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Mit dem Zug durch Europa: Interrail mit fast 80: Diese drei Seniorinnen erleben das Abenteuer ihres Lebens

Interrail ist seit Generationen ein Reiseabenteuer: Mit dem Zug kreuz und quer durch Europa – das wollten die fast 80-jährigen Rentnerinnen Heidi, Ingrid und Inge auch noch erleben. Prima, finden wir – und haben den Damen Tickets besorgt!

Von einer Stadt in die nächste und immer wieder die Orientierung behalten – auch für lebenserfahrene Frauen wie Inge Imhof, Heidi Rupp und Ingrid Thul nicht immer ganz einfach. Aber auch das gehört bei Interrail dazu.

Von einer Stadt in die nächste und immer wieder die Orientierung behalten – auch für lebenserfahrene Frauen wie Inge Imhof, Heidi Rupp und Ingrid Thul nicht immer ganz einfach. Aber auch das gehört bei Interrail dazu.

Für 235 Mark einen Monat lang mit der Bahn kreuz und quer durch Europa fahren – das war das erste Interrailticket, das 1972 auf den Markt kam. Seitdem haben sich Generationen junger Menschen auf Abenteuerreise begeben: Schlafen im Gepäcknetz, hygienisches Grundprogramm, Reisen in unbekannte Welten. "Interrail war Grenzen sprengen, und das in mehrfacher Hinsicht. Man war weitgehend unbeaufsichtigt und man war mit seinen Freunden zusammen", so TV-Moderator Günther Jauch über seine eigenen Interrailerfahrungen. An den Verlauf der Reise erinnert er sich noch heute ganz genau: Für Jauch und seine Kumpels ging es von Berlin aus durch die DDR, dann in Richtung Holland. Danach quer durch Frankreich bis zum Traumziel Barcelona. Auch Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel war vor gut 40 Jahren auf Interrailtour. Für ihn sei das "der Inbegriff von Unabhängigkeit" gewesen, so Gabriel. "Wir haben dann immer die Nachtzüge genommen, damit man sich das Hotel sparen konnte."

Bis heute ist der Mythos Interrail ungebrochen. In diesem Jahr konnten sich erstmals 18-Jährige um eines von 15.000 von der EU spendierten Interrail-Tickets bewerben. Die Bewerbungsflut war enorm, allein aus Deutschland wollten fast 20.000 Jugendliche auf Interrail-Tour gehen. Insgesamt gab es über 100.000 Bewerbungen. Weitere 10.000 Tickets sollen im Herbst ausgelost werden.

Tanzend im Nachtzug nach Lissabon

Aber warum sollen eigentlich nur junge Menschen in den Genuss einer solchen Abenteuer-Bahnreise kommen? Auch die drei Seniorinnen Inge Imhof (77), Heidi Rupp (78) und Ingrid Thul (75) fühlen sich noch fit und abenteuerlustig genug für Interrail und sind zwei Wochen quer durch Europa gereist. stern TV hat den Rentnerinnen dafür die 377 Euro-Tickets spendiert. Einzige Bedingung: Sie müssen wie alle Interrailer mit begrenztem Budget auskommen. Es gab nur 700 Euro Taschengeld für jeden. Davon mussten die drei Seniorinnen ihre Unterkünfte, Verpflegung und alles Weitere bezahlen. Das bedeutete: preiswerte Hostels und Übernachtungen auf Klappsofas bei Freunden. Aber auch so manchen Cocktail gönnten die Drei sich.

Einmal Atlantik und zurück, das war die Reiseroute der Rentnerinnen. Von Stuttgart über Paris nach Perpignan in Südfrankreich, dann weiter Madrid, Lissabon und zum Abschluss noch einmal Paris. Vor allem für die 78-jährige Heidi war das ein großes Abenteuer. Sie war 45 Jahre ihres Lebens mit ihrem Mann jedes Jahr – Sommer wie Winter – auf die Nordseeinsel Pellworm gefahren. Sich plötzlich tanzend mit wildfremden jungen Männern im Nachtzug nach Lissabon wiederzufinden: ein ganz neues Lebensgefühl!

Was die drei Frauen auf ihrer Reise durch Südeuropa alles erlebt haben und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen hatten, haben Inge, Heidi und Ingrid nach ihrer Rückkehr bei Steffen Hallaschka im Studio erzählt:

Studiogespräch mit Interrail-Seniorinnen: So haben die drei Rentnerinnen ihre Interrail-Reise erlebt
Das war ihre Route: von Stuttgart über Paris nach Perpignan und weiter nach Madrid. Von dort mit dem Nachtzug nach Lissabon. Nach 4 Tagen Lissabon wieder über Madrid nach Barcelona. Abschließend für zwei Tage nach Paris. Die Frauen reisten in zwei Wochen insgesamt etwa 6.000 Kilometer.

Das war ihre Route: von Stuttgart über Paris nach Perpignan und weiter nach Madrid. Von dort mit dem Nachtzug nach Lissabon. Nach 4 Tagen Lissabon wieder über Madrid nach Barcelona. Abschließend für zwei Tage nach Paris. Die Frauen reisten in zwei Wochen insgesamt etwa 6.000 Kilometer.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.