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Labortest vergleicht Schutz fürs Smartphone: Spray, Folie, Panzerglas: Welcher Displayschutz fürs Handy ist der zuverlässigste?

Einen zusätzlichen Schutz für das empfindliche und teure Smartphonedisplay empfehlen alle Experten. Entsprechend groß ist das Angebot mittlerweile. stern TV hatte den ultimativen Schutz aus der "Höhle der Löwen" bereits auf den Prüfstand gestellt. Aber welcher Schutz ist denn nun der beste? Ein Labortest hat es gezeigt.

Flüssiger Displayschutz gegen Folien: Was ist zuverlässiger?

Flüssiger Displayschutz gegen Folien: Was ist zuverlässiger?

Dank ihnen sollen Kratzer, Risse und Brüche beim Handy-Display der Vergangenheit angehören: Aber können die Produkte auf dem Markt dieses Versprechen wirklich halten? Nachdem stern TV über den flüssigen Displayschutz namens "ProtectPax" berichtet hatte, meldete sich unter anderem Anastasia Engel bei der Redaktion, die ebendiesen auf ihrem Smartphone ausprobiert hatte: "Bei ProtectPax dachte ich, dass ich den einmal auftrage und dann ist auch ein ganzes Jahr Sicherheit gewährleistet", so die zweifache Mutter. Als sie jedoch zwei Wochen später ihre Kinder ins Auto setzte, sei ihr Handy herunter gefallen und dabei ein Riss auf dem Display entstanden. Sie sei enttäuscht, sagt Anastasia Engel: "Es wäre schön, wenn es dazu Tests gäbe und das im Fernsehen gezeigt wird, damit die Leute einfach wissen, was man kaufen sollte oder was für einen selbst das Beste ist."

Und genau das macht stern TV: Das Kunststoffinstitut in Lüdenscheid hat in unserem Auftrag zehn Schutzprodukte verschiedener Preiskategorien getestet – von unter einem Euro bis 29,99 Euro. Es wurde zehntausendfach gerieben, es wurde gekratzt, zudem zerlegten die Wissenschaftler jedes Testprodukt in seine Moleküle. Zum Schluss wurde mit jedem noch der Extremtest gemacht: Im so genannten Kugeltest sollte sich zeigen, welcher Displayschutz einem Sturz beispielsweise auf einen Stein standhält. Im Test: Fünf verschiedene Schutzfolien und -gläser und fünf flüssige Displayschutzpräparate.

Vom Kunststofflabor Lüdenscheid bewertet: Das sind die Testergebnisse der Displayschutz-Produkte
PLATZ 10  Tempered Glass (Russee)  Typ:          Panzerglasfolie  Preis:        0,75 Euro     Ergebnis: Anhand einfacher Biegeversuche war erkennbar, dass es sich entgegen der Beschreibung auf der Verpackung nicht um eine Panzerglasfolie, sondern um eine einfache Schutzfolie handelt. Für den Preis darf man aber auch nicht viel erwarten: in puncto Sturzschutz (Kugelfalltest) versagte die Folie und auch Kratzern hält sie kaum stand.

PLATZ 10
Tempered Glass (Russee)

Typ:          Panzerglasfolie

Preis:        0,75 Euro

 

Ergebnis: Anhand einfacher Biegeversuche war erkennbar, dass es sich entgegen der Beschreibung auf der Verpackung nicht um eine Panzerglasfolie, sondern um eine einfache Schutzfolie handelt. Für den Preis darf man aber auch nicht viel erwarten: in puncto Sturzschutz (Kugelfalltest) versagte die Folie und auch Kratzern hält sie kaum stand.


Zwei Produkte nahezu identisch – nur nicht im Preis

Die Flüssigkeiten werben mit ihrer einzigartigen Nano-Technologie, bei der allgemein auch häufig von Titanoxid gesprochen wird. Die chemische Analyse brachte jedoch eine Überraschung: "Bei allen fünf Produkten, die wir getestet haben, war Siliciumoxid der Hauptwirkstoff", so Versuchsleiter Martin Doedt. "Hinweise auf Titandioxid haben wir bei keiner Probe gefunden." Bei Siliciumoxid handelt es sich quasi um flüssiges Glas, das sich in die winzigen Unebenheiten der Displayoberfläche setzt und sie so widerstandsfähiger machen soll. Das Forscherteam fand in den Produkten davon aber nur wenig, im Produkt "ExPower" sogar nur 0,01 Prozent. Bei zwei weiteren Flüssigkeiten sei zudem aufgefallen, dass "zwischen ProtectPax und dem Nano-Hightech keine signifikanten Unterschiede in der Zusammensetzung zu finden sind. Sowohl die Wirkstoffe, als auch die Flüssigkeiten sind nahezu identisch", sagt Martin Doedt. Dabei ist ProtectPax fünf Euro teurer, als das Konkurrenzprodukt.

Abriebtest stellt Displayschutz auf Alltagsprobe

Jeden Tag wandert das Smartphone mal in die Hosentasche und wieder heraus, dann in die Jackentasche oder aufs Sofa. Bei 30 derartigen Handgriffen bekommt das Display jährlich fast 11.000 Mal eine "Abreibung". Im Labor wurde das anhand einer mechanischen Filzreibung simuliert – bis zu 30.000 Mal je Probe. Sowohl die Folien, als auch der Flüssigschutz nutzten sich extrem langsam ab. "Das heißt, dass sie sehr lange halten", so der Experte. In diesem Punkt standen sich die Produkte also kaum etwas nach.

Panzergläser extrem robust

Das Schlüssel-plus-Handy-in-der-Tasche-Problem testeten die Wissenschaftler im Labor mit einer Metallspitze. das Ergebnis: "Man sieht, dass die reinen Kunststofffolien wesentlich schlechter abschneiden, sie zerkratzen relativ leicht", so der Versuchsleiter. "Mit deutlichem Abstand besser sind die flüssigen Displayschutze. Und am besten sind die Panzerglasfolien, die haben wir in diesem Test gar nicht wirklich kaputt bekommen." Einen derart guten Schutz bieten die Flüssigkeiten somit nicht. Doch überzeugen die Panzergläser auch im Stoßtest mit den 500-Gramm-Stahlkugeln? "Dabei lassen wir eine Kugel aus unterschiedlichen Höhen auf die Oberfläche fallen. Das entspricht genau der Situation, als wenn man das Handy auf einen Stein fallen lassen würde." Auch dabei versagte ExPower als erstes – für 9,99 Euro ein ernüchternder Schutz. Gut schnitten hingegen die echten Panzergläser ab, die erst ab einer Fallhöhe von 25 Zentimetern barsten. Eine Überraschung war aber die einfache Schutzfolie von Yootech, die bis 35 Zentimeter durchhielt. Am Ende holte das Panzerglas von Duott den Gesamtsieg: Gut beim Kugelfalltest, sehr gut beim Kratztest und etwas preiswerter als das das Konkurrenzprodukt im Test. Wer aber vor allem auf Bruchsicherheit Wert legt, der fährt mit der Yootech-Folie wohl besser.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.