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Blick hinter die Kulissen: Der Mittwoch bei stern TV

Mittwochs herrscht in der Kölner stern TV-Redaktion und im Fernsehstudio in Hürth Hochbetrieb. Wie so ein Sendungstag abläuft, erfahren Sie mit diesem Blick hinter die Kulissen von stern TV.

Mittwochmorgen, kurz nach elf Uhr. In den stern TV-Redaktionsbüros in der Kölner Innenstadt poppt mit lautem Klingeln ein Fenster auf den Monitoren auf. "Guten Morgen, jetzt stern TV-Konferenz", heißt es knapp. Kurz darauf eilen gut 30 Mitarbeiter in den Konferenzraum.

"Schauen wir auf die heutige Sendung", sagt Vincenz Deckert, einer der CvDs, Chef vom Dienst. Er geht mit dem Team den groben Ablauf durch, dann werden die wichtigsten Fragen des Abends geklärt: Welches Thema kommt wann in der Sendung? Welche Gäste werden im Studio sein? Wird es einen Experten-Chat geben, oder eine Internetabstimmung? Auch Moderator Steffen Hallaschka sitzt in der Runde.

Nach einer guten halben Stunde eilen die Redakteure zurück an ihre Arbeitsplätze. Bis zur Sendung um 22:15 Uhr ist noch viel zu tun: Damit alle Beiträge pünktlich fertig werden, müssen sie geschnitten, vertont und schließlich von der Chefredaktion abgenommen werden.

Detailplanung am Mittag

Im Konferenzraum steht währenddessen schon die nächste Besprechung an: Es ist 13:30 Uhr, wenn sich eine kleinere Runde zur Regiekonferenz trifft - Regisseur, Chef vom Dienst, Steffen Hallaschka, Requisite, Produktion und Kollegen der Presseabteilung besprechen den Ablauf der Sendung noch einmal im Detail: Welche Requisiten werden im Studio benötigt? Welche Studiogäste sitzen wo? Aus welcher Perspektive soll was gezeigt werden? Welche Zuschauer-Aktionen müssen aufgelöst werden?

Proben für die Live-Sendung

Während in der Kölner Innenstadt die Beiträge unter Hochdruck fertiggestellt werden, herrscht im Fernsehstudio in Hürth noch entspannte Ruhe. Am späten Nachmittag wird es auch hier geschäftig: Es beginnen die Proben. Gegen 18 Uhr nehmen im stern TV-Studio Tontechniker, Kameraleute und Ausleuchter, Regieassistenten und andere Produktionskollegen auf den Zuschauerrängen Platz. Dennis Fuß, einer der Regisseure, erklärt dem Team den geplanten Ablauf. "Das zweite Studiogespräch führen wir in der Studiomitte mit Schussrichtung Publikum", heißt es dann im TV-Jargon - womit in diesem Fall die Kameraausrichtung gemeint ist. Auch Studiogespräche und -aktionen werden anschließend geprobt: Kameras in Position schieben, Abläufe durchspielen, Beleuchtung einstellen. Auf den roten Sesseln sitzen dabei stellvertretend die Produktionsmitarbeiter.

"Wo ist bitte die Maske?"

Ab 19 Uhr treffen die ersten Studiogäste in Hürth ein. Sie werden von den stern TV-Gästebetreuern in Empfang genommen. Die Betreuer weisen den Gästen den Weg, erklären die Abläufe und helfen, hinter den Kulissen des Studios nicht den Überblick zu verlieren.

Auch der Moderator ist mittlerweile eingetroffen. Nachdem Steffen Hallaschka in der Maske war, geht er auf den Garderobenfluren von Tür zu Tür und unterhält sich mit den Gästen über das bevorstehende Studiogespräch. Seine Moderationskarten hat er bereits nachmittags im Redaktionsbüro geschrieben und weiß genau, was er von seinen Gesprächspartnern erfahren möchte.

Nach und nach treffen kommen die Zuschauer an. Bei Kölsch, Cola und Brezeln dürfen sie sich im Foyer vor dem Studioeingang die Wartezeit verkürzen, bevor sie ab 21:30 Uhr drinnen auf den Tribünen Platz nehmen. Nach einem kurzen Warm-up begrüßt Steffen Hallaschka auch das Publikum persönlich.

Drei, zwei, eins - und ab!

Um kurz nach 22 Uhr steigt auch hinter den Kulissen die Nervosität. Die Studiogäste werden von den Tontechnikern verkabelt und müssen sich bereithalten. "Vorher ist natürlich jeder aufgeregt", sagt Aufnahmeleiterin Vera Wichard, "aber das legt sich wieder." Sie steht schon seit vielen Jahren im eigentlichen Sinn "hinter den Kulissen". Bei jeder Sendung sorgt sie dafür, dass die Experten oder Prominenten zur richtigen Zeit auf den roten Sesseln sitzen. Sie passt auch auf, dass tierische Studiogäste nicht kurz vor ihrem Auftritt ausbüxen. "Jede Woche passiert etwas, das sonst nicht passiert", sagt sie. So ist eine Live-Sendung.

Kurz vor Beginn der Übertragung bringen sich die Kameraleute in Position. In der Regie behält man die Uhr im Blick: "Noch zwei Minuten" verkünden die Lautsprecher. Nach dem Vorspann ist stern TV live bei RTL auf Sendung. Alle Mitarbeiter sind konzentriert und angespannt bei der Sache. In den Regieräumen werden die Kamerabilder ausjustiert, die Filmbeiträge eingespielt und der Ton gemischt.

Während der Studiogespräche und -aktionen gibt der Regieassistent Steffen Hallaschka hin und wieder Zeichen: "Wenn er mit seiner Moderation zum Ende kommen soll, zeige ich mit dem Daumen nach unten, Arme über Kreuz heißt: Wir müssen ganz schnell zum nächsten Thema oder in die Werbung gehen", so Nico Wille. Denn: Um Punkt 0 Uhr muss Schluss sein. Dann wartet das RTL-Nachtjournal bereits. Die eine oder andere Minute kann eine Live-Sendung aber schon mal überziehen. Nicht alles lässt sich auf die Sekunde planen.

Manöverkritik am Donnerstag

Kurz nach Mitternacht hat das stern TV-Team Feierabend. Nur elf Stunden später geht es dann weiter: "Guten Morgen, jetzt stern TV-Konferenz!". Und wieder eilen die Fernsehmacher in den Konferenzraum: Zur Nachbesprechung der Sendung vom Vorabend – und um die Sendung am kommenden Mittwoch vorzuplanen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.