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Raupen fressen Tüten auf: Diese Larven könnten das Plastikproblem der Welt lösen

Plastiktüten sind ein großes Unheil - und es wird immer wieder nach Lösungen für dieses Umweltproblem gesucht. Die Natur hat eine: Die Larven der der großen Wachsmotte fressen nämlich Polyethylen. stern TV zeigt in einem Live-Experiment, wie das funktioniert. 

Larven der Wachsmotte fressen Plastik

Das Experiment zeigt: Die Larven machen sich gemeinschaftlich über die Plastiktüte her.

In der freien Natur leben die Raupen der Wachsmotte bis zu ihrer Verpuppung in Bienenstöcken. Denn die Larven ernähren sich von dem Wachs der Waben. Sie können aber nicht nur Wachs fressen und verdauen, sondern auch Plastik! Ein spanisch-britisches Forscherteam hatte das kürzlich herausgefunden. Phänomenal: Hundert Maden in einer handelsüblichen Plastiktüte futterten in zwölf Stunden zusammen 92 Milligramm des Kunststoffs. Ihr Abbauprodukt ist Ethylenglykol, ein chemischer Alkohol, der vermutlich verdampft.

Die Forscher erhoffen sich nun, durch die gefräßigen Mottenlarven den biochemischen Prozess analysieren zu können. Die Maden besitzen möglicherweise ein spezielles Enzym, das Polyethylen abbaut und umwandelt. So könnte ein Verfahren entwickelt werden, mit dem wir zukünftig die unheilvollen Plastikabfälle der Erde entsorgen.

stern TV hat das interessiert und einige Larven der großen Wachsmotte ins Studio geholt. Live während der Sendung können Sie Zeuge werden, wie die Raupen das Plastik vernichten - hier im Live-Stream: