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Alicia kämpft gegen die Drogensucht: Wie der Berliner Verein "Freestyle" Jugendliche aus der Perspektivlosigkeit holt

Michelle und Alicia sind Zwillinge. Die jungen Frauen sind früh auf die schiefe Bahn geraten und danach durch alle gesellschaftlichen Hilfesysteme gefallen. Eine Perspektive haben sie durch den Berliner Verein "Freestyle", der sich solchen Härtefällen annimmt. stern TV hat den Weg von Michelle und Alicia dokumentiert.

Michelle wird – wie ihre Zwillingsschwester Alicia – von der Berliner Organisation "Freestyle" betreut.

Michelle wird – wie ihre Zwillingsschwester Alicia – von der Berliner Organisation "Freestyle" betreut.

Alicia ist eine der Jugendlichen, die von der Berliner Organisation "Freestyle" betreut werden. Auch sie ist ein sogenannter "Systemsprenger" – während Kindheit und Jugend durch alle Netze der Gesellschaft und alle Hilfsinstanzen gefallen. Alicia ist mit ihren 20 Jahren schwer drogenabhängig, hat Schulden und kam bereits mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt. Jetzt bekommt sie ihre vielleicht letzte Chance. Bei "Freestyle" kümmert sich ein Team von 35 Sozialarbeitern um insgesamt 97 junge Menschen wie Alicia und auch ihre Zwillingsschwester Michelle. "Sie sind gescheitert in ihrem Leben. Gescheitert an Jugendhilfeeinrichtungen, gescheitert an familiären Situationen. Wir wollen Menschen für sie sein, die ihnen zuhören, die für sie da sind", sagt der pädagogische Leiter Benjamin Zwick. Statt auf Kontrolle und Strafen setzen die Pädagogen auf Respekt und Vertrauen. Die Jugendlichen bekommen eine eigene Wohnung und werden bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Alicia allerdings zählt zu den besonders schwierigen Klienten. Werden die Hilfen bei ihr überhaupt greifen?

Vor wenigen Tagen wurde der Freestyle-Leiter Benjamin Zwick zum Krankenhaus in Berlin-Kaulsdorf gerufen. Alicia wurde in die Notaufnahme gebracht. Die 20-Jährige war im Drogenrausch ausgeflippt und hatte nach einer nicht bezahlten Taxifahrt einen Polizisten verletzt. Danach bekam sie noch Wahnvorstellungen. Nach zwei Stunden kann Alicia die Notaufnahme verlassen und wird von Benjamin Zwick und ihrer Zwillingsschwester Michelle in Empfang genommen, die sich um Alicia sorgt und sich in der Nacht um das Mädchen kümmern soll.

Die beiden Schwestern haben eine Odyssee durch verschiedene Heime hinter sich und landeten schließlich beide auf der Straße. Sie haben die Schule abgebrochen, begingen Straftaten. Um Michelle kümmert sich Sozialarbeiterin Mareile Berger, die sie mehrmals in der Woche bei ihr in der Wohnung nach dem Rechten schaut und ihr helfen soll, ihr Leben in den Griff zu bekommen. "Wenn man sich Michelles bisherigen Lebensverlauf so anschaut ist ja völlig klar, dass das nicht alles funktioniert wie bei normalen 20-Jährigen. Ohne uns würde es kein Strom in der Wohnung geben, wenn es überhaupt eine Wohnung gäbe. Handyrechnungen werden nicht bezahlt und der Schuldenberg würde wahrscheinlich ins Unermessliche steigen", sagt die Sozialarbeiterin.

Mareile Berger ist auch für Schwester Alicia zuständig. Die junge Frau ist durch das Leben in Heimen und auf der Straße ziemlich hart und gefühlskalt geworden. Durch das Gassi-Gehen mit Chihuahua Leo, dem Hund einer Freestyle-Kollegin, soll die 20-Jährige lernen, sich um ein schutzbedürftiges Wesen Verantwortung zu übernehmen. Doch Alicia wird regelmäßig noch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. So landete erneut ein Schreiben eines Inkasso-Unternehmens in ihrem Briefkasten: Alicia soll endliche ihre Schulden von über 1000 Euro bezahlen. Die Schulden stammen aus ihrer Zeit als Obdachlose, als die junge Frau einfach Handyverträge abschloss und die Smartphones dann weiterverkaufte. Die 1000 Euro sind nicht ihre einzigen Schulden. Alicia wird mit 20 Jahren wohl in die Privatinsolvenz gehen müssen.

Fünf Tage später zeigt sich, dass Alicia noch größere Probleme als Schulden hat. Wegen ihrer Drogenrausch-Attacke auf den Polizisten droht ihr ein Gerichtsverfahren. Neben Psychiater und Arzt soll sich ihre Zwillingsschwester Michelle ihr vorerst annehmen. Die Mädchen werden von Freestyle-Chef Benjamin Zwick deutlich ermahnt, die Nacht ohne Eskapaden zu verbringen. Michelle nimmt mit dem Versprechen, ihre Schwester mit nach Hause zu nehmen und für Ruhe zu sorgen, eine große Aufgabe übernommen. Schon am nächsten Tag gibt es Streit. Alicia lässt sich von einem Kumpel abholen und verschwindet mit Bier und Chips. Schon fünf Tage später ist Benjamin Zwick wieder alarmiert. Wenn sich Nachbarn sich über Freestyle-Klienten beschweren, ist er der Ansprechpartner. Ein Nachbar von Alicia hat sich darüber beschwert, dass die 20-Jährige ihn die ganze Nacht mit lauter Musik terrorisiert hat. Als der Pädagoge das Mädchen damit konfrontiert, wirkt Alicia wieder zugedröhnt. Benjamin Zwick ist es langsam leid, dass die junge Frau wieder das Unschuldslamm spielt und ihm Ausreden präsentiert. Für Zwick steht fest: Wenn Alicia nicht aufwacht und diese letzte Chance, die sie bei Freestyle bekommt, endlich für sich nutzt, wird sie in ihrer Wohnung nicht bleiben können. Sie wird sie verlieren und letztlich in eine andere Betreuungsform kommen. Und dann beginnt der Teufelskreis womöglich aufs Neue.


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.