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Manualtherapie: Neue Hoffnung für Schmerzpatienten

An ein Leben ohne Schmerzen konnte sich Gisela Deterding nicht mehr erinnern. Auch Ärzte und Tabletten haben nicht geholfen. Doch dann hörte sie von einer Therapie, die bei hoffnungslosen Fällen die Schmerzen gelindert haben soll.

Ein ausgedehnter Stadtbummel, längere Spaziergänge oder einfach mal Tanzen gehen - für Gisela Detering war all das, was sie früher so liebte, lange Zeit undenkbar. Schmerzen bestimmten zuletzt das Leben der 64-Jährigen. Da war es sogar eine Qual, den Hund regelmäßig auszuführen.

Geholfen hat zunächst nichts: Weder die tägliche Dosis Schmerztabletten noch eine siebenwöchige Schmerztherapie in einem orthopädischen Krankenhaus. Doch dann hörte Gisela Detering von Roland Liebscher-Bracht, einem Manualtherapeuten.

Wie an einen Strohhalm hat sich die Schmerzpatientin seitdem an die neue Behandlungsmethode geklammert – auch wenn sie wusste, dass die Erfolge der Therapie nicht wissenschaftlich belegt sind. Und tatsächlich: Nach einer nicht einmal einstündigen Behandlung war die 64-Jährige wieder schmerzfrei.

Ein Einzelfall ist Gisela Deterding damit nicht: Roland Liebscher Bracht hat offenbar eine Schmerzbehandlung entwickelt, die in kurzer Zeit bemerkenswerte Erfolge erzielt. Viele seiner Patienten jedenfalls berichten von ähnlichen Ergebnissen wie Gisela Detering.

Die Therapie, die Liebscher-Bracht gemeinsam mit seiner Frau, der Schulmedizinerin Petra Bracht entwickelt hat, stellt er das herkömmliche Verständnis von Schmerz auf den Kopf.

Was der Unterschied zur Schulmedizin ist, ob die neue Methode tatsächlich eine neue Hoffnung für Millionen Menschen bedeutet, die unter chronischen Schmerzen leiden - und wo es sonst noch Therapeuten gibt, stern TV hat Antworten.

Was ist das Besondere an der Therapie von Roland Liebscher-Bracht?

Grundlage für die Manualtherapie ist ein neues Verständnis von Schmerz: Liebscher-Bracht geht davon aus, dass Schmerzen nicht immer auf eine Schädigung im Körper zurückzuführen sind. Er glaubt vielmehr daran, dass Schmerzen vor einer Schädigung warnen sollen. Danach sind Schmerzen also ein Signal des Körpers, um ihn zu schützen. Praktisch heißt das: Die so genannten Warnschmerzen treten immer dann auf, wenn die Muskeln durch eine falsche Belastung falsche Kräfte auf die Gelenke wirken lassen.

Wie funktioniert die Behandlung?

Roland Liebscher-Bracht geht es bei jeder Behandlung darum, nach Schmerzpunkten zu suchen: Diese findet er in den sogenannten Golgi-Sehnenapparaten, die an den Übergängen von Muskeln zu Sehnen sitzen. Dort sollen sie die Sehnen vor einem zu starkem Zug schützen. Das heißt praktisch: Wenn die Muskelspannung zu groß wird, senden die Golgi-Sehnenapparate ein entsprechendes Signal über das Zentrale Nervensystem: "Achtung Gefahr, Muskeln entspannen!" Genau diesen Phänomen nutzt auch Roland Liebscher-Bracht für seine Therapie: Er aktiviert die Punkte manuell und erzeugt das Signal damit künstlich.

Liebscher-Bracht lindert Schmerzen, indem er die Muskeln entspannt. Ganz praktisch drückt er etwa zwei Minuten lang auf die von ihm definierten Schmerzpunkte und löst so die Muskelspannung. Die Folge: Der Körper sendet keinen Warnschmerz mehr.

Um eine langfristige Heilung zu erzielen, müssen die Patienten aber weiterhin regelmäßig spezielle Dehnübungen machen. Außerdem gilt: Je länger der Schmerz und die muskulären Fehlstellungen vorhanden waren, desto mühsamer ist es, sie langfristig loszuwerden. Daher sind in einigen Fällen auch Folgebehandlungen nötig.

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Bei 95 Prozent seiner Patienten hat Roland Liebscher-Bracht nach eigenen Angaben die Schmerzen auf 0 bis 30 Prozent des Ausgangsniveaus reduziert. Allerdings gibt es keine wissenschaftliche Bewertung der Therapie, und keine Zahlen über ihre Wirksamkeit, die nicht von Roland Liebscher-Bracht selbst stammen.

Welche Schmerzen können mit der Manualtherapie nicht behandelt werden?

Die Methode wirkt nicht bei Tumorschmerzen oder Schmerzen, die durch Verletzungen verursacht werden, wie zum Beispiel Schnittwunden.

Funktioniert die Therapie auch bei Schädigungsschmerzen?

Ja. Roland Liebscher-Brachts Therapie kann auch dann helfen, wenn bereits ein Schaden am Körper entstanden ist - etwa durch Arthrose, Ischiasschmerzen oder Bandscheibenvorfälle. Denn der Schmerz, den der Patient empfindet, setzt sich dann aus dem Warnschmerz und dem Schädigungsschmerz zusammen. Aber, so Liebscher-Bracht: Der Warnschmerz macht dabei den Großteil der Schmerzen aus - und den kann der Therapeut beheben. Der verhältnismäßig kleine Schädigungsschmerz bleibt aber zurück.

Was kostet die Behandlung?

Eine Behandlung kostet ungefähr 95 Euro und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig, um die Schmerzen zu beseitigen.

Gibt es weitere Therapeuten, die die Methode anwenden?

Ja. Über eine spezielle Suche auf der Homepage von Roland Liebscher-Bracht und Petra Bracht finden Sie weitere ausgebildete Manualtherapeuten. Dafür müssen Sie unter www.liebscher-bracht.com in der linken Spalte den menüpunkt "Therapeutensuche/Bewegungslehrersuche"anklicken. Wenn Sie dann Ihre Postleitzahl eingeben, nennt das Verzeichnis Therapeuten in Ihrer Näher. Die Suche funktioniert in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.