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Nageldesigner im Test: Gefährliches Geschäft mit Fingernägeln

Fast alles kann man sich heutzutage ins Haus bestellen: Masseure, Fitnesstrainer und sogar Nageldesigner. Und genau die hat stern TV getestet. Die Wohnung: verwanzt mit versteckten Kameras. Die gebuchten Dienstleister: arglos.

Beherzt feilen sie an den Fingernägeln ihrer Kundinnen herum. Da wird geklebt, gekürzt, lackiert - oft stundenlang. Und das häufig unter Missachtung jeglicher Hygienevorschriften.

Wenn man Pech hat, kann man sich dabei sogar mit Hepatitis oder anderen Infektionskrankheiten anstecken. Wie gefährlich das Geschäft mit den künstlichen Nägeln wirklich sein kann, zeigte der Test mit versteckter Kamera.

Wie findet man aber einen guten Nageldesigner? Auf der linken Seite geben wir Ihnen einige Tipps, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Wie findet man einen guten Nageldesigner?

Kundinnen können sich zum Beispiel beim "Bundesverband Deutscher Naildesigner" informieren: www.bdnd.de. Der Bundesverband kann Nageldesigner empfehlen, die zumindest die staatliche Prüfung abgelegt haben. Außerdem sollte man sich die Studios vor der Nagelmodellage gründlich anzuschauen.

Gute Studios bieten in der Regel an, einen kostenlosen Probenagel zu modellieren. Hierbei kann die Kundin die Arbeit der Nageldesigner kennen lernen: Halten sie sich an Hygienevorschriften? Führen sie ein Beratungsgespräch durch? Ist das Ergebnis befriedigend?

Bei Studios mit extrem günstigen Preisangeboten kann eine Kundin außerdem davon ausgehen, dass keine sehr hochwertigen Produkte verwendet werden. Ob die Nageldesigner eine gute Ausbildung durchlaufen haben ist ebenfalls fraglich.

Warum sind Hygienevorschriften so wichtig?

Die Einhaltung der Hygieneverordnung ist die wichtigste Grundvoraussetzung für die Nagelmodellage. Dazu gehören das Desinfizieren der Hände, das Arbeiten mit sauberen Arbeitsutensilien, sowie das Tragen von Handschuhen und Mundschutz seitens der Nageldesignerin.

Bei Nichteinhaltung dieser Hygienevorschriften können Bakterien, Pilze und Viren übertragen werden. Nagelbetterkrankungen und Nagelpilze können die Folge sein. Im Zusammenhang mit Verletzungen kann es im schlimmsten Fall zu der Übertragung von Hepatitis B und C, sowie HI-Viren kommen.

Sind Nagelmodellagen bei Minderjährigen zu empfehlen?

Nein. Nagelmodellagen bei Minderjährigen sind absolut verantwortungslos. Die Nägel von Minderjährigen befinden sich noch im Wachstum. Durch eine Nagelmodellage können dauerhafte Schädigungen entstehen.

Medikamente, Schwangerschaft, Allergien

Im Falle einer Schwangerschaft, oder während der Einnahme bestimmter Medikamente (wie zum Beispiel Cortison) ist eine Nagelmodellage nicht sinnvoll. Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft und die Einnahme von bestimmten Medikamenten können dazu führen, dass die Kunstnägel nicht halten.

Außerdem sollte immer im Vorfeld geklärt werden, dass keine Unverträglichkeiten bzw. Allergien im Zusammenhang mit denen bei der Modellage verwendeten Klebstoffen und Gelen besteht.

Männer und Nagelmodellagen

Während auch Männer mittlerweile häufig Schönheitssalons aufsuchen, nutzen sie die Nagelstudios verhältnismäßig selten. Wenn jedoch ein Mann zu einem Nagelmodellage-Termin erscheint, dann geht es bei ihm in der Regel nicht um die Verlängerung und kunstvolle Bemalung der Nägel, sondern um die Behandlung des so genannten "Nagelbeißer-Symptoms".

Das Knabbern an den Fingernägeln kommt bei Männern weit häufiger vor als bei Frauen. Durch eine Nagelmodellage gelingt es, die unschönen Spuren des Knabberns zu beseitigen. Zudem sollen künstliche Nägel das Knabbern ungenießbar machen. Die Nagelmodellage führt in diesem Fall nicht nur zu schönen, gepflegten Nägeln, sondern ist gleichzeitig eine Therapie für Nagelbeißer.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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