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Die Ludolfs: Eine schrecklich verrückte Familie

Sie haben die "Lizenz zum Sprengen" und können Motoröle am Geschmack erkennen: die Ludolfs. Weil ihr letzter Auftritt bei stern TV so erfolgreich war, sind die Brüder vom Schrottplatz noch einmal ins Studio gekommen. Wieder war es turbulent.

Sie sind die Herrscher des mittlerweile bekanntesten Schrottplatzes Deutschlands: Peter, Uwe, Manni und Günter Ludolf. Seit drei Jahren laufen "Die Ludolfs" als wöchentliche Reality-Soap, inzwischen hat bereits die sechste Staffel begonnen. Durch die TV-Serie über die "4 Brüder auf'm Schrottplatz" erreichten Peter, Uwe, Manni und Günter Kult-Status. In diesem Jahr wurde die Sendung für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Und die Erfolgsgeschichte geht sogar noch weiter: Momentan flimmern die vier "Schrottbrüder" über die Kinoleiwand.

Seit dem 9. April läuft ihr Film "Dankeschön für Italien" in vielen deutschen Kinos: Darin dreht sich alles um eine Reise der vier Brüder nach Italien. Eine Italienreise - das war immer der Traum ihrer 2005 verstorbenen Mutter. Nun haben die Brüder ihn sich und ihr erfüllt - begleitet von einer Kamera: Mit einem Opel Record B aus den sechziger Jahren und einem Wohnwagen haben sie den Brenner passiert, dann ging es über Jesolo an der Adria nach Venedig. Günter Ludolf hat für diese achttägige Reise seine Heimat Dernbach zum ersten Mal nach 20 Jahren verlassen.

Fans blockierten die Autobahn

Auf ihrem Hof in Dernbach im Westerwald verwerten die Ludolfs Autos und lagern dort rund viereinhalb Millionen Schrottteile. Inzwischen pilgern täglich bis zu 70 Fans und Kunden dorthin, um nach Autoteilen zu fragen - oder einem der Ludolf-Brüder einfach mal die Hand zu schütteln.

2007 veranstalteten die Ludolfs auf ihrem Schrottplatz sgar einen Tag der offenen Tür: 17.000 Besucher kamen damals vorbei - die Autobahn A3 musste wegen des Rückstaus sogar gesperrt werden. Und mittlerweile klingelt etwa 700 Mal am Tag das Telefon.

Doch die vier Brüder nehmen all das gelassen: Ihre Fans sind ihre Freunde.

"Motoröl ist gut für die Hautpflege"

Dass Uwe, Peter, Günter und Manni die Herrscher des Schrottplatzes sind, haben sie vergangene Woche bei Günther Jauch bewiesen: Sie konnten zum Teil winzige alte Autoteile, die zum Test im Studio lagerten, erkennen - und sagen, von welchem Fahrzeug-Modell sie stammen.

Doch die Ludolfs können noch weit mehr, wie sie dem stern TV-Publikum auch diese Woche zeigen werden: Manni, der jüngste Ludolf-Bruder, hat die "Lizenz zum Sprengen". Da Airbags von Schrottautos nicht weiter verkauft werden dürfen, müssen sie vernichtet werden. Mit Hilfe einer Autobatterie hat Manni eine Konstruktion gebastelt, mit der er die Airbags in die Luft sprengt.

Uwe, der Älteste, liebt dagegen Öl: Egal ob gebraucht oder ungebraucht und egal ob Motoröl, Getriebeöl, Automatiköl, oder Dieselöl - er erkennt sie am Geschmack. Er ist sogar in der Lage, einen Motorschaden oder einen nötigen Ölwechsel zu "erschmecken". Bei jedem Ablassen von Altöl aus den Schrottautos probiert Uwe ein bisschen.

Außerdem behauptet der älteste Ludolf-Bruder, dass Motoröl wie Salatöl schmeckt und wunderbar zur Hautpflege geeignet ist. Er cremt sich die Hände damit ein und schmiert es sogar auf Wunden. Nein, keine Sorge, Uwe hat davon noch keine Blutvergiftung bekommen…