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Sport kompakt: "Sie machen sich lustig, oder?" Salihamidzic zofft sich nach Mainz-Spiel mit Reporter

Ausgemustertes DFB-Trio verliert seine Rückennummern +++ BVB vorerst wieder Spitze +++ Skirennfahrer Neureuther beendet Karriere +++ Liverpool trifft in CL auf Porto, Frankfurt in der EL auf Benfica +++ Aktuelle Sport-News im Überblick.

sport kompakt salihamidzic zofft sich mit reporter

"Sie machen sich lustig, oder?" In einem Gespräch in der Mixed Zone platzte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach der 6:0-Gala gegen Mainz am Sonntag der Kragen.

DPA

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.

18. März: "Sie machen sich lustig, oder?" Bayern-Sportdirektor Salihamidzic zofft sich mit Reporter

Weil ihn ein Reporter nach der 6:0-Gala gegen den FSV Mainz 05 immer wieder mit Aussagen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß konfrontierte, ist Hasan Salihamidzic in der Mixed Zone der Kragen geplatzt. Der Reporter wollte vom Bayern-Sportdirektor zunächst wissen, ob der Klub im Sommer die 42-Millionen-Kaufoption für James Rodriguez, die Leihgabe von Real Madrid, ziehen werden. Der Kolumbianer hatte die Mainzer zuvor mit drei Toren fast im Alleingang aus der Allianz-Arena geschossen. "Wir haben ja Zeit", bremste Salihamidzic den Journalisten und ergänzte, dass James selbst noch nichts signalisiert habe. Der setzte zur nächsten Frage an: "Uli Hoeneß hat gesagt, dass..." - da fiel ihm Salihamidzic ins Wort. "Was sagen Sie mir immer, was Uli Hoeneß gesagt hat? Es interessiert mich nicht, was Uli Hoeneß gesagt hat." So leicht ließ sich sein Gegenüber aber nicht aus der Fassung bringen und versuchte es ein weiteres Mal: "Uli Hoeneß hat gesagt, dass Niko Kovac entscheiden muss, ob James gekauft wird oder nicht." Nun wurde der Ex-Bayern-Profi richtig sauer. "Sie machen sich lustig, oder?", fragte er. Als der Reporter verneinte, beendete der Bosnier das Gespräch mit den Worten: "Dann setzen sich natürlich Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Niko Kovac und Hasan Salihamidzic zusammen und entscheiden. Wir sind Bayern München, da entscheiden alle zusammen."

18. März: Boateng, Müller und Hummels verlieren ihre Rückennummern in der Nationalelf

Nach der Ausmusterung des Bayern-Trios Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller sind deren Trikotnummern in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sofort neu vergeben worden. Der erstmals von Bundestrainer Joachim Löw nominierte Neuling Niklas Stark darf die Nummer 17 des berühmten Abwehrkollegen Boateng übernehmen. Die 13 von Angreifer Müller, der 100 Mal im Nationaltrikot für Deutschland spielte, übernimmt der ebenfalls erstmals berufene Leipziger Außenverteidiger Lukas Klostermann.

Abwehrspieler Jonathan Tah dürfte bei einem Einsatz in den ersten Länderspielen des Jahres an diesem Mittwoch in Wolfsburg (20.45 Uhr) gegen Serbien sowie am Sonntag zum Auftakt der EM-Qualifikation in Amsterdam gegen die Niederlande mit der 5 von Hummels auflaufen. 

16. März: BVB holt sich in krassem Spiel die Tabellenführung (voerst) zurück

Borussia Dortmund hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga wieder übernommen. Bei Hertha BSC kam der BVB am Samstag im mit 74.667 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion in der Nachspielzeit zu einem 3:2 (1:2)-Sieg. In einem packenden Spiel waren die Gastgeber durch Treffer von Routinier Salomon Kalou (4. und 35./Handelfmeter) zweimal in Führung gegangen. Thomas Delaney (14.) und Dan-Axel Zagadou (47.) schafften jeweils den Ausgleich. Marco Reus erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Dortmunder Siegtreffer. 

In der Bundesliga liegt Dortmund am 26. Spieltag drei Zähler vor dem FC Bayern München, der allerdings mit einem Sieg gegen Mainz 05 am Sonntag wieder vorbeiziehen kann. Routinier Vedad Ibisevic sah in der Nachspielzeit die Rote Karte, nachdem er BVB-Torwart Roman Bürki den Ball an den Kopf geworfen hatte. Herthas Jordan Torunarigha (85.) hatte zuvor wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen.

16. März: Skirennfahrer Neureuther beendet seine Karriere am Sonntag

Skirennfahrer Felix Neureuther beendet seine Karriere und fährt am Sonntag sein letztes Weltcup-Rennen. Das sagte der deutsche Weltcup-Rekordsieger der Deutschen Presse-Agentur.

15. März: Remis im Bundesliga-Freitagsspiel

Borussia Mönchengladbach hat den Heimkomplex in der Fußball-Bundesliga nicht ablegen können und verliert im Kampf um die Champions-Teilnahme wertvolle Punkte. Nach zuvor drei Niederlagen vor eigenem Publikum kamen die Gladbacher am Abend gegen den SC Freiburg über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Vor 46.832 Zuschauern im Borussia-Park erzielte der frühere Gladbacher Profi Vincenzo Grifo den Führungstreffer für die Gäste (10.). Alassane Pléa (16.) traf für die mittlerweile seit vier Heimspielen sieglose Elf vom Niederhein.  

Gladbach kletterte zwar vorerst auf den dritten Rang. Sollte Eintracht Frankfurt allerdings am Sonntag Schlusslicht Nürnberg schlagen, würde der Vorsprung auf einen Europa-League-Platz auf nur noch einen Zähler schrumpfen. Freiburg ist bei 31 Zählern als Elfter praktisch gerettet.

15. März: Europa League: Frankfurter Eintracht trifft auf Benfica Lissabon

Nach den jüngsten Erfolgen darf DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt in der Europa League selbstbewusst auch auf die nächste Runde hoffen. Im Viertelfinale trifft die Eintracht auf Benfica Lissabon. Der Tabellenführer der portugiesischen Liga ist ein europäisches Schwergewicht und alles andere als ein leichtes Los, allerdings gehen die Frankfurter damit erst einmal den Schwergewichten FC Chelsea, FC Arsenal, dem SSC Neapel und dem FC Valencia aus dem Weg. Die übrigen Partien lauten: Slavia Prag - FC Chelsea, FC Villareal - FC Valencia, SSC Neapel - FC Arsenal.

15. März: Liverpool im Champions-League-Viertelfinale gegen Porto, Spurs treffen auf Manchester City

Jürgen Klopp trifft mit Vorjahresfinalist FC Liverpool im Viertelfinale der Champions-League auf den portugiesischen Meister FC Porto. Das ergab die Auslosung in Nyon. Die Reds hatten sich am Mittwoch mit 3:1 beim Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München durchgesetzt, womit kein deutscher Club in der Runde der besten Acht mehr vertreten ist.

Im Mittelpunkt der weiteren Begegnungen steht das englische Duell zwischen Tottenham Hotspur und Meister Manchester City. Die beiden Clubs hatten Borussia Dortmund und den FC Schalke 04 ausgeschaltet. Außerdem trifft Ajax Amsterdam auf Juventus Turin, Manchester United bekommt es mit dem FC Barcelona zu tun.

Liverpool hatte in der vergangenen Saison Porto im Achtelfinale problemlos ausgeschaltet. Sollte der englische Tabellenzweite erneut weiterkommen, winkt im Halbfinale ein Duell mit dem FC Barcelona. Der Sieger aus der Paarung Tottenham-Man City bekommt es mit Ajax oder Juventus zu tun. Das Halbfinale war in Nyon ebenfalls ausgelost worden. Die Viertelfinal-Spiele werden am 9./10. und 16./17. April ausgetragen. Das Endspiel findet am 1. Juni im Estadio Metropolitano von Atlético Madrid statt.

15. März: Eintracht droht nach Pyro-Würfen Fan-Ausschluss im Viertelfinale 

Nach dem Zünden von Pyrotechnik beim Gastspiel in Mailand droht Eintracht Frankfurt im Auswärtsspiel des Viertelfinales in der Europa League ein Fan-Ausschluss. Eine kleine Gruppe von Frankfurter Anhängern hatte kurz vor dem Ende der Partie am Donnerstagabend im San-Siro-Stadion Pyrotechnik gezündet. Dabei wurde eine Leuchtrakete in den Inter-Fanblock geschossen, eine weitere landete nach dem Spiel auf dem Rasen. 

"Es ist ein No-Go. Wir wissen, dass wir vorbestraft sind. Wenn 15.000 hierher mitreisen und sich auf ein Spiel freuen und Einzelne es kaputt machen, dann ist das einfach Schwachsinn. Dafür habe ich kein Verständnis", schimpfte Eintracht-Torwart Kevin Trapp nach dem 1:0-Sieg bei Inter Mailand. 

Die Europäische Fußball-Union hatte die Hessen nach Fan-Ausschreitungen im letzten Gruppenspiel bei Lazio Rom mit einem Zuschauerausschluss für das nächste Auswärtsspiel in der Europa League belegt - zunächst aber nur für zwei Jahre auf Bewährung. Zudem musste die Eintracht 80.000 Euro Geldstrafe zahlen. Nun droht erneut ein Nachspiel.

14. März: Schalke entlässt Trainer Tedesco – sein Nachfolger ist ein alter Bekannter

Fußballbundesligist Schalke 04 hat seinen Trainer Domenico Tedesco entlassen. Das gab der Club am Donnerstagabend bekannt. Sein Nachfolger auf der Trainerbank wird vorerst der Niederländer Huub Stevens. Er war bereits von 1996 bis 2002 und von 2011 bis 2012 Chefcoach bei den Königsblauen und sitzt zudem im Aufsichtsrat von Schalke. Ihm zur Seite soll der frühere Spieler Mike Büskens als Co-Trainer stehen.

Schalke 04 steht in der Bundesliga derzeit auf dem 14. Tabellenplatz und konnte in den vergangenen Wochen spielerisch nicht überzeugen. Jüngster Tiefpunkt der Krise war das Aus in der Champions League nach einer 0:7-Niederlage gegen Manchester City.

Tedesco trainierte die Mannschaft fast zwei Jahre lang. "Wir haben uns diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht, denn Domenico Tedesco genießt eine große Wertschätzung auf Schalke", sagte Sportvorstand Jochen Schneider zu der Entlassung. "Allerdings dürfen wir nicht verkennen, dass die Entwicklung in dieser Saison unter dem Strich negativ ist."

In der Bundesliga hat Schalke am Samstag um 15.30 Uhr den Tabellendritten RB Leipzig zu Gast (live im Ticker bei stern.de).

14. März: Mats Hummels spricht über Rückkehr in die Nationalelf

Es war angesichts des bitteren Champions-League-Aus des FC Bayern gegen den FC Liverpool eine Randnotiz. Doch die ließ durchaus aufhorchen. Mats Hummels hat trotz der Ausbootung durch Jogi Löw die Nationalelf nicht abgeschrieben. "Ich würde es zumindest nicht ausschließen. So schlecht sind wir alle drei immer noch nicht", sagte der 30 Jahre alte Abwehrspieler noch dem Match in die TV-Mikrofone. "Wir alle drei werden noch ein paar Jahre auf hohem Niveau spielen", sagte Hummels auch stellvertretend für seine Leidensgenossen Thomas Müller und Jerome Boateng. "Und dann schauen wir einfach mal, was da in der Angelegenheit noch passiert." Hummels führte mögliche Verletzungsprobleme an "oder vielleicht sind wir doch noch gut genug, wenn eine EM vor der Tür steht". Worauf er seinen Optimismus stützt, ließ der Weltmeister von 2014 allerdings offen. 

14. März: Rebensburg gewinnt Super-G beim Saisonfinale

Einen Tag nach dem knapp verpassten Sieg in der Abfahrt hat Skirennläuferin Viktoria Rebensburg den letzten Super-G der Saison gewonnen. Beim Weltcupfinale in Soldeu (Andorra) distanzierte die 29-Jährige die Österreicherin Tamara Tippler um 15 Hundertstel Sekunden. Rebensburg zündete im zweiten Teil der Strecke den Turbo und machte so ihren 17. Weltcupsieg perfekt. "Ich habe mich aufs Skifahren fokussiert, um ein gutes Ergebnis ins Ziel zu zaubern", sagte die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 nach dem Rennen im ZDF. In der Super-G-Weltcupwertung schob sie sich mit dem Sieg auf den vierten Platz nach vorn. Die kleine Kristallkugel eroberte die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

13. März: Arnd Peiffer holt Gold über 20 Kilometer bei der Biathlon-WM

Arnd Peiffer hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund Gold im Einzel über 20 Kilometer gewonnen. Der 31 Jahre alte Sprint-Olympiasieger feierte damit am Mittwoch seinen insgesamt fünften WM-Titel und seinen zweiten Einzel-Triumph nach Sprint-Gold 2011.

13. März: Karius reicht Klage gegen Besiktas ein

Pech im Spiel, Glück in der Liebe - so oder so ähnlich könnte man Loris Karius' aktuelle Lage am besten umschreiben. Während der Torhüter mit seiner neuen Freundin, Schauspielerin Sophia Thomalla, offenbar im siebten Himmel schwebt, läuft es auf dem Platz derzeit alles andere als rund. Aktuell liegt er offenbar im Clinch mit Besiktas Istanbul. Wie die "Bild" berichtet, hat der 25-Jährige beim Fußball-Weltverband FIFA Klage gegen die Türken eingereicht. Er fordert demnach vier ausstehende Monatsgehälter ein. Die Frist zur Zahlung sei bereits verstrichen - dem finanziell angeschlagenen Club vom Bosporus drohen deshalb auch sportliche Sanktionen. Karius ist bis Saisonende vom FC Liverpool an den 15-fachen türkischen Meister ausgeliehen.

12. März: Bruno Labbadia hört als Trainer des VfL Wolfsburg auf +++

Bruno Labbadia verlässt den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg am Saisonende. Dies erklärte der 53-Jährige nach dem Training des Tabellen-Siebten der Fußball-Bundesliga. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über die Personalie berichtet. "Eine weitere Zusammenarbeit wäre für den VfL nur zielführend und sinnvoll, wenn ein konsequenter fachlicher Austausch zwischen den sportlichen Verantwortlichen über die gesamte Saison gegeben wäre. Da unsere Vorstellungen nicht zu einhundert Prozent übereinstimmen, habe ich für mich diesen Entschluss gefasst", sagte Labbadia nach der Einheit am Nachmittag. Zuvor hatte er seine Spieler informiert.

12. März: Claudia Effenberg verdarb Ex-Mann Stefan Trainerjob auf Schalke

Ein voreiliger Post in den sozialen Medien von Claudia Effenberg hat ihrem Mann Stefan Effenberg offenbar ein bereits mündlich vereinbartes Trainer-Engagement beim FC Schalke 04 gekostet. Das verbreitete der Fußball-Bundesligist einen Tag vor seinem Achtefinal-Rückspiel in der Champions League bei Manchester City auf seiner Vereins-Homepage und reagierte damit auf eine entsprechende Äußerung des Ex-Nationalspielers Effenberg in der TV-Sendung "Sky90" am Montagabend.  

Unter der Überschrift "Klarstellung zum Thema "Handschlag"" hieß es: "Zur gestrigen Aussage von Stefan Effenberg, Schalke 04 habe ihm gegenüber eine Zusage per Handschlag über ein Engagement als Chef-Trainer nicht eingehalten, stellt der Vorstand des FC Schalke 04 klar: Richtig ist, dass es 2013 Gespräche des gesamten damaligen Vorstands und des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Clemens Tönnies mit Effenberg gab. Diese resultierten in einer Handschlag-Zusage über eine Zusammenarbeit mit Effenberg als Chef-Trainer."

Eine "zentrale Bedingung dieser Vereinbarung" sei es gewesen, "dass die Gespräche und deren Inhalte zunächst vertraulich" behandelt werden sollten. "Nachdem jedoch Claudia Effenberg unmittelbar nach Beendigung der Gespräche gegen diese Bedingung durch einen Post auf sozialen Medien verstoßen hat, nahm der Vorstand von weiteren Gesprächen Abstand. Der damalige Sportvorstand Horst Heldt sagte dem Berater von Stefan Effenberg daraufhin ab", schrieb der Revierclub.

11. März: Jetzt offiziell: Zidane löst Solari als Trainer von Real Madrid ab

Trainer Zinedine Zidane wird den aktuellen Coach von Real Madrid, Santiago Solari, ablösen. Der spanische Fußball-Rekordmeister bestätigte nun entsprechende Medienberichte in einer Pressemitteilung. Demnach soll Zidane das Training der Real-Profis um Toni Kroos und Kapitän Sergio Ramos ab sofort übernehmen. Er erhalte einen Vertrag bis 2022, wie der Verein nach einer Vorstandssitzung mitteilte. Für 20 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant. Zidane kehrt damit nur gut neun Monate nach seinem Rücktritt zu Real Madrid zurück.

Die Königlichen waren innerhalb von nur sechs Tagen durch deutliche Heimpleiten gegen Erzrivale FC Barcelona (0:3) und Ajax Amsterdam (1:4) sowohl aus dem spanischen Pokal als auch als Titelverteidiger aus der Champions League ausgeschieden. Mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Barça in der Liga verspielte Real zudem fast alle Chancen auf den Titel in der Primera División. Zwölf Spieltage vor Ende haben die Katalanen zwölf Punkte Vorsprung auf das drittplatzierte Real.

11. März: Zidane soll Solari offenbar als Real-Trainer ablösen

Trainer Zinedine Zidane kehrt nach Medienberichten nur gut neun Monate nach seinem Rücktritt zu Real Madrid zurück. Der krisengeplagte spanische Fußball-Rekordmeister werde die Trennung von Coach Santiago Solari und die Verpflichtung des Franzosen noch am Montagabend bekanntgeben, sagte der gewöhnlich sehr gut informierte Sportjournalist Josep Pedrerol im TV-Sender La Sexta. 

Die Ablösung Solaris solle auf einer für 18 Uhr angesetzten Vorstandssitzung abgesegnet werden, hieß es. Zidane solle die Real-Profis um Toni Kroos und Kapitän Sergio Ramos nach Möglichkeit ab sofort coachen, berichtete auch die Madrider Sportzeitung "AS".

Die Königlichen waren innerhalb von nur sechs Tagen durch deutliche Heimpleiten gegen Erzrivale FC Barcelona (0:3) und Ajax Amsterdam (1:4) sowohl aus dem spanischen Pokal als auch als Titelverteidiger aus der Champions League ausgeschieden. Mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Barça in der Liga verspielte Real zudem fast alle Chancen auf den Titel in der Primera División. Zwölf Spieltage vor Ende haben die Katalanen zwölf Punkte Vorsprung auf das drittplatzierte Real.

In nur zweineinhalb Jahren als Chefcoach von Real gewann Zidane neun Titel, darunter als erster Trainer der Fußballgeschichte drei Mal in Serie die Champions League. Der Franzose war zum Ende der vergangenen Saison zurückgetreten. Damals hatte er als Grund für seine Entscheidung von "natürlichen Abnutzungserscheinungen" gesprochen.

Champions League: BVB verpasst Wunder – Real Madrid blamiert sich bis auf die Knochen

11. März: Snooker-Legende O'Sullivan schafft 1000. Century

Der fünfmalige Snooker-Weltmeister Ronnie O'Sullivan hat bei der Players Championship im britischen Preston einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Der 43-Jährige spielte am Sonntagabend als erster Profi das 1000. sogenannte Century seiner Karriere. Von einem Century spricht man, wenn ein Snookerspieler bei einer Aufnahme mindestens 100 Punkte erzielt, wobei es für jeden gelochten roten Ball einen Punkt gibt, die farbigen bringen zwischen zwei und sieben Zählern. Das sogenannte Maximum Break liegt bei 147 Punkten. In diesem Fall räumt ein Spieler den gesamten Tisch bei einer einzigen Aufnahme ab. "Es ist ein besonderer Moment, zusammen mit dem Publikum", sagte der glückliche O'Sullivan, der das Turnier in Preston gewann. "So etwas hatte ich noch nie, am Ende haben alle jeden Ball bejubelt, der in die Tasche gefallen ist", so der  Brite.

10. März: Ingolstadt-Profi Cohen nach Hass-Tweet: Schlimmste Form von Rassismus

Fußball-Profi Almog Cohen vom FC Ingolstadt hofft nach einem antisemitischen Hass-Beitrag im Internet gegen ihn, dass die Ermittlungen der Polizei zum Erfolg führen. "Ich bin froh, dass sie ermitteln, so muss das sein! Ich hoffe, dass sie ihn bekommen. Wer so redet, wer solche Ansichten hat, der hat keinen Platz in der Gesellschaft, sondern im Gefängnis", sagte der 30 Jahre alte Israeli in einem Interview der "Bild". 

Nach seiner Roten Karte in der zweiten Halbzeit beim 0:2 bei Union Berlin war Cohen am Freitagabend via Twitter von einem User aufs Übelste beleidigt worden. "Nachdem ich das gelesen habe, war ich total schockiert. Ich habe nicht gedacht, dass es Menschen mit solchen dunklen Ansichten noch gibt", sagte Cohen. "Dass Antisemitismus so offen ausgedrückt wird - das ist mir in meiner ganzen Zeit in Deutschland noch nicht passiert. Sowohl in Nürnberg als auch in Ingolstadt habe ich nur Liebe und Zuneigung gespürt."

Der jüdische Profi berichtete von hunderten Nachrichten, die ihn unterstützen. Auch aus der Heimat habe es Reaktionen gegeben, sagte der FCI-Kapitän. Eine Entschuldigung des Twitter-Users würde Cohen nicht annehmen. "Ich bin ein sehr nachsichtiger Mensch und bereit, viel zu vergeben. Aber hier gibt es nichts zu entschuldigen. Das ist die schlimmste Form von Rassismus", sagte er.

Nachdem der Hass-Beitrag veröffentlicht worden war, hatte Union nach eigenen Angaben direkt die Polizei informiert und Anzeige erstattet. Diese habe Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt und den Tweet an den Staatsschutz weiter geleitet, sagte eine Polizeisprecherin.

10. März: HSV entscheidet Hamburger Derby mit mehreren Unterbrechungen klar für sich

Der Hamburger SV hat das emotionale Hamburger Stadtderby beim FC St. Pauli deutlich mit 4:0 für sich entschieden. Matchwinner für den Aufstiegsfavoriten HSV war Stürmer Pierre-Michael Lasogga mit zwei Treffern (32. und 61.). Die beiden weiteren Tore erzielten Khaled Narey (53.) und Douglas Santos (88.). Mehrfach wurde die Partie im Stadion am Millerntor auf St. Pauli wegen des Abbrennens von Pyrotechnik in beiden Fanlagern von Schiedsrichter Dr. Felix Brych unterbrochen. Kurz vor Ende der Partie drohte gar ein Spielabbruch, als Brych nach diversen Warnungen beide Mannschaften für etliche Minuten in die Kabinen bat. Letztlich brachten die Akteure das Spiel aber zu Ende. Die Mannschaft des Hamburger SV zeigte sich während der gesamten Spielzeit als das reifere Team und gewann verdient, wenn auch vielleicht um ein Tor zu hoch. In der Stadt herrschte höchste Sicherheitsstufe, die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die rivalisierenden Fanslager voneinander zu trennen.

10. März: Denise Herrmann holt WM-Gold in der Biathlon-Verfolgung, Dahlmeier Dritte

Denise Herrmann hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Östersund den Titel in der Verfolgung gewonnen. Den deutschen Doppelerfolg verhinderte die Norwegerin Tiril Eckhoff, die Laura Dahlmeier im Sprintduell auf den Bronze-Platz verwies. "Es ist unglaublich", sagte Herrmann in der ARD. "Ich bin so stolz auf das, was ich geschafft habe", erklärte die frühere Langläuferin, die erst in der dritten Saison als Biathletin unterwegs ist. "So etwas hätten wir uns nicht erträumt", sagte Damen-Cheftrainer Kristian Mehringer. Die 30 Jahre alte Herrmann hatte das letzte Verfolgungsrennen vor der WM in Soldier Hollow/USA gewonnen. Außerdem hatte sie die bislang letzte Verfolgung 2017 in Östersund für sich entschieden. Herrmann hatte trotz zwei Schießfehlern nach den zehn Kilometern 31,4 Sekunden Vorsprung vor Eckhoff. Die Norwegerin, die ebenfalls zwei Fehler schoss, sicherte sich Silber im Sprintduell gegen Dahlmeier und lag 0,2 Sekunden vor der siebenmaligen Weltmeisterin. Die 25-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen, die nur einmal in die Strafrunde musste, sicherte sich ihre vierte Verfolgungsmedaille in Serie (2017 Gold, 2016 Gold, 2015 Silber) und hat nun in 13 WM-Rennen nacheinander Edelmetall gewonnen.

Sport kompakt - Denise Herrmann jubelt über WM-Gold in der Verfolgung

Neue Weltmeisterin in der Biathlon-Verfolgung: Denis Herrmann aus Ruhpolding jubelt beim Überqueren der Ziellinie in Östersund fast schon gelassen.

Getty Images

10. März: Joshua Kimmich kritisiert Löws Entscheidung

Die Entscheidung Jogi Löws, die drei Weltmeister Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels auszumustern, sorgt auch bei Teamkollege Joshua Kimmich für Unmut. Der Nationalspieler äußerte sich am Samstag nach dem 6:0-Sieg der Bayern gegen Wolfsburg zu dem Rauswurf gegenüber diversen Medien. "Ich habe es zunächst aus der Presse erfahren und es einen Tag später von den Jungs persönlich erzählt bekommen", so Kimmich.

Thomas Müller gestikuliert im DFB-Trikot auf dem Platz. Im Hintergrund stehen zwei Spieler der Niederlande

Er sei sehr überrascht gewesen. Die betroffenen Spieler hätten in den vergangenen zehn Jahren das Team geprägt. "Aus Spielersicht war die Art und Weise nicht okay, deshalb verstehe ich, dass die Jungs enttäuscht sind. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie erst 29 und 30 Jahre alt sind. Thomas hat zum Beispiel 100 Länderspiele gemacht", so der 24-Jährige. Da habe man einen anderen Abgang verdient. "Im Fußball wird häufig über alt und jung gesprochen - ich bin der Meinung, dass keiner der Jungs zu alt ist, um noch in der Nationalmannschaft zu spielen."

9. März: Verdacht auf Wadenbeinbruch bei Caligiuri nicht bestätigt

 Der FC Schalke 04 muss nicht ganz so lange auf Daniel Caligiuri verzichten wie zunächst befürchtet. Der 31-Jährige hat sich bei der 2:4 (1:1)-Niederlage am Freitagabend in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen einen "Riss der vorderen Syndesmose" zugezogen. Dies teilte der Tabellen-14. am Samstag über den Nachrichtendienst Twitter mit. Die Ausfallzeit werde voraussichtlich vier bis sechs Wochen betragen. Am Freitagabend war zunächst sogar ein Wadenbeinbruch bei Caligiuri und dessen Saison-Aus befürchtet worden. Der Mittelfeldspieler bestritt in dieser Saison 24 von 25 Liga-Spielen für Schalke 04 und erzielte dabei vier Tore.

7. März: Deutschland Tour startet in Hannover, Ziel Erfurt

2018 feierte das wichtigste Mehrtages-Straßenradrennen Deutschlands nach zehn Jahren Pause sein Comeback. Jetzt haben die Organisatoren der Deutschland-Tour die ersten Eckdaten für die insgesamt zwölfte Auflage präsentiert. Der Startschuss soll am 29. August in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover fallen. Die viertägige Rundfahrt endet am 1. September in Erfurt. "Es ist uns gelungen, ein international bedeutendes Sportevent hierher zu holen. Wir freuen uns, Radsport der Extraklasse zu Gast zu haben", so Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. Den kompletten Streckenverlauf wollen die Veranstalter am 1. April in Frankfurt am Main präsentieren.

6. März: 96-Clubchef Martin Kind macht eigene Mannschaft schlecht

Martin Kind, Vereinsboss von Hannover 96, hat den Klassenerhalt offensichtlich schon abgeschrieben. Zwar behauptet er in der Tagsezeitung "Neue Presse", dass die "Roten" nicht aufgeben, "solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist", doch motivieren mag er das eigene Team nicht mehr. Vielmehr macht er der sportlichen Leitung angesichts des kaum noch abwendbaren Bundesliga-Abstiegs erhebliche Vorwürfe und gibt erste Vorgaben für eine mögliche Zukunft in der zweiten Liga vor. "Die aktuelle Mannschaft ist kaputt, schlecht zusammengestellt und gescheitert", fällt er ein vernichtendes Urteil. Einen weiteren Trainerwechsel schloss Kind aber "Stand heute" aus. Der aktuelle Coach Thomas Doll hatte André Breitenreiter im Januar abgelöst, seitdem gingen vier von fünf Spielen deutlich verloren. Für einen schlagkräftigen Kader, der den direkten Wiederaufstieg schaffen soll, sollen teure Spieler verkauft werden. Kandidaten dafür wären Ihlas Bebou und Mittelfeldspieler Walace, für die der Club zusammen 45 Millionen Euro erlösen möchte. 

5. März: Mit diesen drei Bayern-Spielern plant Jogi Löw nicht mehr

Nationaltrainer Jogi Löw erklärt 2019 zum Jahr des Neubeginns und wirft erst einmal drei Weltmeister heraus. Laut "Bild"-Zeitung spielen Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller künftig keine Rolle mehr in DFB-Team. Dem Blatt sagte Löw: "Sie sind alle Spieler auf Weltniveau, die in ihrem Verein ganz vorne mitspielen und Erfolge garantieren. Sie haben über Jahre hinweg unendlich viel für Deutschland und die Nationalmannschaft geleistet. Ich danke Mats, Jerome und Thomas für die vielen erfolgreichen, außergewöhnlichen und einmaligen gemeinsamen Jahre." Klingt nach endgültigem Abschied. Die Nationalmannschaft spielt am 20. März gegen Serbien und vier Tage später gegen Holland.

Twitter-Reaktionen : Löw kickt drei Bayern-Spieler aus der Nationalelf: So reagiert Boateng auf Twitter

+++ 4. März: HSV gewinnt gegen Fürth und bleibt auf Aufstiegskurs +++

Der Hamburger SV hat dank Rückkehrer Aaron Hunt einen Rückschlag im Aufstiegsrennen der Fußball-Bundesliga gerade noch abgewendet. Der zuletzt verletzte Kapitän erzielte kurz vor Schluss den 1:0 (0:0)-Siegtreffer gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mit 47 Punkten bleiben die Norddeutschen damit Tabellenzweiter hinter dem 1. FC Köln (48). Der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den Union Berlin belegt, beträgt weiter drei Zähler. Für die Fürther war es unter ihrem neuen Trainer Stefan Leitl die erste Niederlage.

Nach einer lange Zeit schwachen Vorstellung erlöste Hunt den HSV in der 85. Minute mit seinem Siegtreffer vor der Minusrekordkulisse von 36.560 Zuschauern gegen dezimierte Gäste. Denn die Franken waren die letzten 23 Minuten in Unterzahl, weil Julian Green nach einer Schwalbe im Strafraum die Gelb-Rote Karte sah (67.).

Den Hamburgern war der Druck anzumerken, nicht noch mehr Punkte im Kampf um den Aufstieg zu verlieren. In der Rückrunde hat die Mannschaft aus sieben Spielen lediglich zehn Zähler geholt. Die Hintermannschaft agierte unsicher, leistete sich Fehlabspiele, der Angriff verstolperte die wenigen Möglichkeiten. Zur Pause gab es Pfiffe von den Rängen. Das wenig begeisternde Spiel setzte sich nach der Pause fort. Es war im fünften Montagabendspiel der Hamburger zumeist nur Krampf.

+++ 3. März: Chaos auf Schalke - Fans nehmen Stambouli die Kapitänsbinde ab +++

0:3 gegen Mainz, 0:4 gegen Düsseldorf. Nach zwei peinlichen Vorstellungen in Serie entlädt sich auf Schalke die Wut der Fans. Mit dem Rückzug von Sportvorstand Christian Heidel scheint die Krise nicht behoben. 

Nach der Blamage gegen Düsseldorf stellte sich Trainer Domenico Tedesco beim Gang zur Nordkurve vor seine Mannschaft. Er ließ sich von den Fans beschimpfen und mit Bierbechern bewerfen. Selbst seine demütige Geste mit gefalteten Händen Richtung Tribüne konnte den Anhang nicht besänftigen. "Ich habe mich für diese Vorstellung entschuldigt, das war das Mindeste, was wir in unserer Situation tun konnten", kommentierte Tedesco seine Reaktion. Die gereizte Stimmung auf den Rängen könnte den Vorstand zu weiteren personellen Konsequenzen veranlassen. Freiwillig wollte Tedesco sein Amt jedoch nicht aufgeben. "Ich bin keiner, der sich verpisst. Ich glaube an meine Arbeit", sagte der Coach in einem ersten TV-Interview bei Sky. 

Bei allem Frust schloss auch Vereinschef Clemens Tönnies eine schnelle Entscheidung aus. "Der neue Sportvorstand wird sich am Dienstag vorstellen und sich zur Lage äußern. Ich werde jetzt nicht Trainer aus- oder einstellen", kommentierte der Aufsichtsratsvorsitzende unmittelbar nach dem Abpfiff mit Verweis auf die offizielle Präsentation von Heidel-Nachfolger Jochen Schneider. 

Wie gereizt die Stimmung beim Anhang ist, bekam besonders Benjamin Stambouli, der gegen Düsseldorf als Kapitän auflief, bei seinem Versuch zu spüren, mit besänftigenden Worten auf die verärgerten Ultras einzuwirken. "Die haben mir die Kapitänsbinde abgenommen. Das war sehr schwer für mich", bekannte der 28 Jahre alte Franzose.

Benjamin Stambouli von Schalke 04

Benjamin Stambouli (M.), der gegen Düsseldorf als Kapitän von Schalke 04 auflief, wurde nach dem Spiel aufgefordert, die Kapitänsbinde abzugeben.

Getty Images

+++ 2. März: Deutsches Skisprung-Mixed gewinnt WM-Goldmedaille in Seefeld +++

Das deutsche Skisprung-Mixed hat seinen WM-Titel bei den Titelkämpfen in Seefeld verteidigt. In der Besetzung Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Juliane Seyfarth und Karl Geiger siegte das deutsche Quartett vor Österreich und Norwegen.

+++ 2. März: Sammer knöpft sich BVB-Profis vor +++

Matthias Sammer hat die Profis von Borussia Dortmund nach der 1:2-Niederlage beim FC Augsburg scharf kritisiert. "Das Spiel wird nicht sportlich, sondern im Kopf entschieden", sagte Sammer im TV-Sender Eurosport nach der zweiten Saisonniederlage für den BVB, für den Sammer seit dem Sommer als externer Berater arbeitet. Die Spieler seien noch zu unreif, sagte Sammer mit Blick auf die individuellen Fehler von Dan-Axel Zagadou und Achraf Hakimi vor den beiden Gegentoren. 

"Das macht Champions aus - und mit 19 oder 20 kannst du noch kein Champion sein", sagte Sammer, der mit dem BVB 1995 und 1996 als Spieler und 2002 als Trainer deutscher Meister geworden war. Nach dem 1:2 in Augsburg kann der FC Bayern München am Samstagabend durch einen Sieg bei Borussia Mönchengladbach nach Punkten mit dem BVB gleichziehen. "Du musst 90 oder 95 Prozent geben, 60 Prozent reicht nicht", kritisierte Sammer. "In Spielen wie gegen Augsburg, Düsseldorf oder Nürnberg verhalten sich die Borussen nicht wie Champions, sondern wie eine Durchschnittsmannschaft."

+++ 1. März: Borussia Dortmund verliert in Augsburg - FC Bayern kann aufschließen +++

Trotz des Comebacks von Hoffnungsträger Marco Reus hat Borussia Dortmund gepatzt und dem FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft ein unerwartetes Geschenk gemacht. Beim zuletzt so kriselnden und personell gebeutelten FC Augsburg unterlag der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga am Abend mit 1:2 (0:1). Der Ex-Borusse Dong-Won Ji mit einem Doppelpack (24./68. Minute) und Keeper Gregor Kobel wurden vor 30.660 Zuschauern zum BVB-Schreck, der Anschluss von Paco Alcácer war zu wenig für den BVB (81.). Die Borussia ließ Großchancen ungenutzt und kann am Samstagabend von den in Mönchengladbach gastierenden Bayern nach Punkten eingeholt werden.

+++ 1. März: Bewährung abgelaufen - Uli Hoeneß ist ein freier Mann +++

Uli Hoeneß ist endgültig wieder ein freier Mann. Das Landgericht Augsburg hat im Steuerstrafverfahren gegen den Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München die zur Bewährung ausgesetzte Reststrafe erlassen. Die Entscheidung sei rechtskräftig, teilte das Gericht am Freitag mit. Zur Begründung führte die Strafvollstreckungskammer mit Sitz in Landsberg am Lech aus, "dass der Verurteilte die Ende Januar 2019 abgelaufene, dreijährige Bewährungszeit ohne Beanstandungen durchgestanden" habe. Die Entscheidung sei die normale Folge einer abgelaufenen Bewährungszeit, "wenn weder gegen gerichtliche Auflagen verstoßen noch neue Straftaten begangen wurden". Der mittlerweile 67 Jahre alte Hoeneß war nach einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe 2014 vom Landgericht München II zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Wegen guter Führung wurde er 2016 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

+++ 1. März: Bierhoff gratuliert DFB-Frauen zum guten Start ins WM-Jahr +++

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat der neuen  Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und ihrem Team zum 1:0-Sieg im Länderspiel in Frankreich gratuliert. "Das war ein erfreulicher Auftakt ins WM-Jahr mit vielen guten Ansätzen. Der Sieg gegen den WM-Gastgeber wird uns Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben", sagte Bierhoff. Die deutschen Fußballerinnen hatten am Donnerstagabend beim Debüt der neuen Cheftrainerin das erste Vorbereitungsspiel für die Weltmeisterschaft vom 7. Juni bis 7. Juli in Frankreich gewonnen. 

Man wisse, "dass noch große Herausforderungen warten und wir auf unserem weiteren Weg zurück in die Weltspitze nicht nachlassen dürfen. Ganz im Gegenteil", betonte Bierhoff, der seit gut einem Jahr auch für das Frauen-Team zuständig ist. "Das war ein erster guter Schritt. Die positive Entwicklung, die die Frauen-Nationalmannschaft unter Horst Hrubesch genommen hat, setzt sich fort", ergänzte der 50 Jahre alte DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie.

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