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Elektroden im Kopf: Wie ein Hirnschrittmacher depressiven Menschen wieder Hoffnung macht

Thomas Peters litt jahrelang unter schweren Depressionen, kein Arzt konnte ihm helfen: von Antidepressiva bis Elektroschocktherapie ließ er nichts unversucht, um sein Leben in den Griff zu bekommen. Dann hörte er von einer klinischen Studie, die elektronische Hirnschrittmacher in der Behandlung von Depressionen testete.

Thomas Peters zählte zu den ersten Empfängern eines so genannten "Hirnschrittmachers" gegen schwere Depressionen.

Thomas Peters zählte zu den ersten Empfängern eines so genannten "Hirnschrittmachers" gegen schwere Depressionen.

Die tiefe Hirnstimulation ist ein neuartiger Ansatz, um schwere, therapieresistente Depressionen zu lindern. Thilo Blind ist ein solcher Patient - und der so genannte Hirnschrittmacher für ihn vielleicht die letzte Chance, doch noch ein normales Leben führen zu können. Der 36-Jährige leidet seit neun Jahren unter schweren Depressionen, doch keine der bisherigen Therapien konnte ihm dauerhaft helfen. Wenn er morgens aufwache, beginne für ihn eine schreckliche Tortur, sagt er: "In dem Moment, in dem ich die Augen aufmache, ist dieses Sich-mies-fühlen sofort da, ich bin so niedergedrückt. Früher habe ich mich auf den Tag gefreut, jetzt denke ich nur noch, wie ich den Tag bloß überstehe."

Als junger Mann war Thilo Blind lebensfroh und immer unterwegs. Nach dem Abitur machte er Zivildienst und studierte anschließend mit einer Bestnote Biologie. Doch schon zum Ende des Studiums bemerkte er, dass mit ihm etwas nicht stimmte: Es wurde ihm alles schnell zu anstrengend, Treffen mit seinen Freunden sagte er immer wieder ab. Mit 27 Jahren ging Thilo Blind das erste Mal in eine Klinik, wo man ihm verschiedene Medikamente gegen die Depression gab. Er erhielt Psychotherapie und eine Elektrokrampftherapie – nichts half ihm aus seiner düsteren Welt heraus. "Ich wusste nicht mehr weiter. Ich war zu nichts in der Lage", erzählt Thilo Blind. "Die hatten mich aufgegeben, wollten mich ins betreute Wohnen abschieben."

Elektrische Impulse sollen Freudeempfinden wiedererwecken

Thilo Blind hatte so wenige Hoffnung auf Besserung, dass er sich das Leben nehmen wollte. Er unternahm mit Hilfe seiner Familie noch einen letzten Klinikwechsel, wo die Ärzte endlich die Medikamentenkombination fanden, die ihn aus der Depression herausholten. 2010 konnte er entlassen werden. Thilo Blind stürzte sich zurück ins Leben und machte eine Lehre als Krankenpfleger. Weil es ihm gut ging, reduzierte seine Ärztin die Medikamentendosis – mit fatalen Folgen: Die Depression kam zurück und ging bis heute nicht mehr weg.

Dann wurde er auf einen Zeitungsartikel aufmerksam, der eine Studie zu einer neuartigen Operationsmethode bei Depressionen beschrieb: Forscher der Universitätskliniken Bonn und Freiburg erforschen derzeit eine Operation am Gehirn erforschten, die schwer Depressiven helfen soll: Dabei sollen implantierte Elektroden in denjenigen Hirnregionen Impulse auslösen, die für die Wahrnehmung von Freude verantwortlich sind. Der Impulsgeber ähnelt einem Herzschrittmacher und wird unter der Haut eingesetzt. Derartige Schrittmacher-Operationen waren bereits an Parkinson-Patienten erprobt worden, erklärt der Neurochirurg Volker Coehnen, der die Studien zum Hirnschrittmacher begleitet: "Es ist ein relativ sicheres Verfahren, das schon an mehr als 70.000 Patienten mit Bewegungsstörungen und anderen Zielpunkten erprobt wurde. Sonst könnte man so ein Verfahren gar nicht anbieten."

"Ich merkte, dass ich wieder von Herzen lachen kann"

In den ersten beiden Vorstudien führte die Behandlung bereits zu Erfolgen: Bei 70 bis 80 Prozent der Patienten zeige die Methode deutliche Verbesserungen, so Dr. Bettina Bewernick, die als Psychologin die Studie in Bonn leitet. Einige Patienten sollen sogar beschwerdefrei sein. Als absoluten Glückspilz bezeichnet sich  Thomas Peters inzwischen selbst, denn er können endlich wieder Glück und Freude empfinden: Peters war einer der ersten Probanden für den "Hirnschrittmacher". stern TV begleitete ihn 2011 zur Operation. Der schwer depressive 42-Jährige galt damals ebenfalls als austherapiert, für ihn gab es kaum noch Hoffnung. Als acht freiwilligen Patienten die Elektroden implantiert werden sollten, war Thomas Peters dabei. Er war der Dritte. Die Operation dauerte mehrere Stunden, während derer der Patient größtenteils bei Bewusstsein war. Durch den Schrittmacher sollte Peters' mediales Vorderhirn-Bündel mit Stromstößen stimuliert werden. "Wir gehen davon aus, dass es ein Netzwerk gibt, das bei Depressiven gestört ist. Wir versuchen, dessen Aktivität zu beeinflussen, da die Stimulation an diesem Ort alle anderen mit beeinflusst", erklärt Bettina Bewernick. "Damit können wir das gesamte System verändern."

Thomas Peters' Leben ist seit zwei Jahren fast wieder wie vor seiner Depression. "Als ich merkte, es geht mir so gut, dass ich wieder von Herzen her lachen kann – das war einfach nur 'Yeah'!", so Peters jetzt. Der Hirnschrittmacher soll die Symptome der Depression wie Antriebs- und Freudlosigkeit beseitigen, heilen jedoch kann die Methode nicht. Thomas Peters bekommt zusätzlich weiterhin Antidepressiva verordnet. Und er kann nicht mehr arbeiten. Als Folge der intensiven  Elektroschocktherapien, hat er große Teile seines Gedächtnisses eingebüßt und kann sich kaum noch konzentrieren. Dennoch kann er nach sechs freudlosen und harten Jahren heute wieder ein weitgehend normales Leben führen.

Auch Thilo Blinds Hoffnungen ruhen jetzt auf der Teilnahme an der Behandlungsstudie, die nach zwei Vorstudien nun mit nochmals 50 Patienten durchgeführt werden soll, um die Wirksamkeit der Methode wissenschaftlich zu untermauern. Blind soll den Schrittmacher im Herbst eingesetzt bekommen. "Das wird die entscheidende Weichenstellung in meinem Leben", sagt er. "Entweder kann ich wieder leben – oder es bleibt so." 



Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.