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Experten entkräften Werbeversprechen: Die Superfood-Lüge: Darum können Sie in Zukunft auf die teuren Exoten verzichten

Chia-Samen, Acai- oder Goji-Beeren, Spirulina und Kokosöl - sie alle sollen von Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien nur so strotzen und unsere Gesundheit pushen. Doch so "super" sind Superfoods gar nicht. stern TV klärt auf. 

Kokos, Avokado, Goji-Beeren und Chia-Samen: Superfood ist "in aller Munde". Was bringt es wirklich?

Kokos, Avokado, Goji-Beeren und Chia-Samen: Superfood ist "in aller Munde". Was bringt es wirklich?

Wer diese Themenankündigung angeklickt hat, interessiert sich offensichtlich für das Thema Ernährung. Für Sie haben wir eine wichtige Information vorweg: Gerade Sie brauchen keine Superfoods! Überhaupt werden Chia-Samen, Goji-Beeren, Matcha und andere exotische Zutaten völlig überschätzt, sagt die Präventionsmedizinerin Prof. Karin Michels. Insbesondere Kokosöl, das derzeit als multitalentiert angepriesen wird, sei "das reine Gift". Das Video von dem Vortrag, den Michels an der Universität Freiburg über die Superfood-Mythen hielt, wurde schon über eine Million Mal angeklickt. Auch andere Ernährungswissenschaftler bestätigen, dass die Superfoods vor allem eines sind: teuer. Und so "super", wie vom Handel gerne behauptet, sind die exotischen Früchte, Beeren und Samen gar nicht. "An Menschen lässt sich kaum nachweisen, dass die Superfoods ihre Versprechen auch halten", sagt die Oecotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein. 

Zwar könne sie nicht bezweifeln, dass einige der exotischen Pflanzen viele der genannten wertvollen Nährstoffe enthalten. Doch fast zu jedem exotischen Superfood gebe es eine heimische Alternative, die meist preiswerter sei und auch besser schmecke. Und: "Die meisten Superfoods haben eine schlechte Ökobilanz", so Bäuerlein. Die Produkte müssten aus weit entfernten Regionen eingeflogen werden und seien noch dazu vielfach mit Pestiziden belastet. Außerdem hat die steigende Nachfrage immer auch einen Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft in den Anbauländern.

Ist das mit den Superfoods also schlicht eine Lüge? Was ist dran an der Wirkung der Beeren, Samen und Extrakte? Welche lohnen sich, von welchen ist abzuraten und welche Alternativen erfüllen denselben Zweck?

Versprechen, Kritik, Alternativen: Das bringen die Superfoods wirklich
Chiasamen  Preis: 6 bis 8 Euro pro Kilogramm  Versprechen: Chiasamen sollen wahre Gesundmacher sein und wertvolle Inhaltsstoffe liefern, darunter Antioxidantien und Mineralstoffe wie Kalium. Außerdem sollen sie beim Abnehmen helfen.  Das sagen die Ernährungsexperten: Die Inhaltsstoffe der Chiasamen sind tatsächlich sehr gesund, etwa Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Der Kaliumgehalt ist etwa doppelt so hoch wie bei Bananen. Doch: Von den Samen verwendet man nur wenige Teelöffel, eine Banane liefert vergleichbar viel. Wie die mittelamerikanischen Samen schlank machen sollen, ist unklar. Der Boom um Samen führt in den Anbaugebieten zu Wassermangel, weil eine künstliche Bewässerung nötig ist. Außerdem verwenden Bauern auch hier oft Pestizide.  Alternativen: Kann von Inhaltsstoffen und Wirkung 1:1 durch Leinsamen ersetzt werden, am besten geschrotet. Auch Brennnesselsamen sind eine gute Alternative. Einen hohen Kaliumgehalt haben neben Bananen auch Himbeeren, Johannisbeeren, Blumenkohl und Brokkoli, Pilze oder Wildkräuter.

Chiasamen
Preis:
 6 bis 8 Euro pro Kilogramm

Versprechen: Chiasamen sollen wahre Gesundmacher sein und wertvolle Inhaltsstoffe liefern, darunter Antioxidantien und Mineralstoffe wie Kalium. Außerdem sollen sie beim Abnehmen helfen.

Das sagen die Ernährungsexperten: Die Inhaltsstoffe der Chiasamen sind tatsächlich sehr gesund, etwa Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Der Kaliumgehalt ist etwa doppelt so hoch wie bei Bananen. Doch: Von den Samen verwendet man nur wenige Teelöffel, eine Banane liefert vergleichbar viel. Wie die mittelamerikanischen Samen schlank machen sollen, ist unklar. Der Boom um Samen führt in den Anbaugebieten zu Wassermangel, weil eine künstliche Bewässerung nötig ist. Außerdem verwenden Bauern auch hier oft Pestizide.

Alternativen: Kann von Inhaltsstoffen und Wirkung 1:1 durch Leinsamen ersetzt werden, am besten geschrotet. Auch Brennnesselsamen sind eine gute Alternative. Einen hohen Kaliumgehalt haben neben Bananen auch Himbeeren, Johannisbeeren, Blumenkohl und Brokkoli, Pilze oder Wildkräuter.


Niemand in Deutschland braucht Superfoods

Die exotischen Früchte, Samen und Pulver ergänzen also allenfalls die ohnehin schon breit gefächerte Auswahl an Produkten hierzulande. Ihr Nährstoffgehalt in allen Ehren. In Deutschland jedoch, so Brigitte Bäuerlein, brauche niemand einen Mangel an irgendeinem Vitamin, Nähr- oder Mineralstoff befürchten. "Man muss sich schon extrem einseitig und falsch ernähren, um Mangelerscheinungen zu haben." Einzige Ausnahme: Vitamin D. Etwa die Hälfte der Deutschen ist – vor allem in den dunklen Monaten – mit Vitamin D unterversorgt. Das in unserem Körper durch Sonnenlicht gebildete essenzielle Vitamin ist in kaum einem Lebensmittel enthalten, weshalb Menschen, die sich viel drinnen aufhalten oder sich konsequent vor UV-Strahlen schützen, oft an Vitamin D-Mangel leiden. "Bei Vitamin D kann es als einziges sinnvoll sein, Zusatzpräparate zu sich zu nehmen", sagt Brigitte Bäuerlein.

Fazit: Wer mag, kann viel Geld in die so genannten Superfoods investieren. Der Körper nimmt trotzdem nur das auf, was er über die normale Ernährung hinaus noch braucht. Den Rest scheidet er einfach wieder aus…

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.