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Gegen Kinderskaverei: Wie die Deutsche Bettina Landgrafe zum "Engel von Ghana" wurde

Seit 17 Jahren lebt und arbeitet die Deutsche Bettina Landgrafe in Ghana. Mit ihrem Verein hat sie in dieser Zeit viel bewegt, wurde dort sogar zur Königin ernannt. Vor allem Kindern, die sonst ausgebeutet würden, gibt sie eine Perspektive.

Kinderkrankenschwester Bettina Landgrafe aus Hagen lebt und engagiert sich seit über 17 Jahren in Ghana.

Kinderkrankenschwester Bettina Landgrafe aus Hagen lebt und engagiert sich seit über 17 Jahren in Ghana.

Daniel war gerade fünf Jahre alt, als Bettina Landgrafe den Jungen untersuchte. Die Kinderkrankenschwester aus Hagen war 2009 für ein Hilfsprojekt nach Ghana gekommen. Daniel war ganz offensichtlich misshandelt worden. Er konnte kaum noch atmen, weil er von seinem "Master" mit einem Paddel geschlagen worden war – "weil ich spielen wollte", sagte Daniel damals. Der Fünfjährige war einer von Dutzenden Kindersklaven, die am Volta-See für die Fischer schufteten. Verkauft von ihren Eltern für umgerechnet 50 Euro. Die Kinder paddelten die Boote, holten den Fang ein, tauchten nach den Netzen – oftmals bis zu zwölf Stunden am Tag. "Ohne die Kinder komme ich mit dem Boot nicht raus und kann keine Fische fangen", erklärte ein Fischer. "Mir fehlt das Geld für einen Motor."

Bettina Landgrafe konnte das nicht hinnehmen. Keine Kinderausbeutung mehr auf dem See – das war ihr großes Ziel, dafür sammelte sie Spenden in Deutschland und hat mit ihrem eigenen Verein Madamfo Ghana (Freunde Ghanas) mittlerweile viel erreicht. Die Boote der Fischer haben jetzt Motoren; kein Kind muss mehr paddeln. Denn die Fischer sind jetzt Angestellte in einem großen Fischzuchtprojekt, von dem das gesamte Dorf leben kann. Daniel und die anderen ehemaligen Kindersklaven leben heute in einem Waisenhaus in Ho, das die Deutsche in Ghana errichtete, ebenso wie Kindergarten, Schule und Krankenhaus.

Nana, die weiße Königin

Daniel ist eines von über einhundert  Kindern, denen Bettina Landgrafe inzwischen eine Schulausbildung und eine Perspektive ermöglicht hat. Seit neun Jahren geht der Junge zur Dora-High-School. "Die hatten gar keine Chance, überhaupt in die Schule zu gehen", erinnert sich Landgrafe. "Und jetzt sind sie die besten in der Klasse, machen ihren Schulabschluss."

Bettina Landgrafe ist stolz auf das, was sie hier aufgebaut hat. Mittlerweile lebt sie fast ausschließlich in dem westafrikanischen Land, wurde von den Bewohnern der Provinz sogar zur Königin ernannt. Alle nennen sie dort "Nana" – "weiße Königin". "Es war ein sehr langer Weg, aber ein sehr erfolgreicher Weg. Das sind jetzt fast 10 Jahren, dass wir das Projekt machen. Dadurch, dass die Kinder  vor den Augen heranwachsen, kommt einem das aber viel kürzer vor."

Das Kinderheim von "Madamfo Ghana" wird ausschließlich aus Spendengeldern finanziert. Seit unserer ersten Berichterstattung haben stern TV-Zuschauer 300.000 Euro gespendet. "Durch die Spendengelder konnten wir das Kinderheim realisieren – und zwar noch größer und schöner, als wir uns das erträumt hatten. Wir haben jetzt unter anderem eine eigene Etage für die Mädchen und eine für die Jungen."

Im Heim lernen die Kinder vor allem Selbständigkeit: Prioritäten setzen, sich die Zeit sinnvoll einteilen, Ziele verfolgen. Zurzeit leben dort 50 Kinder. Für sie kämpft Bettina Landgrafe jeden Tag weiter. Sich als Frau – zumal weiß und blond – in einem Land wie Ghana durchzusetzen, sei nicht immer leicht gewesen, erzählt die Hagenerin: "Sich Respekt zu verschaffen als Frau in einem afrikanischen Land schon schwierig. Ich habe es geschafft, indem ich immer genau das mache, was ich sage. Wenn wir ein Projekt durchführen, dann bin ich mir auch 100-prozentig sicher dass wir die Spenden dafür haben." Dafür musste sie selbst einiges in Kauf nehmen, hatte so ziemlich alle Krankheiten, die einen Europäer in Afrika ereilen können: von zahlreichen Magen-Darm-Infekten über Typhus und Cholera bis hin zu Malaria. Ihren Tatendrang hat das nicht gebremst. Bettina Landgrafe will weitermachen und Kindern wie Daniel in Ghana eine Perspektive geben. Kein Kind soll dort mehr als Sklave arbeiten müssen.
 

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.