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Straffälliger Asylbewerber: Berliner Tiergarten-Mord: Stern TV begleitet Witwer Klaus Rasch zum Prozess gegen Ilyas A.

Am 5. September letzten Jahres wurde die Kunsthistorikerin Susanne Fontaine im Berliner Tiergarten überfallen und getötet. Festgenommen wurde dafür Ilyas A. – ein Mann aus Tschetschenien. Eigentlich hätte er schon längst nicht mehr in Deutschland sein dürfen, er war den Behörden bekannt und sollte abgeschoben werden. Doch das passierte nicht.

Susanne Fontaine wurde im Berliner Tiergarten im September überfallen und erwürgt.

Susanne Fontaine wurde im Berliner Tiergarten im September überfallen und erwürgt.

Klaus Rasch und Susanne Fontaine waren 40 Jahre lang unzertrennlich. Sie haben eine gemeinsame Tochter, reisten um die halbe Welt. Dann wurde ihm seine Frau genommen. Susanne Fontaine wurde am 5. September im Berliner Tiergarten überfallen und getötet. Sie wurde erwürgt. Der mutmaßliche Täter Ilyas A. ist ein Tschetschene, ein Asylbewerber, der nicht mehr in Deutschland hätte sein dürfen. Die Polizei geht davon aus, dass das Motiv Raub war: Der Täter stahl der 60-Jährigen das Handy und ein paar Euro. Ilyas A. wurde aufgrund seiner DNA-Spuren an Susanne Fontaines Leiche festgenommen. Über das Handy konnte er kurze Zeit später in der Nähe von Warschau geortet und anschließend nach Deutschland überführt werden. Hier sitzt er seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn läuft.

"Die Abschiebepraxis funktioniert hier einfach nicht richtig"

Neben der menschlichen Tragödie hat der brutale Mord an Susanne Fontaine auch politische Brisanz, da der Ilyas A. schon mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Allein 2015 sei der Tscheschene innerhalb von zwei Monaten sieben Mal straffällig geworden, sagt Burkard Dregger, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses im Fall Anis Amri. "Darunter wirklich widerwärtige Gewalttaten gegen alte Menschen, gegen alte Frauen, die alleine waren. Er hat sie bestohlen und er hat sie geschlagen."

Am 8. September 2015 verurteilte das Berliner Amtsgericht Ilyas A. zu 18 Monaten Haft, danach sollte er ausgewiesen werden. Als der damals 17-Jährige im Dezember 2016 freikam, passierte trotzdem nichts. Im Aufnahmeland Russland habe es weder Familienangehörige noch eine soziale Institution gegeben, die den Minderjährigen aufnehmen wollten, erklärt Burkard Dregger. "In einem solchen Fall schreibt unser Aufenthaltsrecht zwingend vor, dass eine Abschiebung nicht stattfinden darf."

Ilyas A. wurde laut seiner eigenen Dokumente am 10. August letzten Jahres 18 Jahre alt. Drei Monate vor seinem Geburtstag hätte man ihn bereits in Abschiebehaft nehmen können. Doch das geschah nicht, ebenso wenig danach. Die nötigen Maßnahmen für eine Abschiebung wurden nicht getroffen. Vier Wochen später war Susanne Fontaine tot. "Mit der ganzen Flüchtlingsproblematik, mit der Abschiebepraxis, das funktioniert hier alles nicht richtig", sagt der Witwer Klaus Rasch. "Ich sage ganz deutlich und ganz klar: Meine Frau ist umgekommen, weil es Versäumnisse gegeben hat von Seiten der Innenbehörde, die vermeidbar gewesen wären."

Der Witwer wird die Wahrheit vielleicht nie erfahren

Der Mordfall wirft altbekannte Fragen auf: Wo liegen die Versäumnisse von Politik, Justiz und Polizei im Umgang mit straffällig gewordenen Asylbewerbern? Brauchen wir härtere Gesetze für diese Täter? Seit dem 28. März steht Ilyas A. nun vor dem Berliner Landgericht. Der Angeklagte schweigt, hat bisher nur eine Erklärung durch seine Verteidiger vorlesen lassen: Nachdem er eine Flasche Wodka und zwei Bier getrunken hatte, sei er auf die bereits tote Susanne Fontaine gestoßen. Er behauptet, sie lediglich bestohlen zu haben.

Susanne Fontaines Ehemann tritt im Prozess als Nebenkläger auf; er wolle dem Angeklagten unbedingt in die Augen sehen. "Ich gehe jeden Tag mit den gleichen Erwartungen und den gleichen Hoffnungen in den Gerichtssaal: Ich will die Wahrheit wissen", so der 67-Jährige. Seit dem Tod seiner Frau leidet Klaus Rasch unter Schlafstörungen. Die Wunden verheilen, sagt er, aber die Narben bleiben ein Leben lang. Kein Tag vergehe, an dem er nicht an seine Susa denke.

Das Gericht hat für den Prozess gegen Ilyas A. 11 Verhandlungstage angesetzt. Die stundenlangen Sitzungen muss Klaus Rasch immerhin nicht allein durchstehen, da er jedes Mal von einigen Freunden begleitet wird. Auch sein Anwalt unterstützt ihn. Roland Weber tritt im Prozess als Jurist der Nebenklage auf und ist gleichzeitig Opferbeauftragter des Landes Berlin. Weber kritisiert, dass Angehörige wie Klaus Rasch nicht adäquat betreut werden: "Herr Rasch hat das erlebt, was Tausende von Opfern jedes Jahr erleben. Sie sind letztendlich allein. Sie bekommen ein Informationsblatt und eine dürftige Informationen – und dann sollen sie sehen, wo sie bleiben", so der Jurist.

Klaus Rasch geht mehrmals pro Woche zu der Stelle im Berliner Tiergarten, wo man seine Frau am 8. September gefunden hatte. Er bringt Blumen und neue Fotos von Susanne Fontaine zur Erinnerungsstätte. Das uneinsehbare Gebüsch wurde inzwischen teilweise entfernt. "Als hier noch der ganze Wildwuchs war, sind die Sachen einfach ins Gebüsch getreten worden. Ich fühle mich einfach mies – das ist so eine Missachtung meiner Trauer."

In der bisherigen Gerichtsverhandlung hat Klaus Rasch nichts wirklich Neues erfahren. Es sei ermüdend und desillusionierend, er wolle einfach nur erfahren, was wirklich passiert ist. Doch das ist weiter offen. Ilyas A. schweigt. Ein Urteil gegen den Mann, sofern ihm der Mord nachgewiesen werden kann, wird es frühestens Ende Juni geben.

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