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Rückzug der Terror-Gruppe IS-Kämpfer ziehen sich aus Lager Jarmuk zurück


Die Kämpfer des Islamischen Staates ziehen sich offenbar aus dem Flüchtlingslager Jarmuk zurück. Nun soll die Terrorgruppe al Nusra die Kontrolle haben.

Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) ist offenbar weitgehend aus dem Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien abgezogen. Mehrere Bewohner des Lagers erklärten, einige der Islamisten kämpften zwar weiter am nördlichen Eingang gegen ihre Rivalen von der Gruppe Aknaf al-Makdis. Hunderte seien jedoch in ihre Hochburg im benachbarten Hadschar al-Aswad zurückgekehrt.

Damit sei die mit der al Kaida verbündete al Nusra-Front die stärkste Kraft im Lager. Der IS und die Front tauschten die Stellungen, sagte der PLO-Vetreter in Damaskus, Anwar Abdul Hadi.

Zwar sind der IS und die al Nusra-Front Rivalen. Sie eint jedoch eine Feindschaft gegenüber der Gruppe Aknaf al-Makdis. Der Front war vorgeworfen worden, das Eindringen des Islamischen Staats in Jarmuk erleichtert zu haben.

18.000 Palästinenser eingeschlossen

Das seit mehr als 60 Jahren bestehende Lager ist heute ein Stadtteil der syrischen Hauptstadt Damaskus. Seit 2013 ist es im Bürgerkrieg von Regierungstruppen abgeriegelt, etwa 18.000 Palästinenser sollen dort gegenwärtig eingeschlossen sein. Die UN hatten angesichts der Kämpfe vor einem Massaker an den Bewohnern gewarnt und von einem Todeslager gesprochen.

DPA DPA

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