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Sport kompakt: Trotz Niederlage: Fan trifft Neven Subotic in Berliner S-Bahn

Neven Subotic fährt in Berlin S-Bahn +++ Bochum protestiert wegen Jatte gegen HSV +++ Uli Hoeneß bestätigt laut Bericht Rückzug +++ Klosterhalfen stürmt zum Meilenrekord +++  Aktuelle Sport-News im Überblick.

Ein unterbelichtetes Foto zeigt Neven Subotic vom 1. FC Union Berlin in einer S-Bahn stehend

Auf Twitter zeigt Pentti Savolainen ein Foto von Union-Spieler Neven Subotic in der Berliner S-Bahn

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

19. August: Neven Subotic fährt mit der S-Bahn nach Hause +++

Die Niederlage gegen RB Leipzig  war deutlich, aber Berührungsängste mit den Fans des 1. FC Union Berlin scheint Neven Subotic trotzdem nicht zu haben. Twitter-Userin "Pentti Savolainen" hat den Neu-Berliner nämlich nach dem Bundesliga-Spiel in der S-Bahn entdeckt. "Da fährt man mit der S-Bahn nach Hause und gleich neben einem steht Neven Subotic. Huhu!" schreibt sie auf finnisch bei Twitter.

19. August: Wegen Jatta-Einsatz: Auch VfL Bochum legt Protest ein +++

Wegen der ungeklärten Situation um HSV-Spieler  Bakéry Jatta hat nach dem 1. FC Nürnberg auch der Fußball-Zweitligist VfL Bochum Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen den Hamburger SV eingelegt. Man tue dies "zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl", teilte der Verein mit. Bochum hatte am Freitag mit 0:1 in Hamburg verloren, Jatta spielte durch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte daraufhin mit, das zuständige DFB-Sportgericht werde den HSV "nunmehr anschreiben und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten. Das Gremium wird dann zu gegebener Zeit über den Einspruch zu befinden haben". 

Die Westfalen schrieben, der Einspruch erfolge "im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Bakery Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt.". Vor zwei Wochen hatte auch Nürnberg Einspruch gegen die Wertung der 0:4-Heimniederlage eingelegt.

19. August: Uli Hoeneß bestätigt laut Medienbericht seinen Rückzug

Uli Hoeneß hat laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung erstmals bestätigt, dass er beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München die Ämter als Vereinspräsident und Aufsichtsratschef niederlegen will. Einen Zeitpunkt ließ der 67-Jährige in dem Bericht aber offen, zudem kündigte er an, sich nicht vollständig vom FC Bayern zurückziehen zu wollen.

"Ich bleibe im Aufsichtsrat. Den Vorsitz gebe ich aber mit dem Amt des Präsidenten zurück, wenn es soweit ist", zitierte die Zeitung Hoeneß am Rande des FC Bayern Charity Golf Cups in Gut Rieden. Erst vor wenigen Tagen hatte Hoeneß erneut betont, dass er seine Entscheidung, im November möglicherweise nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Präsident zu kandidieren, am 29. August dem Aufsichtsrat mitteilen wolle. Vorher werde es von ihm keine offizielle Stellungnahme dazu geben.

19. August: Klosterhalfen stürmt zum Meilenrekord

Deutschlands Lauftalent Konstanze Klosterhalfen hat ihren Premierensieg in der Diamond League gefeiert und nun auch den fast 34 Jahre alten Meilen-Rekord verbessert. Die 22-Jährige von Bayer Leverkusen trotzte am Sonntag dem starken Wind und gewann das Rennen über die klassischen 1609 Meter beim Diamond-League-Meeting in Birmingham in 4:21,11 Minuten. Klosterhalfen blieb damit 48 Hundertstel-Sekunden unter der bisherigen nationalen Bestmarke von Ulrike Bruns: Die Potsdamerin war auf der nichtolympischen Distanz am 21. August 1985 in Zürich 4:21,59 Minuten gerannt.

"Mein erster Sieg in der Diamond League ist toll", sagte Klosterhalfen. "Ich brauchte viel Kraft bei dem Wind - aber der Sieg war unglaublich. Jetzt geht es zurück ins Training nach St. Moritz, wo wir uns auf die WM vorbereiten", kündigte sie an. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden vom 27. September bis 6. Oktober in Doha/Katar statt.  

Für Klosterhalfen, die seit dem vergangenen Jahr beim umstrittenen Oregon-Projekt unter Alberto Salazar in den USA trainiert, war es bereits die dritte deutsche Bestmarke innerhalb von zwei Monaten: Ende Juni pulverisierte sie in Stanford/Kalifornien ihren eigenen 3000-Meter-Rekord gleich um fast zehn Sekunden (8:20,07 Minuten). Bei den deutschen Meisterschaften gewann "KoKo" Anfang August die 5000 Meter in der Rekordzeit von 14:26,76 Minuten.

18. August: Union geht gegen Leipzig unter, Frankfurt schlägt Hoffenheim

Das Bundesliga-Debüt des 1. FC Union Berlin ist gründlich misslungen. Die Köpenicker verloren ihr Auftaktspiel im Fußball-Oberhaus gegen RB Leipzig deutlich mit 0:4 (0:3) und sind damit gleich Tabellenletzter. Marcel Halstenberg (16.), Marcel Sabitzer (31.), Timo Werner (42.) und Christopher Nkunku (69.) erzielten die Leipziger Tore und sorgten damit für einen gelungen Einstand des neuen Trainers Julian Nagelsmann.

Im zweiten Sonntagsspiel bescherte Martin Hinteregger zuvor Eintracht Frankfurt mit einem Blitztor einen gelungenen Saisonstart. Gleichzeitig vermasselte der Verteidiger damit Alfred Schreuder die Bundesliga-Premiere als Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim. Der österreichische Nationalspieler traf bereits in der ersten Minute zum 1:0 (1:0)-Sieg für die Hessen, die damit eine erfolgreiche Generalprobe für das Playoff-Hinspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag bei Racing Straßburg feierten.

"Es war ein hochintensives Spiel. Meine Jungs haben Mentalität pur gezeigt und alles reingehauen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, aber die Hoffenheimer waren immer gefährlich. Wir sind sehr glücklich über den Sieg, weil man am ersten Spieltag noch nicht weiß, wo man steht", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Enttäuscht war dagegen Hoffenheims Rückkehrer Sebastian Rudy: "Es war kein schlechtes Spiel. Aber es war bitter, dass wir schon in der ersten Minute das Tor kassiert haben. Wir hatten viele Spielanteile, viel Dominanz."

18. August: Drei Tote bei Zusammenstößen zwischen Fußballfans in Honduras

Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Fußballfans in Honduras sind am Samstagabend mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vor einem Derby zwischen den Lokalrivalen Olimpia und Motagua im Nationalstadion der Hauptstadt Tegucigalpa wurde der Mannschaftsbus von Motagua attackiert. Danach gingen gegnerische Fans aufeinander los. Sieben Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie ein Kliniksprecher sagte. Drei von ihnen starben, vier weitere wurden in der Notaufnahme behandelt.    

Bei dem Angriff auf den Mannschaftsbus wurden auch drei Spieler von Motagua verletzt, wie Vereinspräsident Pedro Atala mitteilte. Sie mussten demnach ebenfalls ambulant im Krankenhaus behandelt werden. "Wir wurden mit Flaschen und Steinen beworfen", sagte Motaguas Trainer Diego Vásquez örtlichen Medien. "Die Spieler haben sich schreiend auf den Boden geworfen." Olimpia-Präsident Rafael Villeda sprach von einem "bedauernswerten" Vorfall.    

Das Spiel wurde nach der Gewalt abgesagt. Die mehr als 10.000 Fans, die schon im Stadion waren, drängten daraufhin zu den Ausgängen. Als die Polizei vor dem Stadion Tränengas einsetzte, verschärfte sich die Panik.

17. August: Liverpool siegt knapp gegen Southampton, Arsenal ohne Özil

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool am zweiten Spieltag der englischen Premier League den zweiten Sieg errungen. Der Champions-League-Gewinner zitterte sich zu einem 2:1 (1:0) beim starken FC Southampton. Auch der FC Arsenal gewann zuhause 2:1 (1:0) gegen den FC Burnley, hatte aber ebenfalls Mühe. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil stand bei den Gunners nicht im Kader.

Die Tore für Liverpool erzielten Sadio Mané (45.+1) und Roberto Firmino (71.). Für die Gastgeber traf der ehemalige Liverpool-Profi Danny Ings (83.) nach einem schlimmen Patzer von Keeper Adrian, der bei den Reds den verletzten Stammtorwart Alisson vertrat. Adrian, der am Mittwoch im Supercup gegen Chelsea (5:4 i.E.) den entscheidenden Elfmeter gehalten hatte, spielte Ings den Ball direkt vor die Füße und machte die Schlussphase damit noch einmal ungewollt spannend.

In der ersten Hälfte spielte Liverpool vorübergehend in Unterzahl, weil sich James Milner bei einem Zusammenprall mit Southamptons James Ward-Prowse am Kopf verletzt hatte und behandelt werden musste. Klopp verzichtete jedoch auf einen frühzeitigen Wechsel. Erst nach rund zehn Minuten kehrte Milner mit einem Verband um den Kopf zurück.

Ohne Özil erkämpfte Arsenal, das in der Defensive einige Schwächen offenbarte, den knappen Sieg gegen Burnley. Alexandre Lacazette (13.) und Pierre-Emerick Aubameyang (64.) trafen in London für die Gastgeber. Ein weiteres Tor von Reiss Nelson zählte nach VAR-Prüfung nicht, weil Nacho Monréal zuvor im Abseits gestanden hatte. Ashley Barnes (43.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Burnley.

Özil war nach Angaben des Vereins nicht fit genug, um im Kader zu stehen. Der Weltmeister von 2014 saß im Stadion auf der Tribüne. Sead Kolasinac wurde rund 20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Nach einem versuchten Überfall auf Özil und Kolasinac vor rund drei Wochen hatte Arsenal das Duo im ersten Saisonspiel bei Newcastle United (1:0) aufgrund von Sicherheitsbedenken zuhause gelassen. Unter der Woche hatten beide wieder mit der Mannschaft trainiert.

16. August: Salihamidzic bestätigt Wechsel von Coutinho zu Bayern 

Der FC Bayern München wird Philippe Coutinho vom FC Barcelona verpflichten. Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte am Freitagabend im ZDF nach dem Eröffnungsspiel der 57. Bundesligasaison eine Ausleihe des Offensivspielers für ein Jahr.

"Ich kann bestätigen, dass Karl-Heinz Rummenigge und ich diese Woche in Barcelona waren und uns mit dem FC Barcelona, dem Spieler und dem Berater geeinigt haben. Wir haben sehr gute Gespräche geführt und ich möchte mich auch beim FC Barcelona bedanken", sagte Sportdirektor Salihamidzic. "Natürlich fehlen noch ein paar Details, der Medizincheck und die Unterschrift, aber wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Spieler zum FC Bayern holen werden." Zu den finanziellen Modalitäten wollte der Bayern-Sportdirektor sich nicht äußern.

15. August: US-Fußballerinnen wollen eigenen Verband verklagen

Im Kampf um Lohngleichheit wollen die Fußball-Nationalspielerinnen der USA gegen ihren eigenen Verband vor Gericht ziehen. Schlichtungsgespräche seien erfolglos geblieben, hieß es in der Mitteilung einer Sprecherin, die am Donnerstag vom TV-Sender CNN zitiert wurde. "Wir sind unverdrossen und blicken einer Verhandlung vor einem Geschworenengericht freudig entgegen", hieß es weiter. 

Die Weltmeisterinnen sind demnach enttäuscht darüber, dass der Verband "zutiefst diskriminierende" Bedingungen aufrechterhalten wolle. Begonnen hatte der Streit im März, als 28 US-Nationalspielerinnen eine Klage bei einem Gericht in Los Angeles einreichten. Sie warfen ihrem Fußball-Verband darin unter anderem vor, eine schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Männer-Team zu erhalten. Zu den Unterzeichnern der Klage gehören Starspielerinnen wie Carli Lloyd, Alex Morgan und Kapitänin Megan Rapinoe.

Im Juli hatten die US-Fußballerinnen zum vierten Mal den WM-Titel gewonnen. In der Klage argumentierten sie, dass ihre Erfolge größer seien als die der Männer und dass sie mehr Umsätze erwirtschafteten. Verbandspräsident Carlos Cordeiro teilte Ende Juli mit, der Fußball-Verband habe dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld gezahlt als ihren männlichen Kollegen.

15. August: Frankfurter B-Elf zieht glanzlos in die Europa-League-Playoffs ein - Russ droht lange Pause

Überschattet von der schweren Verletzung von Urgestein Marco Russ ist Eintracht Frankfurt der Rückkehr in die Europa League nur mühsam näher gekommen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter begnügte sich am Donnerstag mit einem 1:0 (1:0) gegen Fußball-Nobody FC Vaduz und leistete sich dabei viele Fehler im Spiel. Nach dem 5:0 im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde hatte eine B-Elf des Bundesligisten gegen die Liechtensteiner vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena wenig zu bieten. Allein Jonathan de Guzman (32. Minute) gelang ein Tor gegen den Schweizer Zweitligisten.

Besonders bitter war dabei die Verletzung von Russ. Der Verteidiger knickte ohne Einwirkung des Gegners mit dem rechten Fuß um und musste mit Verdacht auf einen Achillessehnenriss ausgewechselt werden. "Es ist ärgerlich und schade. Das tut mir leid. Er ist ein Musterprofi. Er lebt diesen Verein. Es sieht nicht gut da. Wir sind für ihn da", sagte Sportvorstand Fredi Bobic dem TV-Sender Nitro. Mit Blick auf das Spiel wollte Bobic "nicht zu kritisch" sein.

15. August: Freiburg-Präsident Fritz Keller soll neuer DFB-Präsident werden

dpa) - Fritz Keller wird im Fall seiner Wahl zum DFB-Präsidenten sein Amt an der Spitze des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg abgeben. "Mit Blick auf den SC Freiburg ist mir die Entscheidung, für das Amt des DFB-Präsidenten zur Verfügung zu stehen, alles andere als leichtgefallen", wurde der 62-Jährige in einer Mitteilung seines Vereins zitiert. "Da die beiden Ämter nicht miteinander zu vereinbaren wären, werde ich im Falle einer erfolgreichen Wahl als DFB-Präsident mein Amt als Präsident des SC Freiburg schweren Herzens niederlegen." Keller wurde 2010 erster Vorsitzender und 2014 Präsident des SC Freiburg. 

Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Findungskommission den Regional- und Landesverbänden sowie der Deutschen Fußball Liga Keller als Kandidaten vorschlagen werde. Der Winzer soll am 21. August in Berlin offiziell vorgestellt und auf dem DFB-Bundestag am 27. September in Frankfurt am Main gewählt werden. 

Keller sei der erste und einzige Kandidat, mit dem die Findungskommission gesprochen habe, hatte es in der Mitteilung des DFB geheißen. "Es hat in den vergangenen Wochen sehr gute Gespräche mit der Findungskommission gegeben", sagte Keller selbst.

Er würde beim DFB die Nachfolge von Reinhard Grindel antreten, der Anfang April das Amt aufgegeben hatte. Seitdem führten die DFB-Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch die Geschäfte.

14. August: FC Liverpool gewinnt den europäischen Supercup gegen Chelsea

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool den europäischen Fußball-Supercup geholt. Der von Klopp trainierte Champions-League-Sieger gewann am Mittwoch in Istanbul in einem englischen Duell im Elfmeterschießen 5:4 gegen Europa-League-Gewinner FC Chelsea. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden.

Der zweimal erfolgreiche Sadio Mané (48./95.) und Torhüter Adrián, der den letzten Elfmeter hielt, bescherten Liverpool den insgesamt vierten Erfolg im Supercup. Zuletzt hatten Klopp und seine Mannschaft die englische Ausgabe dieses Wettbewerbes gegen Meister Manchester City verloren. Chelsea muss trotz der Tore von Olivier Giroud (36.) und Jorginho (101./Foulelfmeter) weiter auf den zweiten Gewinn der europäischen Supercup-Trophäe warten.

14. August: Für Ex-Bundespräsident Gauck klingt Tönnies Aussage "zu rassistisch"

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hat den Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wegen dessen Aussagen über Afrikaner heftig kritisiert. Er würde das "niemals akzeptieren, was er sagt, weil es mir zu rassistisch klingt", sagte der 79-Jährige am Mittwoch in der ARD-Talkshow "maischberger. die woche". "Aber so lange der Mann noch zuhört und Argumenten zugänglich ist oder sich sogar entschuldigt, würde ich mit ihm kämpfen und streiten."

Fleisch-Unternehmer Tönnies hatte vor zwei Wochen beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", hatte der 63-Jährige gesagt. Für die Äußerungen hatte er sich später entschuldigt, war aber von zahlreichen Vertretern aus Politik und Sport kritisiert worden.

"Wenn Menschen eine Pauschalierung betreiben, die Afrikaner, die Ossis, die Wessis, und wenn diese Pauschalierung mit Herabwürdigung verbunden ist, dann ist das der Beginn von einem Zustand, den wir nicht dulden sollten", warnte Gauck.

Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hatte in der vergangenen Woche den Vorwurf des Rassismus als "unbegründet" bezeichnet, in den Äußerungen allerdings einen Verstoß "gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot" gesehen. Tönnies lässt seit der Ehrenrats-Sitzung sein Amt als Aufsichtsratschef für drei Monate ruhen.

An diesem Donnerstag beschäftigt sich die drei Personen umfassende DFB-Ethikkommission mit Tönnies und dessen Aussagen über Afrikaner. Der Gremium kann selbst aber kein Urteil fällen.

14. August: Absturz von Fußballer Sala: Gefährliche Kohlenmonoxidwerte entdeckt

Der vor knapp sieben Monaten bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommene argentinische Fußballer Emiliano Sala war vor dem Absturz einer hohen Konzentration Kohlenmonoxid ausgesetzt. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Untersuchungsbericht der britischen Flugunfallbehörde AAIB hervor. Demnach wurde ein potenziell tödlicher Sättigungsgrad an Kohlenmonoxid im Blut Salas festgestellt. Es sei wahrscheinlich, dass dies auch auf den - weiterhin vermissten - Piloten zugetroffen habe. Je nach Konzentration könne Kohlenmonoxid das Fliegen einer Maschine beeinträchtigen, heißt es in dem Bericht. 

Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Bei einer Vergiftung kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod durch Ersticken kommen. 

Der 28-jährige Sala war am 21. Januar beim Flug von Frankreich nach Wales mit einer Propellermaschine über dem Ärmelkanal abgestürzt. Der zuvor für den FC Nantes aktive Fußballer war nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City. Nach fast zweiwöchiger Suche wurde das Flugzeug am Meeresgrund entdeckt. Salas Leiche wurde geborgen, die des Piloten hingegen noch nicht entdeckt.

14. August: Brasilianischer Drittligist will verurteilten Mörder als Torwart verpflichten +++

Der brasilianische Drittligist Poços de Caldas FC will den wegen Mordes an seiner Ex-Geliebten verurteilten Torhüter Bruno Fernandes verpflichten. Der 34-Jährige solle in den kommenden Tagen seinen Vertrag unterzeichnen und offiziell vorgestellt werden, sagte der Vereinspräsident Paulo César da Silva am Dienstag (Ortszeit) dem Nachrichtenportal "Globoesporte". Zunächst brauche der Spieler allerdings eine Genehmigung der Justizbehörden, um mit dem Club im Bundesstaat Minas Gerais trainieren zu können. 

Bruno war 2009 als Kapitän mit Flamengo Rio de Janeiro brasilianischer Meister geworden und galt als Kandidat für die Nationalmannschaft. Derzeit verbüßt er allerdings eine Freiheitsstrafe von über 20 Jahren, weil er seine frühere Geliebte töten und an Hunde verfüttern ließ. Motiv für den Mord soll gewesen sein, dass seine Freundin Eliza Samudio trotz bereits erfolgter Trennung ein gemeinsames Kind nicht abgetrieben hatte und zur Welt brachte. An der Tat waren auch Brunos Ehefrau und einige Bekannte beteiligt. 

2017 kam Bruno durch eine Verfügung eines Bundesgerichts frei und spielte vorübergehend beim Zweitligaverein Club Boa Esporte. Später wurde die Entscheidung allerdings kassiert und er musste wieder in Haft. Im Juli schließlich kam Bruno in den halboffenen Vollzug.

14. August: Chemnitzer FC: Insolvenzverwalter beantragt Haft für Notvorstand 

Der Streit zwischen Insolvenzverwalter und Notvorstand beim Fußball-Drittligisten spitzt sich dramatisch zu. Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung am Montag hat Insolvenzverwalter Klaus Siemon beim Chemnitzer Insolvenzgericht beantragt, die drei Mitglieder des Notvorstands für die Dauer der Veranstaltung inhaftieren zu lassen. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts.

Der Notvorstand des Clubs besteht aus Andreas Georgi, Annette Neuerburg und Frank Sorge. Eine Entscheidung über den Antrag ist nach Sprecher-Angaben noch nicht gefallen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten eher gering.

Die Mitgliederversammlung des CFC findet am kommenden Montag von 18.30 Uhr an in der Messe statt. Dort soll ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, woran sich der neuerlich Streit entzündet hat. Auf der aktuell vorliegenden Liste stehen zwei Kandidaten, gegen die sich Siemon ausspricht. Der Insolvenzverwalter will erreichen, dass nur Personen gewählt werden dürfen, zu denen er seine Zustimmung gegeben hat. Ob dies rechtens ist, muss noch geklärt werden.

tis / tim / mod / tkr / fs / js / rw / dho / rw / mik / wue / vit / tkr / DPA / AFP

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