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WM in Gwangju: Zwei Olympia-Tickets zum Auftakt für Beckenschwimmer

Jetzt geht's auch unter dem Hallendach rund. Zwei deutsche Staffeln schwimmen am ersten WM-Morgen im Becken gleich um die Qualifikation für Tokio 2020. Angelina Köhler hofft nach ihrem WM-Debüt auf ein «gutes Omen». Ein Südafrikaner sorgt für ein Kuriosum.

Angelina Köhler

Qualifizierte sich als Elfte über 100 Meter Schmetterling für das Halbfinale: Angelina Köhler. Foto: Bernd Thissen

Die deutschen Schwimmer sind mit einer guten ersten Session in die WM in Südkorea gestartet. Die Freistil-Staffeln über 4 x 100 Meter sicherten sich die angepeilten Olympia-Tickets.

Sowohl die Männer als auch die Frauen erreichten am Sonntag den dafür notwendigen Platz in den Top 12. «Olympia-Quali in der Tasche: erstmal Daumen hoch», sagte Reva Foos, nachdem sie mit Annika Bruhn, Julia Mrozinski und Jessica Steiger in 3:38,55 Minuten Platz acht in den Vorläufen erreicht hatte. Damit ist die deutsche Staffel auch im späteren Finale dabei. «Wir sind einfach super happy. Es ist einfach geil», kommentierte Steiger das Ergebnis.

Ihre männlichen Kollegen waren nicht ganz so euphorisch, aber dennoch zufrieden. «Damit haben wir unser Ziel erreicht», sagte Damian Wierling. Der Startschwimmer war mit Marius Kusch, Josha Salchow und Christoph Fildebrandt drei Plätze weiter hinten gelandet als die Frauen. Das Quartett schwamm 3:14,58 Minuten. Das reichte für Tokio 2020, im Endlauf sind die Deutschen nicht dabei.

Angelina Köhler hatte die Beckenwettbewerbe für die deutschen Schwimmer eröffnet. Die 18-jährige erreichte als Elfte das Finale und war glücklich. «Das war ein Highlight», sagte sie. «Dass ich jetzt so gut geschwommen bin, ist hoffentlich auch ein gutes Omen für die WM.» Für Köhler war es das WM-Debüt. «Klar war ich aufgeregt. Das war mega, die Halle, so viele Zuschauer. Ich habe einfach versucht, an meinen Routinen festzuhalten und das hat ja auch gut geklappt.»

Kusch hatte den ersten Wettkampftag gleich mit zwei Starts begonnen. Der 26 Jahre alte Schmetterlingsschwimmer verpasste auf seiner 50-Meter-Nebenstrecke in 23,86 Sekunden zwar das Halbfinale, sagte aber: «Das haben wir genutzt um in die WM reinzukommen.» Wie Kusch schied auch der dritte deutsche Einzelstarter Fabian Schwingenschlögl im Vorlauf aus. Mit seiner Zeit von 1:00,12 belegte er Rang 20 und war danach enttäuscht. «Ich kann nicht sagen, woran es lag», sagte er. «Ich muss es nehmen, wie es ist. Schön wär's gewesen, wenn ich eine Runde weitergekommen wäre.»

International im Mittelpunkt stand im Nambu University Municipal Aquatics Center Sun Yang im 400-Meter-Freistil-Rennen. Der unter Dopingverdacht stehende Chinese qualifizierte sich über die Weltrekordstrecke von Paul Biedermann als Vorlaufschnellster für das Finale. Für ein Raunen im Publikum sorgte Ryan Coetzee. Der südafrikanische Schmetterlingsschwimmer war wohl etwas aufgeregt und platschte schon vor dem Startsignal ins Wasser.

dpa

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