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Interview zum dreijährigen Jubiläum: Was Steffen Hallaschka bei stern TV bewegt

Im Januar 2014 feierte Steffen Hallaschka ein kleines Jubiläum: Er moderierte die Sendung bereits drei Jahre. Im Interview verriet er, was ihn bei stern TV bewegt hat - und was noch kommen soll.

Ihm sei sein Traumjob angeboten worden, sagte Steffen Hallaschka, als er im Januar 2011 die Sendung von Günther Jauch übernahm. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, er moderierte über 150 Sendungen, begrüßte rund 1000 Gäste und ist längst nicht mehr "der Neue".

Was ihn bisher besonders bewegte, welche Lehren er gezogen hat und wie es mit stern TV weitergehen wird, hat Steffen Hallaschka in unserem Gespräch reflektiert.

Am 12. Januar haben Sie ein kleines Jubiläum gefeiert: Seit drei Jahren sind Sie Moderator der Sendung. Was bedeutet das für Sie?

stern TV zu moderieren ist seit Beginn an eine erfüllende, beglückende Aufgabe. In jeder Woche beschäftigen wir uns mit neuen, spannenden Themen und können neue Dinge ausprobieren. Insofern macht mich das Jubiläum glücklich. Und ich freue mich, wenn noch viele weitere Jahre folgen.

Ist ein stern TV-Moderator nach drei Jahren noch am Anfang?

Im Prinzip ist jeder Mittwoch für mich ein kleiner Neuanfang. Diese Sendung hat nach fast 24 Jahren zwar einige Erfahrungswerte, aber kein festes Regelwerk. Und es macht genau dann besonders Spaß, wenn wir neue Sachen ausprobieren und Dinge wagen, die wir vorher noch nie gemacht haben. Aber natürlich bin ich auch damit nicht mehr am Anfang. Ich kenne die Sendung, die Sendung kennt mich – und die Zuschauer haben sich auch an mich gewöhnt. Das macht vieles einfacher.

Inwiefern hat sich die Sendung mit Ihnen und durch Sie verändert?

Ich glaube, die Sendung hat sich über 24 Jahre immer wieder verändert. Natürlich ist sie auch einem gewissen Zeitgeist unterworfen. So sind in den vergangenen drei Jahren zum Beispiel die Themen Internet, soziale Medien und Fragen nach der Sicherheit im Netz präsenter geworden. Ich habe auch mehrfach gehört, dass die Sendung noch einmal eine neue Dynamik bekommen hat: Wir verknüpfen Themen miteinander oder lassen Aktionen über die gesamte Sendelänge laufen. Trotzdem ist das kein festes Konzept. Es gibt auch Sendungen, in denen es ruhiger zugeht, weil es die Themen einfach verlangen.

Und was hat sich in 24 Jahren stern TV bewährt, das Sie niemals ändern würden?

Manche Dinge werden immer zu dieser Sendung gehören. Zum Beispiel, dass der stern TV-Moderator mittwochs um Viertel nach Zehn durch den Stern auftritt. Und wir werden immer das Zusammenspiel von Film und Gespräch haben – dass wir uns Zeit für die klassische Reportage nehmen und im Anschluss auch für den Talk mit den Protagonisten unserer Filme. Das machen in der Weise nur wenige Magazine. Und es wird stets das Nebeneinander von Ernstem und Heiterem geben, von Information und Unterhaltung. Das gehört zu stern TV. Und das ist im echten Leben nicht anders.

Gehört dazu auch, dass Sie als Moderator in Studioaktionen eingebunden werden? Das verlangt Ihnen nicht selten auch sportlich manches ab – und eine ordentliche Portion Selbstironie gehört wohl auch dazu?

Im Grunde ist jede Aktion für mich eine Herausforderung. Aber ich gestehe: Ich liebe es, wenn wir Blödsinn im Studio machen oder wenn ich irgendwo hochklettern muss oder in Rollenanzügen über den Boden kullere. Das ist einer der großen Späße für mich an stern TV. Das Studio ist auch extra so angelegt: Wir haben eine Arena mit einer großen Freifläche, auf der alles möglich ist. Und wir haben von Kugelstoßen bis zum Mofa-Rennen schon vieles gemacht. Das ist toll – weil es live ist! Dabei kann und darf auch mal alles schief gehen. Die Zuschauer freut es in aller Regel.

Welche Studioaktionen haben Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Da war zum Beispiel der Leichtathletik-Vierkampf gegen den Turn-Olympioniken Fabian Hambüchen. Weil er für seine Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule trainieren musste, ließen wir ihn gegen mich antreten – im Bodenturnen, Kugelstoßen, Geräteturnen und im 100-Meter-Lauf. Das war ein Riesenspaß. Ebenso das Rodeln gegen den einzigen Rodel-Olympiateilnehmer der Südseeinsel Tonga. Wann hat man schon mal solche Privilegien?

Auch in Spezialkostümen hatten Sie schon manchen Auftritt ...

Bei Kostümen muss ich sofort an den "Rollermann" denken – ein Franzose, der einen Ganzkörper-Skateanzug entwickelt hat. Dieser Anzug ermöglicht in jeder erdenklichen Sitz- und Liegeposition das Skaten. Damit bin ich im Studio eine Rampe heruntergerollt und habe versucht, Figuren am Boden zu turnen. Das war sicher das spektakulärste Outfit. Aber auch das sehr spezielle, silbrige Hermes-Götterboten-Outfit beim Mofa-Rennen. Im letzten Winter bin ich sogar einmal in einem gestrickten Pinguinpullover aufgetreten. Und immer, wenn es an turnerische Übungen geht, muss ich feststellen: Tennis oder Turnklamotten sehen an mir einfach lächerlich aus. Selbst, wenn sie ernst gemeint sind.

Ist Ihnen das manchmal peinlich?

Ach was. Solche Auftritte sind sogar Schlüsselqualifikation und Jobvoraussetzung als stern TV-Moderator. Man tut gut daran, gerade bei einer Sendung wie dieser, die eigene Peinlichkeitsschwelle hoch anzulegen. Ich finde, je mehr die Zuschauer bei unseren Aktionen schmunzeln und lachen müssen, desto besser.

Welche Gäste und Schicksale aus den vergangenen drei Jahren waren für Sie am Eindrucksvollsten?

Da finde ich es schwer, eine Hitliste aufzumachen. Ich begrüße ja wöchentlich Menschen mit besonderen Geschichten. Aber wenn ich zurückblicke, muss ich vor allem an Gaby Köster denken, die nach dem Schlaganfall ihr TV-Comeback bei stern TV hatte. Das war eine besondere Atmosphäre. Ich wollte unbedingt, dass wir das würdevoll, unpeinlich und angemessen hinbekommen – was uns glaube ich gelungen ist. Andere Menschen wachsen mir mit ihren Geschichten wiederum über Jahre ans Herz. Dazu gehört beispielsweise Sabine Niese. Eine junge Frau, die an der Nervenkrankheit ALS leidet und eine Lebenserwartung von maximal drei Jahren diagnostiziert bekam. Die Diagnose liegt nun schon weit länger zurück. Und ich hoffe, sie besucht uns noch ganz oft. Es gibt wirklich viele bewegende Geschichten, die haften bleiben.

Haben Sie spezielle Ideen, die Sie bei stern TV gerne einmal umsetzen würden?

Allein die Tatsache, dass die Sendung live ausgestrahlt wird, eröffnet viele Möglichkeiten. Diesen Bonus möchte ich gerne ausspielen und mit den Zuschauern gemeinsam etwas kreieren. Ich glaube, die Verknüpfung mit dem Internet wird noch intensiver. Seit Anfang Januar ist die Sendung nun auch bei Facebook präsent. Über diesen Kanal wird in Zukunft noch mehr interaktiver Austausch möglich sein. Aber da gibt es keine fertigen Ideen. Es bleibt spannend, wohin die Reise mit stern TV geht.

Welche Tipps des früheren Moderators Günther Jauch haben Ihnen weitergeholfen?

Günther Jauch hat mir gar keine Tipps gegeben. Er ist ein extrem entspannter Vorgänger und Produzent der Sendung. Ende 2010 hat er einen klaren Strich gezogen. Er hat mir viel Glück und Erfolg gewünscht und mir das wertvolle Gefühl mitgegeben 'Wir haben den Richtigen ausgesucht und das ist jetzt deine Sendung'.

Sprechen Sie auch jetzt noch regelmäßig mit ihm über den Job?

Logisch. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir uns sehen. Günther Jauch ist immer mal wieder in der Redaktion und dann haben wir diese kleinen Teeküchengespräche: mal über seine Sendung, mal über meine Sendung. Aber viel häufiger geht es auch einfach um Alltägliches – oder darum, wie man die Spülmaschine richtig einräumt.

Was hat sich mit stern TV für Sie persönlich verändert?

Naja, immerhin schauen regelmäßig zweieinhalb bis drei Millionen Zuschauer stern TV. Und mittlerweile stelle ich fest, dass ich in den deutschen Wohnzimmern angekommen bin. Das bedeutet zwar einerseits, dass ich im Alltag nicht immer privat und allein sein kann, wenn ich unterwegs bin. Andererseits ist gerade das aber ein schöner Beweis dafür, dass wir das Richtige tun. Es wäre viel schlimmer, wenn den Menschen stern TV mit mir egal geworden wäre.

Wie sieht denn der Wochenrhythmus für den stern TV-Moderator aus?

Meine Woche kann man sich wie eine Sinuskurve mit einem Gipfel vorstellen: Sie rollt mit dem Montag langsam an. Am Dienstag und Mittwoch ist der Höhepunkt erreicht. Da gehen die Tage von früh morgens bis in die Nacht. Donnerstags vormittags besprechen wir die Sendung in der Konferenz nach und schauen auf die nächste. Zum Freitag hin kann ich mich dann mit den feststehenden Themen der Folgewoche beschäftigen, kann Bücher lesen oder Filme zu Gästen der Sendung angucken. Und am Wochenende versuche ich mir Zeit für die Familie zu nehmen.

Bisher haben Sie bei jeder stern TV-Livesendung moderiert. Was passiert, wenn der Moderator wirklich einmal am Mittwochabend nicht im Studio erscheinen kann? Wäre stern TV auch schon einmal beinahe ausgefallen?

Meine Tochter hat mir das Vergnügen bereitet, ihre Geburt an einem Mittwochmorgen anzukündigen. Da war tatsächlich zunächst nicht klar, ob ich abends im Studio stehen würde. Sie ist dann aber in Windeseile auf die Welt gekommen. Und so war es mit drei Stunden Schlaf und ordentlich Glückshormonen im Blut möglich, die Sendung doch zu moderieren. Trotzdem haben wir für den Notfall vorgesorgt: Es existiert ein Sendeband mit einer aufgezeichneten Sendung, die dann ausgestrahlt werden könnte. Das werden wir aber hoffentlich nie zur Aufführung bringen.

Marijke Santjer
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.