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Spendenaktion Seit einem halben Jahr herrscht Krieg in der Ukraine. So hilft die Stiftung stern – hier und vor Ort

Ein kleines Stück Alltag: Auf dem Marktplatz von Bremen erhalten aus der Ukraine geflüchtete Jungen und Mädchen die mit Spendengeldern angeschafften Schulranzen der Stiftung stern und des Deutschen Kinderhilfswerks
Ein kleines Stück Alltag: Auf dem Marktplatz von Bremen erhalten aus der Ukraine geflüchtete Jungen und Mädchen die mit Spendengeldern angeschafften Schulranzen der Stiftung stern und des Deutschen Kinderhilfswerks
© Maximilian Mann
Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat hunderttausende Menschen zu Geflüchteten gemacht. Familien verloren ihr Haus, ihre Heimat, manchmal ihre Liebsten. Mit den Spenden von Leserinnen und Lesern versucht die Stiftung stern, das Leid zu lindern. Das sind unsere Projekte.

Es ist ein seltsamer, fast zynischer Zufall. Am 24. August begeht die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag. Zugleich ist es genau ein halbes Jahr her, seit Russland das Land überfallen hat. Die Deutschen reagierten bestürzt auf den Krieg – aber auch mit großer Solidarität. Die Stiftung stern e.V. erreichten zahlreiche Spenden, sodass wir bis jetzt mehr als eine Million Euro an Partnerorganisationen weiterreichen konnten.

Laster voller Hilfe – die ersten Lkw der "AHRche" bei der Ankunft in Moldau. Dank der Spenden von stern-Lesern und -Leserinnen können Geflüchtete so vorläufig auch in einem Camp vor Ort versorgt werden
Laster voller Hilfe – die ersten Lkw der "AHRche" bei der Ankunft in Moldau. Dank der Spenden von stern-Lesern und -Leserinnen können Geflüchtete so vorläufig auch in einem Camp vor Ort versorgt werden
© Privat

Geldspenden sind nach wie vor am sinnvollsten, um die Not in der Ukraine zu lindern. Hilfsorganisationen bitten darum, nicht auf eigene Initiative Sachspenden zu sammeln und sich mit Autos voller Kleidung, Essen oder Medikamente und ohne Abstimmung mit Behörden oder genaue Informationen auf den Weg in Richtung Ukraine zu machen. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen können wichtige Transport- und Sortierkapazitäten behindern.

Hier gelangen Sie direkt zum Ukraine-Spendenkonto der Stiftung stern.

Hilfe hier – und vor Ort

Wie immer in großen Krisen oder Katastrophen ist schnelles Handeln besonders wichtig. Gleich in den ersten Tagen des Krieges haben wir Soforthilfen auf den Weg gebracht, nach und nach dann weitere Gelder ausgeschüttet:

  • 100.000 Euro flossen an die Caritas als Nothilfe zur Versorgung der Menschen in den ukrainischen Kriegsgebieten sowie für Geflüchtete in angrenzenden Ländern – mit Lebensmitteln, Hygieneprodukten und Notunterkünften. 
  • Mit 85.000 Euro unterstützten wir Die AHRche.de beim Aufbau eines Erstaufnahmelagers für Geflüchtete in Moldau. 5000 Euro davon erhielten syrische Freiwillige aus dem Ahrtal, die Hilfe im Grenzgebiet leisten. 
  • 50.000 Euro gingen an das Deutsche Kinderhilfswerk, das kurzfristig einen Hilfsfonds für geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Familien aus der Ukraine aufgesetzt hat. Mit dem Geld werden Kinder und Familien unterstützt, die sich auf die Flucht nach Deutschland gemacht haben. Sie erhalten zum Beispiel psychologische und medizinische Betreuung, Übersetzungen, Schulausstattungen, kindgerechte Freizeit- und Bildungsmaßnahmen.
  • 50.000 Euro erhielten auch Ärzte ohne Grenzen, die sich einer langen Liste von Aufgaben widmen: dem Erhalt medizinischer Teams in Odessa, Mariupol; Verteilung von Hilfsgütern an Geflüchtete; Lieferung von medizinischem Material an Krankenhäuser in der Ukraine; Entsendung eines Chirurgenteams nach Lwiw; Bereitstellung mobiler Kliniken; Versorgung chronisch Kranker; psychologische Unterstützung der Menschen.
  • 100.000 Euro konnten wir an das Kinderprojekt "Die Arche" in Berlin ausschütten. MIt diesem Geld wurde unter anderem der vorübergehende Unterricht von ukrainischen Kindern finanziert, bis diese in den Regelunterricht aufgenommen wurden. Dazu wurde auch eine ukrainische Lehrerin eingestellt.
  • 50.000 Euro gingen an CARE, die in der Ukraine und im angrenzenden Polen humanitäre Soforthilfe leisten. Sie besteht aus der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln sowie Bargeld. Neben Decken, Unterkunft, der Lieferung von Schlafsäcken und Windeln aber auch in psychosozialer Unterstützung.
  • Mit 100.000 Euro halfen wir Straßenkinder e.V. bei der Versorgung geflüchteter Menschen im Kinderzentrum Znamianka und weiteren Partner-Einrichtungen sowie für Evakuierungsmaßnahmen und die Finanzierung von Lebensmitteln und Medizin.
  • 125.000 Euro konnten wir an die ukrainische humanitäre Mission Proliska weiterreichen, die seit Jahren Familien in den zerstörten Dörfern nahe der Kontaktlinie im Donbas versorgt. Der Betrag wurde zum Beispiel für einen Notgenerator in einem Hospiz und Altenheim in Marinka verwendet. Dort sind Wasser und Strom ausgefallen. Darüberhinaus helfen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Proliska, Menschen aus umkämpften Dörfern zu retten.
  • 80.000 Euro gingen an die Hilfsorganisation ReliefAid. Damit wird der Wiederaufbau von zerstörten Häusern finanziert, die Teams verteilen zudem Lebensmittel und versorgen Krankenhäuser mit Medikamenten
  • Für 250.000 Euro konnten wir Schulranzen samt Grundausstattung an nach Deutschland geflüchtete Kinder aus der Ukraine verteilen, um ihnen ein kleines Stück Alltag zurückzugeben.
  • 25.000 Euro gehen an die ukrainische Organisation Green Chernobyl. Sie organisiert im Westen der Ukraine, in einer sicheren Umgebung, ein Camp für vom Krieg betroffene Kinder und Jugendliche. Anfang September werden sich dort über 200 Jungen und Mädchen treffen, um zehn Tage lang den Krieg und das Leid zumindest ein wenig zu vergessen. 

Zurzeit sind wir dabei, weitere Ausschüttungen auf den Weg zu bringen. Dabei setzen wir auch auf die Expertise unserer Reporterinnen und Reporter, die das Konfliktgebiet seit langem kennen. Wir leiten Ihre Spenden ohne jeglichen Abzug an Organisationen weiter, die den Flüchtenden vor Ort und in den angrenzenden Nachbarländern helfen. Nur mit Ihrer Hilfe können wir dazu beitragen, das Leid der Menschen in diesem Krieg zu lindern.

Helfen Sie den Menschen in der Ukraine
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