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Sternenkinder: Wenn Babys im Mutterleib sterben

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 2000 Kinder tot geboren. Betroffene Eltern finden jedoch kaum Hilfe. Tanja K. ließ sich bis zu ihrer traurigen Entbindung begleiten, um über das Tabuthema aufzuklären.

Tanja K. trug ihr nicht lebensfähiges Kind aus und dokumentierte ihre Schwangerschaft, um auf das Tabuthema aufmerksam zu machen.

Tanja K. trug ihr nicht lebensfähiges Kind aus und dokumentierte ihre Schwangerschaft, um auf das Tabuthema aufmerksam zu machen.

Mein Kleiner ist schwer krank und wird nach der Geburt aufgrund einer Hirnfehlbildung sterben. Deswegen möchte ich mich zur Verfügung stellen und meine Geschichte erzählen, um der Gesellschaft die Augen zu öffnen. Als sich Tanja K. mit diesen Worten an die stern TV-Redaktion wandte, war sie im siebten Monat schwanger. Jedes Jahr kommen in Deutschland mehr als 2000 Kinder tot zur Welt. Doch Fehl- und Totgeburten umhüllt ein mysteriöses Schweigen, kaum jemand redet über die so genannten "Sternenkinder". Die betroffenen Eltern haben es dadurch doppelt schwer, mit dem Schicksal fertig zu werden. Tanja K. möchte das Schweigen brechen und ließ sich deswegen bis zu ihrer traurigen Geburt von stern TV begleiten. Als die Dreharbeiten begannen, war sie bereits in der 28 Schwangerschaftswoche.

Diagnose im fünften Monat zerstörte die Freude

Als die 23-Jährige und ihr Freud Patrick von der Schwangerschaft erfuhren, hatten sich beide riesig auf das Baby gefreut und gleich angefangen, sich auf ihren Nachwuchs vorzubereiten: Sie zogen in eine größere Wohnung und suchten nach einem Namen. Ihr Junge sollte Pascal heißen. Die Bindung zu dem Ungeborenen war schon früh sehr eng: "Wir haben die Kindsbewegungen eigentlich ziemlich früh gespürt, dadurch dass wir jeden Abend eine Spieluhr auf den Bauch gelegt haben. Immer kurz bevor wir die Spieluhr aufgezogen haben, hat es im Bauch leicht gezuckt. Und nach der Zeit weiß man einfach, dass es das Kind ist. Und das Gefühl ist unbeschreiblich, ein wunderschönes Gefühl. Er hat nach dem zweiten, dritten Tag mit der Spieluhr gestrampelt."

Im fünften Monat bekam das Paar dann die unfassbare Nachricht: Die Ärzte teilten den beiden mit, dass ihr Kind schwer krank ist und nicht lebensfähig sein würde. "Sie haben uns auch gesagt, dass er wahrscheinlich nicht einmal die Geburt überleben wird. Es war schrecklich. Wie eine Seifenblase, die zerplatzt. Es zerbricht auf einmal die Welt", erzählt Tanja K. Pascal litt an einer Holoprosencephalie, einer Entwicklungsstörung des Gehirns – und eine der häufigsten Hirnerkrankungen bei Ungeborenen. "Bei der Holoprosencephalie sind große Areale des Gehirns nicht ausgebildet und die Hirnhälften nicht miteinander verbunden", erklärt Prof. Kainer vom Klinikum Hallerwiese in Nürnberg.

Die schwerste Entscheidung des Lebens

Der Frauenarzt von Tanja K. glaubte, dass der Junge höchstwahrscheinlich im Mutterleib oder bei der Geburt sterben wird und riet zu einer Abtreibung. "Aber für mich hat sich das angefühlt, als wenn mir jemand den Hals zudrückt und ich habe gesagt: Ich kann das nicht und ich will ihn nicht hergeben und ich will mich nicht trennen", erzählt die 23-Jährige. Weitere Untersuchungen ergaben, dass ihr Junge tatsächlich schwerst behindert zur Welt kommen würde, mit gravierenden Hirnschäden – von Geburt an ans Bett gefesselt, stets von Geräten abhängig und von Krampfanfällen gequält. Tanja K. musste die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Die Ärzte wollten das Kind so früh wie möglich aus ihrem Bauch holen. "Sie haben mehr oder weniger dazu gedrängt. Weil, je größer das Kind ist, umso schlimmer ist es auch für den Arzt, die Hebamme und auch für uns." Tanja K. und ihr Partner wollten nie über das Leben ihres Kindes entscheiden müssen: "Diese Entscheidung war sehr schwer für mich und meinen Freund. Es war ganz schlimm, wir wollten diesen Weg nie gehen… Aber jetzt, wo es doch schlimmer ist, haben wir uns dann entschieden, ihn gehen zu lassen."

Im Zusammenhang mit dem Schwangerschaftsabbruch stießen sie im Internet auf andere Sternenkindereltern, die ihr Schicksal teilen. Allein bei Facebook gibt es mehr als 90 Sternenkinder-Gruppen. Das junge Paar erhielt dort Zuspruch und Tipps, wie sie die verbleibende Zeit mit ihrem Kind bewusst verbringen können. Eine Fotografin aus jener Sternengruppe bot ihnen sogar ein kostenloses Babybauch-Shooting an. Patrick erzählt bei den Aufnahmen: "Die Bilder helfen uns auf jeden Fall. Wir möchten ja nichts verschweigen oder wegschauen. das bringt ihr nichts und mir nichts. Der Kleine ist bei uns und er gehört einfach mit dazu."

"Man wusste nicht: Soll man sich freuen oder soll man weinen?"

Wenig später sollte Tanja K. ihr Kind zur Welt bringen. Sie packte Anziehsachen ein, die sie von anderen Sternenkind-Müttern bekam: selbstgenähte Kleidung, gebastelter Schmuck, Kerzen. Ein Teil dieser Dinge sollte mit in den kleinen Sarg, der andere Teil verbleibt bei den Eltern – zur Erinnerung. In der Klinik erhielt der ungeborene Junge dann eine tödliche Injektion. Das Herz von Pascal hörte auf zu schlagen, die Mutter musste ihr Kind nach 12 Stunden Wehen tot gebären. "Dann haben wir ihn das erste Mal im Arm gehabt. Man wusste nicht: Soll man sich freuen oder soll man weinen? Aber man hat sich dann schon gefreut, ihn endlich zu sehen. Und dann habe ich den Kleinen Patrick gegeben." Auch der Vater ist froh, diesen Moment erlebt zu haben: "Du siehst den Kleinen halt und es ist dein kleiner Junge. Und drückst ihn und busselst ihn ganz normal ab, als ob er leben würde."

Hebamme Christine Maek hat schon mehrmals tote Kinder auf die Welt geholt. Aus ihrer Sicht ist gerade die natürliche Entbindung gut für die Frauen. "Weil es das letzte ist, was sie noch tun können für ihr Kind. Dabei werden auch Glückshormone ausgeschüttet und sie sagen sich: Ich habe es geschafft, ich habe mein Kind geboren. Das ist ganz wichtig", erklärt die Hebamme. Auch gibt es spezielle Rückbildungskurse für Frauen, die ihr Baby verloren haben. Währenddessen können die Mütter auch über das Erlebte reden. "Sie können nicht in den normalen Rückbildungskurs gehen, wo alle ihre Babys mitbringen oder über ihre Kinder reden", so Christine Maek. "Aber trotzdem haben sie ja ein Kind geboren und waren schwanger und sind eventuell im Mutterschutz." In diesem Rückbildungskurs können die Mütter offen sein, ohne Angst vor Unverständnis oder Abwertung.

Ein Ort zum Trauern

Tanja K. und ihr Partner Patrick haben von Pascal Abschied genommen. Sie ließen sich Zeit mit ihm, zogen ihn an, eine Fotografin der Sternenkinder-Gruppe machte letzte Bilder von ihnen mit ihrem Kind. Doch nach 24 Stunden galt es, Pascal abzugeben. "Dann bricht Panik in dir aus", erzählt Patrick. "Du willst es nicht wahrhaben 'Oh Gott, noch zwei Stunden!' und dann rennt dir die Zeit irgendwie davon..."

Pascal wurde beerdigt, auf dem Friedhof hat er sein eigenes Grab. Tanja und Patrick besuchen es so oft wie möglich und bringen immer etwas mit. "Für uns ist das sehr wichtig. Wir wissen: Hier hat er seinen Platz. Wir können ihm auf dem Friedhof sehr nahe sein, wir können mit ihm reden. Und wir zünden eine Kerze an."

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg