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Sport kompakt Olympia-Macher wollen bis zu 10.000 japanische Zuschauer zulassen

Die Ringe der Olympischen Spiele stehen vor dem Regenbogenbrücke im Odaiba Marine Park in Tokio
Die Ringe der Olympischen Spiele stehen vor dem Regenbogenbrücke im Odaiba Marine Park in Tokio (Archivfoto)
© kyodo / DPA
Tennis-Star Osaka verzichtet auf Wimbledon +++ Alexander Zverev scheitert im Achtelfinale in Halle +++ Sergio Ramos verlässt Real nach 16 Jahren +++ Sport-News im Überblick.

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz einiger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball.

21. Juni: Olympia-Macher wollen bis zu 10.000 japanische Zuschauer zulassen

Trotz der andauernden Corona-Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden.

17. Juni: Tennis-Star Osaka: Verzicht auf Wimbledon, Olympia-Start geplant

Tennis-Star Naomi Osaka wird nicht in Wimbledon spielen. Sie wolle sich Zeit für Freunde und Familie nehmen, hieß es in einem Statement ihres Agenten Stuart Duguid. Osaka hatte zuletzt bei den French Open in Paris vor ihrem Zweitrunden-Spiel aufgegeben und danach öffentlich gemacht, dass sie immer wieder unter Depressionen leide. Zuvor hatte es viele Diskussionen um einen Presseboykott der 23 Jahre alten Japanerin gegeben, den die Nummer zwei der Welt zunächst nicht wirklich begründet hatte. Osaka kündigte an, bereit für die Olympischen Spiele zu sein und freue sich, vor den heimischen Fans zu spielen.

17. Juni: Alexander Zverev scheitert im Achtelfinale in Halle

Alexander Zverev ist beim Rasen-Turnier im westfälischen Halle überraschend ausgeschieden. Deutschlands derzeit bester Tennisprofi verlor sein Achtelfinale gegen Ugo Humbert (Frankreich) mit 6:7 (4:7), 6:3 und 3:6. Bereits in der ersten Runde hatte Zverev beim Dreisatz-Erfolg gegen seinen Davis-Cup-Kollegen Dominik Koepfer große Mühe. Vor Zverev sind in Halle auch schon die Favoriten Roger Federer sowie der Russe Daniil Medwedew ausgeschieden. Auch Angelique Kerber verlor beim Rasenturnier in Berlin im Achtelfinale. Für sie war nach einem 3:6, 5:7 gegen Viktoria Asarenka aus Belarus Endstation. 

Alexander Zverev hadert mit seinem Spiel
Überraschend früh raus in Halle: Alexander Zverev
© Thomas F. Starke / Getty Images

16. Juni: Sergio Ramos verlässt Real Madrid

Spaniens Fußball-Rekordnationalspieler und Klub-Ikone Sergio Ramos verlässt nach 16 Jahren Real Madrid. Der 35 Jahre alte Abwehrchef, der von Nationalcoach Luis Enrique nicht für die laufende EM nominiert wurde, konnte sich mit den Königlichen nicht auf eine Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages einigen. Real teilte am Abend mit, dass Ramos an diesem Donnerstag um 12.30 Uhr auf einer digitalen Pressekonferenz in Anwesenheit von Vereinspräsident Florentino Pérez verabschiedet wird.

Nach Medienberichten soll Real dem Abwehrchef einen Einjahresvertrag mit zehn Prozent weniger Gehalt angeboten haben, Ramos wollte aber angeblich einen neuen Kontrakt über mindestens zwei Jahre. Ramos litt zuletzt immer wieder unter Verletzungen und gehörte auch bei Real Madrid nicht mehr zur ersten Wahl. 

13. Juni: Djokovic dreht großes French-Open-Finale: 19. Grand-Slam-Titel

Tennis-Musketier Novak Djokovic hat sich mit einer großen Aufholjagd zum zweiten French-Open-Triumph gekämpft und jagt nach dem 19. Grand-Slam-Titel mehr denn je die Rekordsieger Roger Federer und Rafael Nadal. Gegen Final-Debütant Stefanos Tsitsipas aus Griechenland drehte der Weltranglisten-Erste am Sonntag einen 0:2-Satzrückstand und siegte noch 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4. Nach 4:11 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball. Zum zweiten Mal nach 2016 durfte der 34-jährige Serbe danach die Coupe des Mousquetaires entgegennehmen und ist nach den legendären Australiern Roy Emerson und Rod Laver erst der dritte Spieler, der bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens zweimal triumphiert hat. Schon beim Rasen-Klassiker in Wimbledon könnte Djokovic in vier Wochen zu seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal aufschließen. Beide sind mit insgesamt 20 Erfolgen Rekordsieger bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt. Dem Sandplatz-König Nadal hatte Djokovic am Freitagabend in einem grandiosen Halbfinale den 14. Erfolg im Stade Roland Garros verwehrt. Tsitsipas verpasste nach dem Sieg über Alexander Zverev seinen bisher größten Triumph.

12. Juni: Tschechin Barbora Krejcikova gewinnt French Open in Paris

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat die French Open in Paris gewonnen. Die 25 Jahre alte Tennisspielerin setzte sich am Samstag im Überraschungsfinale gegen die leicht favorisierte Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 6:1, 2:6, 6:4 durch und feierte damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Für beide Spielerinnen war es das erste Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Krejcikova verwandelte nach 1:58 Stunden ihren vierten Matchball. Am Sonntag hat Krejcikova im Stade Roland Garros sogar noch die Chance auf einen weiteren Titel. Dann steht sie mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Doppel-Finale. Bei den Herren stehen sich der Serbe Novak Djokovic und der Grieche Stefanos Tsitsipas im Endspiel gegenüber.

11. Juni: Djokovic besiegt Nadal im Tennis-Klassiker von Paris

Novak Djokovic hat nach einer Weltklasse-Leistung gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal das Finale der French Open erreicht. Der serbische Weltranglisten-Erste rang in einem hochklassigen Duell den 13-maligen Paris-Champion am Freitagabend mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:4), 6:2 nieder und folgte damit Stefanos Tsitsipas ins Endspiel. Der Grieche hatte zuvor Alexander Zverev mit 6:3, 6:3, 4:6, 4:6, 6:3 besiegt. Für Nadal war es im 108. Spiel in Paris erst die dritte Niederlage.

11. Juni: Nach dramatischem Halbfinale: Zverev verpasst Paris-Endspiel knapp

Trotz einer beeindruckenden Energieleistung hat Alexander Zverev bei den French Open das Endspiel knapp verpasst. Deutschlands bester Tennisspieler verlor am Freitag bei den French Open in Paris im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas in einer dramatischen Partie mit 3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 3:6 und muss damit weiter auf seinen ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere warten.

9. Juni: Tschechin Krejcikova im Halbfinale der French Open

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat bei den French Open das Halbfinale erreicht. Die 25-Jährige gewann am Mittwoch in Paris gegen die 17 Jahre alte Amerikanerin Cori Gauff mit 7:6 (8:6), 6:3 und steht damit zum ersten Mal in ihrer Tennis-Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier in der Vorschlussrunde. Krejcikova, die vor den French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen hatte, lief im ersten Satz stets einem Rückstand hinterher und wehrte insgesamt fünf Satzbälle ab. Nach 1:11 Stunden holte sich die Tschechin im ersten Versuch dann selbst im Tiebreak den ersten Durchgang.

Gauff verlor danach völlig den Rhythmus, so dass Krejcikova schnell auf 5:0 davonzog. Zwar gab die Amerikanerin nicht auf, mit dem sechsten Matchball machte die Tschechin das Weiterkommen nach 1:50 Stunden aber perfekt. Im Halbfinale trifft Krejcikova am Donnerstag auf die Siegerin des Duells zwischen Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen und der Griechin Maria Sakkari. Das andere Halbfinale bestreiten Tamara Zidansek aus Slowenien und die Russin Anastasia Pawljutschenkowa.

8. Juni: Alexander Zverev bei French Open erstmals im Halbfinale

Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel lebt für Alexander Zverev weiter. Auch ohne zu glänzen hat Deutschlands bester Tennisspieler bei den French Open zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale erreicht. Zverev gewann am Dienstagabend gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina trotz durchwachsener Leistung mit 6:4, 6:1, 6:1 und steht damit zum dritten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier in der Vorschlussrunde. Zuvor war ihm das im vergangenen Jahr bei den Australian Open und bei den US Open gelungen, wo er im September in einem dramatischen Finale gegen den Österreicher Dominic Thiem in fünf Sätzen verloren hatte.

Alexander Zverev beim Match gegen Alejandro Davidovich Fokina bei der French Open
Alexander Zverev beim Match gegen Alejandro Davidovich Fokina bei der French Open
© Clive Brunskill / Getty Images

Im Kampf um den Einzug ins Finale trifft Zverev in Paris nun am Freitag auf den Gewinner des Top-Duells zwischen dem Griechen Stefanos Tsitsipas und Daniil Medwedew aus Russland, die sich am Dienstagabend noch in der Night Session gegenüberstanden. Zunächst stehen aber zwei freie Tage für den Weltranglisten-Sechsten auf dem Programm.

"Es ist schön, im Halbfinale zu stehen, aber da geht hoffentlich noch etwas mehr", sagte Zverev nach der Partie im Sieger-Interview auf dem Platz. "Ich hoffe, dass ich mich im Halbfinale noch etwas steigern kann."

8. Juni: IOC nominiert 29 Athleten für Olympia-Flüchtlingsteam

Sieben jetzt in Deutschland lebende Flüchtlinge sind vom IOC für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert worden. Insgesamt berief das Internationale Olympische Komitee am Dienstag 29 Athletinnen und Athleten ins Flüchtlingsteam für die Sommerspiele in Japan. Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es mit deutscher Unterstützung in die Mannschaft. "Ihr seid ein zentraler Teil der olympischen Gemeinschaft, wir begrüßen euch mit offenen Armen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei der Vorstellung der Sportlerinnen und Sportler. Ausgewählt wurden sie sowohl wegen ihrer sportlichen Leistungen wie auch im Hinblick auf eine gleichmäßige Verteilung von Frauen und Männern, über die Sportarten hinweg und bei den Herkunftsländern.

7. Juni: DFB-Auswahl stimmt sich mit Kantersieg auf die EM ein

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit einer starken Leistung im letzten Test gegen Lettland auf die Fußball-EM eingestimmt. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gewann am Abend in Düsseldorf mit 7:1 (5:0), Nationaltorwart und Kapitän Manuel Neuer musste in seinem 100. Länderspiel allerdings ein Gegentor hinnehmen. Ernst wird es für die DFB-Auswahl im ersten EM-Gruppenspiel am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich.

Robin Gosens (19.), Ilkay Gündogan (21.), Thomas Müller (27.), Serge Gnabry (45.), Timo Werner (50.) und Leroy Sané (76.) trafen vor erstmals wieder zugelassenen 1000 Zuschauern für den dreimaligen Europameister. Der Treffer des starken Kai Havertz wurde als Eigentor von Lettlands Torwart Roberts Ozols gewertet (39.). Aleksejs Saveljevs (75.) erzielte den Ehrentreffer für die Gäste.

6. Juni: DEB-Team verpasst erste WM-Medaille im Eishockey klar

Keine Kraft mehr, keine Medaille. Deutschlands lange famoses Eishockey-Team hat zum Abschluss der WM in Riga eine Demütigung erlebt und sich nicht mit der erhofften ersten WM-Medaille seit 68 Jahren belohnt. Nur 21 Stunden nach der unglücklichen Halbfinal-Niederlage gegen Finnland wurde die müde und mental ausgebrannte Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm im Spiel um die Bronzemedaille von den USA beim 1:6 (0:1, 0:4, 1:1) deklassiert. WM-Debütant Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg erzielte das einzige deutsche Tor (50. Minute), als das Spiel längst entschieden war.

Christian Wolanin (6.), Conor Garland (27.), Jack Drury (29.), Jason Robertson (32.), Trevor Moore (33.) und Ryan Donato (50.) sicherten den US-Boys die insgesamt achte WM-Bronzemedaille. Deutschland belegte wie zuletzt bei der Heim-WM 2010 Platz vier. Was vor elf Jahren indes noch einer Sensation glich, fühlt sich nun an wie eine Enttäuschung – was auch an der Lehrstunde zum Abschluss lag. Insgeheim hatte sich das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mehr ausgerechnet und gar auf den Weltmeister-Titel geschielt. 

6. Juni: Roger Federer verzichtet auf Achtelfinale in Paris

Roger Federer wird bei den French Open in Paris nicht mehr zu seinem Achtelfinale gegen den Italiener Matteo Berrettini antreten. Das teilten die Veranstalter mit. Der 39 Jahre alte Schweizer hatte bereits nach seinem Drittrunden-Sieg gegen Dominik Koepfer in der Nacht zum Sonntag erklärt, dass er über einen Rückzug nachdenke. Federer ist gerade erst nach zwei Knieoperationen und mehr als einem Jahr Pause auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Der Fokus des Rekord-Grand-Slam-Turnier-Siegers liegt komplett auf den nun anstehenden Rasen-Turnieren mit dem Klassiker in Wimbledon als Höhepunkt. Berrettini steht damit kampflos im Viertelfinale.

5. Juni: Deutschland verliert Halbfinale der Eishockey-WM

Individuelle Fehler gegen kühle finnische Effizienz - Deutschlands Eishockey-Cracks bleibt nach dem verpassten WM-Finale nun noch die Chance auf die erste WM-Medaille seit 68 Jahren. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm verlor am Samstag das erste WM-Halbfinale seit elf Jahren gegen dessen Heimatland Finnland knapp mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0). Auch mit die beste Leistung der erneut leidenschaftlich kämpfenden deutschen Mannschaft in diesem Turnier reichte nicht zum Überraschungserfolg, weil unter anderem auch der bislang so sichere Torhüter Mathias Niederberger entscheidend patzte.

Ein Überzahltreffer von Mannheims Matthias Plachta (32. Minute) war zu wenig für das stark aufspielende deutsche Team, das zu verschwenderisch mit den eigenen Chancen umging. Für den gnadenlosen dreimaligen Weltmeister Finnland trafen Iiro Pakarinen (14.) von Jokerit Helsinki und Hannes Björninen (19.) von Pelicans Lahti. Bereits in der Vorrunde hatte Deutschland gegen die Heimat von Bundestrainer Söderholm, dessen Co-Trainer Ville Peltonen und Torwarttrainer Ilpo Kauhanen knapp 1:2 verloren.

Am Sonntag tritt Deutschland im Spiel um die Bronzemedaille gegen die USA (14.15 Uhr/Sport1) an und kann dann immer noch das beste Abschneiden bei einer Weltmeisterschaft seit 1953 erreichen.

5. Juni: Fraser-Pryce läuft zweitschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte

Die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce ist bei einem Meeting in Kingston die zweitschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte gerannt. Die 34 Jahre alte Sprint-Olympiasiegerin von 2008 und 2012 glänzte am Samstag mit 10,63 Sekunden bei einem Rückenwind von 1,3 Meter/Sekunde

4. Juni: Alexander Zverev bei den French Open zum vierten Mal im Achtelfinale

Alexander Zverev hat bei den French Open zum vierten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale erreicht. Deutschlands bester Tennisspieler gewann in Paris gegen den Serben Laslo Djere mit 6:2, 7:5, 6:2 und überstand im Stade Roland Garros damit als erster deutscher Tennisprofi die dritte Runde. Zverev nutzte nach 2:08 Stunden seinen ersten Matchball. Er trifft jetzt am Sonntag auf den Japaner Kei Nishikori. Im vergangenen Jahr war für Zverev im Achtelfinale gegen den Italiener Jannik Sinner Endstation. Am Samstag haben auch noch Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber und Dominik Koepfer die Chance, das Achtelfinale zu erreichen.

4. Juni: HSV löst Vertrag mit Torwart Sven Ulreich vorzeitig auf

Der Hamburger SV zieht weitere Konsequenzen aus dem gescheiterten Aufstieg und hat den Vertrag mit Stammkepper Sven Ulreich im beiderseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Das teilte der Klub auf seiner Homepage mit. Schon vorher hatte es Gerüchte gegeben, dass der neue HSV-Coach Tim Walter nicht mehr mit Ulreich plane und stattdessen lieber auf den bisherigen Ersatzkeeper Daniel Heuer Fernandes setze. Ulreich kam im Oktober 2020 von Bayern München nach Hamburg und wurde dort sofort Stammkeeper. 32 Mal stand er in der vergangenen Saison zwischen den Pfosten der Norddeutschen. Allerdings schloss er mit seinem Team die Saison auf einem unbefriedigendem vierten Tabellenplatz a und offenbarte zu oft Schwächen im Spiel mit dem Ball am Fuß.

4. Juni: Münchner EM-Spiele vor jeweils rund 14.000 Zuschauern

Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen. Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts am Freitag an und sprach von einer Stadionauslastung von "bis zu 20 Prozent". Zunächst hatte die "Bild" darüber berichtet.

"Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben", erklärte Söder. Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden. Die EM-Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept begleitet werden.

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn. Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.

4. Juni: Champions-League-Sieger Chelsea verlängert Vertrag mit Tuchel

Champions-League-Sieger FC Chelsea hat bekanntegegeben, dass der Vertrag mit seinem deutschen Trainer Thomas Tuchel um zwei Jahre bis zum Sommer 2024 verlängert wurde. Der 47-jährige Tuchel hatte im Januar für zunächst 18 Monate bei den Blues angeheuert. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain hatte Chelsea von Vorgänger Frank Lampard übernommen und vom neunten schließlich noch auf den vierten Tabellenplatz geführt, womit sich der Club erneut für die kommende Champions-League-Saison qualifizierte. Zudem gewann das Team mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz in der abgelaufenen Saison die Königsklasse durch einen 1:0-Sieg im Endspiel gegen Manchester City.

4. Juni: NBA-Titelverteidiger Los Angeles Lakers scheidet in erster Runde aus

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder ist mit den Los Angeles Lakers schon in der ersten Runde der NBA-Playoffs ausgeschieden. Der Meister der vergangenen Saison unterlag den Phoenix Suns am Donnerstag (Ortszeit) zu Hause 100:113 und verlor die Serie damit 2:4. Die Lakers sind das erst sechste Team in der Geschichte der besten Basketball-Liga der Welt, das als Titelverteidiger in der ersten Runde ausscheidet. Superstar LeBron James ist das mit seiner Mannschaft zuvor noch nie passiert.

Schröder kam in seinem womöglich letzten Spiel für den NBA-Rekordmeister nach ganz schwacher ersten Halbzeit auf 20 Punkte, drei Vorlagen und drei Rebounds. Sein Vertrag endet, bislang gibt es keine Einigung über eine weitere Zusammenarbeit.

Deutscher NBA-Star: Dennis Schröder

Durch das frühe Aus könnte er nun rechtzeitig zum Olympia-Qualifikationsturnier der deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen. Für die Teilnahme an den Olympischen Spielen muss die deutsche Auswahl das Turnier in Split (29. Juni bis 4. Juli) gewinnen.

Die Suns treffen im Halbfinale der Western Conference nun auf die Denver Nuggets. Das Team aus Colorado hatte zuvor 126:115 gegen die Portland Trail Blazers gewonnen und die Serie mit 4:2 für sich entschieden.

3. Juni: Lemgo düpiert Favorit Kiel und steht im Pokal-Finale gegen Melsungen

Der Klassen-Primus, Rekordmeister und Cupverteidiger ist im Halbfinale um den deutschen Handball-Pokal gescheitert. Im Finale stehen sich der TBV Lemgo Lippe und die MT Melsungen gegenüber. Lemgo war 2002 letztmals Pokalsieger, Melsungen noch nie. Kiel hatte gegen Lemgo mit 28:29 (18:11) verloren, Melsungen setzte sich gegen Hannover-Burgdorf mit 26:24 (14:10) durch.

Geradezu sensationell verlief das erste Halbfinale vor 1600 Fans in der Hamburger Barclaycard-Arena. Der vierfache Champions-League-Gewinner Kiel führte zur Halbzeit souverän mit sieben Toren und drohte die Lemgoer abzuschießen. Was aber im zweiten Durchgang passierte, hatte wohl niemand erwartet. Tor um Tor holte der Außenseiter auf. Mit jedem Gegentreffer wurde der THW nervöser. Insbesondere im Angriff unterliefen dem Favoriten unerklärliche Fehler. Vier Minuten vor Ende ging Lemgo erstmals in Führung und gab diese nicht mehr her. Wenige Sekunden vor Abpfiff hielt Lemgos überragender Torwart Johannesson einen Wurf von Harald Reinkind und verhinderte die Verlängerung. Ex-Nationalspieler und Sky-Experte Stefan Kretzschmar sprach hinterher von "einer der größten Überraschungen im Handball".

Die Dramatik konnte die zweite Begegnung nicht bieten. Melsungen und Hannover lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Nordhessen, in der Bundesliga auf Platz acht und damit leichter Favorit gegen den Dreizehnten Hannover-Burgdorf, führten zur Halbzeit mit vier Toren, ließen den Gegner aber wieder herankommen. Mehr als den zwischenzeitlichen Ausgleich schafften die Hannoveraner in Durchgang zwei nicht. Vor allem Nationalspieler Fabian Böhm blieb einiges schuldig und sah auch noch die Rote Karte (42.).

2. Juni: Alexander Zverev bei French Open in Runde drei

Alexander Zverev steht bei den French Open zum fünften Mal in seiner Karriere in der dritten Runde. Die deutsche Nummer eins setzte sich in Paris gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:1) durch und hatte dabei nur zeitweise ein paar Probleme. In der ersten Runde hatte Zverev im deutschen Tennis-Duell mit dem Qualifikanten Oscar Otte noch über fünf Sätze gehen müssen. Dieses Mal blieb er ohne Satzverlust und verwandelte nach 2:27 Stunden seinen ersten Matchball. "Es war heute sportlich herausfordernd für ihn. Er hat sich steigern müssen und das hat er getan. Er ist jetzt da, wo er sein müsste, um in diesem Turnier erfolgreich zu sein", sagte Tennis-Legende Boris Becker als TV-Experte bei Eurosport.

2. Juni: Mark van Bommel wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg

Der Niederländer Mark van Bommel wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg. Der langjährige Profi des FC Bayern München unterschrieb bei dem Champions-League-Teilnehmer einen Zweijahresvertrag und wird den zu Eintracht Frankfurt gewechselten Oliver Glasner ersetzen. Das teilte der Tabellenvierte der abgelaufenen Bundesliga-Saison am Mittwoch mit. "Mark van Bommel ist unsere Wunschlösung", sagte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. "Er ist ein international anerkannter Fußball-Fachmann und weiß, was ihn in der Bundesliga erwartet. Zudem hat er einen enormen Ehrgeiz, der ihn schon in seiner langjährigen Spielerkarriere ausgezeichnet hat."

2. Juni: Rummenigge schließt weiteres Fußball-Spitzenamt aus

Nach seinem vorzeitigen Rückzug beim FC Bayern zum 30. Juni dieses Jahres strebt Karl-Heinz Rummenigge (65) kein hochrangiges Fußball-Amt mehr an. Auf die Frage, ob ihn Posten als Aufsichtsrat der Münchner, Präsident bei DFB, Uefa oder Fifa reizen würden, antwortete er im Interview der "Bild" "Nein, das schließe ich alles aus, allerdings werde ich natürlich meine Verantwortung im Uefa-Exekutivkomitee wahrnehmen."

2. Juni: Schweinsteiger kritisiert Löw wegen Boateng: besser als alle anderen

TV-Experte Bastian Schweinsteiger kann die Kaderzusammenstellung von Bundestrainer Joachim Löw für die Fußball-EM nicht ganz nachvollziehen. Es sei ihm "ein Rätsel, wieso Jérôme Boateng nicht nominiert wurde", sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview der "Sport Bild". "Er hat maßgeblich Anteil an der Sechs-Titel-Saison des FC Bayern, an der Meisterschaft diese Saison. Wenn ich die Innenverteidiger der abgelaufenen Saison durchgehe, war Jérôme für mich der beste Mann in der Bundesliga", sagte der ARD-Experte über seinen ehemaligen Mitspieler beim deutschen Rekordmeister und in der Nationalmannschaft.

Boateng war wie Mats Hummels und Thomas Müller im Frühjahr 2019 ausgebootet worden. Hummels und Müller wurden von Löw nun für den Kader nominiert, Boateng nicht. Aus seiner Sicht führe aber kein Weg an Boateng vorbei, sagte Schweinsteiger. "Er ist auch besser als alle Verteidiger, die nun im EM-Aufgebot Deutschlands stehen", sagte der 36-Jährige. Neben Hummels und Boatengs Bayern-Kollege Niklas Süle stehen noch Robin Koch, Antonio Rüdiger und Matthias Ginter für die Innenverteidigerposition im Aufgebot.

1. Juni: Eishockey-Team steht im WM-Viertelfinale

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat mit einem Sieg im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Gastgeber Lettland das WM-Viertelfinale erreicht. Nach zuvor drei Niederlagen in Serie gelang ein knappes 2:1 (2:0, 0:1, 0:0) gegen die Letten, die damit vorzeitig ausschieden. John-Jason Peterka (4. Minute) und Marcel Noebels (7.) schossen die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm vor rund 900 Zuschauern zum Sieg. Erstmals bei diesem Turnier waren zum Vorrundenende zumindest teilweise wieder Fans in den Arenen zugelassen. Im Viertelfinale am Donnerstag trifft die deutsche Auswahl auf die Schweiz. 

1. Juni: Markus Anfang wird neuer Werder-Trainer

Markus Anfang wird neuer Trainer von Werder Bremen. Der 46-Jährige wechselt vom SV Darmstadt 98 zum Bundesliga-Absteiger, wie die Bremer mitteilten. Über die genauen Wechselmodalitäten und die Vertragsdauer Anfangs gaben die Norddeutschen nichts bekannt. Anfang soll gemeinsam mit Geschäftsführer Frank Baumann eine Bremer Mannschaft aufbauen, die um den Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus mitspielen kann. Mit Darmstadt hatte der gebürtige Kölner in der vergangenen Saison den siebten Tabellenplatz in der 2. Liga belegt. Anfang hatte bei den Hessen noch einen Vertrag bis 2022, sodass Werder für ihn eine Ablösesumme bezahlen muss.

1. Juni: Martin Kind sieht in Kartellamts-Bewertung Grund für Ende von 50+1

Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind sieht in der jüngsten Bewertung des Bundeskartellamts einen Grund zur Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Die Behörde hatte die derzeit geltenden Ausnahmeregelungen für die Clubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim wegen negativer Auswirkungen auf die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs kritisiert. "Die Logik daraus ist dann, dass man das abschaffen muss, um die Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Kind. Grundsätzlich hält das Bundeskartellamt die 50+1-Regel mit dem geltenden Kartellrecht allerdings für vereinbar und moniert nur die Regelungen für die Ausnahmegenehmigung.

1. Juni: Rummenigge hört Ende Juni beim FC Bayern auf

Die Ära Karl-Heinz Rummenigge endet beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern München ein halbes Jahr früher als geplant. Der 65-Jährige löste seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Münchner nach übereinstimmenden Medienberichten zum 30. Juni 2021 auf. Damit übernimmt Oliver Kahn ein halbes Jahr früher als geplant den Posten, wie "Bild", "Sport-Bild", "Welt" und "Kicker" berichten. Eine Bestätigung des Klubs gab es zunächst nicht.

In den fast 20 Jahren unter Rummenigges Führung erlebten die Bayern die sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Zeit ihrer Vereinsgeschichte. Höhepunkte waren die Triple-Siege (Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal) unter den Trainern Jupp Heynckes (2013) und Hansi Flick (2020). Einen Platz im Aufsichtsrat strebt der gebürtige Westfale offenbar nicht an.

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