamilton war es bereits der fünfte Triumph in Katalonien in Serie, damit zog der Titelverteidiger auch mit dem bisherigen Rekordgewinner Michael Schumacher gleich. Beide konnten das Rennen in Spanien insgesamt jeweils sechsmal für sich entscheiden.

8. Mai: Zverev schlägt nach Nadal auch Thiem und steht im Finale von Madrid

Alexander Zverev hat beim Tennis-Turnier in Madrid auch den US-Open-Sieger Dominic Thiem bezwungen und das Endspiel erreicht. Einen Tag nach dem Sieg gegen Rafael Nadal setzte sich die deutsche Nummer eins am Samstag gegen den 27 Jahre alten Österreicher mit 6:3, 6:4 durch. Nach 97 Minuten verwandelte der erneut stark aufspielende Hamburger seinen zweiten Matchball. Im elften Vergleich mit Thiem war es Zverevs dritter Sieg. Bei den US Open in New York hatte der 24-Jährige noch im Endspiel in fünf dramatischen Sätzen verloren. Im Kampf um den Titel trifft Zverev am Sonntag auf den Norweger Casper Ruud oder den Italiener Matteo Berrettini.

7. Mai: Augsburg patzt auch bei Weinzierl-Rückkehr – 1:2 beim VfB Stuttgart

Die Lage des FC Augsburg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat sich auch durch die Rückkehr von Markus Weinzierl nicht entschärft. Mit dem Trainer-Nachfolger von Heiko Herrlich verlor der FCA am Freitag mit 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. Philipp Förster (11. Minute) und Sasa Kalajdzic (74.) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg des Aufsteigers, der seine Mini-Chance auf die Teilnahme am Europapokal wahrte. Für Augsburg war der Ausgleich durch Florian Niederlechner (59.) zu wenig. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt vor den Spielen der Konkurrenz am 32. Spieltag drei Punkte.

7. Mai: Eisbären Berlin zum achten Mal deutscher Eishockey-Meister

Die Eisbären Berlin sind zum achten Mal deutscher Eishockey-Meister. Der frühere Serienchampion gewann am Freitag das entscheidende dritte Playoff-Finale gegen Außenseiter Grizzlys Wolfsburg mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0). Damit entschied die Mannschaft von Trainer Serge Aubin die Finalserie mit 2:1-Siegen für sich und gewann das Duell um die 100. deutsche Eishockey-Meisterschaft.

In dieser aufgrund der Coronavirus-Pandemie verkürzten Saison der DEL waren nur zwei anstatt der üblichen vier Siege zum Weiterkommen in den jeweiligen Playoff-Runden und zum Titelgewinn notwendig. Die Berliner hatten das erste Finalspiel gegen Wolfsburg mit 2:3 nach Verlängerung verloren, sich dann aber mit einem souveränen 4:1 in Wolfsburg zurückgemeldet und die erste Meisterschaft in der Club-Historie der Niedersachsen verhindert.

6. Mai: Aogo entschuldigt sich für verbalen Fehltritt im TV und lässt Arbeit als Sky-Experte ruhen

Der frühere Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo hat nur einen Tag nach dem Wirbel um eine rassistische Nachricht von Jens Lehmann an ihn selbst für einen verbalen Fehltritt um Entschuldigung gebeten. Der 34-Jährige bedauerte, dass er als Experte des TV-Senders Sky am Dienstagabend den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte. Der "Bild"-Zeitung sagte Aogo dazu: "Dieses Wort darf man selbstverständlich in überhaupt keinem Zusammenhang verwenden. Das war ein großer Fehler, ich kann mich dafür nur aufrichtig entschuldigen." Als Konsequenz aus seiner Entgleisung entschied er sich, seine Arbeit als Experte für den TV-Sender vorerst ruhen zu lassen. "Dennis Aogo hat sich entschieden, seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig", hieß es in einer Mitteilung des TV-Senders. Der frühere Profi war zuletzt im Rahmen der Übertragung des Champions-League-Halbfinales zu sehen. Die Nationalsozialisten hatten während ihrer Herrschaft in Konzentrationslagern systematisch Millionen von Menschen in Gaskammern ermordet. Zuvor war Giftgas bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt worden.

5. Mai: FC Chelsea folgt Man City ins Finale der Champions League

Der FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel ist Manchester City in das Endspiel der Champions League gefolgt. Das Team aus London gewann am Mittwoch das Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid 2:0 (1:0) und steht nach dem 1:1 im Hinspiel damit erstmals seit 2012 wieder im Finale der Fußball-Königsklasse. Nationalspieler Timo Werner (28. Minute) und Mason Mount (85.) erzielten die Tore für Chelsea. Man City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola hatte sich tags zuvor gegen Paris Saint-Germain durchgesetzt. Mit den Franzosen hatte Tuchel in der vergangenen Saison noch im Endspiel gegen den FC Bayern München verloren. Das Endspiel findet am 29. Mai in Istanbul statt.

4. Mai: Man City erstmals im Champions-League-Finale – 2:0 gegen Paris

Der designierte englische Fußball-Meister Manchester City hat mit Nationalspieler Ilkay Gündogan erstmals das Champions-League-Finale erreicht. Das Team von Startrainer Pep Guardiola siegte im Halbfinal-Rückspiel gegen Bayern-Bezwinger Paris Saint-Germain 2:0 (1:0) und machte damit nach dem 2:1 im ersten Duell das Weiterkommen perfekt. Am 29. Mai trifft Man City im Endspiel in Istanbul auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel und Real Madrid (Hinspiel: 1:1). Riyad Mahrez erzielte beide Tore (11. und 63.). Wegen eines Frustfouls sah PSG-Profi Angel di Maria die Rote Karte (69.).

4. Mai: José Mourinho wird Trainer von AS Rom

Star-Trainer José Mourinho übernimmt im Sommer den italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom. Das teilte der Verein mit. Der 58-jährige Portugiese löst dort seinen Landmann Paulo Fonseca ab. Das Aus für Fonseca, der zum Ende der Saison gehen muss, war erst wenig vorher bekanntgegeben worden. Der Klub steht derzeit auf dem siebten Tabellenplatz in der Serie A in Italien.

Mourinho hatte zuvor in Großbritannien gearbeitet, zuletzt bei Tottenham Hotspur. Er erhält in Rom einen Dreijahresvertrag bis Juni 2024, schrieb der Verein. Zuletzt hatte Manchester United in der Europa League der AS Rom im Halbfinal-Hinspiel eine herbe 2:6-Niederlage zugefügt, danach mehrte sich die Kritik an Fonseca. Der 48 Jahre alte Portugiese hatte im Juli 2019 ein zweijähriges Engagement angetreten, das jetzt nicht verlängert wurde.

4. Mai: Olympiastützpunkt trennt sich von Turn-Trainerin Frehse

Der Olympiastützpunkt Sachsen (OSP) hat sich von der Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse getrennt. "Das Arbeitsverhältnis zwischen dem OSP Sachsen und der Trainerin Gabriele Frehse wurde beendet", teilte OSP-Leiter Thomas Weise auf Anfrage mit. Wegen des "sensiblen Vorgangs" wolle man keine weiteren Details nennen, hieß es vom OSP. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Gegen die Kündigung will Frehse nach eigenen Angaben vorgehen. "Ich bin davon überzeugt, dass diese Kündigung einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten wird und ich wieder eingestellt werden muss. Das letzte Wort darüber wird also nicht der DTB oder der OSP, sondern das Arbeitsgericht haben", sagte Frehse dem Online-Portal "gymmedia.de" in einem Interview. Der Anwalt von Frehse war für eine Stellungnahme angefragt.

Der Trainerin wird von einer Reihe von ehemaligen Sportlerinnen um Ex-Weltmeisterin Pauline Schäfer vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse hatte die Vorwürfe, über die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" als erstes berichtete, mehrfach bestritten

4. Mai: Nordkorea will auf nächste Quali-Spiele zur Fußball-WM verzichten

Nordkorea will seine Fußball-Nationalmannschaft nicht zu den nächsten Spielen der asiatischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 nach Südkorea reisen lassen. Ihre Behörde sei darüber informiert worden, dass Nordkoreas Verband die Asiatische Konföderation AFC in einem Schreiben über die entsprechende Absicht unterrichtet habe, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Das Ansteckungsrisiko angesichts der Corona-Pandemie sei zu groß, habe es zur Begründung geheißen. Wegen mehrmaliger Spielverlegungen in der WM-Qualifikation hatte die AFC gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden beschlossen, dass die restlichen Zweitrunden-Spiele der acht Gruppen an "zentralisierten Spielorten" stattfinden. Südkorea ist demnach im Juni Ausrichter der Begegnungen in der Gruppe H. In der Gruppe sind neben Süd- und Nordkorea noch Turkmenistan, der Libanon und Sri Lanka vertreten.

4. Mai: Union will offenbar Bayerns Nübel ausleihen – Berater dementiert

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin soll an einer Ausleihe von Alexander Nübel vom FC Bayern München interessiert sein. Laut "Bild"-Zeitung hat der Tabellenachte bereits Gespräche mit dem Ersatzmann von Welttorhüter Manuel Neuer aufgenommen, um den 24-Jährigen in den kommenden beiden Spielzeiten unter Vertrag zu nehmen. Nübels Berater Stefan Backs dementierte eine Kontaktaufnahme. "Fakt ist: Es gibt keinen Kontakt", sagte Backs der Deutschen Presse-Agentur.

4. Mai: Ex-Mainzer Schröder wird Sportdirektor auf Schalke

Der langjährige Mainzer Sportchef Rouven Schröder wird zum 1. Juni Sportdirektor beim FC Schalke 04. Der 45 Jahre alte Ex-Profi wird die Verantwortung für die Kaderplanung, das Scouting und die personelle Besetzung der Fachbereiche übernehmen. Der ebenfalls als Kandidat gehandelte Schalker Ex-Torhüter Mathias Schober wird als Direktor Knappenschmiede und Entwicklung die Gesamt-Verantwortung für den Nachwuchsbereich übernehmen. Zum Sport-Vorstand hatten die Königsblauen bereits Ende März Peter Knäbel ernannt.

3. Mai: HSV stellt Trainer Thioune frei – Hrubesch übernimmt bis Saisonende

Der Hamburger SV hat sich von Trainer Daniel Thioune getrennt. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, übernimmt Nachwuchsdirektor Horst Hrubesch für die restlichen drei Saisonspiele den Posten und soll versuchen, doch noch das Saisonziel Bundesliga-Aufstieg zu retten. Thioune war erst zu Saisonbeginn vom VfL Osnabrück gekommen. Sein Vertrag war bis Sommer 2022 datiert.

"Ich kenne viele der Spieler und habe in dieser Saison neben einigen Trainingseinheiten mehrere Spiele als Teil der HSV-Delegation gesehen. Zunächst einmal geht es darum, die Köpfe der Spieler freizubekommen", wurde Hrubesch in einem Interview auf der HSV-Homepage zitiert. "Zuletzt hat die Mannschaft leider oft unter Wert gespielt. Sie verfügt über eine andere Qualität, die wir jetzt in den verbleibenden Spielen auf den Platz bringen müssen."

2. Mai: United-Fans stürmen Stadion – Spiel gegen Liverpool verschoben

Nach einem Platz-Sturm der Fans von Manchester United ist das Premier-League-Spiel des Clubs gegen den FC Liverpool verschoben worden. Die Partie könne nicht wie ursprünglich geplant stattfinden, teilte die Premier League mit. Zuvor war der Anpfiff, der für 17.30 Uhr MESZ geplant gewesen war, verschoben worden. Die Fans des englischen Fußball-Rekordmeisters hatten den Rasen im Stadion Old Trafford gestürmt, um gegen die US-amerikanischen Inhaber des Clubs zu protestieren.

United teilte mit, die Entscheidung sei wegen Sicherheitsbedenken gemeinsam von der Polizei, der Liga, den Organisatoren und den beiden Clubs getroffen worden. Der Club erklärte, man erkenne das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest an. "Wir bedauern jedoch die Störung der Mannschaft und die Aktionen, die andere Fans, Mitarbeiter und die Polizei gefährden."

2. Mai: Vettel ohne Chance bei Hamiltons zweitem Saisonsieg

Weltmeister Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen in Portugal gewonnen. Der britische Mercedes-Pilot fuhr beim dritten Saisonlauf in Portimão seinen zweiten Erfolg in diesem Jahr ein. Der WM-Spitzenreiter verwies seinen Titelrivalen Max Verstappen im Red Bull auf Platz zwei, Dritter wurde der von der Pole Position gestartete Hamilton-Kollege Valtteri Bottas. Für Sebastian Vettel gab es auch im dritten Anlauf bei Aston Martin keine WM-Punkte, der Hesse belegte Platz 13. Neuling Mick Schumacher kam im unterlegenen Haas als 17. ins Ziel. Schon in einer Woche steht in Barcelona der nächste Grand Prix an. 

Vettel fuhr nach einem Drittel der Renndistanz als einer der Ersten zum Reifenwechsel an die Box, während es für Mick Schumacher im Duell mit Masepin in erster Linie darum ging, nicht Letzter zu werden. In seiner Rookie-Saison hielt der 22-Jährige den Russen zwar locker auf Abstand, war im Kampf um seinen ersten WM-Punkt und die anderen Rennställe aber ziemlich unterlegen. Immerhin: Schumacher fuhr bis an den Williams von Nicholas Latifi heran und kam letztlich sogar vorbei.

2. Mai: Schalke holt HSV-Torjäger Simon Terodde

Der FC Schalke hat einen Schritt zum Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für die kommende Saison in der 2. Fußball-Bundesliga getan und Simon Terodde verpflichtet. Wie das bereits als Absteiger feststehende Bundesliga-Schlusslicht mitteilte, wechselt der 33 Jahre alte Angreifer ablösefrei vom Hamburger SV zum Revierclub und erhält einen Vertrag bis Sommer 2022 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. "Simon wird unser Offensivspiel mit seinem Gespür für den torgefährlichen Raum und seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss bereichern", kommentierte Peter Knäbel, Vorstand Sport und Kommunikation. Der im nur rund 45 Kilometer von Gelsenkirchen entfernten Bocholt geborene Terodde ist nach Danny Latza (FSV Mainz 05) der zweite Neuzugang. Terodde liegt mit insgesamt 139 Toren derzeit auf Rang drei der Liste der Rekordtorschützen der 2. Liga.

2. Mai: Aus in der Champions League: FC Bayern-Frauen 1:4 bei Chelsea

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München haben den Einzug in ihr erstes Champions-League-Endspiel verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer verlor nach einem großen, aber unglücklichen Kampf das Halbfinal-Rückspiel in London gegen den FC Chelsea mit 1:4 (1:2). Das Hinspiel in München hatte der Bundesliga-Spitzenreiter 2:1 gewonnen. Im Königsklassen-Finale am 16. Mai in Göteborg treffen Chelseas Frauen auf den FC Barcelona. Die Katalaninnen besiegten nach einem 1:1 im Hinspiel Paris Saint-Germain im eigenen Stadion mit 2:1. 

Spielszene aus dem Champions-League-Halbfinale der Frauen zwischen Chelsea und dem FC Bayern
Chelseas deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger unter Druck. Das schafften die Frauen des FC Bayern zu selten und verpassten so den Einzug ins Finale der Champions League.
© Catherine Ivill / Getty Images

Im Stadion Kingsmeadow erzielten Francesca Kirby (10. Minute), Ji So-Yun (43.), die ehemalige Wolfsburgerin Pernille Harder (84.) und abermals Kirby zum Ende der Nachspielzeit die Tore für Chelsea. Für die Bayern traf nur die Österreicherin Sarah Zadrazil mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 1:1 (29.). Bis zuletzt hatten die Münchnerinnen große Chance auf das 2:3, das wegen der Auswärtstor-Regel für einen Einzug ins Finale gereicht hätte. Beim 4:1 durch Kirby in letzter Minute war das Bayern-Tor verwaist. Vor zwei Jahren hatten die Bayern-Frauen schon einmal im Halbfinale der europäischen Königsklasse gestanden. Damals hatte sich jedoch der FC Barcelona als zu stark erwiesen.

1. Mai: Borussia Dortmund nach 5:0 gegen Holstein Kiel im DFB-Pokalfinale

Frühe Tore, wenig Spannung – Borussia Dortmund hat das Fußball-Märchen von Holstein Kiel beendet und zum zehnten Mal das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Auch ohne den verletzten Torjäger Erling Haaland wurde der Bundesliga-Fünfte beim 5:0 (5:0)-Kantersieg im Halbfinale über das bisherige Überraschungsteam seiner Favoritenrolle in sehenswerter Manier gerecht. Am Tag der Arbeit sorgten die Torschützen Giovanni Reyna (16./23. Minute), Marco Reus (27.), Thorgan Hazard (32.) und Jude Bellingham (42.) im leeren Signal Iduna Park schon früh für klare Verhältnisse.

Damit kommt es am 13. Mai in Berlin zum reizvollen Duell zwischen dem BVB und RB Leipzig um die Rolle als zweite Kraft im deutschen Fußball hinter Branchenführer München. Anders als in der zweiten Pokal-Runde gegen den FC Bayern gelang dem Zweitligisten Kiel diesmal kein Coup. Für die Kieler war es eine ähnlich deutliche Halbfinale-Schlappe wie 1941 beim 0:6 gegen Schalke. Die Niederlage dürfte zudem den Aufstiegsambitionen der Norddeutschen wenig förderlich sein.

Getrübt wurde die Freude über den Finaleinzug beim BVB durch die Verletzung von Mateu Morey (74.). Der Spanier verletzte sich im Zweikampf und wurde zwölf Minuten nach seiner Einwechslung vom Platz getragen – begleitet von den erschrockenen Blicken seiner Mitspieler.

1. Mai: Bottas verhindert Hamiltons 100. Pole Position

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat sich die Pole Position für das Formel-1-Rennen in Portugal gesichert. Der Finne verwies in Portimão in der Qualifikation seinen Teamkollegen Lewis Hamilton mit sieben Tausendstelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Damit ließ der britische WM-Spitzenreiter an der Algarve die Chance auf die 100. Pole Position seiner Karriere in der Königsklasse ungenutzt. Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Sebastian Vettel schaffte es nach zuletzt 15 vergeblichen Versuchen erstmals wieder in den finalen Durchgang der Qualifikation und steuerte seinen Aston Martin am Ende auf Rang zehn.

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