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Kleiderfasten: Schrank ausmisten und Shopping-Verzicht: Deutschlands Frauen wollen weniger!

Zunächst schien das Projekt wenig erfolgversprechend: stern TV-Reporterin Nora fand nur zwei Frauen, die bis zum Jahresende aufs Shoppen verzichten würden. Als deutlich wurde, wie befreiend das sein kann, meldeten sich über 100 Freiwillige, die mit weniger Kleidung auskommen wollen.

Britta Koeppen-Binsenhöfer mistet ihren Kleiderschrank aus. Auch sie will freiwillig mit stern TV eine Shopping-Diät machen - und hat wahrlich jetzt schon viel zu viel!

Britta Koeppen-Binsenhöfer mistet ihren Kleiderschrank aus. Auch sie will freiwillig mit stern TV eine Shopping-Diät machen - und hat wahrlich jetzt schon viel zu viel!

stern TV hat zum "Kleiderfasten" aufgerufen: Dafür soll bis Jahresende nichts Neues mehr angeschafft werden. Mehr noch: Kleidung, die monatelang ungetragen im Schrank hing, wird ausgemistet. Allerdings fanden sich im ersten Anlauf nur zwei Frauen, die sich von unserer Reporterin Nora überhaupt dazu überreden ließen. Als wir zeigten, wie befreiend das sein kann, meldeten sich immer mehr Frauen, die mit weniger Kleidung auskommen wollen. Selbst TV-Dokustar Daniela Katzenberger äußerte sich während der unserer Live-Sendung  in mehreren Videos auf Instagram zum stern TV-Kleiderfasten, das sie zwar lobte – sie selbst könne sich aber niemals vorstellen, bis Ende des Jahres auf neue Klamotten zu verzichten. " Also natürlich ist vieles unnötig, was wir Frauen so kaufen. Aber das ist doch Lebensqualität. Jeder weiß zum Beispiel auch, dass eine Schokotorte fett macht.  Aber in dem Moment tut es gut!"

Ja, wir Frauen lieben Schokotorte und Shopping. Bei unseren Zuschauern allerdings hält sich das bislang noch in Grenzen, wie die stern TV-Umfrage vor zwei Wochen zeigte.

Umfrageergebnisse: So shoppen unsere Zuschauer

Wir hatten unsere Zuschauer aufgefordert, sich einmal kritisch mit dem eigenen Shopping-Verhalten und Kleiderschrankbestand auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, der Kaufrausch scheint sich in Grenzen zu halten. Manche haben eben mehr, andere halt weniger. Und so pendelt sich der Klamottenbestand auf einen leicht erhöhten Mittelwert ein: Insgesamt befinden sich durchschnittlich 133 Kleidungsstücke in den Schränken der 4.171 Umfrageteilnehmer/innen. Konkret sind es im Schnitt 30 Topps/T-Shirts, 16 Blusen oder Hemden, 19 Pullover und Strickjacken, 7 Shorts, 16 lange Hosen bzw. Jeans, 8 Röcke und 11 Kleider oder Overalls (jeweils nur Frauen), 14 Blazer, Jacken und Mäntel und 12 Sportbekleidungsstücke. Dazu sei gesagt: Wir haben im Augenblick der Umfrage nur schätzen lassen. Wie viele Teile tatsächlich – auch in den hinteren Ecken und unteren Schubladen – noch schlummern, erfahren Sie für sich selbst wohl nur durch Nachzählen.

Nach der Sendung allerdings haben tatsächlich unzählige Frauen ihr Shoppingverhalten hinterfragt – und wollten spontan beim "Kleiderfasten" mitmachen. Auch Britta Koeppen-Binsenhöfer hat ihren Schrank geöffnet und sich bergeweise von Klamotten getrennt. Die 50-jährige Flugbegleiterin bringt sich von ihren beruflichen Trips immer etwas mit, verriet sie. Dementsprechend ist ihr Kleiderschrank proppenvoll: 460 Teile zählte Reporterin Nora zusammen – und mistete zusammen mit Britta anschließend kräftig aus: Von 91 Kleidungsstücken kann sie sich trennen. Sie sollen auf einer Online-Verkaufsplattform verkauft und der Erlös für einen guten Zweck gespendet werden. Und: Bis Jahresende ist erstmal Schluss mit den weltweiten Shoppingtouren. Aber was macht die Flugbegleiterin dann in den Metropolen der Welt? "Ich werde in Museen gehen oder spazieren, joggen, Sport machen, schön essen gehen", so der Plan von Britta Koeppen-Binsenhöfer. Solange sie dann bloß an den vielen Shops einfach vorbeigehen kann!