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Blauzahn-Silbermünzen auf Rügen: Hobbysucher-Glück: Wie der 13-jährige Luca den sensationellen Wikingerschatz fand

Als Luca Malaschnitschenko im Januar auf Rügen mit Metalldetektoren nach irgenwelchen Funden suchte, ahnte er nicht, welchen Schatz er entdecken würde. Die vermeintliche "Alumünze", die er aufhob, sollte sich als Teil eines herausragenden Wikingerschatzes entpuppen. Bei stern TV erzählt der 13-Jährige die ganze Geschichte.

Es ist der Traum eines jeden Hobbyschatzsuchers: Luca Malaschnitschenko ist ein echter Sensationsfund geglückt. Schon immer interessierte Luca sich für Archäologie, denn dort, wo er wohnt, ist der Boden voller Geschichte. Auf und um Rügen spielten sich Wikingerschlachten ab, Piratenkämpfe und Schiffsuntergänge. Deshalb ist der Schüler schon seit seinem zehnten Lebensjahr als ehrenamtlicher Helfer für das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege tätig und sucht mit seinem Nachbarn, dem Hobbyarchäologen René Schön und anderen Mitgliedern des Vereins Die Ackerlöper regelmäßig die Insel nach besonderen Funden ab. Doch bisher war nie etwas Spektakuläres dabei, erzählt der 13-Jährige: "Man findet viele Knöpfe. Steinzeug, ganz oft rostige alte Nägel, Alu oder Dosen."

Doch am 28. Januar sollte es ganz anders kommen. Luca war mit René Schön auf dem Kirchacker nahe der Ortschaft Schaprode unterwegs, als sein Metalldetektor wieder einmal anschlug. Zunächst glaubte er, wie meist auf ein dreckiges, wertloses Metallstück gestoßen zu sein. "Dann hatte er das in der Hand und Luca meinte, das ist Aluminium, Müll oder so", so Schön, der archäologiekundige Begleiter des Jungen. Als die beiden das silbrig schimmernde Plättchen genauer betrachteten, stellten sie fest: Es könnte eine Silbermünze sein. "Ich hatte schon eine Fundtüte in der Hand und sagte: 'Fass das mal vorsichtig an und werf‘ das in meine Tüte.' Denn das war definitiv eine ziemlich alte Münze. So was sieht man nicht allzu oft." Dass diese Münze womöglich eine Sensation werden könnte, realisierten sie erst zu Hause, als sie sich in einem Buch nachschauten.

Die beiden verständigten das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege – und die kamen zu dem Ergebnis: Bei Lucas Fund handelt es sich um ein Teil eines Wikingerschatzes, der im Zusammenhang mit dem legendären Dänen-König Harald Blauzahn (910-987) steht. Dort, in Schapode liegt womöglich noch mehr im Boden vergraben. Luca Malaschnitschenko und René Schön brachten mit ihrem Münzfund eine riesige Ausgrabungsaktion in Gang. Die Archäologen gruben den gesamten Hügel um: Im Laufe der Jahre hatten sich auf der Fläche von 400 Quadratmetern mehr als 600 Silbergegenstände verteilt. Es wurden kunstvoll geflochtene Halsreife, Perlen, Fibeln, ein Thorshammer, zerhackter Ringschmuck und bis zu 600 Münzen rund um Lucas Fundort geborgen. Vieles davon aus der Regentschaft des Dänen-Herrschers Harald Blauzahn. Für Experten ist der Schatz von "herausragender Bedeutung", wie es von der Landesarchäologie von Mecklenburg-Vorpommern hieß. Und Luca kann es kaum glauben! Eins steht für ihn jetzt fest: Er und die Ackerläufer werden auf Rügen auf jeden Fall weitersuchen. Wer weiß, wann sein Metalldetektor das nächste Mal anschlägt – und wieder keinen Müll findet.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.