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Loveparade in Duisburg: Chronologie einer Tragödie

Die Loveparade sollte ein rauschendes Party-Event werden – und endete in einer Tragödie: 21 Menschen starben, mindestens 652 wurden zum Teil schwer verletzt. Wie kam es dazu? Was ist passiert? Die ganze Geschichte vor, während und nach dem Unglück.

Februar 2007
Rainer Schaller, der Inhaber der Fitnesskette McFit und Chef des Loveparade-Veranstalters, kündigt den Umzug der Loveparade von Berlin ins Ruhrgebiet an. 

Juni 2007
Der Rat der Stadt Duisburg beschließt einstimmig, die Loveparade in Duisburg durchführen zu wollen.


Januar 2009
Bochum sagt für die Loveparade ab, da die Stadt über keine entsprechende Infrastruktur für ein Ereignis dieser Größe habe.

Februar 2009
Der Duisburger Polizeipräsident meldet große Bedenken an der Loveparade an: Es gäbe eklatante Sicherheitsmängel. Wenige Wochen später wird er pensioniert.

September 2009
Der Veranstaltungsort ist noch immer nicht gefunden. Es wird der alte Güterbahnhof ins Auge gefasst. Die Loveparade könnte das Richtfest für die geplante Neugestaltung des Geländes mit dem Namen "Duisburger Freiheit" sein.

Oktober 2009
Der Veranstalter kündigt etwa eine Million Besucher an, von denen er ausgeht. Bei einem Treffen aller Beteiligten werden Fragen der Besucherführung vom Bahnhof zum Festivalgelände diskutiert. Es werden Bedenken zu Engstellen und Sicherheitsrisiken geäußert. Doch eine Absage kommt aus Imagegründen für die Stadt nicht infrage. Wegen Unsicherheiten über Zu- und Abwegen von der Veranstaltungsfläche soll ein Gutachten erstellt werden, das aber erst im Mai 2010 in Auftrag gegeben wird.

14. Juni 2010
Die Stadt macht den Veranstalter darauf aufmerksam, dass noch zahlreiche Unterlagen fehlen, unter anderem das Brandschutzkonzept und ein angepasstes Sicherheitskonzept.

18. Juni 2010
Bei einem Treffen der Stadt mit dem Veranstalter werden von der Verwaltung zu wenige Fluchtwege angemahnt und das Bauamt aufgefordert, an einem entsprechenden Rettungswegekonzept mitzuwirken.

25. Juni 2010
Der Veranstalter stellt einen neuen Lageplan mit "doppelt genutzten Ausgängen" vor. Das bedeutet: Hunderttausende sollen durch ein und denselben Tunnel auf das Festivalgelände und wieder hinaus gelangen. Die Bauaufsicht hält die Veranstaltung nach den Unterlagen nicht für genehmigungsfähig.

7. Juli 2010
Eine Besprechung zwischen der Polizei Duisburg und der Staatsanwaltschaft über die Planungen der Loveparade ergibt: Die Polizei hat keine Bedenken.

8. Juli 2010
Die Polizei schult die Beamten zu verschiedenen Krisenszenarien, auch, wie mit starkem Gedränge und einer möglichen Überfüllung der Zuwege umgegangen wird. In der Theorie klappt es.

Der Veranstalter hat eine Besucherprognose geschickt, in der er von nicht mehr als 250.000 Besuchern ausgeht.
Am Tag der Loveparade, kurz vor der Katastrophe, berichtet der Veranstalter  von einem Besucherrekord: Es sollen 1,4 Millionen Menschen gekommen sein. Nach dem Unglück kommt die Stadt auf etwa 100.000 Besucher, die Polizei schätzt später anhand von Luftbildern 250.000.

21. Juli 2010
Erst vier Tage vor der Loveparade wird sie dem Veranstalter offiziell genehmigt.

23. Juli 2010
NRW-Innenminister Jäger erklärt zur Loveparade: "Alle sind hoch motiviert und haben sich professionell vorbereitet."


24. Juli 2010: Die Tragödie
10 Uhr

Zwischen 10 und 11 Uhr soll der Zugang zum Loveparade-Gelände geöffnet werden. Doch der Veranstalter ist mit den Planierarbeiten noch nicht fertig. Menschenmassen drängen sich vor dem Eingang. Gegen 12 Uhr kommt es zu ersten Ausschreitungen unter den Wartenden.

12:05 Uhr

Der Veranstalter öffnet den Einlass. Die meisten Besucher sind mit der Bahn angereist und kommen vom Hauptbahnhof. Sie werden links und rechts um das eingezäunte Gelände geschickt und am südlichen Ende in einen Tunnel geführt. Etwa in der Mitte des Tunnels treffen die beiden Menschenströme zusammen und sollen über eine lange Rampe zum Veranstaltungsgelände gelangen.

Ein so genannter Crowd-Manager beobachtet die Entwicklung der Menschenströme per Überwachungskameras und soll beurteilen, wann Sicherheitskräfte Schleusen öffnen oder schließen müssen.

13 Uhr

Zähler des Ordnungsamts registrieren vor dem westlichen Tunneleingang eine Auslastung von 100 Prozent. Eigentlich hatte die Polizei mit einer Auslastung von  50 Prozent um diese Zeit gerechnet.

14:30 Uhr

Es werden erste "Vereinzelungssperren" am Tunnel eingesetzt, um den Zulauf zu bremsen. Wo sich die Rampe zum Paradegelände öffnet, entsteht ein menschlicher Pfropf, weil immer mehr Menschen dort stehen bleiben, um die Paradewagen vorbei fahren zu lassen oder zu beobachten. Von hinten drängen die Massen. So genannte "Pusher", die dafür sorgen sollen, dass die Menschen nicht stehenbleiben, werden nicht mehr Herr der Lage.

15:30 Uhr

Der Crowd-Manager will die Schleusen vor den beiden Eingängen  des Tunnels schließen lassen, dringt zu den Polizeibeamten aber nicht durch. Die Handynetze sind überlastet. Es dauert 30 Minuten, bis ein Polizeiführer erfährt, dass von Crowd-manager Hilfe angefordert wurde.

15:45 Uhr

Erste Polizeiketten sollen verhindern, dass noch mehr Menschen von unten Richtung Partygelände drängen. Inzwischen suchen sich Menschen eigene Wege durch Lücken zwischen den Einlasssperren und strömen zum Teil in Scharen in den ohnehin schon überfüllten Tunnel. Gleichzeitig wollen viele Menschen schon vom Gelände runter. Nachdem es einigen gelungen ist, über eine kleine Treppe zu entkommen, wollen das immer mehr Leute und drängen dorthin.

16:40 Uhr

Die Polizeisperre auf der Rampe kann die Menschenmassen nicht mehr aufhalten und gibt die Stellung auf. Die Menschen fliehen in alle Richtungen, reißen Bauzäune nieder, klettern auf die Böschungen. Alle versuchen entweder über die kleine Treppe oder über einen Mast auf der anderen Seite zu entkommen. Die Masse gerät außer Kontrolle. Kaum einer kann seine Bewegungsrichtung noch selbst bestimmen. Es wird schwer, sich auf den Beinen zu halten. Viele Menschen stürzen in dem Gedränge, verkeilen sich, können nicht mehr hochkommen. Es ist unvermeidbar, dass  die Massen über sie hinweg weiter gedrückt werden.

17 Uhr

Kurz nach 17 Uhr erhält die Polizeieinsatzzentrale die Meldung, dass es auf der Rampe Tote und Verletzte gibt. Die Zahlen erhöhen sich stündlich. Am Abend ist von 19 Toten und 342 Verletzten die Rede. Zwei Tage später erliegt eine 21-Jährige ihren Verletzungen, vier Tage später stirbt noch eine 25-Jährige. Die Tragödie hat insgesamt 21 Menschen das Leben gekostet, mehr als 650 wurden verletzt.


27. Juli 2010
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) nennt Rücktrittsforderungen gegen ihn nachvollziehbar, bleibt aber im Amt.


31. Juli 2010
Bei einer Trauerfeier nehmen Tausende in Duisburg Abschied von den Opfern. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hält eine bewegende Trauerrede.


18. Januar 2011
Die Staatsanwaltschaft Duisburg nimmt Ermittlungen gegen den damaligen Polizei-Einsatzleiter sowie gegen Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters auf. OB Adolf Sauerland und Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller gehören nicht zu den Beschuldigten.


12. Februar 2012
Die Duisburger stimmen in einem Bürgerbegehren mit großer Mehrheit für die Abwahl des Oberbürgermeisters.


24. Juli 2013
Am Unglücksort wird eine Gedenkstätte eröffnet. 21 Holzkreuze und eine Gedenktafel erinnern an die Opfer. In den Monaten danach wird die Gedenkstätte mehrfach verwüstet.


10. Februar 2014
Die Staatsanwaltschaft Duisburg erhebt Anklage gegen sechs Mitarbeiter der Stadt und vier des Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.


23. Juli 2015
Betroffene rufen eine Nachsorge-Stiftung ins Leben. Die Stiftung unter dem Namen «Duisburg 24.7.2010» soll Therapieplätze vermitteln, Gedenktage organisieren und Selbsthilfegruppen einrichten.


28. September 2015
Das Landgericht Duisburg weist in einem Zivilprozess die Entschädigungsklage eines Feuerwehrmanns zurück. Es zähle zu seinem Berufsrisiko, seelisch belastenden Situationen ausgesetzt zu sein. Der Feuerwehrmann legt später Berufung beim OLG Düsseldorf ein. Es gibt noch keinen Termin. Weitere Zivilverfahren am Landgericht Duisburg zu Schadenersatzforderungen laufen noch.


5. April 2016
Nach einem Beschluss des Duisburger Landgerichts soll es keinen Strafprozess gegen die Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters geben. Die Anklage wird nicht zur Hauptverhandlung zugelassen. Die Staatsanwaltschaft legt dagegen Beschwerde ein.

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?