HOME

Organspende: Die siebenjährige Pia kann nur noch auf eine Spenderniere hoffen

Die kleine Pia ist erst sieben Jahre alt und ihre Zukunft ungewiss. Eine Infektion hat ihre Nieren geschädigt, so dass das Mädchen nun auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Die Familie traf das völlig überraschend an Weihnachten. 

Pia (7) braucht eine neue Niere: Die Folgen einer Bakterien-Infektion führten bei ihr zu Nierenversagen.

Pia (7) braucht eine neue Niere: Die Folgen einer Bakterien-Infektion führten bei ihr zu Nierenversagen.

Es war vor einem Jahr kurz vor Weihnachten, als die kleine Pia plötzlich schlimmen Durchfall bekam. Erst nach Tagen stellte sich heraus: Bei dem Mädchen handelt es sich um eine seltene und sehr gefährliche Bakterien-Infektion. Für Pia kam diese Diagnose beinahe zu spät. Die Sechsjährige kam ins Krankenhaus - gerade noch rechtzeitig. "Dieser EHEC-Keim war bei ihr schon in der kompletten Blutbahn mit einem Entzündungswert von 300", erzählt ihre Mutter Carolin Albert. "Die Ärzte haben uns dann gesagt, einen Tag später hätten sie ihr nicht mehr helfen können." Pia überlebte. Doch in der Folge der Infektion erlitt sie ein Nierenversagen. Weihnachten feierte die Familie im Krankenhaus. Erst nach knapp sieben Wochen und mit nur 19 Kilo Gewicht durfte das Kind zu seinen Eltern und Bruder Finn-Luca wieder nach Hause. Sofern sie demnächst keine neue Niere bekommt, ist Pias Zukunft ungewiss.

Pias Krankenakte füllt mittlerweile ganze Ordner bei Familie Albert. Medikamente, Arztbesuche – den Tagesrhythmus bestimmt nun die Krankheit. Am Bauch des Mädchens muss jeden Abend für die ganze Nacht ein Dialysegerät angeschlossen werden. Für die Siebenjährige stehen noch unzählige Behandlungen und Untersuchungen an, und sie bekommt noch einige Impfungen, bevor sie offiziell auf die Transplantationsliste kommt. Wie lange es dann dauert: niemand weiß es.

Ihre Familie traf diese Situation völlig überraschend: Ein Kind, das plötzlich sterbenskrank ist und eine Organspende benötigt, ein Geschwisterkind, das zu kurz kommt, zwei Eltern, die ihren eigenen und den Familienalltag vollkommen neu organisieren müssen. "Für Pia wird das jetzt ein ganzes Leben lang so bleiben, dass sie immer Medikamente nehmen muss und darauf angewiesen ist, in diese Zentren zu fahren und alles kontrollieren zu lassen", so Carolin Albert. Und das sei für alle Familienmitglieder mit Umständen und Einschränkungen verbunden, vor allem im Alltag. 

Geringe Zahl an Spenderorganen weiterhin ein Problem für Betroffene

Wie den Alberts geht es Hunderten Familien Deutschland, denn es sind so viele Kinder auf eine Organspende angewiesen. Spenderorgane sind hierzulande selten, insbesondere für junge Patienten. Rund 12.000 Menschen hoffen auf ein Spenderorgan, die meisten von ihnen auf eine Niere. Seit Oktober 2012 sinkt die Zahl der gespendeten Organe zudem weiter. 2016 waren es gerade mal 857 Spender. Obwohl Kinder teilweise bevorzugt mit geeigneten Spenderorganen versorgt werden, fehlen Transplantate.

Frederik Walber hatte Glück: Er kam mit unterentwickelten Nieren zur Welt. Die erste Transplantation hatte er im Kleinkindalter. Mit 15 Jahren bekam er ein neues Spenderorgan. Für den heute 22-Jährigen bedeutet die neue Niere auch ein neues Leben. "Seit der Transplantation bin ich frei und nicht mehr an die Dialyse gebunden. Ich kann jetzt endlich Sachen machen, die früher niemals möglich gewesen wären", sagt er. stern TV begleitet Frederik Walber und seine Familie bereits seit Jahren.

Die Alberts und Tochter Pia leben nun seit zehn Monaten mit der neuen Situation zu Hause. Im Sommer konnten sie eine Familien-Reha auf dem Ederhof in Österreich machen - eine große Hilfe, sagt Carolin Albert: "Man braucht einfach mal eine Auszeit, um als Familie Zeit füreinander zu haben, sich einmal nicht selbst um alles kümmern zu müssen, um sich auch mal mit anderen Betroffenen auszutauschen. Dafür war die Reha sehr gut." Der Ederhof ist europaweit eine einzigartige Rehabilitationseinrichtung speziell für Familien, die von einer Transplantation eines Kindes betroffen sind. "Die Transplantation wäre jetzt wichtig, um zu wissen, ob und dass Pia  von dieser täglichen Bauchfelldialyse wieder loskommt, dass sie nachts wieder ganz normal schlafenkann oder auch mal  auf die Toilette", sagt Carolin Albert. "Ich wünsche mir, dass sie irgendwann wieder alles machen kann, was sie vorher auch machen konnte – ohne dass man ständig auf alles achten muss oder 'Nein' sagen." Wie lange Pia auf eine Spenderniere und die rettende OP warten muss, ist ungewiss.


Der RTL – Wir helfen Kindern – Spendenmarathon

Donnerstag, 22.11.2018, 18 Uhr, RTL

Zur RTL-Spendenmarathon-Seite

Zur RTL – Wir helfen Kindern-Seite

Facebook-Seite zum Spendenmarathon


Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.