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Online-Dating: Sicher flirten im Netz

300 Frauen hat Christian G. im Internet kennengelernt. Als "Riddick300" verteilte er virtuelle Rosen und Küsschen. Zwei von ihnen hat er getötet. Vorsicht bei Chatbekanntschaften: Lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen.

Seit Mitte Januar steht der 27-jährige G. in Essen vor Gericht, ein Urteil wird für Anfang April erwartet. Laut Anklage soll er die beiden Frauen heimtückisch erstochen haben. Die 39-jährige Regina B. aus Marl erlag zahlreichen Stichverletzungen, zwölf Mal stach ihr Christian G. in den Rücken, 14 Mal in die Brust. Die 26-jährige Berlinerin Jessica K. starb an einem Stich in den Hals.

Dabei schockiert nicht nur Christian G.s Kaltblütigkeit: Auch die Naivität der Frauen, die ihn trafen, ist zutiefst beunruhigend. Alles rund um die sichere Partnersuche im Netz finden Sie unter: www.saferdating.de.

Wir zeigen Ihnen, worauf besonders Frauen beim Internet-Dating achten sollten. Die wichtigesten Infos können Sie links nachlesen.

Seriöse Anbieter wählen

Wenn Sie einen Anbieter suchen, bei dem man sicher flirten kann, wählen Sie immer eine Plattform mit Kundendienst und Adressverifizierung, die über eine Personalausweiskopie prüft, ob der Nutzer tatsächlich existiert. Außerdem sollte es eine Filterfunktion geben, über die man Mails von lästigen Leuten blocken kann.

Nehmen Sie also in Kauf, dass das Angebot eventuell etwas kostet und die Registrierung etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Auf www.saferdating.de können Sie Bewertungen von Dating-Plattformen einsehen. Außerdem werden hier die seriösesten empfohlen.

Anzüglichkeiten vermeiden

Zweideutige und anzügliche Nicknames, die zum Beispiel die Zusätze "hot" oder "sexy" beinhalten, können den Eindruck hinterlassen, man sei leicht zu haben. Gleiches gilt für erotisches Geplänkel im Chatroom und aufreizende Fotos in Unterwäsche oder im Bikini.

Hier gilt: Je seriöser Sie im Internet auftreten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch seriöse Männer bei Ihnen melden. Verwenden Sie also einen neutralen Nickname und laden Sie ein Foto hoch, auf dem Ihr Gesicht gut zu erkennen ist.

Emailkontakt

Geben Sie nicht gleich Ihre private Emailadresse heraus, vor allem nicht, wenn diese Ihren Vor- und Nachnamen, oder sogar den Firmennamen beinhaltet. Bleiben Sie also entweder beim sogenannten internen Messaging Ihres Anbieters, oder richten Sie sich bei einem großen Anbieter (wie etwa GMX oder web.de) eine Emailadresse ein, die Sie extra für Chatbekanntschaften nutzen. Hier sollte man Ihre Identität nicht erkennen. Die Adresse kann man notfalls auch schnell wieder löschen, falls jemand zu aufdringlich wird. Generell gilt: Seien Sie nicht zu offenherzig, wenn es um Ihre eigenen Angaben wie Wohnort, Familie, Arbeitgeber, Verein, Lieblingslokal usw. geht.

Telefonieren

Telefonieren Sie ruhig, wenn Sie Interesse an Ihrer Internetbekanntschaft haben. Am Telefon kann man spontanere Fragen stellen (darauf achten, ob die Antworten stammelnd oder flüssig kommen!). Außerdem spielen Stimm- und Tonlage eine wichtige Rolle beim Flirt.

Am besten, Sie lassen sich seine Telefonnummer geben und tätigen den ersten Anruf selbst - mit unterdrückter Rufnummer. Wenn er zum ersten Mal anruft, geben Sie ihm Ihre Handynummer. Über die Festnetznummer kann man mit etwas Glück nämlich sehr schnell an Ihre Adressdaten kommen. Sollte er auf die Festnetznummer bestehen, pfeifen Sie auf Höflichkeit. Jeder Mann mit gesundem Menschenverstand sollte begreifen, dass eine Frau vorsichtig sein muss.

Persönliche Angaben

Erzählen Sie im Netz nur Dinge, die Ihre Anonymität nicht gefährden. Vorsicht bei Männern, die wenig über sich erzählen, dafür aber umso mehr über Sie erfahren wollen! Hier sollten Sie sich auf Ihren gesunden Menschenverstand verlassen: Jemand, der zum Beispiel kein Bild von sich zeigen will, sich häufig selbst widerspricht und wenig über sich preisgibt, könnte etwas zu verbergen haben.

Speichern Sie seine Mails ab und stellen Sie die eine oder andere Frage vom Anfang noch einmal. Gibt er dieselbe Antwort? Lassen Sie gegebenenfalls eine Freundin mit ihm chatten und überprüfen Sie, ob er ihr das gleiche erzählt wie Ihnen. Die meisten "Fakes", die unter falscher Identität im Netz unterwegs sind, lügen spontan und können sich Tage später nicht mehr daran erinnern, wem sie was erzählt haben.

Erste Verabredung

Mit dem ersten Treffen sollten Sie nicht allzu lange warten. Denn wenn Sie Ihre Internetbekanntschaft sehen, können Sie sich ein viel besseres Bild von ihm machen: Nonverbale Signale wie Geruch, Körpersprache oder Stimmlage spielen eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl. Für das erste Treffen sollten Sie sich keinesfalls in Ihrer oder seiner Wohnung verabreden, sich von ihm zu Hause abholen lassen, oder an einem einsamen Ort treffen.

Verabreden Sie sich an einem neutralen Ort, wo sich viele Menschen aufhalten und den Sie selbst gut kennen. Erzählen Sie einer Freundin von dem Treffen und verabreden Sie einen Zeitpunkt, zu der Sie sich bei ihr melden und ihr signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Halten Sie Ihr Handy griffbereit, reisen Sie selbstständig an und gehen Sie alleine nach Hause.

Auf Instinkte hören

Unhöflich sein, wenn es sein muss. Wenn Ihr Bauchgefühl Ihnen sagt, dass es besser ist, zu gehen, dann tun sie das.

Stalkingopfer finden Informationen und Hilfe auf: www.gemeinsam-gegen-stalking.de.

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