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Tipps zum Kleiderfasten: So konzentrieren Sie sich bei Ihrem Kleiderschrank aufs Wesentliche

Mittlerweile gibt es verschiedene Ansätze, wie man mit Weniger genauso gut auskommt – und aussieht! Sie möchten auch nicht mehr stundenlang wie Ochs vorm Berge vor Ihrem Kleiderschrank stehen? Dann haben wir hier die verschiedenen Herangehensweisen als Anregung für Ihr "Capsule Wardrobe"-Projekt.

Getty Images

Unter Fans des Gedankens, den Kleiderschrank übersichtlicher zu gestalten und der Fast Fashion abzuschwören, haben sich ein paar Ideen etabliert, mit denen sich gekonnt die eigene Garderobe reduzieren lässt. Die meisten Interessierten probieren das erst einmal als Experiment oder Projekt. Insbesondere BloggerInnen oder YoutuberInnen haben sich mit dem Thema "Capsule Wardrobe" beschäftigt.

Project 333

Die Idee stammt von Courtney Carver, einer amerikanischen Bloggerin, die sich an der "Simpify your life"-Bewegung orientiert. Sie selbst hat das Projekt erstmals im Oktober 2010 unter dem Hashtag #project333 gestartet.

Die Zahl 333 bedeutet, dass man sich 33 Kleidungsstücke aus seinem Kleiderschrank aussucht und sich dann 3 Monate damit einkleidet. Inklusive Schuhe, Jacken und Accessoires wie Taschen, Gürtel, Tücher, Hüte, Sonnenbrille und Schmuck. Nicht zu den 33 Teilen zählen Sachen wie Nacht- und Unterwäsche, Sportzeug, Piercings oder Ehering. Hinter dem Drei-Monats-Prinzip steht die Überlegung, die 33 Teile auch den Jahreszeiten entsprechend anzupassen bzw. auszutauschen. Man kann die reduzierte Auswahl also vierteljährlich neu zusammenstellen. Alles andere wird vorübergehend weggepackt. Mehr zum Projekt 333 im Blog von Courtney Carver

Schritt 1:
Ausmisten des bestehenden Schranks und Stapel bilden: Auf welche Teile können Sie unter keinen Umständen verzichten (kleiner Stapel 1), welche Teile mögen Sie und lassen sich gut kombinieren (mittlerer Stapel 2), auf welche Teile können Sie eigentlich auch gut verzichten (großer Stapel 3)?

Schritt 2:
33 Teile aus dem "Unbedingt-Behalten"-Stapel auswählen. Schuhe nicht vergessen!

Schritt 3:
Key-Pieces aussuchen, also Accessoires, die einen Look variieren und akzentuieren, etwa ein Halstuch, Schal oder Sonnenbrille.

Darf's ein bisschen mehr sein?

33 Teile sind die Zahl, die Courtney Carver für ihr Projekt festgelegt hatte. Viele Blogger und Stylisten, die ihre Garderobe nach der "Capsule Wardrobe"-Methode organisieren, schwören hingegen auf die Zahl 37. Das Prinzip ist aber dasselbe.

Selbstverständlich können Sie sich auch eine eigene Zahl vornehmen. Wichtig ist, dass es nicht zu viele Teile sind, denn sonst erfüllt sich der Zweck ja nicht – und es wird wieder unübersichtlich. Das Zusammenstellen der Looks nimmt dann doch wieder Zeit in Anspruch.

Tipp: Schon bei der Auswahl der Kleidungsstücke sollten Sie die möglichen Kombinationen anziehen und anschauen. Machen Sie ein Foto von jedem Look und kleben Sie sich die Sammlung aller Bilder dann als Inspiration in die Kleiderschranktür. Damit sind Sie zukünftig in Null-Komma-Nichts angezogen. Versprochen!


10 Items: Alles dreht sich um 10 Teile

Wer sich von den geliebten Accessoires und vielen Einzelstücken nicht gleich verabschieden will, für den ist das Projekt 10 Items vielleicht etwas: Dabei werden nur 10 (!) Kleidungsstücke ausgesucht, die die Basis aller Looks bilden. Darauf soll man sich konzentrieren. Also beispielsweise: Jeans, Stoffhose, Kleid, Rock, 2 Blusen, 1 T-Shirt, 1 Langarmshirt, Cardigan und Blazer. Um diese Teile, die sich idealerweise farblich und vom Muster gut kombinieren lassen, dreht sich alles. Sie stellen die Basis dar, die mit Accessoires und gelegentlichen Zusatzteilen, Gürteln und Schuhen immer wieder zu neuen Stylings zusammengestellt werden. Manch einer inkludiert auch Schuhe in die Capsule Wardrobe aus 10 Teilen. Aber warum sollte man jeden Tag dasselbe eine Paar Schuhe tragen müssen, meine Damen?

Wer es noch einfacher mag, probiert mit nur diesen 10 Teilen eine Woche oder einen ganzen Monat zu gestalten. Das wäre doch ein schönes Projekt für eine Woche – nur um zu sehen, ob es geht.

Tipp: Wer in der Suchmaschine oder bei die Begriffe "Capsule Wardrobe", "Project 333" oder "10 Pieces Looks" eingibt, findet schnell reichlich Anregungen, Blogs und Videos. Auch auf Instagram oder bei Pinterest sind Fans der Capsule Wardrobe vertreten und zeigen Ideen.

Das Farb-Konzept

Das Farbkonzept kommt der Ursprungsidee der Capsule Wardrobe wohl am nächsten (s. Kasten). Und es ist für viele sicher der erste einfachere Schritt: Den im Wesentlichen auf zwei bis vier Lieblingsfarben zu reduzieren, zum Beispiel: Blautöne, Weiß und Braun-/Beigetöne. Eben solche, die sich unendlich kombinieren lassen. Insbesondere für Business-Looks ist das Konzept geeignet.

Auch hier kann eine festgelegte Zahl an Kleidungsstücken den Start erleichtern, etwa 4. Bedeutet: Ob Blusen, Hosen, Kleider, Shirts, Pullover oder Jacke – von allen werden vier Teile ausgesucht und zurück in den Schrank gehängt. Der Rest kommt erstmal aus den Augen – aus dem Sinn.

Ergänzt werden die kombinierbaren Basics dann mit einzelnen "Statement"-Teilen, wie farbigen Gürteln, einer besonderen Jacke oder einem farbigen Blazer, einzigartigen Taschen und Schals.

 

Haben Sie mehr Anregungen oder schon Erfahrungen mit einer "Capsule Wardrobe"? Dann schreiben Sie uns an kleiderfasten@sterntv.de


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